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Soziale Betreuung in Altenheimen/ Mdk-Vorschriften?

R/umxo hat die Diskussion gestartet


Ich hab beim MDK und bei der Suche hier noch nichts gefunden, deshalb meine Frage:

Was muss ein Altenheim an Theapeuten/Soziale Betreuung laut MDK-Vorschriften bieten und ist deren Anwesenheit 7 Tage die Woche vorgeschrieben?

Bzw. Gibt es eine solche Vorschrift überhaupt?

Ich finde gar nichts dazu... Was dafür sprechen könnte, dass es sowas gar nicht gibt ;-)

Vielleicht könnt ihr mir helfen?

Antworten
G^rie!suhx1


Hi, die einzige " Vorschrift" die es da zu gibt, ist in den Verträgen zu finden, die die Pflegeeinrichtungen mit den Pflegekassen abgeschlossen haben, wenn die Pflegeeinrichtung Betreuungsdienste anbietet.

Der Inhalt der Verträge, sowie die Voraussetzungen weichen von Bundesland zu Bundesland ab. Somit ist hier keine einheitliche Aussage zutreffen.

Was vermutlich in allen Verträgen steht ist, dass die Betreuungspersonen eine zusätzliche Ausbildung für Betreuungsdienste benötigen und die Kasse dann dementsprechend eine Zulassung zur Erbringung von Betreuungsdiensten ausstellt, sobald ein Konzept der angebotenen Betreuung und der nachweis der Fortbildungen vorliegen.

LG

RIeiki-9foxr-me


Was meinst du mit Therapeuten? Wenn ein Heimbewohner eine Therapie benötigt, dann muss der Hausarzt die verschreiben und dann kommt nach Terminabsprache ein Therapeut ins Heim. Das gilt für Pysiotherapie etc. Je nachdem wie groß ein Heim ist, werden pro Station eine examinierte Pflegeschwester und einige ungelernte Pflegekräfte eingesetzt. Wo tagsüber aber auch schon eingespart wird, examinierte Schwestern müssen meist nur noch in der Nachtschicht present sein.

Rxumo


Erstmal danke für die Antworten...

In dem Heim sind mehre festangestellte Ergotherapeuten und Leute für den Sozialen Dienst, die die Bewohner beschäftigen. Das aber nur unter der Woche. Jetzt hieß es, es gäbe eine Vorschrift des MDKs, das ein Heim diese Kräfte 7 Tage die Woche und an Feiertagen im Einsatz haben muss.

Stimmt das? Gibt es so eine Vorschrift?

RIeikwiC-forx-me


Davon habe ich noch nichts gehört. Hört sich aber noch einem großen Heim an. Normal beschäftigen die kleineren Heime keine vom sozialen Dienst etc. Wir haben ein Pflegeheim in der Familie aber da kommt von ausserhalb die Pysiotherapeuten etc. Wer braucht denn 7 Tage die Woche Ergotherapie oder den sozialen Dienst ???

Rlumxo


Es sind definitiv unter 100 Personen.

Und die Bewohner sollen wohl rund um die Uhr bespaßt werden. Schön und gut. Aber an diese Vorschrift glaube ich erst wenn ich sie sehe.

Genau das gleiche bei Leuten die nicht in einer Schicht arbeiten. Die dürfen nicht gleichzeitig in Urlaub gehen, weil der MDK das nicht billigt.

Das kann doch alles nicht von denen geregelt werden?

RyePiki-f_or-me


Da kann ich dir nicht helfen. Ich weiss nur das es in einem privatisierten Heim nicht so ist. Die haben zwar auch ihre Unternehmungen und Veranstaltungen, aber nicht 7/24. Können die alten doch auch gar nicht. Die meisten sind doch froh, wenn sie ne Std. singen hinter sich bringen und danach ihre Ruhe haben. ausserdem gibt es ja auch genug bettlegeriege im Heim, und die wollen bestimmt nicht rund um die Uhr beschäftigt werden. Natürlich hat auch jedes Heim seine gesetzlichen Vorschriften an die es sich halten muss, und der MDK kontrolliert auch stichpunktartig unangemeldet die Heime, geht Beschwerden nach etc, aber ich denke mal das das was du beschreibst eher eine freiwillige Sache ist mit dem beschäftigen 7/24, das ist dann wohl eher fürs Anwerben und schmackhaft machen so das das Heim auch die Betten voll kriegt. :-)

G riesjuxh1


Hier geht es nicht um Therapien wie KG, Massage oder so, hier geht es um die so genannten niedrigschwelligen Betreuungsdienste nach §45b und § 87b SGB XI.

Um diese mit der Kasse abrechnen zu können ist , wie schon in meinem 1. Beitrag geschrieben,

eine Konzeption sowie der Nachweis von Ausbildungen zur Betreuung, der Zulassungsstelle vor zu legen.

Die Zulassungsvoraussetzungen für Betreuungsdienste unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.Für ambulante Dienste ist das im § 45b SGB XI und für stationäre Einrichtungen im § 87b festgelegt was der Betreuungsdienst beinhaltet. jedoch gibt es keine gesetzliche Bestimmung wie oft und wann.

Was in der Konzeption enthalten ist, sprich was und wann und wieviel Betreuungsdienst angeboten wird, ist an keine Gesetzesvorgaben gebunden.

Die Konzeption und der Betreuungsinhalt muss sich jedoch an die Vorgaben der Rahmenverträge, in denen die Betreuungsdienste definiert sind orientieren.

Ob an 365 Tage im Jahr rund um die Uhr Betreuungsdienste angeboten werden, bleibt der Einrichtung überlassen.

Schaut einmal diesen Link:

[[http://s310434596.online.de/aks/wp-content/uploads/2009/12/Konzept-Betreuung1.pdf]]

Hier könnt ihr ersehen was alles erforderlich ist.

LG

G1ries=uh1


Oder hier was sind Betreuungsdienste:

Betreuungsdienste nach § 45b SGB XI zur Entlastung pflegender Angehöriger

Stundenweise allgemeine Beaufsichtigung,

spielerische Übungen: Spiele, vorlesen, Zeitungsschau, Gedächtnistraining, Orientierungstraining, räumliche Orientierung: Spaziergang im Wohnumfeld, Spaziergänge in die Natur oder im nahen Wohnumfeld

Besuch von kulturellen - öffentlichen - oder Seniorenveranstaltungen, Anleitung zur Alltagsbewältigung.

R?umxo


Danke, das hilft schon mal weiter!

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