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Wer hat seine Mam zuhause gepflegt bis zu ihrem Tod?

bitte meldet euch mal meine mam muß sterben :°( und ich möchte sie pflegen...   >>>

n8ancyp0Y80x9  am 15.01.10  21:10

26.01.10  13:27

Hallo Nancy,

wie geht es dir und deiner Mom? Ich denke, dass sie inzwischen bei dir ist. Kommst du denn zurecht?

*=Glöck!chenx*

22.02.10  23:57

Hy Kleine.Ich hoffe du bist dir im Klaren über die Veränderungen die Du und deine Mum durchleben werden.Es ist ein gewagtes Vorhaben.Leider kann ich dir lediglich viele schöne Momente mit deiner Mum Wünschen.Ich bin seit fast 10 Jahren in der Pflege und habe vieles Erlebt und gesehen,aber mit Abstand war es das schwerste emotional zurück zu halten.Professionelle Nähe und Distanz sind nicht mehr da auf einmal.Man hat ja zwischenmenschliche Barrieren die einem daran hindern und einen persönlich schützen.In diesem Moment leider nicht.Jeder geht anders damit um.Ich wünsche dir viel kraft und alles erdenklich gute.Für jegliche Fragen,frag einfach.Einen guten Rat oder Tipp hatte ich immer bis jetzt. *:)

GWabbNazFwerg

23.02.10  02:17

Ich habe meiner Mutter in meiner Wohnung ein Zimmer mit Pflegebett eingerichtet und mit ihrer Bettwäsche bezogen. Habe ihre Bilder aufgehängt, ihre Pflanzen ins Fenster gestellt, ihre Teppiche ausgelegt. Sollte so heimelig wie möglich werden. Alle Vorbereitungen hatte ich getroffen, die Situation allerdings unterschätzt. Sie kam aus dem Krankenhaus direkt zu mir nach Hause. In der Klinik konnte sie Anfangs noch laufen und alleine essen, es wurde aber immer schwieriger damit. Also habe ich auch einen Rollstuhl und einen Nachtstuhl besorgt. Bereits die erste Bitte, zur Toilette zu gehen, scheiterte daran, dass ich sie nicht aus dem Bett herausheben konnte. Also rief ich den Pflegedienst an, und bat um Hilfe. Bis zum Eintreffen legte ich ihr eine Windel an. Die erste überhaupt. Gemeinsam mit dem Pflegedienst haben wir sie dann auf den Nachtstuhl gesetzt, für alle Beteiligten eine Schwerstarbeit, und wir wussten, dass auch das nicht mehr ging. Sie konnte das Bett nicht mehr verlassen.

Der Pflegedienst kommt wohl Morgens und Abends, aber dazwischen ist man auf sich alleine gestellt mit Windeln, Lagern und Füttern - ich war damals allein stehend.

Aber es ist richtig, man wächst mit seinen Aufgaben.

Sie hat oft geschlafen, aber ich traute mich nicht mehr, sie alleine zu lassen. Im Wachzustand wollte sie immer jemanden um sich haben, sie hatte wohl Angst, alleine sterben zu müssen. Wir haben viel zusammen geredet und geweint. Nachts hat sie mich oft gerufen, also habe ich mich zu ihr gesetzt, aber auch klar gemacht, dass ich jetzt auch schlafen muss, um morgen wieder für sie da zu sein. Bevor es dann zu Ende ging, haben wir beide über den Tod geredet, dass sie bereits von ihrem Mann und ihrer Schwester erwartet wird, dass sie ihr die Hand entgegenstrecken, und ich glaube, das hat ihr gut getan. Als sie ging, habe ich ihre Hand gehalten und ihre Wange gestreichelt, ich bin froh für sie, dass ich diesen Zeitpunkt nicht versäumt habe. Einen größeren Liebesdienst kann man seiner Mutter nicht erweisen!

Gebe Dir nur den Rat, jede angeboteneHilfe anzunehmen, vor allen Dingen diese Hilfe, die Dich auch mal ausser Haus gehen lässt!

Wünsche Dir viel Kraft, es ist zu schaffen!

Alles Liebe!

c.hippUendalxe

12.04.10  22:35

Hi, hatte auch einige Probleme damit. Aber mal nen echt guten Tipp, probiers mal bei www.senicur-altenpflege.de/

Die sind schnell und günstig und alles klappt reibungslos. Du kannst Dir sogar die Pflegekraft aussuchen, dass gabs bei den anderen alle nicht. Und wenn Du willst sind die auch nachts da., gerade wenn es ums sterben geht ist das doch besonders wichtig.

Mx68

16.05.10  09:01

habe meine Mutter 8 Jahre häuslich gepflegt bis zu ihren Tod.

m/aaixk

08.07.10  23:11

meine mama hat meinen opa bis zu seinem tod gepflegt, insgesamt ca. fünf jahre. dafür ist er in unsere umgebung umgezogen, weil wir nicht wollten, dass in ein heim muss. nach der schule war ich jeden tag bei ihm. war eine wunderschöne zeit. 2008 ist er leider gestorben. haben es immernoch nicht richtig verarbeitet. ich laufe jeden tag, wenn ich zur schule gehe, an seiner wohnung vorbei und dann denke ich an ihn.

iJmpr,ess9ioni>stin

14.09.10  22:16

Nancy, ich bin zwar erst 16 aber ich arbeite ehrenamtlich in einem altenheim . villeicht tut das auch nichst zur sache. was ich damit sagen will ist, sie schaffen das (; ich wünsch ihnen alles gute und niemals aufgeben und die kraft verliern @:) :)- :)- o:)

cYaBatwxomSaan

14.09.10  22:22

hab damals im ambulanten pflegedienst gearbeitet, dort hatte ich meine letzte pat. um 00:15h.

nachts gibts wie schon geschrieben rufbereitschaft... zz bin ich jedoch im pflegeheim angestellt...

meine mum und meine oma haben meinen opa damals auch bis zum tod gepflegt, ca 7jahre

mAaBuFsi0p0771

15.09.10  11:21

hab meine mutter :)- und meine schwester :)- beim sterben begleitet. :°(

ich hab sie nicht allein gelassen. (gutes gefühl, wenn man es zulässt)

ich möchte nicht allein sterben.ob es meine kinder auch schaffen mich zu begleiten?

nimm dir innere ruhe und zeit. mach es gern. es ist soo schnell vorbei, dann ist sie für immer weg ......

weinen nicht vergessen! (vor ihr, mit ihr, egal. sie wird es verstehn) :)*

S-y(napsxen

15.09.10  12:24

Hallo Nancy, mein Mann und ich haben die Schwiegermutter bis zu ihrem Tod gepflegt, und zwar mit Hilfe vom Pflegedienst mit Notruf für die Nacht sowie einer Haushaltshilfe. Die Einkäufe haben wir gemacht und und auch persönlich sehr intensiv gekümmert, sie so oft und lange wie möglich besucht, mit ihr telefoniert. Sie hatte Krebs, und konnte sich noch relativ lange wenn auch mühsam, in ihrer Wohnung bewegen. Das wollte sie auch so haben. Einen Pflegedienst hätte sie dringend gebraucht, wollte das aber auf keinen Fall. Ins Heim auch nicht. sie wollte dass wir das alles machen. Mein Mann und ich hatten es schwer, weil ich eine schwere OP hinter mir hatte und mein Mann arbeiten musste. Familie haben wir beide nicht mehr.

Die Nachbarin hat ein bisschen ausgeholfen.

Es war nicht möglich, sie zu uns zu holen (nicht genug Platz). Wir haben irgendwann dann doch einen Pflegedienst bestellt, eine Haushaltshilfe gab es schon.

2 Monate vor ihrem Tod war sie nicht mehr in der Lage, sich selbst vom Krankenwagen abholen zu lassen, wegen der zu engen Treppen.

Den Pflegedienst wollte sie plötzlich nicht mehr.

Stattdessen wollte sie ihre Katzen aber wieder allein versorgen und den Haushalt auch, und das ging natürlich schief. So in der Art ging es aber die ganze Zeit: sie wollte was machen, es ging schief, sie fiel hin und manchmal landete sie im KH.

sie war schon ein bisschen wirr im Kopf und konte nicht akzeptieren, wie todkrank sie wirklich war. Es war furchtbar schmerzlich anzusehen.

Da wir das Ganze schon über ein halbes Jahr mitgemacht hatten, waren wir mit den Nerven Ende.

Obwohl wir sie wirklich total lieb hatten und sie jetzt sehr vermissen, konnten wir einfach nicht mehr. Ich konnt ja schon nicht viel machen, weil ich selber noch ziemlich kaputt von der OP war.

Der Arzt hat sie einfach im Hospiz angemeldet. Das war eine sehr gute Entscheidung!

Keine Quälerei für die Schwiegermutter mehr, keine fiesen Behandlungen mehr, nur ihr Hausarzt kam ab und zu. Es war eine Krankenschwester rund um die Uhr im Haus. Also hab ich sie dort einquartiert (ihre letzte mühsame Fahrt im Krankenwagen) und sie hat sich sofort gut gefühlt. Rund um die Uhr war immer jemand für sie da und hatte Zeit für sie, wir konnten uns dadurch darauf konzentrieren, nur noch bei ihr zu sein und ihr beizustehen. Und das haben wir auch getan. :°( :°( :°( Jetzt ist das 5 Monate her, und uns wird immer klarer, dass wir das zuhause nie geschafft hätten. Ich bin durch die OP schwer angeschlagen gewesen und Männe musste arbeiten.

Aber im Hospiz wars für die Schwiegermutter wunderbar, hat sie selber auch betont.

Wie in einem Ferienhotel.

Sie ist dort noch mal richtig aufgeblüht, weil sie entspannen konnte und nichts Fieses mehr auf sie zukam.

Sie war eine lebensfrohe Frau und hat sehr mit dem Sterben gehadert. Sie wär so gern noch viel älter geworden, und ich hoffe, sie hat ihren Frieden gefunden.

Wir haben an ihrem letzten Tag bis abends an ihrem Bett gesessen und mit ihr geredet, ihre Hände gehalten.

Irgendwann ist sie eingeschlafen und wir sind nach Hause gegangen, weil wir total erschöpft waren. Als wir am nächsten Tag wieder hinfuhren, war sie kurz vor unserer Ankunft gestorben.

Das war vor 5 Monaten.

Wir sind froh, dass wir das so gemacht haben, aber es kostet sehr, sehr viel Kraft.

Für mich ist es schon der dritte Fall, den ich auf solche Art begleitet hab, in meiner Familie. Meine Eltern hatten beide Krebs und dann hab ich noch eine Grosstante gepflegt, die wir bei uns aufgeommen hatten.

Ich kann dir empfehlen, nach einem Hospiz zu suchen, falls es zuhause nicht mehr geht und auch keine lebensverlängernden Behandlungen mehr gewollt sind.

Im Hospiz gibt es nur noch Medis, die Schmerzen lindern und helfen, ohne irgendwelche Beschwerden zu sein.

Die KV bezahlt die Hospizkosten per Pflegestufen.

Dann hast du die Möglichkeit, deiner lieben und guten Mutter intensiven Beistand zu geben, ohne durch Alltagskram abgelenkt zu sein.

Ich wünsche euch beiden, dass ihr in Ruhe und Frieden

voneinander Abschied nehmen könnt.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

@:) @:)

KHalCiAxRHP

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