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Guten Morgen ! Meine Mutter spielt mit dem Gedanken, in "Betreutes Wohnen" zu ziehen. Das ist eine Altenwohnanlage, wo halt schneller ein Arzt da ist wenn was ist. Keine Putzfrau, kein Essen incl. (...) >>>
S,iMlberm(ondaugxe am 18.01.10 08:34
18.01.10 19:25
okay, ein paar andere Gründe waren auch noch...es gibt halt doch ein paar Angebote für die "Alten" (Spielenachmittag, 1x die Woche einkaufen zu A L D I usw) sie könnte schnell mal übern Flur, Bekannte treffen...
Sie steht auf der Warteliste, dauert eh ein paar Tage (*räusper*) bis/ob sie einen Platz bekommt...
18.01.10 19:29
Also ich habe mir in Berlin schon mehrere Seniorenwohnanlagen angeschaut !
Es gibt zahlreiche mit und ohne Servicepauschale.
Mit und ohne WBS. Z.B. mit WBS für 380,00 Warmmiete, für ca. 46 mē.
Supertolle, niedliche Wohnungen, mit Fahrstuhl, erdebener Dusche.
Meistens mit Gemeinschaftsräumen, zwecks Feiern oder Treffen.
Die Senioren sind eben nicht so ganz anonym.
Teilweise ist ein Sozialarbeiter zuständig, aber dann ohne Betreuung zum o.g. Preis.
Am besten und günstigsten sollen kirchliche Wohnungsunternehmen sein, oder Stiftungen.
Wo die Mutter von Silbermondauge wohnt, weiß ich leider nicht ?
17.02.10 17:14
Ich verstehe schon wieso Seniorenwohnanlagen so teuer sind. Man kann das ja nicht mit einem normalen Heim vergleichen. Senioren brauchen eine spezielle Betreuung und dafür bin ich auch gerne bereit mehr zu zahlen.
Oft haben sie auch höhere Kaltmieten damit die Servicegebühr nicht so hoch wirkt.
Ich habe mir auch schon einige Seniorenwohnanlagen angesehen und bin wirklich begeistert!
Ich bin einfach nur froh das wir uns das leisten können.
18.02.10 20:59
Wohnungen für betreutes Wohnen sind vom Bau her wesentlich teurer als Mietwohnungen. Es müssen vom Gesetzgeber her viele Auflagen erfüllt werden.
Eine Einbauküche mit Kühlschrank, Herd und oftmals Geschirrspüler ist Standard.
Die Bäder sind behindertengerecht / rollstuhlgerecht ausgeführt - also größer , Dusche ohne Trasse mit Haltegriffen, ebenso neben der Toilette, Waschbecken und Spiegel höherverstellbar für Rollstuhlfahrer, usw
Wenn Rolläden vorhanden, sind elektrische Aufroller selbstverständlich
Türen sind alle breiter, Fußboden rutschfeste Materialien, breite gut gehbare Treppen, selbstverständlich Fahrstühle,
breitere Flure mit selbstöffnenden Türen, seitlichen Haltestangen an den Wänden
Räume für Familienfeiern, Cafe, Aufenthaltsräume sind selbstverständlich
nur um einige Fakten zu nennen die zur Teuerung beitragen.
Seit Jahren werden solche Häuser meistens im Zentrum gebaut, damit Bewohner, die ja alle noch selbstständig für sich sorgen können, noch einkaufen und am Leben teilnehmen können. Grund und Boden sind in solchen Lagen teurer als auf der grünen Wiese.
Wen die Rente zu niedrig ist, kann Wohngeld beantragt werden.
19.02.10 09:52
Wäre schön, wenn es so wäre...
Eigene Erfahrung meiner Mutter: die Wohnung in einer Anlage des Betreuten Wohnens für Senioren stammte offenbar aus den 1970er Jahren. Billige Kücheneinrichtung, bei Defekten gab es keine Ersatzteile mehr zu kaufen. Direkt an der Hauptstraße gelegen mit entsprechender Lärmkulisse. Fußbodenheizung ohne Möglichkeit der Regulierung. Türen normal breit und so angeordnet, daß sie sich an manchen Ecken beim Öffnen gegenseitig im Wege waren. Duschtasse mit ca. 35 cm Einstiegshöhe. Billige Wasserarmaturen mit zwei Hähnen wie früher, die ich erst auf eigene Kosten gegen die heute üblichen Einhebelarmaturen ausgetauscht habe. Zusätzliche Handgriffe habe auch ich erst anbringen müssen, ebenso eine bessere Beleuchtung im innen gelegenen Badezimmer. Die Notrufanlage wurde schließlich abgeschaltet, da es auch dafür keine Ersatzteile mehr gab.
Betreiber war nicht irgendwer, sondern ein großer gemeinnütziger Träger.
Einziger Vorteil: nebenan war gleich das Pflegeheim, ebenso waren Supermarkt, Briefkasten und Bushaltestelle neben dem Haus.
Besonders günstig war die Miete trotzdem nicht. Es soll jetzt modernisiert werden, wobei das wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Miete haben wird. Meine Mutter wohnt jetzt aber sowieso woanders.
Im Grunde kann jeder eine Wohnanlage als "Betreutes Wohnen" anpreisen. Fazit: ich würde da sehr genau aufpassen. Der Name allein macht's nicht. Es müssen schon tatsächliche Mehrleistungen da sein, um einen Mehrpreis über die ortsübliche Miete hinaus zu rechtfertigen.
Die eigentlichen Dienstleistungen sind optional und dürfen nicht beim Vergleich der Mieten berücksichtigt werden.
21.02.10 13:50
Ja, es ist ein Haltegriff an der Badewanne. In die Badewanne könnte wohl auch ein "Lift" eingebaut werden. Ja, die Wohnung ist im "Zentrum" (ist trotzdem ein Dorf)
Aber ruhige Lage. Hm.
Ja, es gibt Gemeinschaftsräume.
Nein, es gibt keine Einbauküche und der Balkon ist - genaugenommen - auch nicht rollstuhlgerecht. Waschbecken und Spiegel sind NICHT höhenverstellbar. (Okay - vielleicht gibt es für Rollstuhlfahrer andere Zimmer ?)
Ja, es kann "Grundsicherung" beantragt werden. Dann hat man ca EUR 840,- davon gehen fast 600,- für Wohnung, Strom, Telefon weg. Und dafür hat man sein ganzes Leben gearbeitet ?
(meine Mutter hat gottseidank doch noch etwas mehr Geld zur Verfügung)
Ich finds trotzdem traurig.
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