Was braucht es alles, um glücklich und gesund alt zu werden?

Ich habe ein schönes Video gefunden. So kann man sich das Altwerden ja noch einigermassen "schön" vorstellen. Habt Ihr Euch auch schon oft gefragt, wie manche Menschen das anstellen, wirklich in Würde (...)   >>>

O8ptiKmismEuxs  am 24.02.10  20:05

03.03.10  18:22

g, g & g = gesundheit, geld & glück :-D

o]ros-$lan

03.03.10  18:26

Aber nach der Erlangung zweier diesers "g"'s wurde doch gefragt! ;-) Du kannst doch schlecht die Frage, "Wie wird man im Alter gesund und glücklich?" mit "Gesundheit" und "Glück" beantworten! ;-) Auch bleibt dann nur noch "Geld" übrig - und ich will gar nicht bezweifeln, dass Geld zu beiden Punkten etwas beitragen kann, wie auch, überhaupt erst alt zu werden, aber das alleine ist es sicher nicht!

Ltate ntFer_FVamp

03.03.10  18:49

Und wieso lernen wir nicht mehr, zufrieden zu sein mit dem, was wir haben? Woran liegt das genau.

Ich denke mal, so eine Grundunzufriedenheit ist angeboren. Die muß ja auch da sein. Wären wir mit allem zufrieden, gäbe es keine Weiterentwicklung. Die ausufernde Unzufriedenheit entsteht aber durch die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft (wie können alles herstellen) und der Wirtschaftsordnung (wir müssen alles herstellen), gepuscht durch die Reklame. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß viele DDR-Bürger, die ja - verglichen mit heute - eher in bescheidenen Verhältnissen aufwuchsen, schlagartig mit Erhalt der D-Mark eine beeindruckende Unverschämtheit an den Tag legten...

c3eRteprum c`ensexo

03.03.10  19:53

Latenter_Vamp

Mir geht es auch so, aber auch der Glaube ist kein Allheilmittel und bei manchen hilft der eben auch nicht mehr...

Wenn der Glaube mehr ist als ein Bekenntnis, dann hilft er nach meiner Überzeugung auch. Denn er führt zu Überzeugungen und einem Verständnis. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Art der Glauben ist. Er muß nur für den Glaubenden ein abgerundetes Bild ergeben, um zum Leitfaden werden zu können und zum Halt.

Ich habe gelernt, dankbar zu sein, für kleine Dinge und sie nicht als selbstverständlich zu sehen.

Diese Dankbarkeit verstehe ich als Wechselwirkung mit der Bewußtheit. Wer dankbar dafür ist, was er hat, der macht sich auch bewußt, was er hat. Das kann ganz wenig sein. Aber durch die Dankbarkeit bekommt es einen großen Wert. Wer es dagegen im Vergleich damit sieht, was andere haben, kann seine Reichtum womöglich als gering erkennen und entsprechend geringschätzen.

sOchnaOttePrgusxche

03.03.10  20:26

Dankbarkeit - ja, das habe ich schon oft bei den zufriedenen Betagten erlebt. Nicht nur die Dankbarkeit, wenn man ihnen einen Dienst erweist, sondern auch die Dankbarkeit, dass sie heute rausgehen und in die Sonne blinzeln konnten. Etc... Von diesen beiden älteren Leutchen im Eingangspost gibt es auf youtube auch ein Interview. Ich finde es nur grad nicht mehr. Aber auch das ist eindrücklich.

Ich glaube, Dankbarkeit wird oft auch nicht mehr gelernt - eben weil es "normal" ist, dass es jetzt Weintrauben und Erdbeeren zu kaufen gibt. Und der Laden, der das nicht führt, wird dann oft als "Saftladen" betitelt, weil der angeblich schlecht sortiert ist. Ich merke das an meinen Kindern. Sie haben neulich bei den Grosseltern Erdbeertörtchen gegessen und sind fast fordernd nach Hause gekommen, warum es das bei uns "nie" gibt. Es war gar nicht sooo leicht, ihnen klar zu machen, dass jetzt gar nicht die Zeit dafür ist. Sie sehen doch, dass sie im Laden sind. Wäre es dann möglich, dass unser Reichtum uns letztendlich vielleicht unglücklich macht oder uns zumindest an der inneren Zufriedenheit mangeln lässt?

O/ptiRmisSmus

03.03.10  20:48

Wenn der Glaube mehr ist als ein Bekenntnis, dann hilft er nach meiner Überzeugung auch. Denn er führt zu Überzeugungen und einem Verständnis. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Art der Glauben ist. Er muß nur für den Glaubenden ein abgerundetes Bild ergeben, um zum Leitfaden werden zu können und zum Halt.

Da stimme ich dir zu! :-)

Diese Dankbarkeit verstehe ich als Wechselwirkung mit der Bewußtheit. Wer dankbar dafür ist, was er hat, der macht sich auch bewußt, was er hat. Das kann ganz wenig sein. Aber durch die Dankbarkeit bekommt es einen großen Wert. Wer es dagegen im Vergleich damit sieht, was andere haben, kann seine Reichtum womöglich als gering erkennen und entsprechend geringschätzen.

Kluge Worte. Und auch hier kann ich dir nur zustimmen.

Es war gar nicht sooo leicht, ihnen klar zu machen, dass jetzt gar nicht die Zeit dafür ist.

Ja, alles hat seine Zeit...

L`aten|terx_Vamp

03.03.10  20:52

Wäre es dann möglich, dass unser Reichtum uns letztendlich vielleicht unglücklich macht oder uns zumindest an der inneren Zufriedenheit mangeln lässt?

Indirekt tut er das. Denn der Reichtum verändert auch unsere Erwartungen. Ich karikiere die Zivilisation gern als "Zuvielisation".

sRchenatHterhguscxhe

03.03.10  21:01

"Zuvielisation"

:)^

OPptiMmiMsmuxs

03.03.10  21:08

Ich glaube, für ein zufriedenes Alter braucht es noch was anderes. Liebe und Zärtlichkeit. Ich habe mir eben noch mal das Klaviervideo auf youtube angesehen. Ich denke, dieses Paar lebt die Liebe auch sonst. Der Klaps auf den Hintern scheint für mich zumindest nicht einstudiert zu sein.

Vielleicht liegt auch darin der Schlüssel, wenn ich an meine griesgrämige Nachbarin denke. Niemand mag sie, weil sie immer nur meckert und überall was sieht, was nicht in Ordnung ist. Könnte ja auch der Schrei nach Aufmerksamkeit sein - ähnlich wie bei den Kindern, die anfangen Mist zu bauen, dass wenigstens jemand hinschaut. Ich muss allerdings gestehen, es fällt mir wirklich auch nicht leicht, mit besagter Nachbarin "liebevoll" umzugehen. Gestern hab ich sie um 10.15 gesehen und mit "Guten Morgen" begrüsst. Sie: "Was morgen. Wie lange schlafen die jungen Leute heutzutage eigentlich. Früher hat man um diese Zeit schon lange gearbeitet und was geleistet....." Puh. Nächstes mal also "Guten Tag". Was ist, wenn es 17.00 Uhr ist? Ist das noch Tag oder schon Abend? Schwer...

OEptimiTsmus

03.03.10  21:19

Zivilisation gern als "Zuvielisation".

Das ist gut! ;-D

Gestern hab ich sie um 10.15 gesehen und mit "Guten Morgen" begrüsst. Sie: "Was morgen. Wie lange schlafen die jungen Leute heutzutage eigentlich. Früher hat man um diese Zeit schon lange gearbeitet und was geleistet....."

Was sol denn der Scheiß? :|N Wenn ich bei der Arbeit um 10 Uhr telefoniere, wünsche ich demjenigen auch einen guten Morgen, auch wenn ich schon seit 2 Stunden arbeite. :|N Das ist pure Höflichkeit.

LKateFnMtkerc_:Vamxp

03.03.10  21:24

Vamp - eben. Deshalb ist es ja so schwer, der Dame mit ein bisschen Freundlichkeit zu begegnen. Und ich denke mal, wenn sie erst "richtig alt" sein wird, wird sie keine von diesen zufriedenen Betagten sein, die sich über einen Sonnenstrahl im Zimmer freuen.

O4ptim7ism+us

03.03.10  21:39

Ja, aber manchmal habe ich das Gefühl, manche Leute wollen auch nicht zufrieden sein.

Übrigens, hast du dieses Video gesucht?

[[http://www.youtube.com/watch?v=TUma-9YC32Y&feature=related]]

Hab das andere erstmal nur ohne Ton geschaut, war aber trotzdem süß! ;-D

LJaItenteyr_Vxamp

03.03.10  21:42

Ja, das hatte ich auch gesehen. Es gibt/gab aber noch ein anderes.

Olpti(mismuxs

03.03.10  22:21

Latenter_Vamp

Sie: "Was morgen. Wie lange schlafen die jungen Leute heutzutage eigentlich. Früher hat man um diese Zeit schon lange gearbeitet und was geleistet....."

Was sol denn der Scheiß?

Spitz die Lauscher und hör in Dich hinein! ;-)

Diese Frau ist vielleicht unzufrieden mit sich und der Welt. Gestern habe ich dazu [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/511854/14188376/ in einem anderen Faden]] etwas geschrieben: "Menschen möchten nicht allein sein. Glückliche und unglückliche gehen nur sehr verschieden damit um. [...] Und die Unglücklichen können die Glücklichen nach unten ziehen, wenn die nicht aufpassen."

In Deiner Frage "Was soll denn der Scheiß?" klingt für mich Ärger durch. Wenn Du den tatsächlich empfunden und ihr vor allem auch gezeigt hast, dann warst Du für sie eine Bereicherung! Denn Du hast ihr bestätigt, daß sie mit ihrer Art erfolgreich war. Du hast Dich schlecht / verärgert gefühlt und wurdest damit ihr gleich. Sie konnte sich für einen Moment besser fühlen, auch wenn es auf Deine Kosten ging.

sKch8nat@tergusxche

03.03.10  22:24

Schnattergusche

Sie konnte sich für einen Moment besser fühlen, auch wenn es auf Deine Kosten ging.

ICH hatte die Konversation mit der Dame. Vamp ist ihr bis dato noch nicht begegnet ;-)

OPptimxismus

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