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Urlaubstage: Vollzeit- und Teilzeitkräfte im Vergleich

b+aerche@nknuddPelbae r hat die Diskussion gestartet


Ich arbeite in der stationären Altenpflege und würde gerne wissen, wie die Urlaubstage im Vergleich bei Voll- und Teilzeitkräften sind. Bei uns ist es so, dass eine Kollegin, die praktisch gleich alt ist wie ich, genau so viele Tage Urlaub bekommt, obwohl sie nur die Häflte der Stunden hat. Müsste es nicht "normal" sein, dass Teilzeitkräfte weniger Urlaubstage bekommen als Vollzeitkräfte?

Antworten
IQdefiixne


*:)

Ich arbeite auch im Pflegeheim,Teilzeitkraft wir haben alle 26 Tage Urlaub und das ist auch gut so.Die anderen arbeiten 40 Std woche und ich 30 Std woche aber sie bekommen ja auch bissel mehr geld. :=o :=o

Kfrethxi und_ Plxethi


Die Zahl der Urlaubstage hat nix damit zu tun, wieviele Stunden/Woche jemand arbeitet.

R~otNs8chwopf2


Bei uns ist es so, dass die Teilzeitkräfte, die ihre reduzierte Arbeitszeit auf 5 Arbeitstage verteilt haben, auch 30 Tage Urlaub bekommen (wie die Vollzeitkräfte), denn sie arbeiten ja auch genau so viel Tage. Natürlich weniger Stunden, aber dafür bekommen sie ja auch weniger Entlohnung.

Die Teilzeitkräfte, die z.B. nur 3 Tage in der Woche arbeiten, bekommen weniger Urlaubstage.

R+otscyhopxf2


@ Krethi

Genau!!

RDottsch>opfx2


@ Krethi

Genau!!

Enhema+ligetr Nutz#er (#1491x87)


Nein, Teilzeitzkräfte haben in der Regel genau so viele Urlaubstage wie Vollzeitkräfte oder Mini-Jobber, lt. Bundesurlaubsgesetz mindestens 24 Tage. Einen Unterschied gibt es nur bei der Lfz für die Urlaubszeit. Diese ist natürlich dem Regelbruttogehalt angepasst, und das ist bei einer Teilzeitkraft geringer als bei einer Vollzeitkraft.

a>bcy28W4


Hallo,

ich bin auch Teilzeitbeschäftigte und arbeit 4Tage in der Woche.Diebezüglich erhalte ich, da ich keine 5- bzw. 6-Arbeitstagewoche habe - auch weniger Urlaub. Die Stundenanzahl ist egal, es ist nur die Anzahl der Tage in der Woche maßgebend. Gucke auch bitte nochmal in deinen Arbeitsvertrag bzw. Änderungsverträge, was dort vereinbart wurde ist bindend.

Gpriqexsuh1


Hi Leute, wie der kleine Prinz schon schrieb, laut Bundesurlaubsgesetz stehen jedem Arbeitnehmer egal wieviel Stunden er im Monat arbeite mind. 24 Tage Jahresurlaub zu. Alles ander ist quark.

Der Unterschied besteht darin, dass bei Teilzeitkräften der Urlaub auch nur anteilsmäßig der durchschnittlichen Stundenzahl berechnet wird.

Beispiel: Eine Vollzeitkraft bekommt einen Urlaubstag mit 7,5 Stunden, eine 50% Stelle den Urlaubstag mit 3,75 Stunden berechnet.

LG

E:hemal'iger NYutze&r (#14918x7)


So ist es! Alles andere ist ja auch völlig hahnebüchen. Man überlege mal, laut BUrlG besteht ein Mindesturlaubsanspruch von 24 Tagen.

Nun gibt es genügend Vollzeit-AN mit einem tariflich oder vertraglich festgelegten Urlaub von 24 Tagen. Wenn nun jemand nur 50% arbeitet, hat der dann nur Anspruch auf 12 Tage?

dAaIn{ifl^ex


Ein Vollzeitbeschäftigter hat in diesem Fall einen Anspruch auf 24 volle Urlaubstage. Ein Halbtagsbeschäftigter einen Anspruch auf 24 halbe Urlaubstage, also effektiv nur die halbe Stundenzahl. Die restlichen Stunden hätte er aber sowieso frei.

Genauso, wenn jemand nur an bestimmten Tagen der Woche arbeitet. Er hat dann anteilmäßig weniger Urlaubsanspruch, aber die restlichen Tage muß er sowieso nicht arbeiten.

Im Endeffekt heißt das, daß Voll- und Teilzeitbeschäftigten die gleiche Urlaubszeit zur Erholung zusteht, nur daß es rechnerisch etwas verschieden ist.

A\m'eise


"Tage" - ein völlig unbrauchbares Wort

Liebe Fachkräfte des Arbeitsrechts,

wer hier so wissenschaftlich das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) zitiert, möge bedenken, dass es sich um einen Mindesturlaub von 24 Werktagen handelt. Also Montag bis Samstag = Sechstagewoche. Auf das Lebensalter kommt es im BUrlG nicht an.

Dagegen treffen viele Tarifverträge eigenständige Urlaubsregelungen, staffeln die Urlaubsdauer nach vollendeten Lebensjahren und bemessen den Urlaub nach Arbeitstagen, also Montag bis Freitag = Fünftagewoche. Wenn die Arbeitswoche im Arbeitsvertrag mit z. B. drei Arbeitstagen festgelegt ist, gibt es nur 3/5 vom Urlaub eines Vollbeschäftigen. Wenn bei der Bruchrechnung nicht nur ganze Urlaubstage herauskommen, regeln die Tarifverträge auch noch das Auf-/Abrunden.

E^hemaliger- NuZtzer~ (#1491~87)


Nö "Tage" ist ein höchst taugliches Wort.

24 Werktage sind ca. 4 Wochen. Das heißt, man hat einen Anspruch auf vier Wochen bezahlte Abwesenheit vom Arbeitsort oder Arbeitgeber. Basta.

Wie hoch die Lfz für diese 4 Wochen Abwesenheit ausfällt, steht auf einem anderen Blatt.

Eigenständige Regelungen sind möglich (Tarifverträge, Einzelvereinbarungen, usw.), aber IMMER nur nach oben. Soll heißen, eine Regelung dergestalt, dass 30 Werktage Urlaub gewährt werden, ist möglich, eine Regelung, die weniger als 24 Werktage vorsieht, ist nicht möglich.

Wenn die Arbeitswoche im Arbeitsvertrag mit z. B. drei Arbeitstagen festgelegt ist, gibt es nur 3/5 vom Urlaub eines Vollbeschäftigen.

Das ist Unsinn. Es gibt mitnichten 3/5 des Urlaubs eines Vollzeitbeschäftigten, sondern MINDESTENS 24 Werktage, ABER, vorausgesetzt, der Vollzeitbeschäftigte und der 3/5-Arbeitnehmer gehören zur selben Lohngruppe, DANN bekommt der 3/5-AN nur 3/5 der Lfz des Vollzeitbeschäftigten.

In Zahlen:

Der Vollzeitbeschäftigte arbeitet in einer 5-Tage-Woche 40 Wochenstunden und bekommt dafür einen Bruttolohn von 2.500,00 € im Monat.

Er hat 24 Werktage Jahresurlaub.

Wenn er 24 Werktage am Stück Urlaub macht, bekommt er eine Brutto-Lfz von 2.500,00 für die Urlaubszeit.

Ein Teilzeitbeschäftigter arbeitet in einer 3-Tage-Woche 24 Wochenstunden und bekommt dafür einen Bruttolohn von 1.500,00 € im Monat.

Er hat 24 Tage Werktage Jahresurlaub.

Wenn er 24 Werktage am Stück Urlaub macht, hat er genau so wie der Vollzeitbeschäftigte 24 Werktage, gleich 4 Wochen Urlaub, bekommt aber nur eine Brutto-Lfz von 1.500,00 €

Dieser im BUrlG genannte Mindesturlaubsanspruch gilt für JEDEN Beschäftigten. Egal ob Voll-,/Teilzeit- oder pauschal versteuerter 400, – Euro Jobber.

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