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Pflegeheim missachtet das Recht von Bewohnern und Angehörigen

DWiete6r2<305 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit ca. 1 Jahr beobachte ich in dem Pflegeheim, in dem meine Mutter seit April 2009 wohnt, eine zunehmend schikanierende Verhaltensweise der Heimleitung den Bewohnern, insbesondere auch meiner Mutter, gegenüber. Auch bei anderen Bewohnern sind immer wieder Fälle zu beobachten, bei denen sich die Heimleitung offensichtlich am Rande der Legalität bewegen (Vorsitzender der Heimaufsicht: "Sicher ist, dass Familie N. immer an die Grenze des Erlaubten gehen). In den letzten Wochen nimmt das allerdings Ausmaße an, die in meinen Augen immer deutlicher ein menschenverachtendes Verhalten darstellen.

So kann man in dem Heim immer wieder Rechtsverstöße beobachten. Dabei werden Hinweise und Fragen bezüglich "unverständlicher" Vorkommnisse mit psychischem Druck auf die Bewohner quittiert. Eine Abmachung mit der Heimleitung, aufgrund einer Vollmacht die Angelegenheiten meiner Mutter durch mich zu regeln, wurde zunächst eingehalten, dann aber, nachdem ich mehrmals Kritik an dem Verhalten der Heimleitung geübt habe, immer häufiger nicht beachtet (Kritik: Z.B. Nachfrage nach falschen oder unverständlichen Kostenabrechnungen – das Heim wollte z.B. bei Vertragsabschluss zusätzlich 1000 € Investitionskosten von meiner Mutter haben – "Wenn Sie es ’so’ bezahlen nur 700"). Dabei wird keine Rücksicht auf meine 89jährige Mutter genommen, so dass sie nervlich zunehmend belastet ist. Ein Betreuungsverein sagte mir nach einem ausführlichen Gespräch, dass da eventuell bereits Straftatbestände vorliegen könnten. Heimaufsicht und MDK fühlen sich offensichtlich nicht zuständig. Vor einigen Wochen wurde meiner Mutter gesagt, dass sie, wenn ich mich zukünftig nicht aus den "Mutter-Heim-Angelegenheiten" heraushalte, gehen könne.

Durch falsche oder unvollständige Aussagen meiner Mutter gegenüber wird sie immer wieder in eine stark depressive Stimmung gebracht (meiner Ansicht nach bewusst). Zum Beispiel habe ich aufgrund eines Vorfalls, bei dem ich versucht habe, die Anerkennung einer Vollmacht meiner Mutter zu erreichen, ein Hausverbot für die Büroräume des Heimes. Die Pflegedienstleitung teilte meiner Mutter lediglich mit, dass ich ein Hausverbot hätte … und meine Mutter solle dafür sorgen, dass ich mich nicht mehr einmische, sonst könne sie gehen.

Da ich eine 89jährige nicht einfach "umsiedeln" kann (aufgrund der Gefahr einer Depression), kann ich wahrscheinlich nur weiter beobachten, wie die Heimleitung mit den Bewohnern umgeht und muss das Unrecht akzeptieren.

Dieter

Antworten
jOinkxa23


Das geht mal echt sowas von gar nicht....

Bist du für deine Mutter alleine zuständig oder hast du noch Geschwister mit denen du Dich kurzschliessen könntest?

Eine Umsiedlung ist nicht grundsätzlich gefährlich. Fühlt deine Mutter sich in dem Heim nicht wohl, ist das sogar eher positiv für sie.

DLieteUr23x05


Danke, jinka23!

Es tut schon gut, wenn man ein wenig Verständnis findet. Ich bin allein für meine Mutter zuständig. Einen Wechsel des Heimes haben wir auch schon angesprochen. Meine Mutter fühlt sich aber dort ganz wohl. Ja, das scheint ein Widerspruch zu sein. Die Pfelegerinnen und Pfleger sind aber ganz lieb und hilfsbereit zu den Bewohnern und da die Heimleitung sehr sehr oft nicht anwesend ist, hat sie eher Angst davor, einen Neuanfang mit 89 zu wagen. Ich bin selber auch zunehmend unzufrieden mit mir, da sich in mir durch die Vorfälle in dem Heim (Unterdrucksetzung meiner Mutter + Ignorieren meiner Vollmacht) immer mehr Aggression aufbauen. Das Heim versucht, mich langsam "auszuschalten". Inzwischen muss ich mich 30 Minuten vor dem Besuch meiner Mutter dort anmelden (Grund: Ich habe versucht, die Vollmacht meiner Mutter anerkannt zu bekommen, indem ich mich auf einen Stuhl gesetzt und gesagt habe, dass ich erst gehe, wenn ich meine Mutter wieder vertreten kann – die Heimleitung hat mich versucht, rauszuwerfen, dann die schriftliche Aufforderung der Voranmeldungungen) – eigentlich ein untragbarer Zustand.

Gruß

Dieter

jlinka&23


An das Anmelden musst du dich nicht halten!! Es ist dein gutes Recht deine Mutter jederzeit zu Besuchen!

GEschweige den das die dir verbieten können, das du deine Mutter an rechtlicher Seite vertrittst.

Du solltest noch mal lang und breit mit deiner Mutter über die Situation dort sprechen.

Weil wenn deine mama aus welchem Grund auch immer mal nich mehr so fit ist geistig, dann be kommst du echt ein Problem. Dann kann das Heim machen was es will.

D{ie!ter2f305


Ich habe mir einen Anwalt genommen, der mir sagte, dass ich mich wohl doch anmelden muss. Er versucht, das Heim davon zu überzeugen, dass die Vollmacht meiner Mutter wirksam ist. Der Gegenanwalt ist da wieder ganz anderer "Meinung" – seine Argumente sind aber nicht überzeugend. Solange das ncht geklärt ist, handelt es sich um einen Kampf zwischen den Anwälten. Den Anwalt habe ich mir genommen, als ich von dem Gegenanwalt das Schreiben mit der Voranmeldung erhielt. Daneben wurde mir noch eine Bedrohung vorgeworfen – weil ich der Heimleiterin die Vollmacht zur Durchsicht hingehalten habe ... Aggressive Gegenwehr der Heimleitung: "Sie drohen meiner Frau!"

Das hat man nun von seinem Engagement. Ein befreundeter Polizist und – unabhängig davon – ein Arzt sagten mir, ich solle mit finanziellen Dingen aufpassen. Es soll wohl schon Betrugsversuche gegeben haben. Das ist auch der Grund, warum ich versuche, ein besonderes Auge auf die Aktivitäten des Heims zu werfen. Und das versucht das Heim mit zunehmender Aggressivität zu unterbinden.

SrtikchlUixng


Das ist ja hart, wie das Heim mit Angehörigen umspringt.

Besprich mit Deinem Anwalt, dass Deine Mutter eine Betreuungsvollmacht, noch besser eine Vorsorgevollmacht auf Dich unterschreibt. Ganz wichtig!!!

In einem Heimvertrag, den meine Mutter unterschrieb, haben wir vor Unterschrift den Passus gestrichen, in dem das Heim automatisch die Betreuung übernehmen darf. Mein Name wurde eingesetzt, als Vertretung mein Bruder.

Ältere wollen in Frieden leben und wollen keinen Ärger haben, deshalb sind Aussagen mit Vorsicht zu bewerten. Meine Mutter hatte sich auch nie beklagt, als ich feststellen musste, dass einiges nicht stimmte – meine Mutter wurde als inkontinent geführt, bekam Meridon in hohen Dosen, obwohl ich bei jedem Arztbesuch zu gegen war und es strikt abgelehnt hätte, fand ich dieses Medikament auf den Abrechnungen usw. Es kamen dann noch einige unschöne Dinge zusammen, die uns zu einem Umzug in ein anderes Heim veranlassten wie auch andere Mitbewohner auszogen.

Wo gibt es dann so etwas, dass Angehörige nur nach Anmeldung besucht werden dürfen. Selbstverständlich beachtet man die Ruhezeiten.

Ich wünsche Euch viel Kraft und alles Gute

SSticZhling


NS

Die Inkontinenz brachte, obwohl meine Mutter nicht darunter litt, mehr Geld.

D%iet}er23;0x5


So kurz wie möglich: Eine Vorsorgevollmacht habe ich. Eine alte, nach der ich eintrete, wenn meine Mutter nicht mehr geschäftsfähig ist und eine neue, die uns das Recht gibt, Dinge durch mich regeln zu lassen, auch schon jetzt. Die neue wurde nicht anerkannt, weil die Heimleitung das Original zum Vergleich einbehalten will. Ich wollte das Original aber nicht aus der Hand geben. Mein Rechtsanwalt hat eine beglaubigte Kopie zum Heim geschickt, der Anwalt des Heims wirft mir jetzt vor, Unruhe ins Heim zu bringen und hat der Leitung empfohlen, eine gerichtliche Betreuung zu bestellen. Ich denke, das wäre gar nicht so schlecht, weil ich eben die Vorsorgevollmacht habe, die nach Aussage eines Betreuungsvereins mehr Möglichkeiten bietet als eine Betreuungsfunktion. Der Mitarbeiter des Betreuungsvereins sagte sogar, dass das Gericht das ablehnen werde, weil ich eben diese Vollmacht schon habe. Ein neuer Vertrag ist auch überfällig (seit Mai wegen einer Umstrukturierung erforderlich). Die Heimaufsicht hat mir schon geraten, auf bestimmte Dinge zu achten. Diese Dinge sind auch in dem Entwurf nicht eingehalten worden (z.B. Kosten für Bargeldverwaltung). Daher habe ich auch da nachgefragt. Das war ein "Fehler" … in den Augen der Heimleitung. Ich kritisiere zu viel herum. Manchmal ist es auch sehr schwer, meine Mutter von den Vorgängen zu verschonen, nur ich denke, es ist langsam auch mal dran, dass sie zur Ruhe kommt und es sich noch ein paar Jahre gut gehen lässt. Wenn ich mich aber zurückziehe, habe ich das Gefühl, sie auszuliefern.

Z)uver8sicht1


Ich denke, Dich zurückzuziehen, ist ja gar keine Option. Deine Mutter braucht Dich genauso sehr, wie Du sie brauchst. Genieße jede Minute mit ihr. Das kostbare Gefühl von Geborgenheit.

Für die Probleme mit der Heimleitung sollte es doch möglich sein, mit Rechtshilfe klare Verhältnisse und vor allem ein neutrales Verhältnis zu schaffen. Sofern dies nicht machbar ist, könntest Du ja wirklich andere Alternativen überlegen.

Denn was mir schon auffällt, ist dieser permanten Rechtfertigungsstatus Deinerseits. Das dürfte doch nicht sein. Das überschattet doch jeden Deiner Besuche bei Deiner Mutter.

d~a8nif>lexx


Hallo Dieter,

die Original-Vollmacht (ich vermute mal, eine private und keine notarielle?) darfst du auch gar nicht aus der Hand geben, weil du sie ja auch für andere Zwecke brauchen könntest.

Eine Vollmacht hat immer Vorrang vor einer gerichtlichen Betreuung. Deswegen hat der Betreuungsverband wohl auch recht darin, daß das Gericht so etwas ablehnen würde. Selbst wenn, würdest du als nähester Verwandter vermutlich zum Betreuer bestellt werden. Es ist auch richtig, daß eine Vollmacht dir grundsätzlich mehr Möglichkeiten gibt als eine Betreuung.

Ich sehe das genauso wie mein Vorschreiber, daß hier mal klare Verhältnisse geschaffen werden müssen. So kann es ja nicht weitergehen. Entweder wird das dem Heim mit gerichtlicher Unterstützung klar gemacht, oder aber du solltest umgehend ein anderes Heim suchen. Wie heißt es doch: "ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende". Der Umzug mag für deine Mutter vielleicht anfänglich eine Belastung sein, aber das wäre wohl das kleinere Übel, und mit der Zeit gewöhnt man sich an alles. Schau bei einem neuen (und zum Vergleich auch beim jetzigen) Heim auch mal auf die Pflegenoten, sofern die schon veröffentlicht sind.

Alles Gute für dich und deine Mutter!

i.t buu&rns


[[http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=Pin+Pflege+in+Not&btnG=Google-Suche&meta=&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=]]

Hier findest du Einrichtungen, die sich genau spezialisiert haben.

ib.

D#ieter20305


Hallo Zuversicht,

Du machst mir wieder einen Punkt klar, den ich von mir seit langer Zeit kenne … mich nämlich immer zu rechtfertigen. Aber es ist gut, wieder einmal drauf hingewiesen zu werden. Es ist mir eben nicht immer bewusst. Aber gerade das ist eigentlich wichtig, um sein Verhalten sinnvoll zu steuern. Der Grund dafür liegt zurzeit sicherlich darin, dass mir schon gesagt wurde, ich ginge zu weit und solle meine Mutter in Ruhe leben lassen. Na ja, man kann diesen Vorschlag ja einmal weiterdenken ...?!?

Das mit der Rechtshilfe läuft, aber auf jedes Schreiben meines Anwalts an den Anwalt des Heims kommt eine (teilweise haarsträubende) Erwiderung.

Hallo daniflex,

dass mir die Vollmacht, die mir meine Mutter ausgestellt hat, mehr Rechte gibt als das Heim sieht, wurde mir auch von meinem Anwalt bestätigt. Wenn jedoch das Heim dies einfach ignoriert (so wie das der Fall ist), dann ist es sehr schwer, insbesondere auch meine Mutter damit nicht zu belasten, denn vor einigen Tagen habe ich angefragt, ob die Vollmacht jetzt anerkannt wird, denn es ist noch etwas wegen des neuen Vertrages zu besprechen. Daraufhin wieder der Gang der Pflegedienstleitung zu meiner Mutter mit der Aufforderung, dass ich mich nicht mehr "einmischen" soll, "ansonsten müssen Sie gehen."

Hallo it burns,

das Problem ist folgendes: Ich habe mich an viele Institutionen gewendet. Immer wieder geben die mir (gute) Tipps, aber es wird auch immer wieder gesagt, dass es sich nicht um ein Pflegeproblem, sondern um ein persönliches zwischen der Heimleitung und mir handelt. Haben sie wohl auch Recht. So können sie aber nicht tätig werden (Heimaufsicht, MDK, AOK, Verein Patientenombudsmann/-frau Schleswig-Holstein e. V., KDA – Mobbingberatung, Pflege-Nottelefon, …)

Ich sehe es auch so, dass es das Beste wäre, meine Mutter in ein anderen Heim wechseln zu lassen. Meine Frau und ich hatten uns schon ein anderes im gleichen Dorf angesehen und einen guten Eindruck. Darauf hatte meine Mutter den Hausarzt angesprochen, der dann sagte … "na da könnte ich auch etwas erzählen ...". Ihre Reaktion (natürlich) – "Nein, da will ich nicht hin … ich will hier bleiben."

Da die Pflegerinnen und Pfleger im Heim auch sehr sehr lieb sind, kann ich es auch verstehen.

Danke Euch allen für Eure hilfreichen Beiträge.

Gruß

Dieter

Z@uvkersicxht1


Ich wünsche Dir, dass für Dich bald ein Moment der Erkenntnis kommt. Wo Du ganz klar erkennst, welcher Weg für Deine Mutter und Dich für die Zukunft richtig und gut ist.

In jedem Falle alles Gute und schreib, wie Du Dich entscheidest.

D~ietFerj230x5


Danke Zuversicht1,

wir fahren morgen erst einmal in Urlaub. Danach sehen wir weiter. Eure Beiträge ware für mich sehr hilfreich, vor allem auch dafür, mich nicht als den Buhmann zu sehen, sondern als einen, der sich einfach für die Mutter und deren Rechte und Wohlergehen einsetzt, dabei sich aber manchmal einfach nur unwohl fühlt damit, "wie" man es versucht zu erreichen.

Viele Grüße

Dieter

b,lau=wexiss


Guten Abend,ich weiß jetzt nicht genau ob ich hier richtig binbinMeine Frage: Mein Schwiegervater ist für 4 Wochen in der Kurzzeitpflege.Pflegestufe2.Am 20.07. sind 14 Tage schon um.Er ist Bettlägerig.</p>
<p>Wie oft wird in den Heimen geduschtFürFür Bettleute gibt es doch auch eine Liege zum Duschen.

Es kann doch nicht sein das er schon 14 Tage da ist und noch nicht geduscht worden ist??Danke für eure Antworten *:)

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