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Pflegestufe: Begutachtung durch medizinischen Dienst

F\lüxxi hat die Diskussion gestartet


Meine Mutter war 3 Monate im Krankenhaus - nun habe ich für sie eine Pflegestufe beantragt, da sie ohne weitreichende Hilfe nicht mehr zurecht kommt. Eine vorläufige Pflegestufe 1 ist bewilligt., für die morgendliche Grundpflege kommt seit letzter Woche der Pflegedienst ins Haus, alles andere versuche ich zu schaffen.

um aber zu klären, ob übnrhaupt und wenn ja, welche Pflegestufe gerechtfertigt ist,. kommt der med. Dienst ins Haus - dieser hat sich jetzt für den 26.8. angesagt.

Kann mir jemand sagen, wie das ganze so abläuft? Welche Fragen werden gestellt? Auf was muss ich dabei achten? Muss meine Mutter vormachen was sie kann bzw,. nicht kann? Schauen sie auch in die Schränke? etc.?

Vielen Dank für Eure Antworten

Antworten
d~arkpwaBter


Wichtig ist, dass auch deine Mutter gründlich befragt wird, weil sich der Med. Dienst natürlich auch ein Bild davon machen will, wie sie ihre Situation selbst einschätzt. Viele ältere Menschen wollen sich dann besser darstellen, als es ihnen eigentlich geht und pochen auf ihre Selbstständigkeit – das ist hier logischerweise fehl am Platz.

Mein Opa hat ganz viele Dinge behauptet, die er ja noch ganz alleine bewerkstelligen könne. Ihm war es unangenehm, Fremden gegenüber Schwächen einzugestehen. So wurde er für ein paar Monate als Pflegestufe 1 kategorisiert, obwohl er längst 2 war..

tuesax10


ich kann euch nur raten das Gespräch sehr gut vorzubereiten. Es ist hilfreich wirklich jede Unterstützung, die deine Mutter benötigt detailliert aufzuschreiben, das ist wichtig, damit ihr nichts vergesst. Deine Mutter sollte nicht alleine das Gespräch wahrnehmen, hast du Zeit dabei zu sein?

Wichtig ist, dass der Anteil der Grundpflege größer sein muss als die Unterstützung im Haushalt. Heißt ja auch Pflegestufe und nicht Haushilfestufe ;-) .

Es wird auch nach Therapiebesuchen (Krankengymnastik, regelmäßige Arztbesuche, etc.) gefragt und nach Hilfsmitteln, die verwendet werden. Die häusliche Situation wird betrachtet, aber in Schränke gucken gehört da nicht dazu. Ich hoffe, ich konnte ein paar hilfreiche Tipps geben :-)

F?lüxxi


Vielen Dank Darkwater und Tesa.

Kenne das leider auch von meiner Mutter, die immer behauptet, alles machen zuu können und wenn es darauf ankommt, geht es nicht ":/

Ja, ich bin auf jeden Fall dabei.

Die Pflegekraft (Pflegedienst) hat auch schon einen langen Bericht geschrieben, den ich vorlegen kann

FNlüxxi


die Unterstützung im Haushalt nimmt schon einen großen Stellenweret an - da meine Mutter aufgrund einer magenausgangsstenose nicht mehr normal essen kann, ich muss ihr alles besonders zubereiten, desweiteren darauf achten, dass sie überhaupt isst und trinkt.

dmaRni$flexx


Du solltest genau zwischen Grundpflege und Hilfe im Haushalt unterscheiden. Was wirklich wichtig ist, ist die Grundpflege - das ist vereinfachend gesagt die "Hilfeleistung am Körper". Das wären beispielsweise Hilfe bei der Körperpflege (Waschen, Duschen, Zahnpflege), bei der Nahrungsaufnahme selbst (mundgerechte Zubereitung, Anreichen der Mahlzeiten) und bei der Mobilität (Fortbewegung).

Die Hilfe im Haushalt spielt eine untergeordnete Rolle. Das wären beispielsweise Reinigung der Wohnung, Waschen, Spülen, Essenszubereitung, Einkaufen usw. Für diese Sachen setzt der Gutachter meist sowieso gleich die notwendige Pauschale ein, ohne groß herumzurechnen.

Es ist also wichtig, daß bereits bei der Grundpflege selbst das notwendige Zeitbudget herauskommt und nichts vergessen wird. Beim von dir angesprochenen Essen wäre hier im Bereich der Grundpflege grundsätzlich nur der letzte Schritt (mundgerechte Zubereitung, ggf. Anreichen) anrechenbar, nicht aber das Kochen selbst. Wenn deine Mutter ständig zum ausreichenden Essen und Trinken angehalten werden muß, weil sie es sonst vergißt, gehört auch das zur Grundpflege.

Beim Besuch des Gutachters solltest nicht nur du (als Pflegeperson und Beistand) dabei sein, sondern nach Möglichkeit auch eine kompetente Person des Pflegedienstes, die fachliche Dinge besser erläutern kann. Auf einen schriftlichen Bericht allein würde ich mich nicht verlassen.

mqoon/nigxht


zu uns wollen sie auch kommen. schön, dass ich diesen faden hier gefunden habe. :)z dann kann ich mich besser vorbereiten und meine mama natürlich auch.

mEollxi2


Flüxi

Der Plegedienst hat eine Pflegeplanung zu erstellen,woraus hervorgeht was alles gemacht wird,auch der Anteil welchen die Familie übernimmt.Damit arbeitet der Gutachter.

daniflex-hat alles Andere gut beschrieben.

Gut sind noch die KH-Berichte bereitzulegen wegen der Diagnosen.

LG

F"lüxi


Der Plegedienst hat eine Pflegeplanung zu erstellen,woraus hervorgeht was alles gemacht wird,auch der Anteil welchen die Familie übernimmt.Damit arbeitet der Gutachter.

Das hat die Pflegerin sehr ausführlich gemacht und danach sieht es für uns gut aus.

Leider ist sie seit Samstag bis zum 30.8. in Urlaub - die Vertretung ist überhaupt nicht zugänglich. Als ich sie um ein paar Informationen bat, wie ich mich verhalten und vorrauf ich achten muss, bekam ich zur Antwort" Damit haben wir als Pflegedienst nichts zu tun, wir kommen ja nur morgens zum waschen bzw. baden - die Hauptpflege machen Sie und daher müssen sie sich auch um alles kümmern.

Meine Mutter bekommt auch noch behandlungspflege (Beine). Ihre Hausärztin hat die Empfehlung des facharztes aus dem Krankenhaus nicht angenmommen und will alles anders machen. Daraufhin war die erste Pflegerin nicht einverstanden (hat den KH-Arzt verständigt) und hat erstmal so weitergemacht, wie es dieser Arzt vorgeben hat. Die jetztige Pflegerin macht jetzt ganz was sie will und wirft auch das Konzept der Hausärztin um. Ich hätte heute platzen können. Sie wollte sich allerdings noch mit der Hausärztin kurzschliessen (sagte sie am Sonntag) - aber heute glaube ich das schon nicht mehr.

Mit meiner Mutter redet sie wie mit einem kleinem Kind, spricht sie mit mir, ändert sie auch die Stimmlage.

Wir sind froh, wenn die erste Pflegerin zurück ist, meine Mutter hat sie sofort ins Herz geschlossen.

dMa@n#ifilex


@ Flüxi

Ich würde dir unter diesen Umständen zunächst empfehlen, den Termin für die MDK-Begutachtung abzusagen und die Begutachtung auf einen Zeitpunkt zu verschieben, zu dem die Pflegerin eures Vertrauens wieder aus dem Urlaub zurück ist. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig, daß bei der MDK-Begutachtung eine fachlich qualifizierte und mit dem Fall vertraute Person zugegen ist. Gerade bei den Fällen, wo die Einstufung irgendwie "auf der Kippe" stehen könnte. Sich allein darauf zu verlassen, daß der MDK-Gutachter schon von selbst alles herausbekommen wird, kann Probleme bereiten.

Euch geht durch eine solche Verschiebung ja kein Geld verloren, gezahlt wird bei Bewilligung ab dem 1. des Monats der Antragstellung.

Solltet ihr mit der gegenwärtig eingesetzten Pflegerin nicht zurechtkommen (unter Umständen auch nur wegen zwischenmenschlicher Probleme), lohnt sich ein Gespräch mit der Pflegedienstleitung. Du mußt ja nicht wahllos jeden akzeptieren, der vorbeigeschickt wird. Wenn man dort für Beschwerden gar nicht zugänglich ist, lohnt es sich, über einen Wechsel des Pflegedienstes nachzudenken. Ihr seid schließlich dort zahlende Kunden und nicht Bittsteller.

F lxxi


Der Termin zur Begutachtung wurde auf den 26.8.2010 festgesetzt -

besuch geplant zwischen 10 Uhr - 13 Uhr

Eine genauere Angabe sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich, man müsse ausserdem damit rechnen, dass sich der termin etwas nach vorne oder hinten verschieben könne.

Fand ich sowieso schon sehr blöd. Ein Pflegedienst kann sich ja wohl kaum so viel Zeit nehmen und sich stundenlang da hinsetzen um auf die Gutachterin warten. Machen die das extra?

Lbila


Bei der ungenauen Zeitangabe würde ich mal keine Absicht unterstellen. Ich war selbst bei meinem Vater einige Male beim Besuch des Gutachters vom MDK dabei (war nach dem Tod meiner Mutter eine Zeit lang seine "Pflegeperson"). Die Termine dauerten durchaus bei ein und demsleben Patienten unterschiedlich lang. Die Gutachter haben nicht nur 1 Termin am Tag. Sie können dann nicht genau abschätzen, wie lange ein Besuch dauert, wie lange sie von Besuch 1 zu Besuch 2 brauchen usw.

dAa(niflxex


Das liegt vermutlich daran, daß der MDK die einzelnen Termine so weit im voraus nur ungefähr planen kann. Es kann ja auch kurzzeitig was dazwischenkommen.

Wir bzw. die zuständige Pflegedienstleiterin sind damals einfach so vorgegangen: am Tag zuvor die vorgesehene Gutachterin angerufen und um eine genauere Terminangabe gebeten, denn eine Pflegerin kann ja in der Tat nicht stundenlang warten. Das klappte auch meistens ganz gut, denn einen Tag vorher hat man schon einen guten Überblick. Der Termin war dann schon auf etwa eine halbe Stunde genau.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur dringend raten, einen Gutachtertermin nur in deiner Gegenwart und in Gegenwart einer mit dem Fall vertrauten Pflegerin (die euer uneingeschränktes Vertrauen hat) durchzuführen zu lassen. Es ist auch ausdrücklich vorgesehen, daß Pflegepersonen befragt werden sollen, und außerdem hat jeder das Recht auf einen Beistand. Wenn eine Begutachtung einmal "schiefläuft", z.B. weil nicht alle Aspekte eines Falles ausreichend berücksichtigt wurden, ist das hinterher (wenn überhaupt) nur mit viel Mühe wieder hinzubiegen.

Es kann natürlich sein, daß ihr einen neuen Termin erst in ein paar Wochen bekommt. Das schadet aber, wie gesagt, hinsichtlich des Anfangszeitpunktes der Leistungen nichts. Also laß den Termin auf einen Zeitpunkt verlegen, zu dem die "Stammpflegerin" mit Sicherheit wieder zurück ist.

G=risesxuh1


Alles schön was ihr hier so schreibt. wenn die pflegekraft, die deine Mutter verorgt zu diesem zeitpunkt in urlaub ist, macht das nichts. Die pflegedienstleitung des pflegedienstes kann zu diesem termin kommen. Klar, kann sie sich nicht 5 Stunden zu euch setzen und däumschen drehen bis der MDK kommt.

Taucht der Gutachter auf, ruft ihr dort an und schwups ist die PDL bei euch. natürlich musst du das vorher mit der PDL(Pflegedienstleitung) abklären.

was die Begutachtung anbelangt hier der Link zu den Begutachtungsrichtlinien (BRi)

das sind ca. 180 DIN A 4 Seiten. Doert ist alles erklärt wie so eine Begutachtung abläuft und was der Gutater berücksichtigen dar.

Schaue hier:

[[http://www.mdk.de/media/pdf/BRi_Pflege_090608.pdf]]

LG Griesuh (MDK-Gutachter)

FelüxKi


Griesruh,

vielen Dank, damit hast Du mir sehr geholfen :)^

werde Morgen mal zur Pflegedienstleitung gehen, nehme an, die Ersatzpflegerin hat das dort noch nicht mal gemeldet. (nach dem Motto - wir haben damit nichts zu tun, kommen ja nur morgens, Sie sind die Hauptpflegekraft, daher müssen Sie sich selbst drum kümmern).

Heute Morgen sagte Sie zu mir: Sie wüsste gar nicht, warum ich so unsicher sei. Man würde doch sehen, dass meine Mutter krank sei und ich müsse nur sagen, dass ich sehr viel Arbeit mit ihr habe,, dann würde schon alles klar gehen.

Das kann doch wohl nicht sein?

Habe hier auch einen Fragebogen des med. Dienstes vorliegen, in dem ich angegeben soll, was ich alles mache bzw. was der Pflegedienst - es zählt doch jede Minute - wenn ich da was übersehe ":/

Ausserdem soll ich genau angeben, wieviel Stunden ich in der Woche mit der pflege beschäftigt bin. Kann ich nicht sagen - da den ganzen Tag was anfällt - selbst in der nacht muss ich zur Verfügung stehen, wenn meine Ma zur Toilette muss bzw. Atemnot hat (schwere herzinsuffizienz mit Atemnot).

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