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Alte Leute sind schwierig

UcrmeYlon4x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo

Wer kann mir Tipps geben wie ich besser damit umgehen kann wenn ein alter Mensch(in diesem Fall mein Vater) ungerecht und starrsinnig ist ???

Seit dem Tod meiner Mutter muss ich mich um Papa kümmern da mein Bruder in Bayern wohnt und kein

anderer in der Nähe ist :-(

Er wohnt alleine in einer kleinen Wohnung und ich fahre 2-3 mal die Woche zu ihm. Gott sei dank haben wir eine

Putzfrau die 1mal die Woche durch die Wohnung wirbelt. Ich habe eine zeitlang versucht alles alleine zu machen,habe 8 Std.gearbeitet,dann zu ihm Wohnung putzen,einkaufen für mich ,dann heim und dann meine Wohnung noch auf den Kopf stellen sprich sauber machen aber da ging ich am Stock %:| :(v

Durch die Hilfe der Putzfrau ist es doch etwas lockerer geworden. Nur die Ungerechtigkeit meines Vaters macht mir hin und wieder zu schaffen :-(

Nicht immer aber wenns auf die Regel zugeht bin ich sehr schnell am Boden und verletzt wenn er meine Hilfe

nicht zu würdigen weiss :°(

Würde mich freuen wenn es Leute gibt mit ähnlichen Erfahrungen die mir Kraft und Aufmunterung geben können

Lg Urmelon @:)

Antworten
Ryapanxte


Was macht bzw. sagt er denn?

An sich würde ich sagen, wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, dann soll die Putzfrau zwei mal die Woche kommen und du besuchst ihn so wie du ihn eben besuchen würdest :-) nur, daß du eben bei ihm im Haushalt nichts mehr machst.

R9husx T.


er weiß deine hilfe auchnicht zu würdigen. im verständnis deines vaters ist es vielleicht normal, wie du dich engagierst. ??? vielleicht hat er auch keine ahnung, oder kann sie nicht mehr haben, wie seine hilfsbedürftigkeit in dein leben eingreift.

letzlich hilft nur große gelassenheit, die grade in diesen situationen so schwer ist. vielleicht ist mehr entlastung notwendig ??? gibt es noch andere personen, die deinen part übernehmen können, wenn du arg im stress bist ??? (oder du kurz vor der mens bist) nachbarn, freunde ??? professionelle dienste ??? @:) :)*

N oddiixe


Hi Urmelon,

erstmal einige Fragen

Wie alt ist dein Vater und wie lange ist Deine Mutter schon tod. Weil es kann ja sein das erdas noch nicht überwunden hat und halt seltsam darauf reagiert.

Alles liebe

Noddie

U5rLmelofn40


Es gibt nur eine liebe Nachbarinmehr nicht.also wenn ich mal ausfalle muss der Pflegedienst den Part übernehmen. Ich habe vergessen zu erwähnen das er Pflegestufe 2 hat

UWrmeloKn4x0


@ noddie

Meine Mutter starb Januar 09 sehr überraschend und ich glaube Papa und ich haben es nicht überwunden :-( Papa und ich sind wie Feuer und Wasser.Ich gebe Papa Kontra und meine Mutter hat immer geschluckt.Und alle Verwandten sagen: Du bist wie dein Vater

RRhus xT.


sag mal sehr böse ;-) . dann ist ja geld für einen professionellen dienst da.. und wahnsinn das die betreuung bisher so klappt (2-3- mal die woche du ) und eine putzfrau ... würde die nachbarin und professionelle dienste jetzt schon einschlaten, denn die situation wird sich ja nicht mehr wesentlich bessern

Ruhus/ T.


dennoch egal wer feuer und wer wasser ist, dein vater muss adäquat versorgt werden.. u7nd du kannst auch nicht die ehefrau ersetzen oder nachahmen, ich finds gut, wenn du du bleibst

S?ilkexK.


Ja, alte Leute sind schwierig und das Leben gemeinsam zu meistern ist oftmals nicht wirklich leicht.

Ich weiß wovon ich rede, denn wir wohnen mit meiner Großmutter (sie wird 86) in einem Haus, teilen uns ein Bad und einen schönen Garten und wir geraten öfter aneinander.

Generell ist "das Miteinander" harmonisch, aber es gibt immer Reibungspunkte, da die Lebenseinstellungen, die Vorstellungen und auch die Einstellungen total verschieden sind. Was für meine Großmutter seit Jahrzehnten "normal" ist, ist in der heutigen Zeit absolut out und längst überholt. Auch unsere Vorstellungen - ob es nun das allgemeine Leben, die Kindererziehung oder die Finanzen betrifft - sind mit ihren Erfahrungen von früher absolut nicht zu vereinbaren.

Was noch dazukommt und auch der eigentlich schwierigste Teil in Sachen Zusammenleben in einem Haus ist, ist das Alleinsein einer verwitweten Person. Der Wunsch, Familienanschluss zu haben, Gespräche führen zu können und nicht in den eigenen 4 Wänden (auch wenn es nur der eigene kleine Wohnbereich ist) alleine zu sein, gestalten sehr oft unseren Alltag. Dann ist man froh, mal einen freien Sonntag genießen zu können, deckt für seine Familie den Tisch im Garten und schwupps....entscheidet sich Oma, heute mal nicht in die Kirche zu gehen (wie sonst seit ewigen Zeiten immer). Nein, sie kocht sich ihren Kaffee, macht sich ihr Brot und setzt sich zu uns. Getreu dem Motto "Ach, wie schön wir es doch in UNSEREM Garten haben" :-( ":/

Auch, wenn wir mal irgendwohin fahren oder wenn es um gewisse Dinge geht, die im Haus zu erledigen sind. Sie möchte immer ein Teil davon sein oder sucht sich Hilfe....auch wenn sie nicht wirklich welche benötigen würde. Hauptsache, wir beachten sie mehr und kümmern uns. Und ich bin mir sicher, dass ein Großteil ihrer Verhaltensweise nicht wirklich beabsichtigt ist, da sie sich einfach nur einsam und alleine fühlt. Ist einerseits auch absolut nachvollziehbar, wenn man über 50 Jahre verheiratet war und dann ohne Partner dasteht. All die Dinge, die man sonst gemeinsam durchdacht, entschiedet und verwirklicht hat, muss man dann alleine entscheiden und da fehlt z. B. meiner Großmutter teilweise heute noch (mein Großvater ist 2002 verstorben) die Entscheidungskraft. Ohne Aussage von uns entscheidet sie einige Dinge gar nicht erst alleine.

Und alte Leute sind stur und natürlich auch schwer von der heutigen Lebensweise oder auch mal den durchaus extremen technischen Fortschritten zu überzeugen.

Ich war nach den ersten 8 Monaten zusammenleben im Haus meiner Großmutter nervlich ziemlich am Ende, hab auch überlegt, gleich wieder auszuziehen. Andererseits sollen wir das Haus ja irgendwann mal übernehmen und wieso sollten wir dann irgendwo anders nochmal teure Miete zahlen. Naja, es gab oft Reibereien und Unstimmigkeiten. Und es gibt heute noch oft Diskussionen und auch mal Streitpunkte. Aber inzwischen können wir auch ganz genau unterscheiden, ob meine Oma durchaus nicht versteht, wieso wir unsere Meinung so resolut vertreten oder ob sie einfach nur auf stur stellt und glaubt, uns in die Enge treiben bzw. unter Druck setzen zu können. Da sind wir aber schnell fertig. Es gibt in unserem Haus "Regeln für Jedermann" und da muss sich auch meine Großmutter dran halten. Wir lassen uns nicht unter Druck setzen und sagen ihr klipp und klar, wenn uns was nicht passt und was uns nicht passt. Entweder sie findet sich damit ab oder sie merkt einfach, dass wir sie mal ignorieren und "links liegen lassen". Was natürlich nicht heißt, dass wir im Bedarfsfall nicht für sie da sind. Aber sie hatte sich nach einiger Zeit ausgemacht, wie sie uns ab und an geschickt gegeneinander ausspielen kann und als wir hinter ihr Spiel geblickt haben, haben wir den Spieß umgedreht. Nach einigen klärenden Gesprächen waren die Fronten geklärt.

Wenn sie z. B. weiß, dass wir in Urlaub fahren, dann fängt sie schon 1-2 Wochen vor unserer Abreise mit den tollsten Dingen an, so nach dem Motto "mich kann man nicht alleine lassen usw.". Aber andererseits ist sie glücklicherweise gesundheitlich bis auf einige Kleinigkeiten absolut fit und auch körperlich noch total bei der Sache. Sie spaziert bei gutem Wetter durch die Gegend, trifft sich mit Freundinnen aus ihrem Jahrgang oder geht mit einer Bekannten mal zum Kaffeetrinken. Dass sie ein wenig Panik und Angst bekommt, wenn wir dann mal einige Tage nicht da sind, ist verständlich. Aber da reagieren wir mittlerweile gelassen drauf und sprechen mit ihr drüber. Denn wir haben das Glück, dass meine Eltern sowie meine Schwester im gleichen Ort wohnen und somit eigentlich immer mindestens einer der nahen Angehörigen für sie da ist.

Wie alt ist denn Dein Vater, wenn ich mal fragen darf?

Ujr'melGon40


Aufklärung: Morgens kommt ein Pflegedienst und hilft Papa in die Sachen da er wegen 2 RückenOPs nicht mehr gut

zu Fuss ist und nur Schmerzen hat beim gehen.Abends zieht er sich aus.

Nein er ist allgemein sehr anstrengend,wenn irgendwas nicht richtig läuft bin ich schuld :(v

Rqhusx T.


wer soll sonst schuld sein.. ist doch kein anderer da ? da ich das schwarze schaf in den augen meiner mom bin... lade ich alle schuld auf mich und gut ist.. d.h. ich explodiere woanders... alles ganz normal

UFrmeRloPnx40


Papa wird 79.Und wie gesagt er ist durch die Rücken OPs eingeschränkt,kann nicht lange gehen,sitzen oder liegen geht grad so

Mein Bruder kommt alle Jubeljahre mal hoch,kann da keine schnelle Hilfe erwarten

Wenn mein Vater etwas ruhiger wäre oder sich wenigsten am Leben erfreuen würde,aber nein,immer

am meckern,motzen ,maulen :-(

R@hPu,s Tx.


würde ich auch an seiner stelle.... bei rückenschmerzen und einschränkungen im gehen stehen liegen bin ich auch nicht zu gebrauchen ... tja ähnlich meine geschwister: brauchst du jemanden ist keiner abkömmlich .... freu dich deines lebens .. und ich hab mir geschworen nicht so zu werden ... aber wer weiß?

U^rmeloxn40


@ Rhus

Aber wie werde ich bloss ruhiger gelassener ohne Beruhigungsmittel ???

gestern war ich wieder bei Papa und da hat es wieder geknallt zwischen uns.

Das Ende vom Lied: aufm Weg nachhause musste ich unbedingt ne Frust-Jeans kaufen

N+oddxie


Hallo Urmelon,

also ich plaudere jetzt mal aus dem Nähkästchen. Arbeiten gehen, Kind versorgen, 2 Haushalte, Oma versorgen so habe ich es gemacht. Jetzt bin ich so weit das ich meinem sohn das Versprechen abgenommen habe mich ins Pflegeheim zu bringen wenns mal so weit ist.

Denn was Du machst ist eine ständige Physische und Psychische Überlastung und das Recht sich eines Tages.

Oft wirst Du hören das die das doch früher auch geschafft haben, stimmt aber es waren andere Zeiten. Nicht so ein Druck wie heute.

Denke bitte in der ganzen Situation auch an Dich, also Putzfrau ran. Besuche ihn ganz normal und wenn er wieder Meckert setze ihm die Pistole an die Brust ;-) so nach dem Motto ,wenn du nur meckern willst kann ich ja wieder gehen.

Toi,toi,toi

Noddie

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