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Personalmangel im Altenheim

r'iccxa


@hexlein

Ich weiß ganz genau was auf meiner Station abgeht, dank Freunden auf anderen Stationen. Wenn bei uns von vier Kollegen eine fehlt, dann ist es immer noch zu schaffen. Dann werde auch ich nicht so blöd sein und zum Telefon greifen. Bei zwei Fehlenden sieht die Sache schon ganz anders aus. Dann gehe ich auch ans Telefon und zur Arbeit. Aber jeder ist ja für sich und sein Gewissen selbst verantwortlich.

LG

pmeteerb,lxn


ricca

hallo ricca,

auch wenn ich im Dienst bin und am nächsten Tag laut Dienstplan frei habe, kann mich mein Arbeitgeber nicht dienstverpflichten.

Der Dienstplan ist bindend und zwar für beide Seiten.

Die Zeiten der Leibeigenschaft sind Gott sei Dank vorbei.

Ich weiss, das es in der Realität anders aussieht und das unter anderem auch weil viele nicht wissen was der Arbeitgeber darf und was nicht.

Ich war drei Jahre in einem Krankenhaus im Betriebsrat tätig und habe mich ziemlich viel mit dieser Materie beschäftigt.

Man kann nur jemand "dienstverpflichten" im Kriegsfall aber nicht weil teilweise Stationsleitungen oder Pflegedienstleitungen unfähig sind ordentliche Dienstpläne zu schreiben oder der Arbeitgeber die Personaldecke so dünn hält, das soetwas nicht anders aufgefangen werden kann.

Nocheinmal: MEINE FREIZEIT GEHÖRT MIR!!!!

Und niemand kann über meine Freizeit bestimmen.

Es ist beschämend, das gerade im Pflegebereich so mit Mitarbeitern umgegangen wird und sie derartig unter Druck gesetzt werden.

schönen Abend noch

peter

r=icca


@peterbin

Sorry, ich muß dir widersprechen. Als ex. Altenpflegerin kannst du sehr wohl diestverpflichtet werden. Pflegehelferinnen allerdings nicht. Sonst gilt das was ich oben schon angeführt habe. Auch ich bin gewerkschaftlich tätig.

LG

hMexleixn


@ ricca

Hallo, hätte da eine Frage an Dich, wie sieht denn euer Personalschlüssel aus ?

LG

r$iccxa


Maßstäbe und Grundsätze für eine wirtschaftliche und

leistungsbezogene, am Versorgungsauftrag orientierte

personelle Ausstattung der Pflegeeinrichtungen

nach § 75 Abs. 2 Nr. 3 SGB XI § 17

Sicherstellung der Leistungen, Qualifikation des Personals

(1) Die personelle Ausstattung der Pflegeheime muss unbeschadet aufsichtsrechtlicher Regelungen

eine bedarfsgerechte, gleichmäßige sowie fachlich qualifizierte, dem allgemein anerkannten Stand der medizinisch-pflegerischen Erkenntnisse entsprechende Pflege der Pflegebedürftigen auf der Grundlage der Grundsätze und Maßstäbe für die Qualität und

Qualitätssicherung sowie die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements

nach § 80 SGB XI und der Leistungs- und Qualitätsvereinbarung nach § 80a SGB XI unter

Berücksichtigung des § 84 SGB XI gewährleisten.

(2) Gemäß § 75 Abs. 3 SGB XI werden ab dem 01.01.2003 folgende Personalrichtwerte für

Pflege und Betreuung in Form folgender Bandbreiten vereinbart; dabei haben die Einrichtungen das Recht, bis zur Obergrenze der Bandbreiten ohne besondere Begründung einrichtungsindividuell einen personalschlüssel zu vereinbaren:

Pflegestufe I: 1:3,96 bis 1:3,13

Pflegestufe II: 1:2,83 bis 1:2,23

Pflegestufe III: 1:2,08 bis 1:1,65

(3) Für die Betreuung von schwer Demenzkranken im Sinne der Anlage 1 finden die dort

genannten Regelungen Anwendung. Dabei gelten ab dem 01.01.2003 folgende Personalrichtwerte/

Personalanhaltszahlen:

Pflegestufe I: 1:2,38

Pflegestufe II: 1:1,70

Pflegestufe III: 1:1,25

(4) Für weitere Personengruppen mit besonderem Pflege- und Betreuungsbedarf im Sinne

des § 75 Abs. 3 Satz 2 SGB XI, die in Spezialeinrichtungen mit einem gesonderten Versorgungsvertrag betreut werden, werden in der LQV höhere bedarfsgerechte Personalrichtwerte

als die in Abs. 2 und 3 genannten vereinbart.

(5) Mindestens 50 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege und Betreuung müssen

Fachkräfte im Sinne der Heimpersonalverordnung sein. Ein höherer Fachkräfteanteil ist

einrichtungsindividuell zu vereinbaren. Die Heimpersonalverordnung bleibt in allen Fällen

unberührt.

(6) Für Hauswirtschaft und Technik wird folgender Personalrichtwert festgelegt:

Bis zu 1:5,9 unabhängig von den Pflegestufen.

Die Einrichtungen haben das Recht, den Personalrichtwert bis zu 1:5,9 ohne besondere

Begründung einrichtungsindividuell als personalschlüssel zu vereinbaren.

Bei fremdvergebenen Leistungen oder der Leistungserbringung durch zentrale Dienste des

Trägers sind entsprechende Personalmengenanteile anzurechnen.

(7) Für Leitung und Verwaltung wird folgender Personalrichtwert festgelegt:

Bis zu 1:30 unabhängig von den Pflegestufen

Die Einrichtungen haben das Recht, den Personalrichtwert bis zu 1:30 ohne besondere Begründung einrichtungsindividuell als personalschlüssel zu vereinbaren.

Bei fremdvergebenen Leistungen oder der Leistungserbringung durch zentrale Dienste des

Trägers sind die entsprechenden Personalmengenanteile

Daran sieht man ja, dass der Pflegeschlüssel geschoben werden kann wie jeder ihn gerade benötigt.

Jetzt kommt es noch darauf an, welche Pflegestufen das Heim bei den Pflegesatzverhandlungen ausgehandelt hat.

Wer die Berechnungsformel für den Pflegeschlüssel braucht, kann sich ja melden.

LG

h`exl@ein


@ ricca

danke, das war mir bekannt!!!!!!! Papier ist geduldig und nun zur Realität und zu meiner gestellten Frage noch mals, wie sieht bei euch momentan der Pflgeschlüssel aus ?

Das einzige was in den Meisten Häusern eingehalten wird ist das 50 % examiniertes Personal ist.

Noch eins was ich als eine Frechheit empfinde , ist das FAMILIENPFLEGER dem Altenpfleger gleichgestellt wurde und KPH galt als nicht examiniertes Personal.

So war bei uns im Hause.

LG

S8karab5äuxs


Hallo,

bei uns sieht es zur Zeit mit der Personalbesetzung eigentlich ganz gut aus, der Schwachpunkt ist meiner Meinung nach die PDL mit ihrer Dienstplanerstellung.

Wir sind manchmal an den Wochenenden besser besetzt als unter der Woche, an manchen Tagen sind wir "zu gut" besetzt und dann fehlt es wieder hinten und vorne.

Wäre die Organisation etwas besser, dann könnte es ganz gut klappen.

i9roi


hey an alle

auch wir hatten tierischen personalmangel, leider...!

da lag daran, das zu wenig 3er auf den stationen waren, so wurde uns immer gesagt, das es zu keiner einstellung kommen kann...!!

also mussten wir klein beigeben, aber das haben wir dann auch nicht mehr so hingenommen, wozu gibt es den die mitarbeitervertretung(ich selbst mit tätig) also wurde die überlastungsanzeige geschrieben, abgeschickt und geprüft und siehe da, es tat sich was...egal ob gesetz oder nicht...es kann nicht auf knochen der MA gehen...

und im gleichen moment wurden auch einige HB's extrem kränker sodass wir die möglichkeit hatten, evtl die höherstufung genehmigt zu bekommen...!!

und somit haben wir es jetzt zum jahresanfang positiv getroffen und es wurden insgesamt 5 neue MA eingestellt...und nun macht die arbeit doppelt spass...wieder spass!!!

LG

:-)

AFugen- aouxf


"Re:..."

Auch ich arbeite im Altenheim auf einer Pflegestation als APH. Ca 70% der Bewohner sind schwere oder schwerste Pflegefälle. Leider ist es bei uns so, dass wir immer öfter am Wochenende zu zweit+Küche sind für 21 Bewohner. Das passiert mittlerweile auch immer öfter in der Woche. Stellen, die frei werden, werden genauestens geprüft, ob sie überhaupt noch neu besetzt werden. Aus diesem Grunde springe ich ständig auf 3 Stationen hin und her, mache Überstunden (diese Woche 6 bei halber Stelle) und wenn ich frei habe, werde ich als 1. angerufen, wenn jemand krank wird. Bei dieser Personalpolitik ist es kein Wunder, dass viele MA krank sind bzw. kündigen.

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