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Gesundheitliche Eignung – Medikamente

L?exieTwuilixght hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Ich möchte gerne dieses Jahr im Oktober eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin anfangen, um danach irgendwann mal für's Medizinstudium zugelassen zu werden.

Bis auf eine Pollenallergie bin ich fit, jedoch nehme ich seit einem Jahr Neuroleptika (Seroquel) und Tavor, wegen einer Psychose.

Inzwischen geht es mir wieder gut, ich mache noch mein Abitur fertig und werde dann zusammen mit meiner Ärztin versuchen, die Tabletten abzusetzen.

Jetzt muss ich aber die gesundheitliche Eignung nachweisen und wollte fragen, ob bei der Blutuntersuchung auch auf solche Medikamente getestet wird oder ob sich bei dem Test auf Drogen das Serqouel bemerkbar machen könnte?

Was wird sonst noch getestet bei der Eignung?

Vielen Dank im Voraus @:)

Antworten
EXhemaIliger NNutzer (#32x5731)


Also wenn du zum HA musst, dann schreibt der eigentlich nur das du nichts ansteckendes hat. Beim Betriebsarzt wirst du komplett auf den Kopf gestellt. da würde ich aber ehrlich sein und das sagen, das ist ja nichts geheimes. Und wenn sowas hinterher rauskommt das sowas verschwiegen wurde kann das Probleme geben.

Blut, Urin, Blutdruck, Puls, dann wurde bei mir eine Tuberkulintest gemacht 8weiß nicht ob es den Stempeltest noch gibt), dann Wirbelsäule untersuchen, andere Gelenke untersuchen, Lungen röntgen, und ein kurzer Test von Augen und Ohren ...

Aber ob das jede Haus so macht weiß ich nicht ...

LDexieT7wXilixght


Danke für deine Antwort :-)

Ja ich wollte eigentlich ungern lügen, aber mit etwas Glück bekomm ich den Ausbildungsplatz in einer psychiatrischen Klinik und wer nimmt schon eine psychisch kranke Auszubildende, die dann Zugang zu Psychopharmaka o.ä. hat...?

Die sehen mir ja nicht von Anfang an, dass ich keine Gefahr darstelle und übern Berg bin, was meine Psychose angeht.

Habe schon überlegt, ob ein Gutachten von meiner Psychiaterin etwas bringen würde?

Emhemali*ger Ngutzer} (#325x731)


Du willst zum einen die Medikamente absetzen und zum anderen bist du ja nun nicht süchtig sondern wirst behandelt. Außerdem gibt es zum Examen wieder eine Untersuchung. Wenn du die Tabletten bis dahin immer noch nicht und sie evtl nachgewiesen werden ...

Ich würde ehrlich sein und mit offenen Karten spielen, denn ich glaube nicht das du ggf. aus der Ausbildung genommen werden möchtest wenn die Lüge mal auffliegt ...

HKimbfeer~e)90


Hallo LexieTwilight,

ich selber bin psychisch krank und habe eine Ausbildung zur Altenpflegerin angefangen,weil ich mich später zur Fachaltenpflegerin für Psychiatrie weiterbilden wollte und als "psychisch Kranke" selber psychisch Kranken helfen will!

Leider habe ich diese Ausbildung nicht mal einen ganzen Monat durchgehalten und zwar nicht wegen mangelnder Qualifikation oder so,nein,im Gegenteil..die Ausbildung machte mir großen Spaß,leider wurde ich vom Betrieb gekündigt,weil es mir in der Zeit ziemlich schlecht ging und ich morgens nicht aus dem Bett raus kam..

Du musst bedenken,in einer Pflegeausbildung MUSST! du alle 2 Wochenenden arbeiten und du musst dich an den Schichtdient gewöhnen,das ist für psychisch Kranke ziemlich schwer und psychisch instabile Menschen werden in der Pflege überhaupt nicht gerne gesehen..das kannst du mir glauben!!!

Natürlich ist es immer so,dass sich diese Menschen eine Arbeit aussuchen,wobei sie Menschen helfen,die die gleichen Probleme wie sie haben oder bei der sie sich mit ihrem Krankheitsbild besser identifizieren können und sich schon so viel Fachwissen angeeignet haben..

Ich kann dir einen kleinen Tipp geben..suche dir lieber eine Ausbildung in einem anderen Bereich,das ist nicht böse gemeint und ich will dir auch nicht die Karriere verbauen,aber du wirst früher oder später auf die Nase fliegen;es muss nicht sein,es wird aber zu 95% so kommen!

Bevor du die Ausbildung anfängst,musst du sowieso einen Zettel unterschreiben,dass du frei von psychischem Gebrechen bist und keine Psychopharmaka einnimmst,ich selber habe gelogen und unterschrieben..denn psychisch kranke Menschen dürfen auch keine Medikamente verabreichen,da sie diese eventuell selbst einnehmen,um sich zu schaden,oder einen Suizid begehen wollen,oder,oder...

Hast du denn noch Alternativen,als die Krankenpflegeausbildung??

Liebe Grüße und alles Gute!!!

SeunjfloSwer_7x3


I.d.R. fragen Kliniken schon SEHR umfassend die Gesundheitsgeschichte ab – inkl. Medikamenten, OP's, sämtlichen Vorerkrankungen/OP's. Eine Freundin von mir hat wg. einer Essstörung damals nicht das Okay für die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester (wie nennt man das heute?) bekommen.

Ich frage mal ganz dreist (habe Psychologie studiert und halt auch Kommilitonen mit psychischen Problemen/Erkrankungen erlebt): WARUM ausgerechnet Ausbildung in der Psychiatrie?

Ich weiß nicht, welche Klinikerfahrungen Du selber hast, aber mach' Dir deutlich, dass gerade Psychiatrie kein Zuckerschlecken ist (arbeite selber in einer Psychiatrie).

Bzgl. der Medikamente:

Ich sehe das Tavor sehr kritisch – das sollte schon raus sein.

Aber ob das Absetzen des Neuroleptikums eine gute Idee ist? Ich kann es nicht beurteilen, da ich nichts über Deine Psychose weiß. Aber vielleicht ist eine stabile Medikation (auch angesichts von Ausbildungsstress und Nachtdiensten) sinnvoller. Und es gibt definitiv heftigere Medikamente als Seroquel.

Auf jeden Fall wäre ich ehrlich. Man weiß nie, was letztlich überprüft wird (ich wurde bei einer Einstellungsuntersuchung auf gängige Drogen und auch Benzos getestet).

Informiere Dich bitte, wo ggf. auch im weiteren Verlauf Deiner Berufsplanung Deine Vorgeschichte kritisch werden könnte. Ich weiß, dass man bspw. als Psychotherapeutin zur Approbation die Eignung auch nachweisen muss.

E|hemaligEer NQutz1er (F#325x731)


Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin ;-)

LCexie)TNwilxight


das ist für psychisch Kranke ziemlich schwer und psychisch instabile Menschen werden in der Pflege überhaupt nicht gerne gesehen..

Ich fühle mich aber nicht psychisch krank und bin auch nicht instabil. Ich hatte meine Probleme mit der Krankheit, aber ich habe sie ziemlich sicher überwunden, habe mein Abitur ohne Probleme geschrieben und bin noch an keiner Stresssituation kaputt gegangen.

aber du wirst früher oder später auf die Nase fliegen;es muss nicht sein,es wird aber zu 95% so kommen!

Das halte ich für sehr spekulativ ;-) Vor einem halben Jahr, haben mir jede Menge Menschen gesagt, dass ich während dem Abi meine Probleme kriegen werde wegen der Krankheit und jetzt? Ich habe alle Klausuren ohne einmal mit der Wimper zu zucken, geschrieben und wohl alle sehr gut. Ich brauche Herausforderungen und Beschäftigung, weil mir sonst langweilig wird und ich bin psychisch sehr stabil, ich war seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr zur Therapiestunde, weil's mir einfach gut geht.

Hast du denn noch Alternativen,als die Krankenpflegeausbildung??

Nein, nur Medizinstudium, auf das ich wohl 2-3 Jahre warten müsste, weil mein NC wahrscheinlich "nur" bei 1,9 liegt.

Und selbst bei dem Studium würde ich später auf jeden Fall in Richtung Neurologie, Psychiatrie gehen.

WARUM ausgerechnet Ausbildung in der Psychiatrie?

Weil ich das schon seit Jahren machen will. Ich habe letztes Jahr ein Praktikum dort gemacht und es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich auf jeden Fall in diese Richtung gehen möchte.

Ich sehe das Tavor sehr kritisch – das sollte schon raus sein.

Tavor nehme ich nicht dauerhaft, sondern höchstens 2-3 mal im Monat.

Aber ob das Absetzen des Neuroleptikums eine gute Idee ist?

Es war von Anfang an geplant, dass ich die Medikamente nach dem Abi absetze. Das Seroquel schränkt mich ziemlich ein, weil ich die Tabletten abends nehme und nach 1-2 Stunden völlig kaputt bin und nur noch schlafen will. Das würde bei einer Ausbildung mit Nachtschicht nicht funktionieren und wie oben schon geschrieben: mir geht's gut :-) Ich fühle mich super, habe eigentlich keine Symptome mehr, nehme auch nur 400mg Seroquel, also warum Tabletten nehmen, die mich einschränken und dazu noch meine Leber kaputtmachen könnten? ;-)

EXhemalidger Nnutzer b(#32573x1)


Tatsache ist, wenn du lügst und es auffliegt, wird das fpr dich Konsequenzen haben. Ich weiß ncith ob du dir dessen bewusst bist?

L2exiteTwixlight


Ja, hast du jetzt schon mehrmals geschrieben ;-) Habe ja auch schon gesagt, dass ich nicht lügen wollte und werde definitiv nicht riskieren, meinen Ausbildungsplatz zu verlieren, falls ich überhaupt genommen werde.

m4al2agenxa


Ich kann Lexie gut verstehen. Da ich selbst auch psychische Probleme hatte und auch ab und an wieder habe, leide ich auch darunter, dass man leicht abgestempelt wird. Ich kann auch verstehen, dass sie sich speziell von der Psychiatrie angezogen fühlt. Wer selbst schon vieles durchgemacht hat, kann auch viel geben. Ich glaube, dass die Empathiefähigkeit bei vielen Menschen durch selbst durchgemachte Krisen höher wird. Und das ist enorm wichtig für Patienten, v.a. auf der Psychiatrie.

Ich hoffe sehr und drück dir die Daumen, dass du deinen Traumberuf erreichen kannst :)^

Ejhemaliger# NutzeQr (#i32573x1)


Ja, hast du jetzt schon mehrmals geschrieben

Ja das weiß ich wohl.

Wer selbst schon vieles durchgemacht hat, kann auch viel geben

Bischen Klischee behaftet, oder?

m"al!agena


Bischen Klischee behaftet, oder?

Nein, meine Erfahrung

EEhemalige_r Nutze%r e(#3 2573x1)


Na ja um professionell pflegen zu können, bedarf es ja nun nicht jeglicher eigener Erfahrung auf dem Gebiet ...

m5alaxgena


Klar, stimmt. Doch kann ich nachvollziehen, dass es einem bei der Vorgeschichte speziell reizt, auf diesem Gebiet zu arbeiten.

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