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Akademisierung der Krankenpflegeausbildung?

Twesqtraxle hat die Diskussion gestartet


Ich bin seit 1995 Krankenpfleger, und in letzter Zeit frage ich mich, warum Deutschland eigentlich das einzige Land in Europa ist, das die Krankenpflegeausbildung nicht akademisiert hat?

Ich meine, überall sonst ist die Krankenpflege ein 4 bis 5 Jähriges Studium, nur in Dland ist es immer noch eine 3-Jährige Ausbildung, wie bei den Friseur, oder Bäcker, oder Metzger!!

Was denkt Ihr darüber, ich bin eindeutug für eine Akademisierung!!!

Antworten
R9lmlmp


Wofür? Ein Pflegestudium gibt es doch in Deutschland schon. Aber nicht jeder kann PDL werden, irgendeiner muss auch die andere arbeit machen und dafür ist es sicherlich einfach zuviel Aufwand. Sinnlose verschwendung!

TNestraxle


ein Beispiel: in den USA ist eine "normlae" Schwester, die in der Pflege arbeitet auch studiert. da geht nicht jeder in die PDL. ausserdem Studieren die PDL eher Pflegeökonomie oder Medizinökonomie, das hat nichts mit der Krankenpflege "am Bett" zu tun.

Wie brauchen Kompetentes pflegepersonal bei den Patienten, und nicht ungelernte Langzeitarbeitslose oder umgeschulte Informatiker!!!!

R\lmmxp


Und warum sollte ein nur "ausgebildetes" Personal nicht kompetent genug vor Ort sein für die direkte Pflege?

Was soll das Studium ändern? Mehr Theorie für die praktische Arbeit .... ???

S4ternesnhi+mmelx23


Ich meine, überall sonst ist die Krankenpflege ein 4 bis 5 Jähriges Studium, nur in Dland ist es immer noch eine 3-Jährige Ausbildung, wie bei den Friseur, oder Bäcker, oder Metzger!!

Deutschland hat doch schon mit der Akademisierung begonnen, es gibt immer mehr duale Ausbildungen!

Das geht ja auch nicht von heute auf morgen ;-)

Die Frage ist halt nur was man mit seinem Bachelor dann hinterher macht, weil ein Großteil eben in der Pflege bleibt ...

Wer sich aber mal mit den Ausbildungen der verschiedenen Länder befasst hat, weiß aber auch das ein Pflegestudium in den USA nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen ist.

in den USA ist eine "normlae" Schwester, die in der Pflege arbeitet auch studiert. da geht nicht jeder in die PDL.

Man darf aber auch nicht vergessen, das die die dual studieren nie an das Wissen herankommen was diejenigen haben die nach der Ausbildung noch studieren. Außerdem nimmt man mit den dualen Studiengängen auch leider denen die Chance in die Pflege zu gehen, die kein (Fach)Abitur besitzen .... was langfristig bedeutet das die Zahl der Pflegekräfte noch weiter fallen wird

S[unf/lowxer_73


Die Ausbildung findet schon auf extrem hohem Niveau statt – und wird entlohnt. Willst Du Fachidioten produzieren, die theoretisch alles können, aber praktisch NICHTS?

Und in den USA muss man für viele viele Job studieren... Eben auch für viele Berufe, die man bei uns in einer Lehre erlernt. Das kannst Du einfach nicht vergleichen. In anderen Ländern ist auch Physiotherapie ein FH-Studium und bei uns "nur" eine schulische Ausbildung.

Ich stehe gerade vor dem umgekehrten Problem: Nach absolviertem Psychologie-Studium (naja, 5 Jahre her das Diplom) muss ich die Weiterbildung zum Psychotherapeuten absolvieren. Man arbeitet voll – und kriegt kein Geld. Trotz Studium, Praktika,... Ist halt wieder Praktikant. Wenn das SO laufen sollte in der Pflege, ist es nur ein noch größeres Hindernis.

Und wenn Pflefepersonal 4-5 Jahre studieren soll: Wie lang soll das Medizinstudium in Zukunft werden? Oder wie sollen sich Ärzte und Pflegepersonal dann noch unterscheiden?

SGtersnenhi#mmelx23


In anderen Ländern ist auch Physiotherapie ein FH-Studium und bei uns "nur" eine schulische Ausbildung.

Auch das ist mittlerweile dabei geändert zu werden, genauso wie die Logos und die Ergos. Ich weiß nur nicht ob das alles immer Sinn macht ...

S/t+ernenh)imHmexl23


Wenn das SO laufen sollte in der Pflege, ist es nur ein noch größeres Hindernis.

Das Problem hast du in der Pflege nicht, weil du beim dualen Studiengang ganz normal bezahlt wirst, wie die anderen Auszubildenden auch. Nur halt das sich die Phasen von Studium, Schule und Praxiseinsatz abwechseln.

Wer danach studiert muss halt zusätzlich arbeiten gehen, aber da sind die FHs drauf eingestellt und arbeiten meist nur mit einer 3 oder 4 Tage Woche ...

Und wenn Pflefepersonal 4-5 Jahre studieren soll

Im dualen Studiengang 4, allerdings eben 3 Jahre für die Ausbildung und das Extra Jahr für den Bachelor

T est9raNle


Ich habe halt das gefühl, das die krankenpflege in deutschlannd kein gutes ansehen geniest, das hat historische gründe.

Früher war es eine "berufung" und kein beruf, gottvertrauen und demütige untergebenhiet unter die ärzte waren die einzigen voraussetzungen.

das ist oft immer noch so, merke ich. als krankenpfleger ist man meiner ansicht nach, der "übersetzter" zwischen Arzt und Patient.

was in deutschland tatsächlich ein großes problem ist, das man als krankenschwester und pfleger zu 60 bis 70 % pflegefremde arbeiten verrichten muß, weil dafür kein anderes personal vorhanden ist.

und wenn mich ein pat beim schrubben der nachttöpfe sieht, dann hat der meiner meinung nach das gefühl, ich hätte keine andere kompetenz ...

R)lmm<p


Ich habe diese Beweggründe schon geahnt, aber mit der Forderung schießt man sicherlich weit am Ziel vorbei.

S2ter-ne7nhi_mmelx23


Nun ja aber waschen und Bettpfannen bringen ist nun einmal ein zentrales Element der Krankenpflege und die Aufgaben bleiben auch mit akademischen Titel. Und es kann nicht sein das die "akademisierte Pflegekraft" sich nur noch hinter ihren Kurven verschanzt und das Fußvolk, nämlich die KPHs und die Schüler und die ohne Studium gehen waschen!

Es läuft mit Sicherheit einiges falsch und man kann mit Sicherheit auch viel Kompetenz erweitern. Aber in einemStudium lernt man wissenschaftlich zu arbeiten, was willst du damit also amPatientenbett?

StünHtxje


Sternenhimmel, doch, ich glaube genau dahin wird Pflege gehen.

Es wird eine (wenige) gut ausgebildete Kraft geben und die muss die Mitarbeiter organisieren. Ich glaube (leider) genau das wird die Zukunft sein.

Ich kann den Wunsch nach mehr Ansehen schon verstehen, aber noch mehr theoretische Ausbildung? Wo jeder Schüler fast als erstes lernt "so wie du es in der Theorie lernst kannst du es in der Praxis nie umsetzen" ?

R1lmmxp


Es wird eine (wenige) gut ausgebildete Kraft geben und die muss die Mitarbeiter organisieren. Ich glaube (leider) genau das wird die Zukunft sein.

Ist doch heute schon so, von PDL Weiterbildung, Pflegestudium bis zum Pflegemanagement/Health Care Studium. Oder auch die QM Qualfikationen heben sich ab. Diesel Leute zu finden ist eigentlich kein Problem(bis auf öfters mangelnde Berufserahrung), das Problem ist doch heute schon, qualifizierte Kräfte zu finden. Weil viele nach der Krankenpflegeausbildung ja nicht in dem Beruf bleiben, sondern sich schon so Wartezeit für das Medizinstudium geholt haben etc.

Aber ist auch kein Wunder, als meine Frau um das Jahr 2000 die Ausbildung angefangen hat, war Realschulabschluss schon fast zu wenig, Fachabitur sollte es sein...

Sctern.enhim,mel2x3


Ist doch heute schon so, von PDL Weiterbildung, Pflegestudium bis zum Pflegemanagement/Health Care Studium

Das sind aber Menschen die zumeist nicht mehr in der Pflege arbeiten ....also aktiv am Patienten.

Weil viele nach der Krankenpflegeausbildung ja nicht in dem Beruf bleiben, sondern sich schon so Wartezeit für das Medizinstudium geholt haben etc

Was aber wirklich nur ein Bruchteil ist, viele bleiben auch in der Pflege oder sie gehen ganz aus dem Beruf.

Mit der Akademisierung wird man aber die grundlegenden Probleme nicht lösen ....

E[hemdaliger %Nutzer (#2g82877x)


Ich habe halt das gefühl, das die krankenpflege in deutschlannd kein gutes ansehen geniest, das hat historische gründe.


und wenn mich ein pat beim schrubben der nachttöpfe sieht, dann hat der meiner meinung nach das gefühl, ich hätte keine andere kompetenz ...

Und denkst du das die dir zugeschriebene Kompetenz ansteigen würde wenn du einen akademischen Hintergrund hättest und dann die Nachttöpfe wienerst?

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