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Akademisierung der Krankenpflegeausbildung?

MJeister:_Glaxnz


Ich werd bald 30 und hab trotz diverser Diplome und Abschlüssen noch nie was von Asymptote oder Vektorrechnungen gehört. ;-)

nQinivSexe


@ Rlmmp

Das ist ja gut zu wissen – dann sollten wir den Sozialarbeiter wieder von den Fachhochschulen wegholen, den die müssen gar nichts berechnen können , den Beruf können wir dann ja auch für Hauptschüler freigeben. Wenns nur darum geht.

Mr. Glanz,

aus welchem Bundesland oder Land bist du denn? Das Durchschnittsalter ist Stand 2010 für Deutschland und das heißt letztlich nur, dass sehr viele nicht sofort in Ausbildung kommen, sondern erstmal Warteschleifen machen oder im Übergangssystem sind in berufsvorbereitenden Maßnahmen in denen es oft keinen Abschluss gibt. Oder es machen halt Abiturienten eine Ausbildung, was in DE schon auf jeden 5. Azubi zutrifft in allen Berufen – das blöde daran ist nur, dass die zweimal die Sekundarstufe 2 besuchen ohne ihren Bildungsstand zu verbessern – denn die Ausbildung zählt ja mittlerweile wie ein Abitur, das diese schon haben.

R~lmxmp


Dann sag mir, in welchem Bereich der Ausbildung die höhere Schulbildung von nütze ist, von dem was in der Schule gelehrt wird.

Ich vermute, garnix. Das fehlende wird ja in der Krankenpflegeausbildung gelehrt, deswegen ist es ja eine Ausbildung und man kann den Beruf nicht direkt nach der Schule ausüben ;-)

Mreistexr_Glaxnz


Aus der Schweiz. Und die Berufsbildung mit unseren jungen Berufseinsteigern hat grad wieder für gute Presse gesorgt.

[[http://www.swiss-skills.ch/ Berufsweltmeisterschaften]]

n0ini<vee


@ Rlmmp

man könnte die Ausbildung dann etwas mehr fachlich erweitern, so wie in vielen anderen Ländern und da viele in dieser Ausbildung sind die sonst gern Medizin studiert hätten könnte man die Ausbildung interessanter gestalten. In ländlichen Regionen fehlen nachher Ärzte und das Medizinstudium ist teuer – wenn man Gemeindeschwestern einsetzen will wie in Schweden oder Polykliniken dann passt es vielleicht besser ins System, insbesondere weil der Medizinberuf zunehmend weiblicher wird und diese auch Teilzeit arbeiten wollen – das wäre evtl. eine fachliche Erweiterung die den Beruf aufwerten könnte und sinnvoll wäre, um den ländlichen Raum ausreichend zu versorgen.

wie einer hier auch schon richtig bemerkte: es ist leichter jemanden in der Pflege auszubilden, wenn er die Körperfunktionen vorher kennt oder Wissen über Bakterien, Viren etc. mitbringt. Diese Kenntnisse kann man aus dem Bio-Unterricht mitbringen, leider wird das Fach an Hauptschulen weniger intensiv vermittelt , wer die Lehrpläne kennt der weiß das – auch weniger Stunden.

Mr. Glanz,

erst letzte Woche las ich nen interessanten Artikel in der Zeitung über Deutsche in der Schweiz – diese schicken ihre Kinder zum Gymnasium nach Deutschland, weil der Alternativweg berufliches Matura von denen anscheinend nicht akzeptiert wird – da fahren die lieber über die Grenze – anscheinend kommen nicht so viele aufs Gymnasium – Deutsche fahren ihre Kinder dann über die Grenze.

und ich denke, die Schweiz ist nicht so abgeschottet wie das deutsche System eben weil es immer diese berufliche Matura gibt als Studienberechtigung was auch viele in Anspruch nehmen als gleichwertig – in DE ist das eher die Ausnahme, nicht die Regel – das System ist abgeschottet

dennoch weiß ich das auch in der Schweiz viele Kinder lieber ihr Matura machen und dann noch studieren wollen

Mveist`eKrG_Glanxz


Die Berufsmatura erlaubt den Besuch einer Fachhochschule (wo man auch bis zum Master studieren kann). Mit etwas Aufwand (Zusatzprüfungen, je nachdem, was und wo) kann man damit auch an die Uni gehen. Möchte jemand mit der normalen Matura an eine Fachhochschule, muss in der Regel noch ein Praktikum im entsprechenden Bereich absolviert werden, da sich die FH primär an Berufsleute richtet, die entsprechende Praxiserfahrung aufweisen können.

Es ist nicht ganz einfach, wenn man von aussen kommt. Da versteh ich, dass es einfacher scheint, die Kinder im Heimatland zur Schule zu schicken.

R&lmxmp


Dann sollen die Leute doch Pflege studieren, das gibts doch schon. Da kriegt man nen Hochschulabschluss und ist gleichzeitig exam. Krankeschwester. Hat ne Schwester von einer Bekannten so gemacht vor ein paar Jahren.

So viel Bedarf an solchem Personal gibt es nun auch nicht, dass man alle so ausbilden müsste.

_2Parvuatix_


wie einer hier auch schon richtig bemerkte: es ist leichter jemanden in der Pflege auszubilden, wenn er die Körperfunktionen vorher kennt oder Wissen über Bakterien, Viren etc. mitbringt. Diese Kenntnisse kann man aus dem Bio-Unterricht mitbringen, leider wird das Fach an Hauptschulen weniger intensiv vermittelt , wer die Lehrpläne kennt der weiß das – auch weniger Stunden.

Das kommt auch stark auf das Bundesland an. Ich war mal auf einer Mittelschule in Sachsen. Da wurden, außer in den Hauptfäschern, Haupt- und Realschüler gleich unterrichtet – auch in Bio. Der Größte Unterschied war eher, dass die Hauptschüler ein Jahr eher von der Schule gegangen sind als die Realschüler. Das wars dann aber auch schon.

Außerdem bin ich auch der Meinung, dass man alles erlernen kann, was man nicht weiß oder schon wieder vergessen hat.

RZl=mmp


Sowas wird doch überschätzt, da das Niveau ja immer unterschiedlich ist, wird in der Ausbildung und meist auch in den Unis recht unten angefangen. Den Vorsprung den man evtl. durch Schulvorwissen hat, ist innerhalb von Wochen aufgebraucht.

Mein Schwiegervater hat letztens erzählt(promovierter Chemiker) hat letztens erzählt, sein Professor hatte nie Chemie in seiner Schule gehabt, da ging es nämlich genau um solche Themen.

b eeWtlePjuice21


also so ein bisschen dreht GibNichtAuf mir ja die worte im Mund herum, ich finde nicht "lächerlich" das es dann kein FachAbi gibt, ich zitiere die Leute bei mir die sich darüber gewundert haben, weil das ja in anderen Berufen wohl standard ist / war? ist auch 4 jahre her? keine ahnung... ich selbst hab Abi und war froh mich dadurch bei Mirkobiologie etc entspannt zurücklehnen zu dürfen....

Ein Hauptschüler kann per se wohl erstmal alles lernen... aber zu sagen, dass es jeder packt weil es ja auch so easy ist die Ausbildung find ich echt unverschämt... und zu sagen nach einer Woche Praktikum konnte ich quasi alles, ist einfach realitätsnah, naiv oder arrogant...

Rdlmm{p


und zu sagen nach einer Woche Praktikum konnte ich quasi alles, ist einfach realitätsnah, naiv oder arrogant...

sowas passiert aber schnell, als ich fürs Studium in einer Lehrwerkstatt für Industriemechaniker etc. Praktikum gemacht habe, hatten wir Studenten auch schnell den Eindruck, kurz erklärt und der Student macht, es ging sogar soweit, dass wir Studenten den Azubis die Sachen erklärt haben, während die Ausbilder sich zurückzogen; aber zu sagen, diese Azubis sind dumm oder sonstwas, ist weit gefehlt, mit mind. 3-4 Jahren mehr Lebenserfahrung und mehr Wissen ist es halt einfacher solche Sachen aufzunehmen

S#ün(tje


ich verstehe nicht, wenn ein Hauptschüler so einfach und gut alles lernen kann, wieso war er dann auf der Hauptschule?

Ich habe mein Examen vor langer Zeit gemacht, wir mussten im ersten Jahr in Anatomie und Physiologie sämtliche Knochen auswendig lernen und benennen können, von etliochen Muskeln, Ansatz, Ursprung und Funktion und ebenso von einem gefühlt großen Anteil der Nerven. Das war büffeln, büffeln, büffeln und war Thema im Zwischenexamen und musste beherrscht werden.

Wir haben Pflege- und Medizinethik, gehabt, Chemie als Wiederholung, Rechtslehre......

Wir haben die Organe und ihre Funktionen bis zum Erbrechen pauken müssen, Krankheiten und ihre Behandlungen, Pharmakologie und dann natürlich Pflege, Pflege Pflege........

Es war eine sehr anspruchsvolle Ausbildung und ich bin trotz Abi oft an meine Grenzen gekommen.

Ich bewundere Menschen, die das in einem einwöchigem Praktikum auf Station lernen.

Aber das erklärt mir dann auch, warum unser Beruf so wenig angesehen ist.

G<ibQNichtAJuf


Ich habe nie geschrieben, dass ich nach einer Woche Praktikum alles wusste und alles konnte.

Ich habe geschrieben:

Nach einer Woche intensiver Einführung habe ich die selben Aufgaben wie die Krankenschwestern übernommen und bin klargekommen. Ich war deutlich jünger als 21. Ich durfte "sogar" Infusionen etc. ziehen.

Die tatsächlichen Aufgaben einer Krankenschwester überschneiden sich nicht in allen Punkten mit den Ausbildungsinhalten.

Obwohl ich auch die kenne (eben durch das Durchbringen meiner Schwägerin durch ihre Ausbildung) und für nicht so schwer erachte. Das ist aber meine persönliche Einschätzung und muss nicht für jeden gelten.

Die Schwierigkeit ein Krankenpfleger zu sein sehe ich viel mehr in den Dingen:

ihn aber dauerhaft auszuführen halte ich für schwer. Das ständige Stehen und Gehen, Schichtarbeit, relativ miese Bezahlung, keine Entscheidungsgewalt, Gesundheitspolitik, immer von schweren Krankheiten und deren Folgen umgeben zu sein etc.pp.

Nach meinem 6wöchigen Praktikum habe ich mich gegen ein Medizinstudium entschieden, eben weil ich das nicht mein Leben lang aushalten möchte. Dauernd kranke, leidende Menschen. Mütter, Väter, Kinder, die sterben. Ich bin sehr feinfühlig, mich würde das fertig machen.

Deshalb haben vorallem Krankenschwestern meinen vollsten Respekt. Sie sind ja (aus Zeitmangel der Ärzte) oft der "engste" Ansprechpartner und Seelentröster.

_sParv9ati_


ich verstehe nicht, wenn ein Hauptschüler so einfach und gut alles lernen kann, wieso war er dann auf der Hauptschule?

Eine Ausbildung hat mit der Schule meist nicht viel gemein. Die meisten Menschen können totale Nieten in der Schule sein, blühen aber dann in der Ausbildung und Beruf so richtig auf. Es ist ja nicht immer so, dass die auf der Hauptschulle alle "dumm" und lernschwach sind sondern oftmals nur faul. Soblad sie aber etwas wirklich wollen, dann können sie sich auch dahinter klemmen. Ich kenne solche Leute zu genüge.

n$i#niv@ee


@ parvati

also bezüglich der Lehrpläne gab es lange Zeit sogar sehr große Unterschiede : [[http://www.gew-hessen.de/index.php?id=296&tx_ttnews%5Btt_news%5D=247&tx_ttnews%5BbackPid%5D=586&cHash=18c0c5cde1420735946d2975a19ec80f]]

bei den einen musste alles immer handlungsorientiert sein und bei den anderen alles allgemeinbildender

und in vielen Bundesländern gibts die unterschiede immernoch – und die Ausbildungen mussten auch alle handlungsorientierter werden --- anderswo haben die Krankenschwestern halt noch Fächer – nicht nur Rollenspiele und Gruppenarbeiten

[[http://www.csu.edu.au/courses/undergraduate/nursing/course-structure]]

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