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Akademisierung der Krankenpflegeausbildung?

bIe3a43


studium? vielleicht bekommen wir dann endlich vernünftig bezahlt für diesen harten job!

_gPmarQvatix_


@ ninivee

Ich zitiere mal was aus deinem ersten Link:

Neben den menschenkundlichen Themen geht es in erster Linie darum, die Schülerinnen und Schüler in die Grundbaupläne der Wirbeltiere und der Blütenpflanzen einzuführen, um ihnen Grundlagen der Systematik der Biologie zu vermitteln. Erst in Klasse 7 tauchen komplexere Zusammenhänge wie Fotosynthese und die Einführung in die Ökologie unter dem Stichwort "Ökosystem" auf. Wie nicht anders zu erwarten, geraten die Lehrpläne auf Grund der großen Anteile von Faktenwissen in den Jahrgängen 5,6,7 in der 9. Klasse dann in erhebliche Schwierigkeiten: Die Themen dieses Jahrgangs sind recht anspruchsvoll und in den vorgesehenen Stunden kaum zu bewältigen. Vollkommen unhaltbar ist dieser Zeitrahmen, wenn auch noch naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden angewendet oder fächerübergreifende Aspekte behandelt werden sollen. Der Themenbereich "Genetik" wird im Rahmen des Themas "Vererbung" lediglich gestreift. Schließlich, so der Hinweis werde dieses Thema ja dann in der Oberstufe vertieft. Biologie wird im Wesentlichen als isolierte Fachwissenschaft betrieben, gesellschaftliche oder gar politische Bezüge werden weitgehend ignoriert. Begriffe und Probleme wie Umweltschutz, Umweltverschmutzung, Gentechnologie, Waldsterben, Massentierhaltung, industrielle Nahrungsmittelproduktion, Umgang mit Krankheiten wie Aids, BSE, Ebola usw. und ähnliches tauchen nicht auf. Auch fehlen konkrete fachübergreifende Ansätze oder werden reduziert auf Methodenlernen. Die Hinweise unter dem Stichwort " Querverweise " beschränken sich auf wenige Stichwörter und geben keine praktische Anleitung für eine Vernetzung zwischen verschiedenen Fächern.

All diese Themen die hier angesprochen werden, hatte ich (Realschüler) in Biologie – und, wie schon erwähnt, auch die Hauptschüler in meiner Klasse. Es war, meiner Meinung nach, auch alles recht tiefgründig. Von Biologie ist bei mir auch recht viel hängen geblieben – war auch eins meiner Lieblingsfächer. Ich weiß daher noch ziemlich genau, was wir alles lernten. Selbst die Genetik, die laut des Zitas auf Gymnasien nur "gestreift" wird, habe ich auf der Realschule mehr als durchgekaut, so sehr wie die Weimarer Republik in Geschichte. Auch den Meschlichen Körper haben wir ziemlich durchgekaut – über den Aufbau und Funktion des Auges über die Bennennung der wichtigsten Knochen und Muskeln, wie auch die Benennung aller menschlichen Organe (auch, welche Aufgabe diese haben). Weitere Themen waren noch Vererbung, Blutkreislauf, Kinderkrankheiten, Geschlechtskrankheiten, Sexualkunde, Ökosystem Wald, Tiere, Pflanzen und Pilze und und und... Nicht mal mein Mann hat auf dem Gymnasium gelernt, welche Pilze man im Wald finden und essen kann und welche man lieber stehen lassen sollte, geschweige denn, wie ein Pilz aufgebaut ist. Wie manche Muskeln und Knochen des Menschlichen Körpers heißen, weiß er auch nicht und hat er auch nie gelernt.

Ich habe in Biologie echt mehr gelernt, als in so manchen anderen Fach – eben auch Dinge fürs Leben. Finde es daher sehr schade, dass Biologie an manch anderer Schule so wenig Beachtung findet.

_AParYva1ti_


Achso: Dein Link bezieht sich ja auch auf Hessen. Ich beziehe mich hier nur auf meine ehemalige Schule in Sachsen. Weiß allerdings nicht, ob an allen sächsischen Schulen das Fach Biologie einen so hohen Stand hat, wie an meiner Schule damals. Mein Schulabschluss ist ja jetzt auch schon 10 Jahre alt.

ntinivxee


Aber wie Du siehst gibt es da große Unterschiede in vielen Bundesländern und in manchen Bundesländern hat man absichtlich den Bildungsstand auseinandergetrieben meiner Meinung nach.

und was mich skeptisch macht ist diese neue Lernfelddidaktik im Pflegeberuf – in manchen Schulen gibt es ja keine Fächer mehr – mich würde interessieren, ob auch wirklich noch genug die Hintergründe vermittelt werden.

ich stell mir das so vor, dass wenn man in "exemplarischen Lernsituationen" lernt , dass dann eventuell einiges zu kurz kommt, was vorher in den Fächern integriert war. Weil es 1. viel aufwendiger und zeitraubender ist alles in Gruppenarbeit und Rollenspiel oder mit Powerpointpräsentationen zu machen und weil 2. Fachsystematik ja das ordnende wissenschaftliche Prinzip ist – der Unterbau sozusagen. Wenn ich nur in "exemplarischen konstruierten Situationen" lerne, kann ich ja sicher nicht alles integrieren, weil der Zeitaufwand größer ist.

ich weiß aber nicht genau wie die Ausbildung heute ist – manchmal befürchte ich, dass die Qualität abgesenkt wurde – ich weiß es aber nicht – ich hatte damals noch Fächer

bteetlhejuic)ex21


also ich hab schon unter diesen Lernfeldern unterricht bekommen und die Lehrer haben nahezu den gleichen Stoff genutzt wie die letzten 20 jahre davor... sie haben nur geschaut in welches Feld dies jetzt passt... und wenn es für ein Feld mehr stunden laut Lehrplan gibt als man braucht und bei manchen anderen, insbesondere leider Krankheitslehre, dann wurde die Zeit trotzdem für das Sinnvolle verwendet... alle Zeit zum schluss zum wiederholen fiel ins Lernfeld II.. also der ganze "soziale Kram" auf den wirklich zuviel Zeit verwendet werden soll.... unverhältnismäßig viel, das sahen unsere Lehrer zum Glück genauso, darum gabs den alten stoff... und die ärztlichen DOzenten meckerten sie hätten früher für den stoff z.b. 16 stunden gehabt und nun nur noch 10... also gings im Schweinsgalopp durch die Organe (z.b.) und dafür wurde zu Hause viel nachgeholt und am Ende gabs dann ne Fragestunde wenn wer was nicht gecheckt hat.

Man merkt diesen Lernfelder- Lehrplan haben wieder Leute gemacht die von nix ne ahnung haben, aber soll bei den neuen Schullehrplänen ja auch oft so sein hab ich mir sagen lassen ;-)

ADnakixn91


Was denkt Ihr darüber, ich bin eindeutug für eine Akademisierung!!!

Eindeutig nein! Wir haben sowieso schon einen Pflegenotstand, wenn man jetzt die Ausbildung noch akademisiert wird es noch weniger Leute geben! Der Schuss würde voll nach hinten losgehen. Also ich bin mit der Ausbildung sehr zufrieden... wenn ich das als Schüler im 2. Kurs sagen darf.

E"hema+ligeWr Neutzer \(#32;5731x)


Wundert mich das sich hier noch keiner dran hochgezogen hat

Den Beruf der Krankenschwester zu erlenen halte ich für nicht sehr anspruchsvoll

Mir rollen sich da da ja die Zehennägel hoch ... aus dem Grunde werden auch immer wieder sehr viele nach der Probezeit ausgesiebt

Und wenn ich schon lese das man Praktikanten die fpr ein paar Wochen da sind an i.v. Sachen lässt, da wird mir ganz anders ....

R^lmmxp


Naja, ich denke, was quasi in der Theorie zu erlenen ist, ist wirklich nicht so anspruchsvoll, vorallem wenn man ein guter Auswendiglerner ist. Das andere ist ja, man muss es menschlich drauf haben, mit all dem umzugehen, das lernt man nicht wirklich in der Ausbildung würde ich sagen, dort stellt man nur fest, ob man es wirklich kann. Und ich bin mir sicher, nur wenige Menschen sind in der Lage, ihr Leben lang diesen Beruf auszüben und sich entsprechend gegenüber den Patienten zu verhalten. Ein Abstumpfen geschieht sehr schnell. Ich will das den Leuten nicht vorwerfen, ich finde es nur schade, dass sie nichts dagegen tun, wenn sie das merken.

G_ibNibchttAuxf


@ Mellimaus21

Das ist aber aus dem Zusammenhang gerissen.

Ich habe zig mal geschrieben, dass es ich das Fachliche nicht sehr anspruchsvoll finde und es viel einfacher ist als das, was ich aus dem Bio-Leistungskurs kenne. Hauptschüler schaffen diese Ausbildung und selbst meine Schwägerin (schlechtes Hauptschulzeugnis) hat als eine der Besten ihres Jahrgangs die Ausbildung abgeschlossen.

Ich habe auch geschrieben, dass ich die Arbeit einer Krankenschwester für sehr anspruchsvoll halte. Die Gründe dafür habe ich auch genannt.

E0hemalige_r Nutz<er (#3257x31)


Ich habe zig mal geschrieben, dass es ich das Fachliche nicht sehr anspruchsvoll finde und es viel einfacher ist als das, was ich aus dem Bio-Leistungskurs kenne

Na ja wenn du meinst ....

Ich habe auch geschrieben, dass ich die Arbeit einer Krankenschwester für sehr anspruchsvoll halte

Und die Ausbildung ist auch nicht sie leichteste, sonst würde nämlich nicht in jedem Jahrgang x Leute die Probezeit nicht schaffen :=o

I2spsy89


Wie Anspruchsvoll die Arbeit als Krankenschwester nach der Ausbildung wirklich ist, ist abhängig davon in welchen Bereich du gehst. Ich will jetzt keinen Bereich vorrangig nennen, um niemanden zu verletzen. ;-D

Und ja ich habe Realschulabschluss, Abi und eine Ausbildung zur Krankenpflegerin absolviert. Fangt jetzt bitte auch nicht an eure Abschlüsse zu vergleichen, solange Bildung nicht Bundessache ist. :(v

Den Beruf der Krankenschwester zu erlenen halte ich für nicht sehr anspruchsvoll

Sie ist Anspruchsvoll, du musst etliche Erkrankungen kennen, dich dazu mit dessen Pflege auseinander setzen, sowie der Anatomie und Physiologie. Die meisten machen es sich bloß ziemlich einfach, sie spicken in Klausuren, schlafen im Unterricht und im Examen wird sich beschwert, warum man den Weg des Katheters von der A. femoralis bis zur Aorta asendens wissen musste. ]:D Ich habe mehr für die Ausbildung gepaukt als für mein Abitur.

Und wie ich schon vorher erwähnte, bei uns sind nur Realschüler durchgefallen. :=o

Ich halte es für eine Katastrophe, dass Praktikanten an Infusionen etc. dürfen. >:(

R;lmdmxp


Und wie ich schon vorher erwähnte, bei uns sind nur Realschüler durchgefallen.

Ach so ein quatsch.

Gibt es eigentlich noch das Buch, wo alles bisherigen Prüfungsfragen drin stehen. Das gabs vor 7 Jahren noch in BW, man musste es quasi nur auswendiglernen. Je fleißer man das getan hat, desto besser war die Note im schriftlichen Examen.

Ein durchschnittlicher Mensch, der während der Ausbildung schon etwas aufgepasst hat, sollte hier mit ein paar Tagen lernen gut hinkommen. Aber es stimmt, Abi ist einfacher, dafür habe ich garnicht extra lernen müssen. Die Zeit habe ich nämlich damals damit verbracht mit meiner Freundin die Fragen aus dem Buch zu wiederholen für ihren Abschluss ;-)

Daher behaupte ich auch, mitreden zu können :=o

EHhemakliger Nu&tzerY (#O325731x)


Es kommt wohl auch an was jede Schule und jedes Bundesland daraus macht ....und zu pauschalisieren die Ausbildung ist sooo einfach, dann kann ich ja auch behaupten Realschulabschluss ist so einfach, sollte doch jeder schaffen ...

Bei uns sind 3 Leute durch Examen gefallen, alle 3 hatten (Fach)Abitur .... und nun? Es sind auch an die 10 Leute nach der Probezeit gegangen, davon war von Realschule bis Abitur alles vertreten ....

Gibt es eigentlich noch das Buch, wo alles bisherigen Prüfungsfragen drin stehen

In vielen Bundesländern wird mittlerweile zentral geprüft, die Bücher gibt es noch, aber da die Prüfungen in vielen Fällen nicht mehr von der Schule gestellt werden, sehen die mittlerweile auch anders aus ...

Aber es stimmt, Abi ist einfacher

Abi ist insofern einfacher, weil ein Schüler für gewöhnlich nicht noch 38 Stunden in der Woche arbeiten geht arbeiten geht ;-)

M.eistber_Gla-nz


Ich halte es für eine Katastrophe, dass Praktikanten an Infusionen etc. dürfen

Je nachdem, wies geschult wird. Bei uns darf man das recht schnell ... wenn wir im Zivilschutz genug Budget für Gummiarme gehabt hätten, hätt ich das auch gelernt. Allerdings hätt ich mich geweigert, dies an einem echten Menschen zu machen, resp. jemanden aus dem Trupp das an mir zu machen. Ich meine aber, dass Sanitätssoldaten dies auch lernen. Und die leisten 21 Wochen Dienst mit allem drumrum. Ein Praktikum ist da bestimmt eine intensivere Schulung.

I<ss>yx89


Ich sagte auch nicht, dass die Ausbildung schwer sei, nur wahnsinnig viel zum lernen. Und klar, wenn man eine hohe Auffassungsgabe hat, braucht man sich nicht vorher Monate damit beschäftigen. Und die die durchgefallen sind, lag ja nicht am IQ, (mal abgesehen von einer Person) sondern eher an persönlicher Faulheit. ;-)

Darum ging es mir auch nicht, aber ich verstehe nicht, warum manche behaupten, einfach mitreden zu können. Und wie schwer die Ausbildung ist, hängt z.T. von den Lehrern selbst ab, wie "anspruchsvoll" sie den Unterricht gestalten.

Ja, ich bin für eine Akademisierung, aber dann auch mehr Verantwortung, weniger "Hierachiegehabe", mehr Zeit (mehr Personal), bessere Bezahlung. Da eher das Gegenteil sich momentan vollzieht, bleibt dies momentan nur Wunschdenken und ein Grund mehr, mich für ein Studium zu entscheiden. :)D

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