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Vom Gericht angeordnete Betreuung meiner Mutter

dGaniflxex


Entschuldigung, habe nicht sorgfältig genug gelesen.

Aber dennoch grundsätzlich: auch "hochgelobte" und "vom Gericht immer genommene" Berufsbetreuer müssen nicht die optimale Lösung sein. Ein überlasteter Berufsbetreuer, der gar nicht die Zeit oder den Willen hat, sich intensiv um den Einzelfall zu kümmern, hilft nicht weiter. Soweit mir bekannt, bekommt er auch nur eine beschränkte Stundenzahl für die Betreuung bezahlt.

Wenn der Betreuer, der eigentlich die Entscheidungen treffen und verantworten soll, nicht handelt, wäre es aus meiner Sicht doch besser, wenn Verwandte die Betreuung übernehmen.

G(rottxig


für mich stellt sich zunächst die Frage, wieso das Vormundschaftsgericht einen Berufsbetreuer bestellt hat und nicht etwa dich als nahen Verwandten zum Betreuer ernannt hat.

Weil Taps das abgelehnt hat und ich finde mit gutem Grund. Die Familie ist nämlich auch nicht immer das gelbe vom Ei in solchen Angelegenheiten. Ein von Berufs wegen gestellter Betreuer hat einfach auch mehr Ahnung. Und bis dato kann ich nicht feststellen, dass sich der Betreuer nicht kümmert oder dergleichen. Dazu müsste man erst einmal wissen, seit wann er angesetzt ist, in 14 Tagen lässt sich so etwas nun mal nicht regeln, zumindest nicht ohne Zwangseinweisung. Taps sollte sich mit dem Betreuer zusammensetzen und eine Lösung suchen. Bevor das nicht passiert ist, ist es Nonsens sich Gedanken darüber zu machen, ob der Betreuer nun gute oder schlechte Arbeit leistet.

FkruchWtbärxchen


Pflegedienst gibt es nicht. Sie lässt ja niemanden ins Haus, Außerdem ist sie körperlich topfit, daher vermutlich auch keine Pflege -bestenfalls Stufe 0. Essen auf Rädern, Haushaltshilfe fällt alles aus, siehe Wohnungszugang. Und müsste nicht der Betreuer dies in die Wege leiten? Kann der Betreuer mich zu irgendwas zwingen?

Darf ich was dazu sagen? Das geht sehr wohl. Ich habe selbst 1 Jahr lang essen auf rädern gemacht und habe beim ambulanten Pflegedienst gearbeitet. Da gabs einige Leute die einen nicht reinlassen wollten. Aber deshalb hatten wir auch einen Schlüssel, den die Angehörigen bereitgestellt haben. Sie haben den Schlüssel nachmachen lassen und wir haben es dann erhalten um in die Wohnung reingehen zu können. Und da gabs auch schon einige Leute die Stühle und alles mögliche vor die Tür gestellt haben damit wir nicht rein kommen, aber das hat keinen von uns abgehalten reinzugehen. Ist sogar Pflicht nachzuschauen ob alles ok ist.

Und auch wenn sie topfit ist körperlich, sobald sie etwas nicht mehr selbst kann wie sich anziehen oder waschen. Dann werden Haushaltshilfen eingesetzt. Wir hatten beim Essen auf Rädern sogar Leute die gar nichts an Krankheiten hatten.

Mit dem reinkommen sollte es also kein Problem geben.

Mhonipka6x5


Wieso bist du dir so sicher, dass sie keine Pflegeeinstufung bekommt? So wie du das schilderst, bekommt sie sicher Pflegestufe 1. Bei meiner Mutter war es ähnlich, inzwischen ist sie in einem Pflegeheim, das durch die Einstufung halbwegs bezahlbar ist. Allerdings hatte ich die Vollmacht über so gut wie alles, auch über die Einweisung in ein Heim, sprich das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Wir haben zuerst eine Kurzzeitpflege veranlasst und da wurde dann die Einstufung gemacht.

T%aps


Um mal kurz und knapp auf Eure Fragen zu antworten:

Ja, ich habe aus mehreren Gründen die Betreuung abgelehnt. Ich bin nicht vor Ort, wenn was zu entscheiden ist - zumindest, solange sie nicht in ein Pflegeheim "meiner Wahl" kommt. Wir stehen miteinander auf Kriegsfuß, solange ich mich erinnern kann und das sind so 40-45 Jahre. Sie lässt sich von einer "Respektsperson" evtl. noch etwas sagen, aber von mir nicht, hat sie noch nie. Ich rede mir seit Jahren den Mund fusselig, ich kann mich aufreiben und tun und machen und erreiche NICHTS.

Ich dachte immer wir waren uns in der Verwandtschaft einig, aber man ist mir letztens so in den Rücken gefallen - obwohl jeder Schritt abgesprochen war. Und das von einer Person, die unsere Mutter seit Jahren nicht gesehen hat. Jetzt bin ich die Böse, die sich nicht um die Mutter gekümmert hat und sie hat verkommen lassen. Ich bin auch die Böse, da ich sie jetzt aus der vertrauten Umgebung reißen will. Alles was ich tue, ist verkehrt.

Ich habe lange überlegt, ob ich die Betreuung übernehmen soll und mich auch mit der Betreuungsbehörde beraten. Und mich letztendlich dagegen entschieden, zumal alles auf eine Zwangseinweisung hinausläuft. All das, was dazu notwendig ist, kann eine Person die tagtäglich mit diesen Dingen zu tun hat, ganz anders handhaben als ich. Zumindest hoffe ich das.

Und wenn es zur Wohnungsauflösung kommt, kann die liebe Verwandtschaft sich das Theater sparen.

Darf ich was dazu sagen? Das geht sehr wohl. Ich habe selbst 1 Jahr lang essen auf rädern gemacht und habe beim ambulanten Pflegedienst gearbeitet.

Das der Pflegedienst einen Schlüssel bekommt, weiß ich, ist bei Schwiegermutter ja auch so. Aber der "Essendienst" auch, das wusste ich nicht.

Wieso bist du dir so sicher, dass sie keine Pflegeeinstufung bekommt?

Na wie dem auch sei, dazu müsste meine Mutter ja erst mal vom MDK begutachtet werden und da führt ohne Zwangsmaßnahmen kein Weg rein. Sie wird jegliche Mithilfe verweigern.

@ Monika65

Deine Mutter kam in die Kurzzeitpflege und wurde dann im Pflegeheim begutachtet? Aber da wäre dann immer noch die große Frage, wie kriegen wir meine Mutter dort hin. Einfach zu einem "Ausflug" überreden, ist nicht. Bisher hat sie jeden Versuch vereitelt. Und bei uns hier ist es leider so, dass die Pflegeheime die Kunden, die noch keine Pflegestufe haben, mehr oder weniger gleich ablehnen.

Den Betreuer habe ich übrigens gestern doch noch erreicht und die nächsten Schritte abgesprochen. Auch er ist bisher nicht zu meiner Mutter vorgedrungen und wird das nun in meiner Anwesenheit tun. Ich werde jetzt mal meine Pflegeheimliste abtelefonieren, damit er sich dann mit denen, die in meinem Wohnort infrage kommen, in Verbindung setzten kann.

M%oniykax65


Taps

Ganz ohne über ihren Kopf zu entscheiden wird das nicht gehen, in gewisser Weise läuft es auf Zwang hinaus bei deiner Mutter, das muss man mal ganz klar sehen. Wenn sie in der Tat ihren Alltag nicht mehr alleine oder mit geringer Hilfe bewältigen kann, sie aber das nicht einsieht, gehts manchmal nicht anders. Bei meiner Mutter war es so, dass sie wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus war und dort, direkt vom Krankenhaus aus, kam sie in Kurzzeitpflege, sie hat das anfangs gar nicht umrissen, sie meinte zunächst, sie wäre in einem anderen Krankenhaus. Die Krankenhäuser haben auch entsprechende Beratungsstellen. Die 4 Wochen Kurzzeitpflege werden auch von den Kassen übernommen, das gibt einem zunächst Zeit, weiter zu organisieren und Kurzzeitpflegeplätze hat jedes Pflegeheim zumindest der größeren Verbände wie Rotes Kreuz, Diakonie, Caritas, Malteser. Kann aber sein, dass kleinere private Häuser das anders handhaben.

Da die Pflegepersonen alles aufschreiben, was an Pflegehandlungen anfällt, ist es dann kein Problem, da alles dokumentiert ist, die Einstufung zu erhalten. Und die Pfleger können das ganz gut beurteilen. Mittlerweile gibt es übrigens auch einen gewissen Betrag für Demenz, auch wenn noch keine Körperpflege etc. direkt erforderlich ist, was erfahrungsgemäß aber meistens nicht lang auf sich warten lässt.

Du hast halt jetzt das Problem, da du nicht selbst für sie entscheiden kannst, das alles über den Betreuer laufen lassen zu müssen, das war zumindest aus meiner Sicht etwas unklug. Ich bin übrigens auch nicht vor Ort, ebenso wenig war es meine Schwester. Wir hatten da irgendwie nicht so große Probleme, die Umstellung in ein Pflegeheim war zwar nicht ganz einfach für sie, aber letzten Endes hat sie irgendwann selbst gesagt, dass sie froh ist, nicht mehr für alles selbst sorgen zu müssen und inzwischen weiß sie so vieles nicht mehr – je nach Tagesform – gehöre ich inzwischen auch nicht mehr so wirklich zu ihrem Leben.

TMaxps


Bei meiner Mutter war es so, dass sie wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus war

So blöd es klingt, ich wäre froh, wenn es irgendeinen Grund gäbe, sie dorthin zu verfrachten, aber sie ist körperlich absolut gesund.

Du hast halt jetzt das Problem, da du nicht selbst für sie entscheiden kannst, das alles über den Betreuer laufen lassen zu müssen

Selbst wenn ich Betreuer wäre, ich habe inzwischen alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die ich hatte, um ihr Hilfe zukommen zu lassen. Meine Mutter "braucht" keine Hilfe.

Aber wenigstens habe ich momentan nur die Arbeit und nicht auch noch den Papierkram, der jetzt erforderlich wird. So viel Urlaub habe ich gar nicht, dass ich immer frei nehmen und mich in den Zug setzten könnte. Klar habe ich an eine Auszeit gedacht. Aber dann bin ich in meinem Alter weg vom Fenster.

Wenn irgendwer eine Idee hätte, was man noch ohne eine Zwangseinweisung tun könnte, würde ich mich freuen.

t~atuxa


Es gibt sogenanntes betreutes Einzelwohnen. Da werden psychisch Kranke in ihrer eigenen Wohnung sozialpädagogisch betreut und der psychosoziale Betreuer hat in der Regel ein hohes Stundenvolumen (mehrere Stunden pro Woche)

[[http://www.lebenshilfe-grafenau.de/betreutes-einzelwohnen.html hier ein Beispiel]]

Möglicherweise hat der Betreuer aber recht, wenn er derzeit keine Lösung in der eigenen Wohnung deiner Mutter sieht.

Er ist ja für das Wohl deiner Mutter verantwortlich. Pflegedienste, ambulante psychosoziale Betreuer ect. brauchen ein Mindestmaß an Kooperation.

Vielleicht wäre ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik eine Möglichkeit. Dort könnte dann mit dem Sozialdienst geguckt werden, welche Einrichtungen es gibt, die viel Wert legen auf eine Wiederverselbstständigung und wenn deine Mutter noch beinflußbar ist in ihrem Verhalten, könnte später wieder ein Versuch gemacht werden.

Taaps


Da werden psychisch Kranke in ihrer eigenen Wohnung sozialpädagogisch betreut

Ich glaube, so was hat meine Schwiegermutter.

Pflegedienste, ambulante psychosoziale Betreuer etc. brauchen ein Mindestmaß an Kooperation

und die ist gleich Null. Sie kam noch nie mit fremden Menschen klar.

Sie hat bisher jeden Hausbesuch (der nur in meiner Anwesenheit stattfinden konnte) geblockt: sozialpsych. Dienst, Gutachter, Richter. Sie lässt den Betreuer nicht rein, sie wird auch den MDK abblitzen lassen. Und auch im Pflegeheim wird sie nicht kooperieren.

Aber was soll ich tun? Es ist ja wahrlich nicht so, dass ich einer gesunden Person was aufschwatzen will. Sie ist wirklich zu keiner zielgerichteten Tätigkeit mehr in der Lage und macht Dinge, auf die kein normaler Mensch kommen würde. Sie gefährdet sich selbst und andere.

Zu einer Wiederverselbstständigung wird es aufgrund der fortschreitenden Demenz nicht kommen. Es geht eigentlich nur noch darum, ihr eine gewisse Lebensqualität zu erhalten.

Aber das schaffe ich eben nicht. Ich habe schon viele Tipps bekommen, aber alles ist an meiner Mutter gescheitert. Ich komme mir vor, wie Sisyphos (der mit dem Stein und den Berg).

MmarryAPop(pinAs


Ach ja, noch etwas. Der Betreuer hat alle Aufgabenkreise (Aufenthaltsbestimmung, Gesundheitssorge, Wohnungsangelegenheiten, Vermögenssorge, Behördenangelegenheiten...

So ist es, und nur er darf entscheiden, nichteinmal die Post darf ein anderer öffnen.

für mich stellt sich zunächst die Frage, wieso das Vormundschaftsgericht einen Berufsbetreuer bestellt hat und nicht etwa dich als nahen Verwandten zum Betreuer ernannt hat. Die Bestellung von Berufsbetreuern (die natürlich bezahlt werden müssen) ist nur vorgesehen, wenn keine ehrenamtlichen Betreuer zur Verfügung stehen. Ebenso ist auf die verwandtschaftlichen Beziehungen Rücksicht zu nehmen. Nahe Verwandte sind als mögliche Betreuer eigentlich immer zuerst zu nehmen, sofern sie zur Betreuung fähig und bereit sind. Siehe § 1897 BGB.

Soweit ich weiss muss man als Angehöriger auf die Behörde zugehen, von selber fragen die nicht.

Auch wenn es in diesem Fall zu spät ist, ich kann allen nur raten frühzeitig mit den Angehörigen über eine Vorsorgevollmacht zu sprechen und diese dann auch mit ihnen auszufüllen.

Das erspart unglaublich viel Ärger und lauferei.

Es ist nämlich nicht so, dass mal als Betreuer eines Angehörigen über die persönlichen Dinge frei entscheiden kann, dazu hat imm der zuständiger Richter das erste Wort und muss sein ok dazu geben.

Leider habe ich das alles erst zu spät gewusst als ich die Betreuung für meinen Vater übernommen habe. Für meine Mutter ist das jetzt alles geregelt und eine Vorsorgevollmacht hat sie unterschrieben.

T)apxs


für mich stellt sich zunächst die Frage, wieso das Vormundschaftsgericht einen Berufsbetreuer bestellt hat

Das habe ich ja nun wirklich hinreichend erklärt.

Nahe Verwandte sind als mögliche Betreuer eigentlich immer zuerst zu nehmen, sofern sie zur Betreuung fähig und bereit sind.

Richtig, die Betonung liegt auf bereit.

Soweit ich weiss muss man als Angehöriger auf die Behörde zugehen, von selber fragen die nicht.

Falsch! Ich habe die Betreuung selbst angeregt und wurde gefragt.

nicht einmal die Post darf ein anderer öffnen

Stimmt so nicht ganz. Dazu bedarf es einer Extragenehmigung, wenn besondere Gründe vorliegen, die dafür sprechen. Dann kann die eingehende Post umgeleitet werden. Der Betreute darf die Post immer noch selbst öffnen.

Im konkreten Fall wäre es gut, wenn der Betreuer sie bekommen würde (aber die Gründe sind nicht ausreichend), denn meine Mutter stapelt ihre Post ungeöffnet im Schrank. Ich bekomme sie nicht dazu, diese zu öffnen und ich werde mich hüten, einzugreifen. Ich kann nur den Betreuer darauf aufmerksam machen.

über eine Vorsorgevollmacht zu sprechen

Ja wenn derjenige einsichtig ist und versteht worum es überhaupt geht... Meine Eltern waren nie bereit, etwas zu unternehmen geschweige denn zu unterschreiben.

M$oni[kla65


Taps

Aber das schaffe ich eben nicht. Ich habe schon viele Tipps bekommen, aber alles ist an meiner Mutter gescheitert. Ich komme mir vor, wie Sisyphos (der mit dem Stein und den Berg).

Dann mach erst mal nichts. Haben wir bei meiner Mutter auch so gemacht. Sie hatte ein Gerät, bei dem sie sich beim Roten Kreuz melden musste, zweimal täglich, mit einer Notruffunktioner und damit haben wir sie in Ruhe gelassen. Meine Mutter hat den ersten Versuch einer Einstufung auch torpediert, indem sie erklärte, sie mache und könne alles allein. Das geht auch noch eine Zeitlang. Mehr schlecht als recht, aber es geht. Irgendwann gehts dann nicht mehr und dann hast du es einfacher zu handeln. Der Gesundheitszustand wird auch nicht so gut bleiben wie jetzt.

Du schreibst von ihrer Lebensqualität. Darüber würde ich mir keine Gedanken machen, denn damit machst du dich verrückt. Du fühlst dich einerseits verantwortlich und dann auch wieder nicht, was ich aufgrund der Vorgeschichte gut verstehen kann. Wenn du jetzt schon nicht der Betreuer bist, dann lass es.

Mehr als versuchen, ihr von den ambulanten Diensten jemanden zur Unterstützung zu schicken, kannst du nicht machen. Ich würde den Betreuer über die Lage informieren, dann muss er eben sich selbst einen Überblick verschaffen, ob sie untergebracht werden muss oder nicht.

t~atua


Sie hat bisher jeden Hausbesuch (der nur in meiner Anwesenheit stattfinden konnte) geblockt: sozialpsych. Dienst, Gutachter, Richter. Sie lässt den Betreuer nicht rein, sie wird auch den MDK abblitzen lassen. Und auch im Pflegeheim wird sie nicht kooperieren.

Aber was soll ich tun? Es ist ja wahrlich nicht so, dass ich einer gesunden Person was aufschwatzen will. Sie ist wirklich zu keiner zielgerichteten Tätigkeit mehr in der Lage und macht Dinge, auf die kein normaler Mensch kommen würde. Sie gefährdet sich selbst und andere.

Du kannst nichts tun und du bist auch nicht verantwortlich.

Es war eine weise Entscheidung nicht selbst die Betreuung zu übernehmen.

Jemand muß für deine Mutter Entscheidungen treffen und sie wird diese Entscheidungen nicht toll finden.

So wie du die Situation schilderst wird es nicht ohne eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung gehen.

Wenn man deine Mutter in der jetzigen Lage beläßt und ihr passiert etwas Schlimmes, wirst du dir wahrscheinlich auch Vorwürfe machen, weil du ja weißt, dass sie nicht mehr sinnvoll denkt und handelt.

Insofern lass den Betreuer seine Arbeit machen bzw dränge ihn dafür zu sorgen, dass deine Mutter angemessen versorgt wird.

:)_ ... Tatua

SSunflo<wer_x73


@ Taps:

So hart es auch klingt – es läuft auf eine Zwangsmaßnahme hinaus. WIE das dann aussehen kann: Überlass' es den Fachleuten, deren Alltag es ist. Nicht nur das Organisatorische, sondern auch die praktische Umsetzung. Die erreichen da z.T. auf harmlose Art mehr, als alle Verwandten, die sich den Mund fusselig reden. Sie sind halt emotional nicht so beteiligt. Ich kenne es v.a. aus dem psychiatrischen Bereich in allen Altersgruppen.

Bzgl. der Betreuung:

Ich finde es gut, dass Du für Dich eine klare Entscheidung getroffen hast. Ignoriere die "liebe Verwandtschaft" und ihre Meinung. Du handelst richtig – denn WENN etwas passiert, ist nachher das Geschrei garantiert groß. Wie gesagt, ich hab' in der direkten Familie erlebt mit Fast-Hausbrand, Tante nackt auf der Straße,... Was ist da immer wieder schön geredet worden, bis ein Enkel einschritt. ER wurde total angefeindet – und rückblickend mussten dann doch alle zugeben, dass es richtig war. Besagte Tante ist auch gegen ihren Willen ins Heim gekommen.

Es ist traurig – aber das ist die Krankheit.

Mein Vater hat auch eine beginnende Demenz; ist dabei extrem aggressiv (war es vorher auch schon und was unsere Beziehung seit über 25 Jahren erheblich belastet). Ich würde NIE NIE NIE da irgendeine Form von Betreuung oder Pflege übernehmen. NIE.

Tdaps


Ich danke Euch für den Zuspruch. Manchmal weiß man einfach nicht mehr was richtig und was falsch ist.

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