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Pflege zu Hause, bin völlig überfordert

b0eetleeju{icxe21


@ leana:

ich kann dich verstehen, aber schlitzauge auch.

Ein Heim ist keine Aufbewahrungsanstalt für Nichtgewollte. Auch da kann man es schön haben, sogar teilweise schöner als zu Hause. Eben dann wenn die Versorgung eine nervenaufreibende Pflicht wird. Ich hab es 11 Jahre am eigenen Leib gespürt und dadurch wirklich keine schöne Jugend gehabt. Und meine Oma saß teilweise stundenlang allein in ihrem Zimmer und hat aus dem Fenster geschaut.... dann doch lieber mit gleichgesinnten Karten gespielt oder ferngesehen oder sonst was.... aber sie wollte das auch nie und hat meine Eltern damit echt psychisch erpresst.

Ich hatte sie lieb aber sie mutierte echt zum Hausdrachen. Ich wünsche es euch nicht, aber die reine Belastung durch pure Anwesenheit, davon kann wohl jeder daheim pflegende auch sprechen. Das hat nix mit "faulen Arsch nicht bewegen wollen zu tun." (was ich im übrigen auch arg anmaßend finde... aber naja, ihr teilt ja beide etwas aus...

Versucht es gerne, es kann auch eine schöne Arbeit sein. Immerhin mache ich es auch beruflich, aber 1. bei Kindern und 2. geh ich nach Hause und habe ein Privatleben.

tWatuxa


@ leana

Lass so etwas einfach nicht an dich heran kommen.

Was Heime angeht... es gibt gute Heime und es gibt auch Heime, wo die "Mobilisierung" der Patienten darin besteht, dass sie nach dem Frühstück auf einem Rollstuhl festgeschnallt und auf den Flur geschoben werden.

Wo sie eine Magensonde und einen Katheter bekommen – nicht weil es medizinisch nötig wäre, sondern weil es weniger Aufwand macht, wie füttern und Windeln wechseln. Diese Art Heim ist Horror für jemanden, der körperlich hilflos aber geistig noch fit ist.

Ihr müsst euch sicherlich Gedanken machen, wie ihr die Pflege organisiert...

Wie lang ist denn der Zeitraum, in dem du deine Oma betreuen sollst. Wenn deine Oma fällt und du nicht helfen kannst, wäre dann jemand als "backup" da, den du zur Hilfe rufen kannst. Denkbar ist vielleicht, dass der Pflegedienst die Oma nach der Morgentoilette in den Rollstuhl setzt und deine Eltern mittags wieder beim umlagern helfen.

lVeaqna-,Burgfxest


Wisst ihr, ich bin wirklich enttäuscht über diesen Druck, der grade auf mich ausgeübt wird :(v

Eine Familie hat sich entschieden einen Weg zu gehen und erfragt Hilfe. Und da kommen Vorwürfe, dass man das nicht so und so macht. Und nimmt sich ein Recht heraus eine Situation zu beurteilen und zu kritisieren, die überhaupt nicht kritisiert werden muss.

Ich hab bis dato von meiner Oma das Leben erleichtert bekommen, weil sie immer für mich da war! Jetzt will ihr die Familie dieses Glück zurückgeben und irgendjemand, der mich nicht mal kennt kritisiert mich aufs Letzte.

Anstatt, dass man hier mal einen Austausch findet, vielleicht mal Unterstützung wie es in anderen Fäden und FOREN auch so ist, hagelt es lieber Kritik, weil es Menschen gibt, die meinen immer besser zu sein als andere :(v Wirklich, ich bin erschüttert über diese Herzlosigkeit!

Danke für eure Hilfe.

Ich glaube, ich werde mich nicht mehr äußern.

lseBanAa-Bu@rgfexst


Tatua, ich danke dir :)_

tCatuxa


aber nur weil man das Altenheim befürwortet ist man nicht egoistisch.

Bei der derzeitigen Situation wäre es eben kein Altenheim, sondern ein Pflegeheim.

Nur in wenigen Ausnahmefällen werden die Bewohner dort aus den Zimmern geholt, um Kontakt zueinander haben zu können. Man wird versorgt..satt und sauber eben.

Und diese Ausnahmeheime haben meist auch Ausnahmekosten...leider.

Schon ein normales Heim wird von dem was die Pflegekasse zahlt nicht gedeckt, ein supertolles Pflegeheim ist oft fianziell nicht zu stemmen.

hcighxer


Bei der derzeitigen Situation wäre es eben kein Altenheim, sondern ein Pflegeheim.

dann ersetzt Altenheim durch Pflegeheim. trotzdem steh ich zu der Aussage.

Ja die Kosten sind hoch. Und ja es ist wunderbar wenn man zu Hause eine gute Pflege hinbekommt ohne das man dabei sein eigenes Leben verliert. Und ich habe tiefsten Respekt vor jedem der sich dazu entschliesst. Und es tut mir leid das der Post von Schlitzauge so hart rüber kam.

Aber ich halte es für falsch jemanden zu hause zu pflegen nur weil man meint dass man ihm das schuldig ist und weil alles andere ja total verkehrt ist.

tBaetuxa


Und ich habe tiefsten Respekt vor jedem der sich dazu entschliesst

Ich denke, dieser Respekt war hier zeitweise nicht zu spüren :°(

Es gibt Situationen da weiß man nicht, was man tun soll... schwierige Entscheidungen und große Herausforderungen.

Es ist nicht moralisch verwerflich, einen Angehörigen in professionelle Pflege zu geben. Besonders dann nicht, wenn man mit der Situation an die eigenen Grenzen kommt. Es ist aber auch nicht falsch oder naiv zunächst mal zu versuchen, die Oma zu Hause zu pflegen.

Leana schreibt ja hier nicht, dass sie mit der Pflegesituation nicht klarkommt – sie sucht nach Tipps, wie sie diese für sie neue und sicherlich überwältigende Situation ordnen kann. Die Familie hat sich entschieden ihre Oma nach Hause zu holen und die TE hat nicht um Rat gebeten, diese Entscheidung zu revidieren, sondern um konkrete Hilfen.

setefwfi`go


Hallo!

Ich habe gerade deinen Beitrag gelesen, und kann dir nur raten, dich an einen Pflegestützpunkt zu wenden. Die gibt es deutschlandweit und beraten kostenlos und unabhängig. Denn dass deine Oma, wenn sie solch eine inkomplette Hemiparese hat, kein Pflegebett bekommt, das wag ich doch zu bezweifeln. In Ba-Wü sind diese Pflegestützpunkte in den Landratsämtern oder ähnlichen Institutionen angesiedelt. In welchem Bundesland lebst du?

Ich wünsch dir viel Kraft!

Grüße

Steffi

l>ean`a-DBuxrgfest


Ich bin nicht überfordert mit einer Pflege (die ich nicht mal ALLEINE bewältigen muss). Sondern ich bin emotional überfordert, ich stehe vor einem Riesenproblem für das es nicht uneingeschränkt Lösungen gibt. Und ich denke, dass man das auch ruhig sein darf!

Meine Oma hat es verdient, dass man alles dafür tut, dass sie noch zu Hause leben kann. Und ich finde es mehr als rechtens und moralisch dies auch zu versuchen. Ich sag dazu nun gar nichts mehr, wer dies nicht verstehen kann, und eine andere Meinung hat, ist das schön und und gut. Aber für meine Situation und für unsere Lage gibt es eben nur grad diesen Weg. Und den müssen und wollen wir auch gehen.

Dass ich selbst krank bin und da an einem Hindernis stehe, kann niemand was dafür. Trotzdem will ich versuchen das zu tun, was ich tun kann.

Steffi, Danke dir für deinen Tipp, ich werde morgen danach googlen und dann mal anrufen. Das Problem mit dem Bett hat sich wie gesagt erledigt. Wir haben einfach eins gekauft. Wenn sie nun noch nachträglich ein Rezept dafür bekommt, ist das schön. Aber wenn sie eben keines bekommt, haben wir trotzdem eins. Und es geht in erster Linie ja darum, dass sich niemand von meinen Eltern das Kreuz kaputt macht. (Ich kann sie ja eh nicht heben, ich kann sie nur beschäftigen, ihr Essen machen und Medis etc. machen).

Tatua, ich danke dir wirklich, dass du hier so eine neutrale und kompetente Meinung abgibst. @:) Deine Beiträge helfen mir wirklich, und ich freue mich immer, wenn ich von dir lesen.

Nun können wir nur noch abwarten, bis sie nach Hause kommt.

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