28.12.11 17:09
Hallo!
Ich suche für meinen Vater evtl eine Einrichtung zum betreutem Wohnen
.
Leider bin ich mit den Dingen die Goggle mir dazu bietet ein klitzekleines bisschen überfordert und suche hier Rat.
Mein Vater ist 59 (bald 60), hat 2 Apoplexe hinter sich, besitzt Pflegestufe 1. Z.Z. bekommt er Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst, der unter der Woche kommt (am Wochenende will er keinen von denen im Haus). Er ist mit einem Rollator und Stock mäßig mobil, die diabetische Polyneuropathie macht ihm zu schaffen, da er dadruch üebrsensibel an den Füßen ist. Daher ist das laufen immer ein Kraftakt – er machts trotzdem, weil 'was muss das muss' (seine Worte).
Da ich (w, 22) nächstes Jahr mit dem Studium fertig werde und dann in Ausland gehe und nicht möchte, dass er in der Wohnung (4 Zi, 111m²) alleine bleibt, dachte ich zuerst an eine kleinere Wohnung, wo aber das Problem des Alleinseins (Ehefrau lebt schon im Pflegeheim, Scheidung läuft) und der versorgung nicht gelöst ist.
Also dachte ich an Betreutes Wohnen für Senioren für ihn.
Würde man ihn überhaupt aufnehmen? Was kostet das? (habe ein Angebot gesehen – ab 1.400€ /Monat!) Bekommt man evtl Zuzahlungen / Finanzierungshilfe?
Bei meiner Mutter wurde das alles über einen gesetzlichen Betreuer geregelt, mein Vater möchte aber (noch) keinen. Gibt es auch Mittel und Wege wie ich das für ihn (mit-)organisieren kann?
Vielen Dank schon mal im Voraus.
28.12.11 19:46
Es ist schön, daß du dir diese Gedanken um deinen Vater machst und dich verantwortlich fühlst. Es ist auch klar, daß du bei einem Auslandsaufenthalt dich nicht um jede Kleinigkeit wirst kümmern können.
"Betreutes Wohnen" kann vieles heißen. Es ist aber kein Altenheim, sondern ein Konzept, wo der Betreffende noch seine eigene Wohnung hat und seinen eigenen Haushalt führt. Was diese "Betreuung" nun betrifft, ist das sehr unterschiedlich. Die reine Miete einer "betreuten" Wohnung sollte eigentlich nicht wesentlich über derjenigen vergleichbarer Mietwohnungen am Ort liegen. Auf jeden Fall sollten die Wohnungen altengerecht sein, keine zusätzlichen Pflichten (wie Treppenhausreinigung oder Winterdienst) anfallen, der Hausmeister vielleicht ein bißchen mehr machen als sonst und eine Notrufanlage vorhanden sein.
Du mußt hier aber genau im Detail hinschauen. Oft steht diese "Altengerechtheit" nur auf dem Papier, oder die Betreiber lassen sich das betreute Wohnen teuer bezahlen. Zusatzleistungen wie hauswirtschaftliche Leistungen oder die eigentliche Betreuung (soziale Dienste) müssen oftmals zusätzlich bezahlt werden. Also Vorsicht!
Vielleicht hilft deinem Vater schon eine kleinere, altengerechte Wohnung, ganz gleich ob das "betreut" ist oder nicht. Hauswirtschaftliche Hilfe kann man sich auch privat organisieren. Besuchsdienste und dergleichen gibt es auch so. Manche Geschäfte liefern die Ware auf Wunsch auch an. Eine Notrufanlage, die über das Telefon funktioniert, kann man auch so betreiben oder mieten.
Ein gesetzlicher Betreuer ist nur etwas für Personen, die geistig nicht mehr imstande sind, ihre Angelegenheiten zu regeln. Das scheint aber bei deinem Vater bei weitem nicht der Fall zu sein, und deshalb wird er es auch verständlicherweise ablehnen. Er kann selbstverständlich dir (oder sonst einer Person seines Vertrauens) eine Vollmacht, ggf. auch eine Generalvollmacht, erteilen. Nur wird das, was Dinge des Alltags betrifft, ein bißchen problematisch sein, wenn du im Ausland weitab vom Ort des Geschehens bist. Bei grundsätzlichen Dingen kann es aber schon hilfreich sein. Laß dich hinsichtlich so einer Vollmacht, falls gewünscht, genau beraten, weil hier einige Dinge zu beachten sind (Vollmacht zur Gesundheitsvorsorge und Aufenthaltsbestimmung muß beispielsweise ausführlich erwähnt sein).
Dein Vater sollte am besten auch daran denken, eine Patientenverfügung zu formulieren, damit klar ist, was er will, falls es ihm mal plötzlich schlechter gehen sollte.
Finanzielle Zuschüsse wird dein Vater nur im Rahmen der normalen Pflegeleistungen bekommen und eventuell zusätzlich Wohngeld. Das hängt natürlich auch teilweise davon ab, wie die finanziellen Verhältnisse deines Vaters sind.
Alles Gute!
28.12.11 19:53
Rufe doch mal bei diversen Tagespflegeeinrichtungen oder Pflegediensten an. Die können weiterhelfen.
Mein Opa war damals auch im Betreuten Wohnen und das ging bei uns über so eine Einrichtung und zum Teil über die Stadt wg. der Kostenübernahme, Zuschüsse usw.
Das ist mit viel Lauferei und Papierkrams verbunden, aber du findest nach einigen Telefonaten Leute die dir helfen. 
28.12.11 20:28
Vielen Dank erstmal für die Antworten, ich gehe die Beiträge einzeln durch.
und dich verantwortlich fühlst
einer muss es ja machen und 'sonst' ist ja keiner da. Ich kann meinen Papa ja nicht alleine lassen :)
Zu dem Konzept:
Ich bin mir ein wenig über die verschiedenen Konzepte im Klaren, das geht von 'eigener Wohnung mit stundenweiser Berteuung von außen' bis hin zu überteuerten Seniorenresidenzen wo auch Vollzeitpflege angeboten wird.
Am 'liebsten' wäre mir wenn er ein wenig in eine Gemeinschaft eingebunden wäre, denn das Alleinesein tut ihm nicht gut.
Was er möchte (was natürlich auch wichtig ist und an erster Stelle stehen sollte), ist relativ unklar. Er drückt sich da nicht gut aus. Ich schene jedoch den Wunsch rauszuhören,Kontakt zu anderen haben zu wollen (er schwätzt immer sehr angeregt mit den Pflegern die morgens vorbeikommen und mit unserer Haushaltshilfe von der Caritas).
Du mußt hier aber genau im Detail hinschauen
Das finde ich ja genau das schwierige. Wie wähle ich im Voraus schon aus? An wen wende ich mich? 
Ein gesetzlicher Betreuer ist nur etwas für Personen, die geistig nicht mehr imstande sind, ihre Angelegenheiten zu regeln.
Das kenne ich anders. Mein vater hatte, als er aus der Reha kam, für kurze Zeit einen gesetzlichen Betreuer, der sich aber kaum gekümmert hatte. Es ging vor allem um einen Überblick über die Unterlagen zu behalten. Meine Mutter hat auch einen, aber auf eigenen Wunsch, da sie wegen Rollstuhlgebundenheit nur sehr eingeschränkt mobil ist und von Ämtern keine Ahnung großartig hat. Was ihre geistigen Fähigkeiten angeht, die sind wunderbar funktionierend wenn es um alles geht, was mit zigaretten zu tun hat ![]:D ]:D](http://1.med1.biz/l/s37.gif)
Vollmachten habe ich auch schon daran gedacht. Für das Konto z.B. wird es aber schwierig, weil das auf meine beiden Eltern geht, aber die ja im Moment in Scheidung (oder so was) leben. Da weiss ich nicht ob es genügt, wenn einer die Vollmacht ausschreibt.
Pflegegeld erhalten wir bereits und Wohngeld auch. (Wohnung ist inzwischen egtl viel zu groß, aber wir suchen ja schon nach einer kleineren Wohnung nachdem meine Mutter auszog.)
Rufe doch mal bei diversen Tagespflegeeinrichtungen oder Pflegediensten an. Die können weiterhelfen.
Da bin ich mit der schieren Menge an Möglichkeiten überfordert. Wo fange ich an auszusortieren.
Meinst du es könnte reichen, die Pfleger unseres Pflegedienstes mal anzusprechen?
über so eine Einrichtung
was für eine Einrichtung war das?
viel Lauferei und Papierkrams
das dachte ich mir, und egtl habe ich dafür keine Zeit 
Aber wie sagt mein Papa so schön.. 'was muss das muss'
29.12.11 08:53
Hallo Hinata,
ähnlich wie du habe ich auch Schwierigkeiten gehabt was richtiges im Internet zu finden, mir fehlte da auch ganz einfach der Überblick .
Bin später jedoch auf dieser Seite fündig geworden (
www.pflege.de/betreutes-wohnen-deutschland
). Die Berater dort sind sehr freundlich und konnten mir recht schnell weiterhelfen.
Da der Anruf kostenlos ist und die Beratung völlig unabhängig, könnte es vielleicht auch etwas für dich sein
Ansonsten weiterhin viel Erfolg
Liebe Grüße
Kathrin
29.12.11 09:01
pflegelotse.de/%28S%28vvovzp3vo3o3jo4
ankenkasse=vdek![]] ]]](http://3.med1.biz/l/t.gif)
Hier kannst du dich auch weiterführend informieren.

Ich bin nicht ganz sicher, ob der obige Link gut funktioniert. Wenn nicht gibst du bei Google den Begriff "Pflegelotse" ein. 
29.12.11 09:28
Am 'liebsten' wäre mir wenn er ein wenig in eine Gemeinschaft eingebunden wäre, denn das Alleinesein tut ihm nicht gut.
Dein Vater ist ja noch nicht einmal 60. Die Gesellschaft in einer Einrichtung wie einem Pflegeheim wird sehr fragwürdig für ihn sein.
29.12.11 09:39
Meine Mutter arbeitet in einem Privathaushalt und betreut dort morgens bis nach dem Mittagessen einen alten Herrn, der so fit ist, dass er nicht gepflegt werden muss, aber ohne die Betreuung morgens würde es ihm sehr schlecht gehen. Er ist den ganzen Tag bis 17Uhr allein. Meine Mutter ist nicht nur bei ihm zu Hause, sondern unternimmt auch was mit dem Mann. Mal steht ein Arztbesuch an, dann müssen neue Klamotten gekauft werden, oder sie gehen einfach mal frühstücken.
Wäre soetwas vielleicht was für deinen Vater? Oder eine Tagespflegeeinrichtung?
Ich an deiner Stelle würde mit deinem Vater und vielleicht jemand vom Pflegedienst einfach mal Besichtigungstermine in verschiedenen Einrichtungen machen. Wenn dein Vater da kooperativ ist, ist das schon die halbe Miete.
29.12.11 10:00
Meine Freundin versorgt ihre Großeltern. Der Großvater ist schon sehr krank (glaub mehr als Pflegestufe 1) und die Oma kann sich noch ein bisschen kümmern, ist aber auch schon 70 oder so... da kommt immer ein Pflegedienst nach Hause und sie lebt unter der Woche gar nicht da und war auch im Ausland. Irgendwie klappt das, obwohl die Großeltern in der eigenen Wohnung leben. Aber sie ist natürlich regelmäßig da und muss auch manchmal spontan hin, wenn z.B. die Oma im Krankenhaus ist.
So ideal ist das auch nicht...
Ich weiß nicht, wie regelmäßig so ein Pflegedienst kommen kann und was das im Vergleich zu betreutem Wohnen kosten würde.
29.12.11 10:11
Meine Schwiegermutter zog aus ihrer großen Wohnung in "betreutes Wohnen" einer kirchlichen Institution. Sie hatte eine 2-Zimmer Wohnung mit eigenen Möbeln eingerichtet. Bad und Einbauküche waren behindertengerecht gebaut und eingerichtet. Mehrere Notrufknöpfe waren vorhanden.
In diesem Haus lebten ca. über 100 Personen. Gemeinschaftlich (damit die Leitung eine Kontrolle hatte, ob alle essen und gesund sind) wurde im Speisesaal mittags gegessen. Erschien einer nicht, wurde nachgeschaut. Frühstück und Abendbrot richtete sie sich selber. Nachmittags Kaffee mit Kuchen gegen Bezahlung. Es gab auch Unterhaltungsprogramme, Ausflüge wurden organisiert, man traf sich. Schwiegermutter blühte trotz ihrer gesundheitlichen Probleme auf, auch, weil sie Kontakt zu den Mitbewohnern aufnahm, nicht mehr allein in ihrer "alten" Wohnung hockte.
Es gab rüstige Mitbewohner, die für die anderen kleine Einkäufe erledigten, Hausmeister und Ziwis halfen. Frauen luden sich gegenseitig ein, kochten sogar Lieblingsgerichte.
Bezahlung: Miete, Mittagessen obligatorisch, Putzarbeiten auf Wunsch. Pflegedienst konnte frei gewählt werden. Die Rente reichte, dazu kamen die Mieteinnahmen ihrer dann vermieteten Eigentumswohnung.
Später, leider nach mehreren Schlaganfällen, zog sie in ein Pflegeheim in unseren Wohnort, da das betreute Wohnen zu diesem Zeitpunkt noch keine Pflegeeinrichtung hatte, war geplant. Das war nicht so gut, weil die geknüpften Kontakte abbrachen.
Wir würden also immer darauf achten, ob eine Pflegeeinrichtung angeschlossen ist. Um sich ein Bild zu machen ist es sinnvoll, auch Mitbewohner zu befragen, die in dieser Einrichtung leben. Man trifft die Rüstigen meistens vor dem Heim.
Wichtig ist, dass man denjenigen, der da einziehen soll "mit nimmt", das der Entschluss, dort einzuziehen auch von ihm kommt, dass man ihm Zeit zum Überlegen lässt. Meine Schwiegermutter hatte zum Glück eine realistisch Einstellung und nahm es an. Ich weiß aber auch, dass andere Bewohner mit dem Leben haderten, sich aus schlossen aus der Gemeinschaft – depressiv wurden. Lag auch daran, dass sie auf Druck der Angehörigen diesen Schritt machen mussten.
Alles Gute
29.12.11 11:28
Meinst du es könnte reichen, die Pfleger unseres Pflegedienstes mal anzusprechen?
Auf jeden Fall
. Die können dir da sicherlich weiterhelfen.
was für eine Einrichtung war das?
Das war eine Tagespflegeeinrichtung mit dazugehörigem Betreuten Wohnen. Da kamen Leute von außerhalb oder eben die Leute aus dem Betreuten Wohnen und saßen dort zusammen, aßen Mittag oder trafen sich zum Klönen.
das dachte ich mir, und egtl habe ich dafür keine Zeit
Nützt ja nix
, wenn du deinen Papa gut versorgt haben möchtest, braucht es schon viel an Regelung und Klärung.
Aber das schaffst du schon, sooo viel ist es auch nicht und wenn dir jemand vom Pflegedienst helfen kann, geht alles sicherlich schneller und unkomplizierter. 
Über ein Seniorenheim oder dergleichen würde ich bei dem eigentlich doch noch jungen Alter deines Vaters nicht nachdenken.
Da würde er auf Dauer nicht froh werden.
29.12.11 15:13
Dein Vater ist ja noch nicht einmal 60. Die Gesellschaft in einer Einrichtung wie einem Pflegeheim wird sehr fragwürdig für ihn sein.
Ja, das will er selbst auch nicht. Ein Alten oder Pflegeheim kommt für ihn (noch) nicht in Frage. Deswegen suche ich ja auch in Richtung betreutes Wohnen.
Danke für die Links. Mit dem Pflegelotsen und seiner Suchmaske muss ich mich noch mal genauer auseinander setzen
sieht aber gut aus.
Das klingt an sich auch nicht schlecht, wenn eine betreuende Person täglich vorbeisieht. Nur weiss ich nicht, ob das für ihn ausreichen würde – er bekommt ja im Moment durch den Pflegedienst auch Hilfe beim Waschen und umziehen. Können solcher Personen das dann auch? und: was kostet so was?
bei unserem PD kommt der pfleger 1x am tag, morgens (waschen umziehen und so) aber nicht am Wochenende. Bei meiner Mutter (Rollstuhl, zweitweise Katheter) kam der PD 2x (morgens und abends) und auch am Wochenende zum Windeln wechseln, umziehen, waschen und so.
Und immer wenn der PD und das sozial amt zur 'bedarfseinschätzung' kamen, gings um die fragen wer kommt wie oft und was wird gemacht und so, also ist das mit der dauer und häufigkeit immer eine frage dessen was gewünscht und nötig ist.
so wie du das beschreibst stelle ich es mir egtl im idealfall vor. Man hat noch eine WOhnung /apartment für sich, kann pflegehilfe bekommen und ist gemeinsam mit andere noch bei diversen aktivitäten. Nur frage ich mich dann ob dafür papas rente reichen würde. Und bin ich unterhalt zahlen kann dauerts ja auch noch ein bisschen :/
also senioren heim an sich finde ich auch noch zu früh... aber so 'seniorenresidenzen' findet man doch recht häufig wenn man nach betreutem wohnen sucht :/
was genau kann man sich denn unter einer tagespflegeeinrichtung vorstellen? habe das jetzt shcon öfter gelesen kann damit aber immer noch nicht viel anfange.n.
Noch mals viele vielen danke für die antworten!
30.12.11 17:26
was genau kann man sich denn unter einer tagespflegeeinrichtung vorstellen? habe das jetzt shcon öfter gelesen kann damit aber immer noch nicht viel anfange.n.
Das sind Einrichtungen, dort gehen die alten Leutchen von morgens bis abends hin. Unsere verstorbene Nachbarin
war öfters dort. Da kam morgens gegen 9 Uhr ein Kleinbus und hat die Senioren eingesammelt und die wurden in so eine Tagespflegeeinrichtung gebracht. Dort haben die Leute dann zusammengesessen, Spiele gespielt, sich unterhalten, zusammen Mittag gegessen und Kaffee getrunken. Auch ihre Mittagsschläfchen konnten sie dort gehalten und gegen 17 Uhr wurden sie wieder mit dem Kleinbus nach Hause gebracht.
Unsere Nachbarin war 1 x die Woche dort. Aber ich denke, man kann dort auch öfters hingehen.
30.12.11 17:54
Je nachdem, wo Du wohnst, könnte es in Deiner Stadt einen sog. Pflegestützpunkt
geben, die beraten Angehörige und kennen sich mit den Angeboten vor Ort, Finanzierungsmöglichkeiten etc. aus. Hier bei uns ist das in der Stadtverwaltung angesiedelt, einfach mal nachfragen.
Den Pflegedienst zu fragen, ist auf jeden Fall auch sinnvoll (ggf. die Leitung des Pflegedienstes), die kennen fast alle Einrichtungen aus der Praxis bzw. (ehemalige) Patienten, die in den Einrichtungen waren oder sind.
Wenn Dein Vater nachts alleine bleiben kann (und einigermaßen absehbar ist, dass das so bleibt), könnte eine Tagespflegeeinrichtung eine gute Idee sein. Sowohl meine Oma als auch meine Schwiegermutter sind dort längere Zeit tagsüber hingegangen – wie Jasminda geschrieben hat, holt einen morgen ein Bus ab und bringt einen abends zurück. Das geht sowohl 1 oder 2 Tage in der Woche, als auch 5. Am Wochenende gibt es das Angebot aber (soweit ich weiß) in der Regel nicht.
Die Variante, dass Betreuungspersonen (zusätzlich zum Pflegedienst) zu Hause vorbeikommen, kenne ich von den Schwiegereltern auch – da kommt von der Diakonie ein paar Stunden pro Tag jemand vorbei, der je nach Zustand der alten Person z.B. beim Essenzubereiten hilft, darauf achtet, dass sie genug trinkt, kleinere Unternehmungen mit ihr macht und sich einfach mit ihr unterhält und beschäftigt. Wenn nicht durchgehend körperliche Pflege benötigt wird, auch eine gute Idee.
Viel Erfolg 
19.01.12 11:04
Hallo,
ich kann deine Situation gut nachempfinden!Mir ging es ganz ähnlich mit meinem Vater. Am liebsten hätte ich ihn bei mir behalten und daheim gepflegt, aber mein Job lässt das leider nicht zu.
Ich habe auch über eine 24-Stunden-Pflege von zu Hause nachgedacht, aber dies scheiterte dann wiederum an dem Platz (immerhin braucht die Pflegerin / der Pfleger ja auch etwas Raum)
Die Suche nach geeigneten Pflegeheimen ist gar nicht so einfach. Wenn man Googelt dann findet man ein riesiges, unübersichtliches Angebot. Mir persönlich haben Anrufe bei Heimen in der Umgebung auch nicht viel weitergeholfen.
Ich weiß nicht ob es schon genannt wurde, aber viele
Pflegeheime
findet man auf pflege.de. So kann man sich zumindest schonmal eine Übersicht holen von dem, was es in der Umgebung gibt.
Sehr wichtig ist, dass du die Pflegestation besuchen gehst und dich etwas umsiehst! Mir hat das zumindest sehr geholfen. Dann kann man auch direkt mit den Pflegern sprechen, erfährt wie deren Einstellung ist und ob das Heim passend für den eigenen Angehörigen und dessen spezielle Bedürfnisse ist.
Vielleicht konnte das etwas helfen. Ich wünsche dir alles Gute!
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