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Im Pflegeheim: Muss Unterwäsche bei 95°C gewaschen werden?

Luiebixdo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mutter ist demenzbedingt in einem Pflegeheim untergebracht. Es stellen sich manchmal Detailfragen, z.B. diese:

Müssen Unterwäsche und Schlafanzüge im Pflegeheim beim Waschen gekocht werden (also stets bei 95 Grad C)? Die Pflegeheimleitung stellt sich auf diesen Standpunkt und kocht rigoros auch Wäche, die z.B. für 60 Grad C -Wäsche vorgesehen. ist. Das kann die Wäsche in der Regel nicht ab und schrumpft.. M.E. kein Wunder, aber das Pflegeheim ignoriert das und meint, ich hätte halt schlechte Qualität gekauft (was jedenfalls preislich nicht der Fall ist).

Im Internet habe ich folgendes gefunden:

"Wäsche aus Altenheimen ist wie folgt zu behandeln: Leib-, Bettwäsche und Handtücher als Kochwäsche oder mindestens 60°C-Wäsche, Oberbe-kleidung als Feinwäsche; möglichst Wäsche für einzelne Heimbewohner jeweils in einem separaten Waschgang waschen. Mit Blut, Stuhl oder Urin verunreinigte Wäsche ist, wenn sie nicht wie Krankenhauswäsche behandelt werden kann, in der Einrichtung einer Wäschedesinfektion zu unterziehen."

Für weitere Erfahrungen wäre ich dankbar.

Antworten
lciebe-sle^ben


Puh... interessantes Thema.

Wenn das Heim das so regelt, würde ich halt auf Unterwäsche umstellen, die diese Temperaturen auch abkann.

Finde ich angenehmer als die Vorstellung, dass meine Unterwäsche zusammen mit der von kranken alten Leuten nur bei 60°C gewaschen wird...

EYhemalviger {N utzeBr (#3914x12)


Die Pflegeheimleitung stellt sich auf diesen Standpunkt und kocht rigoros auch Wäche, die z.B. für 60 Grad C -Wäsche vorgesehen. ist.

Das ist auch völlig in Ordnung so. Es ist nun einmal ein Massenbetrieb, und man kann nicht bei jedem Hemd die Waschanleitung studieren. Dann müsst ihr eben kochbare Unterwäsche anschaffen.

Vorschlag: Wenn die Desssous deiner Mutter nicht pfleglich genug behandelt siehst, dann wasche sie doch selber – also die Wäsche... nicht die Mutter ;-)

Rfuxt


Hab die Wäsche meiner Mutter selbst gewaschen.

LXiebPidxo


Empfindliche Wäsche (Wollsachen etc.) wasche ich schon selbst. Optimal jedenfalls von der Hygiene her wäre, die Wäsche für jeden Bewohner getrennt zu waschen. Immerhin spart das Heim das Sortieren im Anschluß an die Wäsche, soweit das bei oftmals verwaschenen Namen überhaupt richtig gelingt.

a~l~f-xb


Erfahrungsgemäß gibt es auch in Pflegeheimen einen Schmutzwäschesack für 60-Grad-Wäsche, in den gewöhnlich zumindest die Nachthemden wandern. Bei der Unterwäsche hingegen, sollte schon auf "Kochwäsche" umgestellt werden. Da diese bei einigen Bewohnern doch einiges "ertragen" muss, ist eine 95° Reinigung doch die gründlichere und sichere Variante. Im Alltag dann noch Seidenunterwäsche von Feinripp zu unterscheiden, funktioniert eher nicht, so dass alles in einem Sack landet.

Im Prinzip sollte jedes Heim schon sicherstellen, dass private Wäsche der Bewohner auch sachgemäss gereinigt wird. Das kann allerdings auch bedeuten, dass bei pflegeintensiven oder "nur zu reinigenden" Sachen Zusatzkosten anfallen können.

Die Möglichkeit, die Sachen selbst zu waschen, sollte man sich gut überlegen; eigentlich bezahlt man dafür. Heißt, man hat einen Vertrag, der bei unsachgemäßer Behandlung oder Verlust, durchaus auch Schadensersatz vorsieht.

Manchmal hillft es, nochmal in den Heimvertrag zu gucken und die Leitung einfach mal höflich darauf hinzuweisen.

GCriesxuh1


Leider hinken hier die Hygienebeauftragten dem aktuellen stand der Wäschepflege hinterher.

Es ist bei den heutigen Waschmitteln, das belegen etl. wissenschaftliche Studien, nicht mehr erforderlich die Wäsche bei 90 Grad zu kochen.

Bei einer Waschtemperatur von 60 Grad werden fast alle Keime vernichtet.

Zur Sicherheit kann noch ein Waschdesinfektionsmittel hinzugegeben werden.

Auch extra Waschpulver für buntes, schwarzes usw. ist nicht erorderlich denn diese "spezial Waschmittel füllen nur die Kassen der Hersteller.

Abgesehen davon, ist es eine Serviceleistung einer Einrichtung, wenn für 30, 60 und 90 Grad Wäsche extra Wäsche säcke bereitstehen und die Wäsche dementsprechend gewaschen wird.

Wie Eingangs gesagt, ist Kochwäsche aus hygienischen Gründen bei den heutigen Waschmitteln nicht mehr erforderlich.

Ein Nebenefekt ergibt sich automatisch: das Heim spart Energiekosten !!!

saportxyma


Ich habe in einem Heim mit Demenzerkrankten gearbeitet. Dort wurde die Wäsche wie zu Hause auch bei 60 oder 40 Grad gewaschen. Mit einem desinfizierenden Waschmittel. Die Angehörigen konnten die Wäsche sonst auch mitnehmen und selbst waschen.

SUti'chlinOg


@ Griesuhl

Auch extra Waschpulver für buntes, schwarzes usw. sind nicht erforderlich, denn diese "spezial Waschmittel füllen nur die Kassen der Hersteller.

Waschmittel für Buntes enthalten keine Bleichmittel und schonen die Farben – also keine Geldschneiderei der Produzenten.

G"ri*esudh1


@ Stichling

anscheinend hast du noch viel Geld über, dass du dafür extra Waschmittel kaufst.

Du solltest dir einmal die Sendungen in den 3. u. 4 Programen anschauen. Dort laufen ständig Dokumentationen wie; Markt, Defakto, Nano, Wissens Magazin und andere, die klar und deutlich sagen womit, wie und wodurch dem Verbraucher Geld aus der Tasche gezogen wird.

Erst vor 3 Wochen lief genau zu dem Tham Waschmittel in mehreren Sendern eine Doku.

Alle experten und unabhängige Labore sind sich einig: Mit den verschiedenen Waschpulvern wird dem Verbraucher Geld aus der Tasche gezogen.

Einzig bei kontaminierter Wäsche durch Fäkalien ergeit es einen Sinn zusätzliche Waschdesinfektion zu zugeben.

Alles andere, bis auf Feinwaschmittel ist Geldschinderei der Industrie.

N%ähmaSsc*hixne


@ Libiedo!

Diese Waschempfehlungen mit maximal 30°C, 40°C oder 60°C zu waschen, gilt nur für den Privathaushalt. Man kann das nicht auf eine Pflegeeinrichtung übertragen. Für Großwäschereien gelten andere gesetzte. Vor allem in Punkto Hygiene und Sicherheit. Ich habe in einer großen Uniklinik gelernt und mir während dieser Zeit auch einmal die Zentralwäscherei angeschaut. Die gesammte Klinikwäsche wurde dort mit 60°C gewaschen. Das Waschmittel war zwar von Henkel, aber anders zusammen gesetzt, als die Waschmittel die wir kaufen können. Nur kontaminierte Wäsche oder Windeln wurde heißer gewaschen. Sie wurde in extra eingefärbten Wäschesäcken gesammelt. Wenn Deine Mutter keine Stuhlinkontinenzprobleme hat, muß ihre Wäsche nicht gekocht werden. Aber man darf nicht vergessen, daß in einem Pflegeheim die Wäscher sehr vieler Bewohner gemeinsam gewaschen wird. Man weiß nicht ob die anderen Bewohner krankmachende Bakterien oder Pilze in ihrer Unterwäsche haben, die die Wäsche gesunder Bewohner kontaminieren könnte. Deshalb kann ich die 95°C Regel dieses Pflegeheims für Unterwäsche sehr gut verstehen.

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