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Praktikum nach nur einem Tag abbrechen?

g#ufmmiIbärli hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute, ich habe ein Problem :°(

Ich beginne im Oktober meine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Mittlerweile habe ich zwei Ausbildungsplätze sicher :-D ;-) . Als ich anfing, mich zu bewerben, forderte ein Klinikum ein vierwöchiges Praktikum. Also bewarb ich mich für ein Praktikum und bekam es auch. Heute war mein erster Tag und es war eine Katastrophe. Vom pflegerischen Aspekt her war es okay, ich musste zwar schon ab und zu schlucken, aber ich bin ja noch völlig unerfahren. Ich bin immer noch sicher, diesen Beruf erlernen zu wollen.

Nur: Das Praktikum macht mich völlig fertig. Heute war mein erster Tag und ich fange an zu Heulen, wenn ich daran denke, da morgen wieder hinzumüssen :°(

Das Problem war aber nicht der Patientenkontakt, auch wenn ich teilweise heftig schlucken musste. Zwei Leute sind präfinal, viele weitere aus einem Hospiz gekommen. Auf der Station sind 45 Patienten, davon sind 40 bettlägerig und etwa 30 sind inkontinent. Viele Patienten haben Durchfall, auf dem Klo wurde vor einer umgehenden Durchfallkrankheit gewarnt. Na super. Einige Patienten haben auch sehr blutigen Durchfall, das ist doch ziemlich hart, wenn man sowas noch nie gesehen hat.

Auf der Station war noch nie ein Praktikant und die Azubis kommen erst im dritten Lehrjahr, weil die Station so hart ist. Keiner wird gezwungen, auf dieser Station sein Examen zu machen, weil es den Azubis nicht zumutbar ist. Der Altersdurchschnitt liegt bei ca. 85 Jahren.

Okay, diese Sachen (besonders die Gerüche) waren schlimm, aber machbar. Der Umgang mit den Patienten hat mir viel Spaß gemacht, sie waren alle dankbar und meist freundlich, auch wenn viele leider dement sind. Was mir leider am meisten zu schaffen gemacht hat, war doch die latent vorhandene Angst vor Ansteckung, aber immerhin hat mich das nicht an der Arbeit gehindert.

Richtig, richtig schlimm ist die Station . Erst mal wusste keiner, dass heute ein Praktikant kommt und dementsprechend wurde ich auch empfangen. Es war mehr als chaotisch. Dann wurde ich auf die Schnelle einer Schwester, die gleichzeitig auch Praxisanleiterin ist, zugeteilt. Das fand ich eigentlich sehr gut, nur ist die Frau leider schrecklich. Sie war alles andere als begeistert, dass ich ihr zugeteilt wurde. Sie hat mich nur angemeckert. Das erste Mal,w eil ich nicht sofort wusste, wie das mit dem Frühstückausteilen lief und nachgefragt habe. Dann sollte ich eine Patientin füttern und war dabei zu langsam. Leider hat sich die arme Frau aber immer verschluckt, wenn ich sie schneller füttern wollte. Im Anschluss sollte die Patientin gewaschen und umgezogen werden. Dabei sollte ich helfen, mir wurde aber nicht gesagt, wie. Also habe ich nachgefragt, war auch falsch.

Auch beim Bettenbeziehen war ich der Frau zu langsam. Sie hat mich deutlich merken lassen, für wie inkompetent sie mich hält. Nach dem Bettenbeziehen sollte ich eine halbseitig gelähmte Frau komplett waschen, windeln und das Bett beziehen. Die Frau verschwand und kam nach fünf Minuten zurück und beschwerte sich, dass ich zu langsam sei und falsch waschen würde. Ja, woher soll ich es denn wissen?

Im Anschluss ging es zu der präfinalen Frau, die permanent blutigen Durchfall hat. Als ich die Windel öffnete, musste ich kurz schlucken, was die Schwester total daneben fand und mir sagte, ich sei der Sache eben nicht gewachsen, wenn ich bei sowas schon schlucken müsste. Dann sollte ich der Frau den Intimbereich eincremen, wobei ich etwas unsicher war, was, wie ich dachte, auch normal sei.

Dann saß ich etwa eine Stunde nur dumm rum, weil sich keiner um mich kümmerte. Nachfragen wurden ignoriert. Nach dem Mittagessen sollte ich plötzlich Blutdruck und Blutzucker alleine messen (ohne vorherige Anleitung). Ich sagte, dass ich mir das so alleine nicht zutrauen würde, das war ganz falsch, ich wurde extrem fertiggemacht :-(

Am Nachmittag sollte ich zig kleine Aufgaben machen, die mir aber nicht erklärt wurden. Auch hier waren Nachfragen verboten. Um nicht als faul zu gelten, versuchte ich die Aufgaben zu machen, natürlich machte ich sie falsch und kassierte wieder mehrere dicke Anmotzer.

Zum Abschluss sollte ich alleine zwei Patienten Zäpfchen geben, was ich mir auch nicht zutraute . Ja, ich bin vielleicht zögerlich, aber ist das denn nicht am Anfang normal?

Was mich auch gewaltig stört, ist der lasche Umgang mit der Hygiene. Im Anschrieben stand genau, wann man sich die Hände desinfizieren muss. Aber auf der Station wurde nichts umgesetzte! Schwestern wuschen den Intimbereich ohne Handschuhe und schmieren dann Brötchen für andere Patienten. Auch das Fieberthermometer wurde nicht gereinigt, sondern gleich weiterverwendet. Handschuhe? Kann man nehmen, dann wird man aber ausgelacht. Blut wurde nicht aufgewischt. Klos nicht gereinigt. Waschwasser für mehrere Patienten genommen. BlutIch könnte ewig so weitermachen.

Viele Patienten haben MRSA-Keime und werden nicht isoliert, liegen mit nicht infizierten Patienten auf einem Zimmer und Schutzkleidung für Pflegekräfte gibt es auch nicht.

Wie soll ich nur die vier Wochen durchstehen? Am liebsten würde ich abbrechen, aber das geht doch auch nicht.

Was soll ich denn nun machen?

Danke fürs Lesen @:)

Antworten
C^ao$imxhe


Ganz tief in dich gehen ob das wirklich dein Traumjob ist.

Z^uc}kervrogexl


Ich hab die Ausbildung abgebrochen, weils mir einfach zu chaotisch war und ich nur am heulen war.

Überleg dir bitte genau, ob du das auch wirklich machen willst.

E{hemaligerU Nutzer} (#w3456x95)


Wegen diesen Problemen würde ich nicht gleich den ganzen 'Traum' in Frage stellen.

So wie ich das herauslese hast du dort 2 paar Schuhe, die drücken – einerseits die pflegerische Tätigkeit, andererseits die zwischenmenschliche. Dass dich erstere mehr oder weniger vom Schlitten haut, ist denk ich nicht zu verübeln. Menschen derart leiden zu sehen muss man auch ersteinmal lernen zu verkraften – ich denke schon, dass man in diese Rolle reinwachsen kann, aber sicherlich geht das nicht von heute auf Morgen.

Die andere Seite ist eben der Umgang – ich weiß wie es ist wenn Arbeitgeber (ich nenne es pauschal einfach mal so) nicht auf Praktikanten etc. vorbereitet sind. Ziemlich stressig! Bei mir waren es damals Gott sei Dank nur 2 Wochen, nach diesen 2 Wochen wusste ich jedenfalls was ich später mal nicht machen werde.

Brauchst das Praktikum generell oder nur für diese eine Klinik? Ich würde es noch nicht gleich hinschmeißen... sieh es als Erfahrung, auch wenn die Leute pampig zu dir sind – dich persönlich betrifft es nicht! Du bist dort als Praktikantin – und wenn es wirklich unerträglich werden sollte bist du schneller weg als die Stopp sagen können.

Gruß

sdchlum[pfine23


Mann, das hört sich ja wirklich nicht schön an! Ziemlich erschreckend eigentlich, wie es auf solchen Stationen vor sich gehen kann.

Bist du dir denn tatsächlich noch sicher, dass du diese Ausbildung machen willst? Auch da wirst du erstmal ganz unten in der Hierarchie beginnen und möglich, dass es dort nicht anders zugeht.

Trotzdem würde ich dir raten, das Praktikum erst einmal weiter zu machen. Mach doch wenigstens erstmal die Hälfte, vielleicht ändert sich ja noch was, vielleicht bist du mal jemand anderem zugewiesen und kannst was lernen.

Du könntest das Praktikum nutzen und ganz locker an die Sache rangehen, mit dem Wissen, dass du jederzeit gehen kannst ohne irgendwelcher Konsequenzen. Ich finde so eine Gewissheit macht vieles leichter.

Du kannst was lernen und dir damit den Ausbildungsbeginn enorm erleichtern wenn du schon Erfahrung mitbringst.

Ich wollte auch schon solche Geschichten nach einem Tag abbrechen und am Ende war ich so froh es nicht getan zu haben!

lg

C"olchixcin


Ich würde nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

Der erste Tag war sicher hart, die Dame der du zugeteilt wurdest war vmtl auch überfordert und entsprechend gelaunt, dass sie nicht wusste, dass sie nen Praktikanten hat ab heute. Vllt ist sie morgen besser drauf – oder du wirst sogar wem anders zugeteilt. Warte doch erstmal ab.

Alternative wäre zu fragen ob du auf ne andere Station kannst, wenn das selbst Azubis erst ab dem 3. LJ zugemutet wird.

_8Heikte_


Es war mehr als chaotisch. Dann wurde ich auf die Schnelle einer Schwester, die gleichzeitig auch Praxisanleiterin ist, zugeteilt. Das fand ich eigentlich sehr gut, nur ist die Frau leider schrecklich. Sie war alles andere als begeistert, dass ich ihr zugeteilt wurde. Sie hat mich nur angemeckert. Das erste Mal,w eil ich nicht sofort wusste, wie das mit dem Frühstückausteilen lief und nachgefragt habe. Dann sollte ich eine Patientin füttern und war dabei zu langsam. Leider hat sich die arme Frau aber immer verschluckt, wenn ich sie schneller füttern wollte. Im Anschluss sollte die Patientin gewaschen und umgezogen werden. Dabei sollte ich helfen, mir wurde aber nicht gesagt, wie. Also habe ich nachgefragt, war auch falsch.

Auch beim Bettenbeziehen war ich der Frau zu langsam. Sie hat mich deutlich merken lassen, für wie inkompetent sie mich hält. Nach dem Bettenbeziehen sollte ich eine halbseitig gelähmte Frau komplett waschen, windeln und das Bett beziehen. Die Frau verschwand und kam nach fünf Minuten zurück und beschwerte sich, dass ich zu langsam sei und falsch waschen würde. Ja, woher soll ich es denn wissen?

OMG, so habe ich mich drei Jahre lang während meiner Ausbildung gefühlt :(v Böse Erinnerungen...

Schwestern wuschen den Intimbereich ohne Handschuhe und schmieren dann Brötchen für andere Patienten. Auch das Fieberthermometer wurde nicht gereinigt, sondern gleich weiterverwendet. Handschuhe? Kann man nehmen, dann wird man aber ausgelacht. Blut wurde nicht aufgewischt. Klos nicht gereinigt. Waschwasser für mehrere Patienten genommen. BlutIch könnte ewig so weitermachen.

Das allerdings ist wirklich übel. Da müsste man doch eigentlich fast irgendwie intervenieren ":/

Was soll ich denn nun machen?

Bist du ganz, ganz, ganz sicher, das es wirklich dein Traumjob ist ??? Die Arbeit an sich ist m.E.n. schon nur ertragbar, wenn man es wirklich tun will. Und alles steht und fällt mit der Station, auf der man grade eingesetzt ist. Es wird sicher vorkommen, dass du monatelang auf einer Station, in einem Team arbeiten musst, das gänzlich schrecklich ist. Magst du die Pflege so sehr, dass es dir egal wäre?

Ich habe in der Ausbildung die Erfahrung gemacht, dass Schüler auf Station einerseits gut genug für Drecksarbeiten sind, andererseits aber auch lästiger Störfaktor im eh schon viel zu stressigem Stationsalltag sind. Und das lässt man sie spüren. Endlich jemand, der noch weniger wert ist....


Klar, kann auch alles ganz anders sein. Ich würde es dir wünschen :)^

Ich habe noch nach zig Jahren das Bedürfnis mit meinem Uni-Diplom durch das KH zu laufen und die gräßlichen Schwestern zu verhöhnen, die an meiner statt jetzt Är**** putzen dürfen ]:D

OMG, ich seh schon, bei diesem Thema bin ich weder objektiv noch hilfreich

ElhemaliVger >Nutzer S(#325731x)


Ich würde sagen Augen zu und durch. Jetzt ist es nur ein Praktikum, aber als Schüler wird man auch solche Stationen haben wo man wie der letzte Idiot behandelt wird. Und da muss man dann 3 Monate oder so bleiben.

Wach an deinen Aufgaben, nimm es als Lehrzeit in der dich keiner bewertet und in der du nichts zu verlieren hast.

Jetzt siehst du auch mal die nicht optimalen Seiten der Pflege kenne, in der Ausbildung ist es dann zu spät, oder würdest du dann auch hinwerfen wollen?

FdealYine


Ich habe auch mal ein vierwöchiges Pflegepraktikum gemacht. Ich kann dich so gut verstehen :)_ Mir ging es auch so. Zum Glück war meine Station nicht so heftig was Hygiene etc. angeht, aber leider war mein Eindruck, dass man sich als Praktikant sich immer alles von selbst erschließen muss. Oft wurden mir Aufgaben gegeben und niemand zuvor hatte mir in irgendeiner Weise gezeigt wie das zu machen ist. Zumal man als volle Pflegekraft eingerechnet wurde! Wir waren immer zu dritt, davon ein examinierter, eine Hilfskraft und ich...

Naja, also ich würde dir auch raten, es weiter zu machen. Nur so kannst du wirklich beurteilen, ob der Beruf etwas für dich ist.

Allerdings fand ich lustig, dass eine Schwester bei der rektalen Ausräumung zu mir meinte, dass sie sich den Beruf der Physiotherapeutin absolut nicht vorstellen könne, weil man da die Leute ja anfassen müsse und engen Körperkontakt hat ;-D

RSule+s-of`-Roxse


Boah das ist ja echt krass, das dort die Hygiene-Standards nicht eingehalten werden kein Wunder, dass sich dann so ein Durchfallinfekt weiterverbreitet. Kann man das nicht beim Gesundheitsamt melden?

Ich persönlich würde dir raten die Station zu wechseln. So weit ich weiß, ist es ja unerheblich auf welcher Station man diese 4 Wochen macht. Demnach solltest du einfach bei der Zuständigen Person nachfragen, ob du nicht auf eine andere Station kannst. Gerade als Änfanger muss man ja nicht gleich das Härteste erleben, vor allem wenn man sich nicht mal an Richtlinien und Gesetze hält. Schau das du auf die Urologie oder Gynäkologie kommst.

Aber du musst ja nun nich die 4 Wochen dort durchziehne, denn bis zum Ausbildungsbeginn hast du noch genug Zeit diese 4 Wochen zu schaffen.

gSummwib]ärxli


Danke für eure Antworten.

Ich bin sicher, dass es mein Traumberuf ist. Klar, der erste Schock war da, keine Frage. Aber ich habe mich tapfer gehalten, bin nicht ohnmächtig geworden oder so ]:D . Und der Konatkt mit den Patienten war schon sehr schön, gerade die ehrliche Dankbarkeit der Patienten.

Es ist wirklich nur die blöde Station und die Aufgaben, die ich machen soll und mir einfach im Moment nicht zutraue.

Klar, die Ausbildung wird auch nicht ohne sein, aber da habe ich wenigstens schon etwas mehr gelernt. Und ich glaube ehrlich gesagt kaum, dass es noch viel schlimmer geht, was den Umgang angeht.

Nein, die Ausbildung würde ich nicht gleich hinwerfen wollen, ich WILL diesen Beruf erlernen, verdammt noch mal ;-D . Ich glaube, es war heute nur wirklich der Schock. Ich fühle mich grenzenlos überfordert. DAS ist das Problem.

Ich brauche das Praktikum nur für diese Klinik, aber in der will ich eh nicht ausgebildet werden ]:D . Nicht, nachdem ich die hygienischen Verhältnisse dort gesehen habe. Ganz ehrlich, ich wundere mich keine Sekunde mehr über zunehmende Fälle von MRSA-Keimen.

Ich werde morgen wieder hingehen und dann um eine Versetzung auf eine andere Station bitten.

g,ummTibärxli


Rules-of-Rose, danke für deine Hinweise. Hoffentlich klappt das alles so, wie ich es mir wünsche. An das Gesundheitsamt habe ich heute auch schon gedacht, aber irgendwie ist das schon ein heftiger Schritt. Aber eigentlich geht es ja um die Gesundheit der Patienten.

Fealine, die Aussage ist der Hammer ;-D

cxhaoVstheordeti.kxer


Seh es mal so, wenn du das ueberstehst, dann kann dich kaum noch etwas in der Ausbilung erschrecken. ;-D Und es gibt auch (bin schon seit 7 Monaten fertig) schoene Einsaetze mit Babys schaukeln und aehm ... mehr faellt mir nicht ein. ;-D

Du sollst dir aber bitte klar machen, dass die Ausbildung das beinhaltet. Destruktive Kritiken, Personalmangel, gestresstes Dauerpersonal, unangenehme Gerueche, Stress mit Angehoerigen, praefinale, Schichtdienst, Zeitmangel, Hierachien, blutige/schleimige etc. Koerperfluessigkeiten, ... ach ich koennte ewig so weiter machen. :p>

SIirTelqemaxrk


also ich kann sagen, dass es definitiv nicht auf allen Stationen so zugeht. Wenn du angemeckert wirst, lass es an dir abperlen. Du weißt, dass du nicht alles wissen kannst und das es dein gutes Recht ist nachzufragen. Du bist verantwortlich für das, was du tust, also verhältst du dich absolut korrekt, wenn du nachfragst. Einfach drüber stehen und daran denken, dass genau die Nachfragerei, über die sie nur meckert, professionelles verhalten von dir ist.

Ansonsten ist es völlig natürlich, dass du bei manchen ungewohnten Anblicken zurückschreckst. Das wird bei ihr nicht anders gewesen sein und wenn doch, dann stimmt etwas mit ihr nicht, denn Ekel/Schreck etc. sind - wenn man es nicht gewohnt ist - ganz normale Erscheinungen. Also lass dir nichts einreden.

SXchlit/zaVuge67


Mich macht das alles seeehr stutzig.

Du willst also die Ausbildung erst beginnen, schreibst aber, als hättest Du schon einige Zeit medizinische Kenntnisse, wirfst mit Fachbezeichnungen rum.

Dann:

Zitat

Was mich auch gewaltig stört, ist der lasche Umgang mit der Hygiene. Im Anschrieben stand genau, wann man sich die Hände desinfizieren muss. Aber auf der Station wurde nichts umgesetzte! Schwestern wuschen den Intimbereich ohne Handschuhe und schmieren dann Brötchen für andere Patienten. Auch das Fieberthermometer wurde nicht gereinigt, sondern gleich weiterverwendet. Handschuhe? Kann man nehmen, dann wird man aber ausgelacht. Blut wurde nicht aufgewischt. Klos nicht gereinigt. Waschwasser für mehrere Patienten genommen. BlutIch könnte ewig so weitermachen.

Viele Patienten haben MRSA-Keime und werden nicht isoliert, liegen mit nicht infizierten Patienten auf einem Zimmer und Schutzkleidung für Pflegekräfte gibt es auch nicht.

Wie soll ich nur die vier Wochen durchstehen?

Ist der Bericht tatsächlich realistisch?

Ich kann mir das nicht vorstellen. Woher weiß ein Praktikant am 1. Tag, dass Patienten MRSA Keime haben, sie aber genau dort liegen, unisoliert, dass Schwestern keine Handschuhe beim Arschpuzen benutzen, um anschließend Brötchen zu schmieren?

Und wenn schon Waschwasser nicht gewechselt wird, aus welchem Grund – und hast Du es angesprochen? Was war die Antwort?

Und warum ziehen Schwestern, wenn schon so versiffte Patienten darniederliegen, nicht zum eigenen Schutz Handschuhe an? Wenn sie sogar verbreiten, dass ein Dünnschiss – Virus durch Haus geht? Geht eine Schwester dann wirklich ohne Handschuhe mit mehrfach benutztem Wasser von einem Zimmer zum anderen??

Zäpfchen geben? Als Prakikant?

Das ist ja schlimmer als ein Artikel in der Bildzeitung....

Ich habe Zweifel an dem ganzen Bericht hier.

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