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Kündigung durch ambulanten Pflegedienst

EWhemaliDger Nustzer (#x393910)


Sprich die Anwesenheitsliste unterscheidet sich von der Abrechnung?

wenn ich das so richtig rauslese, geht es nicht um Mehrstunden während der Anwesenheit, sondern um ganze Tage.

Also statt 5 Tage wirklich anwesend, werden beispielsweise 6 Tage abgerechnet.

G"rli&esxuh1


Hi in der ambulanten Pflege werden keine Tage abgerechnet.

Es wird per Leistungskomplex abgerechnet.

Was evtl. sein kann, dass mehr Leistungskomplexe abgerechnet wurden als tatsächlich erbracht werden.

Wurde z.B. 12 x große Pflege abgerechnet, jedoch wurde evtl. tatsächlich nur 10 x Großepflege erbracht, das wäre eine Möglichkeit.

Zu beachten ist auch, dass mehrere Leistungskomplexe innerhalb eines Einsatzes und auch abgerechnet werden können.

Die Anzahl der Leistungskomplexe hat ursächlich nichts mit der Anzahl der Tage zu tun.

msarclelx8


es geht dabei um häusliche Krankenpflege (Behandlungspflege) + Grundpflege.

Uns stand ein Monatsbudget zu Verfügung.

m<arcexl8


an Stunden. Es wurden einfach mehr Stunden abgerechnet

AOrteSmisx1


Die Behandlungspflege gehört in den Bereich SGB-5 und wird von den gesetzlichen Kassen bezahlt - damit habt ihr also (bis auf die 10,-€ pro Verordung des Arztes) nichts zu tun.

Die Grundpflege gehört zum SGB-11 und wird - wie @Gisuh bereits ganz richtig schrieb - über sogn. Leistungskomplexe den Pflegekassen gegenüber in Rechnung gestellt.

Je nachdem welche Pflegestufe vorliegt, besteht ein gewisses Kontingent an Geld - meist reicht dieses jedoch nicht, die erforderliche Pflege komplett zu bezahlen.

Das ist dann Sache der Angehörigen - entweder, sie zählen drauf oder aber, sie übernehmen selbst die Pflege um nicht über den Satz des zur Verfügung stehenden Geldes zu kommen.

Und nochmals - es erfolgt keine Abrechnung nach Stunden - sondern nach Leistungskomplexen.

Braucht der Pflegedienst z.B. für die "grosse Körperpflege" länger als die gesetzlich vorgegebenen Minuten, so ist es deren Verlust.

Wenn sich der Pflegeaufwand erhöht hat, so ist über eine Beantragung einer höheren Pflegestufe nachzudenken.

Glr<ieosuhx1


Den Pflegekassen ist auch egal welche Leistungen im Bereich der Grundpflege vom Pflegebedürftigen ausgesucht werden. Die Kassen leisten maximal den Betrag der festgestellten Pflegestufe.

Auch haben die Minuten die bei einer Einstufung in eine Pflegestufe ermittelt wurden lestztendlich nichts mehr mit den durch eine Pflegeeinrichtung erbrachten Leistungen zu tun.

Der Pflegebedürftige hat auch hier einen gedeckelten Betrag der mtl. zur Verfügung steht.

Kommt ein PD ins Haus, so ist Kombileistung die richtige Wahl.

In Pflegestufe 1 gibt es mtl. 450€ Komileistung

In Pflegestufe 2 gibt es mtl. 1100€

In Pflegestufe 3 gibt es mtl. 1550€

Der PD kann nun mit der Pflegekasse bis zum mtl. Höchstbetrag der jeweiligen Pflegestufe abrechnen. Liegt der Betrag der Pflegekosten über dem Betrag der Pflegestufe, so ist dies privat zu bezahlen.

Verbraucht der PD nicht den vollen Betrag, so erhält der Pflegebedürftige prozentual auf das niedrigere Pflegegeld umgerechnet den Restanteil ausbezahlt.

Beispiel: Pflegestufe 1 = 450€ mtl. der PD verbraucht jetzt mtl. 225€.

Das sind 50% des möglichen Betrages. Jetzt erhält der Pflegebedürftige 50 % vom Pflegegeld von der Kasse ausgezahlt. ( in Pflegestufe 1 = 235€ Pflegegeld, davon 50%. Somit erhält der Pflegebedürftige 117,50€ ausgezahlt.)

Dass das Geld der Kombileistung meist nicht ausreicht zeigt nun das folgende Rechenbeispiel:

In Hessen erhält ein PD pro Große Pflege im Schnitt 15,39€. Hinzu kommt noch eine Hausbesuchspauschale von 4,83€ pro Anfahrt.

Kommt der PD jetzt mtl. 25 x zur Großen Pflege ergibt dies folgenden Betrag:

15,39€ x 25 Einsätze = 384,75€, zuzüglich der Hausbesuchspauschale = 4,83 x 25 = 120,75€.

Das ergibt einen ges. Betrag von: 505,50€. Somit ist der maximal mit der Kasse abrechenbare Betrag von 450€ überschritten. Hinzu kommen nun noch die so genannten Investitionskosten von ca. 11,00€ ( die Investitionskosten unterscheiden sich von PD zu PD gewaltig), die grundsätzlich unabhängig ob das Geld der Pflegestufe ausreicht oder nicht, privat zu bezahlen sind. Somit ist ein ges. Betrag von ca. 66,50€ privat zu bezahlen.

Sollte sich der Pflegeaufwand nun wirklich deutlich erhöht haben, so wurde schon gesagt, ist ein Höherstufungsantrag bei der Pflegekasse zu stellen.

Zur Behandlungspflege gibt es noch ergänzend zu sagen: 1 x Jährlich ist ein Eigenanteil von 10% der Behandlungskosten für die ersten 28 Tage der Behandlungspflege privat zubezahlen.

Die Rechnungen für diesen Eigenanteil, wird, genauso wie die Kosten pro Verordnung von 10€, von der Krankenkasse an den Pflegebedürftigen geschickt.

Mit den Kosten der Behandlungspflege habt ihr bis auf die oben genannten Zahlungen nichts zu tun.

Deshalb immer Vorsicht mit so schnellen "Betrugsverdachtsmomenten"

m<arcxel8


250 Stunden hatten wir zur Verfügung.

Der Pflegedienst hat statt z.b. 190 Stunden 220 abgrechnet.

Asrte&mis1


1 x Jährlich ist ein Eigenanteil von 10% der Behandlungskosten für die ersten 28 Tage der Behandlungspflege privat zubezahlen

Stimmt, das hab ich doch glatt unterschlagen ;-)

Ruf doch mal bei der Pflegekasse an und schildere denen den Sachverhalt - würde mich brennend interessieren, was die dazu sagen ]:D

G$rieAsuxh1


@ marcel8

du schreibst:

250 Stunden hatten wir zur Verfügung.

Der Pflegedienst hat statt z.b. 190 Stunden 220 abgrechnet.

Nochmals: Die Pflegeleistungen nach dem SGB XI wie Grundpflege, Inkoversorgung, an/ausziehen usw. und die Behandlungspflege nach dem SGB V werden nicht nach Stunden abgerechnet !!!!

Einzig die Betreuungsdienste nach § 45 a/b SGB XI, die Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI und die Hauswirtschaft nach SGB XI werden Stundenweise und das zu meist im 5 Min. Takt abgerechnet.

Welche 250 Stunden standen euch zur Verfügung? Das gibt es nicht!!

Mir als PD Betreiber ist eine solche Abrechnungsbasis nicht bekannt.

Ab 2013 soll nach dem PNG hneben den Leistungskomplexen auch eine zeitliche Abrechnung der Leistungen möglich sein. das hat aber auch nichts mit einem gedeckelten Betrag zu tun.

Erkläre doch ein mal sehr ausführlich welche Leistungen ihr mit dem pflegedienst vereinbart hatte und welche Pflegestufe besteht.

Ich hege für mich den Verdacht, dass du da etwas völlig missverstehst.

mqarc@el8


der Pflegedienst hat 30 Euro für die Stunden mit der Kasse ausgemacht.

bReeztlejudicei21


Mir fällt nur ein, dass es ein Pflegedienst ist, der eben nicht die normale Pflegetouren fährt sondern z.b. intensivmedizinisch dauernd vor Ort präsent ist. Bei so einem arbeite ich und wir rechnen auch nach Stunden ab mit der KK und Plegekasse...

Klingt mit bei 300 Std im Monat auch danach, das wären ja 10 Std pro Tag.

CqaiUrns


@ griehsu

Nochmals: Die Pflegeleistungen nach dem SGB XI wie Grundpflege, Inkoversorgung, an/ausziehen usw. und die Behandlungspflege nach dem SGB V werden nicht nach Stunden abgerechnet !!!!

schließ mal bitte nicht von dir auf andere.

erstens ist es je nach bundesland verschieden, zweitens können – falls es ein solcher ist – private dienste machen was sie wollen und außerdem die spitzenverbände unterschiedliche rahmenverträge haben.

in meinem bundesland kann man nach stundensätzen abrechnen.

ich glaube, dem fragesteller ging es um falschabrechnungen und nicht um belehrungen, was nun SGB V und/ oder SGB XI ist.

viele grüße in deinen pflegedienst

:-) *:)

Ghr:i?e6sxuh1


@ beetlejuice21

jo, die intensivpflegedienste habe ich unterschlagen , die rechnen nach Stunden ab. ;-)

Jedoch schreibt marcel8 nichts von intensivpflege.

Sondern er schreibt: ........ 250 Stunden hatten wir zur Verfügung.

Ich frage wo für, für welche Leistung?

Weiter schreibt er:

250 Stunden hatten wir zur Verfügung.

Der Pflegedienst hat statt z.b. 190 Stunden 220 abgrechnet,

dann sagt er:

Der Pflegedienst hat 30 Euro für die Stunden mit der Kasse ausgemacht.

marcel8 nochmals erkläre uns doch bitte genau welche Leistungen vom Pflegedienst mit diesem Stundensatz erbracht werden!!!

Das ist mir sehr undurchsichtig das Ganze.

I9t's a# bea.utifuTl day


Das könnte bei Absicht als Betrug gewertet werden. Man muss deswegen nicht gleich zur Polizei rennen, aber die Krankenkasse würde sich über einen entsprechenden Hinweis sicher sehr freuen.

Die Frage ist, ob man bei solch einem Pflegedienst nicht froh sein kann, wenn das nicht weiter fortgeführt wird.

GKrieMsuh1


@ Cairns

wie kommst du auf diese Idee, dass private Pflegedienste machen können was sie wollen?

Da unterliegst du aber einem gewaltigen Irrtum.

Sobald ein Pflegedienst eine Kassenzulassung hat,( egal ob privater Träger, öffentl. Träger Wohlfahrtsverband, oder sonst ein gemeinnütziger Träger) ist er an die Rahmenverträge,Versorgungsverträge und an die Honorarvereinbarungen mit den Pflege u. Krankenkassen gebunden.

Für Betreuungsdienste und Verhinderungspflege können die Pflegeeinrichtungen frei kalkulierte Stundenhonorare vereinbaren.

Alle andern Preise für die Behandlungspflege und die Grundpflege unterliegen den Vergütungsvereinbarungen die von den Berufsverbänden (mit den Pflegeeinrichtungen) mit den Kassen vereinbart sind. Wobei die Kasse im prinzip den Preis diktiert, da eine Pflegeeinrichtung diese Preise nicht nach den tatsächlichen Betriebskosten mit den Kassen aushandeln kann.

Klar sind die Verträge Bundeslandspezifisch. Erschwerend kommt noch hinzu, dass jeder Berufsverband in " seinem Bundesland" andere Honorare mit den Kassen aushandelt.

Noch komplizirter wird es, da es auch noch innerhalb eines Bundeslandes verschiedene Vergütungsvereinbarungsmodelle gibt. In Hessen zum B. alleine schon 4.

Einzig nicht zugelasse Pflegeeinrichtungen können ihre Preise frei kalkulieren, die können dann jedoch nicht mit den Pflege u. Krankenkassen abrechnen. Der Kunde muss dann alles privat bezahlen.

Dadurch entsteht dem Pflegebedürftigen der Nachteil, dass er dann keine Kombileistung sondern nur das niedrigere Pflegegeld erhält.

So viel dazu.

Der PD, der beim Fragesteller aktiv ist, scheint ja eine Zulassung zu den Kassen zu haben, da wie er schreibt: mit der Kasse abgerechnet wird.

Cairns du schreibst: ich glaube, dem fragesteller ging es um falschabrechnungen und nicht um belehrungen, was nun SGB V und/ oder SGB XI ist.

Und genau hier liegt ja das Problem die Frage zu beantworten. Um dem Fragesteller antworten zu können ob falsch abgerechnet wurde müssten wir die Leistungsnachweise und die rechnungen vorliegen haben. Alles andere ist hier reine Spekulation.

Auch hat der Threaderöffner bisher noch immer nicht gesagt, welche Leistungen oder was der PD für diese 30€ die Stunde erbringt.

ER machte bisher nur sehr vage Andeutungen dazu, sagt nicht konkret was erbracht wird.

Wie schon gesagt hege ich den Verdacht, dass er hier etwas miss versteht.

Um ihn über die Abrechnungsmotalitäten zu informieren muss das System "kurz" erklärt werden.

Carins: welche Leistungen ausser Betreuungsdiensten u. Verhinderungspflege rechnet ihr denn nach Stundensätzen ab?

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