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Im Altenheim "aushelfen"

Edmma_5Pexel hat die Diskussion gestartet


Ich vermute, der Fadentitel ist etwas irreführend, aber mir fiel nichts ein, was meine Frage treffender beschreiben könnte. ":/ Es geht hier nicht um ein Praktikum, ein freiwilliges soziales Jahr o.ä., sondern um folgendes:

Seit kurzem bin ich ja nun wieder regelmäßig mit unserem jüngsten Kind unterwegs und laufe dabei bei meiner Runde um den örtlichen See immer an einem Seniorenwohnheim vorbei. Ich selbst habe so gut wie keine Familie und die, die ich noch habe, lebt verhältnismäßig weit entfernt. Nun überlege ich seit einiger Zeit, ob ich nicht vielleicht zu dem ein oder anderen Bewohner des Heims Kontakt bekommen könnte. Als Kind habe ich miterleben müssen, wie meine heißgeliebte Großtante in ein Heim gegeben wurde und dort zusehends vereinsamt ist und ich kann mir vorstellen, dass es dem ein oder anderen Bewohner hier genauso geht. Da ich sowieso so gut wie jeden Tag dort vorbeilaufe, wäre es doch schön, einem Menschen eine Freude zu machen und ihn an zwei oder drei Tagen in der Woche zu besuchen. So weit also meine Überlegung.

Nun gut, wenn ich das so lese, klingt das alles furchtbar kitschig und naiv. Ich meine, ich kann da ja nicht reinspazieren, mir einen sympathisch aussehenden Rentner krallen und sagen "Und Sie besuche ich ab morgen dann jede Woche! Ich habe nämlich gerade nichts Besseres zu tun!". :-/ ;-D

Sowas ergibt sich doch normalerweise, oder? Es will ja auch nicht jeder gleich Besuch von einer Wildfremden mit Kind und Erbschleicherei will ich mir auch nicht unterstellen lassen. ;-) Über einen Nebenjob oder ein Praktikum kann ich dort keinen Zugang finden, das funktioniert mit einem Baby einfach nicht. Also: Die Idee einfach ad acta legen? Oder habt ihr einen Vorschlag? Hat jemand sowas schon mal gemacht oder erlebt?

Antworten
SVunfYloiwerx_73


Ich habe einige Verwandte in Altenheimen. Und da gibt es Freiwillige/Ehrenamtliche, die vorbeikommen, mal spazieren gehen, vorlesen,... Also Dinge, die bei Personalmangel oft zu kurz kommen und wo auhc keinerlei Pflegekenntnisse etc. vorhanden sind.

(In meinem Heimatort gibt es sogar ein Altenheim, wo im EG eine KiTa ist – da trifft dann ganz alt auf ganz jung!).

Kurzum:

Frage in Heimen nach, ob sie solche Freiwilligen gebrauchen können. Wenn ja, geh' halt hin und mache Dinge wie vorlesen, Smalltalk, spazieren gehen. Vielleicht kommt so engerer Kontakt zu einer Person zustande.

Finde die Idee gar nicht so naiv... Eine Bekannte meiner Eltern macht sowas ähnliches im Krankenhaus (kleine Erledigungen für Patienten,...). Nur wechseln da die Patienten halt sehr schnell, während man im Altenheim schon eher einer "feste" Gruppe hat.

s:amxple


Einfach mit baby auf eine dem seniorenheim nahegelegene Parkbank setzen und warten. und wenn sich jemand zu dir setzt der dir jemand sympatisch ist, schlägst du zu. ;-) ;-D

c%laixret


Ich würde einfach mal zur Heimleitung gehen und fragen. Meine Tante macht ehrenamtlich Musik mit Leuten im Altenheim. Die sind immer ganz froh über Leute, die sich ein bißchen engagieren möchten. :-)

Und mit Baby bist du bestimmt der Hit. ;-D

S{uSnf[lowxer_73


Und mit Baby bist du bestimmt der Hit.

Das habe ich auch gedacht!

RXumo


Das geht recht einfach. Genau wie hier geschrieben. Heimleitung ansprechen und los gehts.

Ich würde aber mein Baby nicht gerne mit ins Heim nehmen. Da sind nun mal heftige Keime, hautkrankheiten ect. unterwegs und die Alten wissen zum Teil nicht (mehr) das sie sowas haben...

SzuperkJrötxe


Frag doch einfach mal im Seniorenheim nach, vorne an der Rezeption. Die freuen sich sicherlich wenn du ein Ehrenamt belegen möchtest und wenn du dabei dein Baby mitbringst wirst du schnell überbelegt ;-) .

Ich finde das eine tolle Sache und überhaupt nicht kitschig oder so.

Vor meinem ersten Kind habe ich auch in einem Seniorenzentrum gearbeitet, da kamen auch "Ehrenamtler" vorbei und die Herrschaften haben sich gefreut. Ich fand es immer schade als Pflegerin so wenig Zeit zu haben um sich richtig zu unterhalten, denn vieles was sie erzählten war interessant.

Eigentlich schade, gerade Leute die soviel erlebt haben doch gerade viel zu erzählen.

Emma, trau dich, frag nach :-) .

szing_hga


Caritas oder Diakonie haben meistens soetwas, wie Besuchskreise: Dass heisst die vermitteln Freiwillige, die alten Menschen vorlesen, spazieren gehen oder aehnliches. Vielleicht ist es ja auch fuer dein Kind toll eine "Ersatzoma" zu haben.

o$thwellxo


Klar, mann kann so etwas ganz offiziell über die Heimleitung machen – ich persönlich würde eher wie von sample vorgeschlagen machen – ist sicher unverbindlicher, spontaner und – aber auch spannender....

E;mmaA_Pexel


Danke euch für die Antworten.

ich persönlich würde eher wie von sample vorgeschlagen machen – ist sicher unverbindlicher, spontaner und – aber auch spannender....

Das stimmt sicherlich... Andersrum freut sich ja vielleicht jemand ganz besonders, der nicht mehr so gut zu Fuß ist und daher selten raus kommt. :-/

Vielleicht halte ich es auch erstmal so: Demnächst lege ich einfach auf dem Rückweg einen Zwischenstop in deren Park ein und schaue mich ein bisschen um. Entweder es ergibt sich dann was oder eben auch nicht. Und wenn nicht, kann ich immer noch gezielt die Heimleitung ansprechen, sobald das Wetter sich nicht mehr so schön zum Rumlungern auf Parkbänken anbietet. ;-)

Ich würde aber mein Baby nicht gerne mit ins Heim nehmen. Da sind nun mal heftige Keime, hautkrankheiten ect. unterwegs und die Alten wissen zum Teil nicht (mehr) das sie sowas haben...

Das sehe ich nun nicht ganz so dramatisch. Ich will ja nicht zehn Leute besuchen und ihnen auf's Klo helfen und drücke auch niemandem das Baby einfach so in den Arm. Meine Uroma würde ich ja auch bedenkenlos mit meinem Baby im Altenheim besuchen und außerdem werden hoffentlich die Pfleger wissen, wenn eine ansteckende Krankheit grassiert. Ich vermute mal, unsere Kleine ist durch den größeren Bruder sehr viel mehr Keimen ausgesetzt. ;-)

S8unf-lower$_73


Das mit den Keimen halte ich – so pauschal – für Quatsch.

Ja, ältere Leute sind anfälliger und in Altenheimen gibt es immer mal wieder Infektionswellen (bspw. gerne Noro-Virus). DANN wird da eh isoliert und dann würde ich mein Kleinkind auch nicht mitnehmen.

Aber pauschal ist das Risiko nicht anders als bspw. in einer KiTa – wo ja auch gerne irgendwelche Infektionskrankheiten ausbrechen und viele Kinder gleichzeitig krank werden.

RZumxo


Mrsa ist schon häufiger in Heimen als in Kitas. Deshalb finde ich ja aber auch wichtig sich beim Heim anzukündigen. Dann bekommt man nämlich solchInfos, wer gerade was ha t etc.

Auch, wen du mitnehmen kannst und wen nicht. Einfach weil es spannender ist spontan, finde ich nicht so geeignet.

Also einfach fragen.

SWuCnfl&owexr_73


Als ob ein Altenheim auf MRSA testet. Und solange der Keim nicht in eine OP-Wunde gerät, tut er auch nix...

Und ankündigen sollte man sich schon, wenn man ehrenamtlich etwas machen möchte. Aber sich ankündigen, nur um zu erfahren, ob gerade irgendjemand krank ist: Warum? Ein Altenheim ist keine Isolierstation!

Rjuxmo


und alte menschen werden nicht operiert? wie viele kommen mit offenem mrsa aus dem kh und halten sich nicht an die iso?

außerdem habe ich nicht geschrieben, das es beim ankündigen nur um ansteckung geht... aber das wolltest du scheinbar nicht lesen.

aber darum geht es hier auch gar nicht.

EOhemali_gerf Nutzer (#32x5731)


Ich würde da mal anfragen ob es vielleicht alte Menschen gibt die wenig Besuch bekommen und sich über Besuch freuen würden ...ich würde sagen da spricht nichts dagegen

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