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Dürfen Heilerziehungspfleger Blut abnehmen und i.v. spritzen?

b1eetle1juicxe21


@ Zrub:

Geb ich dir vollkommen recht, mich störte nur die Aussage, dass das Quatsch ist. Das klang so, als hätte ich keine Ahnung ;-)

Ich hab aber auch viele Kollegen die wollen diese Verantwortung gar nicht haben und sagen das wäre Arztaufgabe. Scheinbar sind viele mit der reinen Pflege vollkommen zufrieden (sind meist die Älteren muss ich zugeben)...

Und bei Rettungskräften ist das Thema ja noch interessanter.

Ich arbeite ja jetzt "autonom" in der Heimbeatmung... bei Notfällen muss ich auch einfach... wir haben ne lange Liste an Bedarfsmedikation da verfüge ich auch frei drüber genau wie über Sauerstoff.. aber sobald es an Spritzen geht müsste ich den RTW rufen... bzw sobald meine Intervention nichts bringt.. logisch.

Z"Rxub


Ich hab aber auch viele Kollegen die wollen diese Verantwortung gar nicht haben und sagen das wäre Arztaufgabe. Scheinbar sind viele mit der reinen Pflege vollkommen zufrieden (sind meist die Älteren muss ich zugeben)...

Was ich schade finde.

Das ist sicher eine Wichtige Aufgabe aber im Grunde können das meiste halt auch Pflege Helfer durchführen.

Ich hätte durch aus auch Interesse mal länger auf einer Intensivstation oder im Anästhesistischen Funktionsdienst zu arbeiten aber ich würde das nie in einer Klinik aushalten wo man für jeden Furz nen Arzt Fragen muss und wirklich nur als Wasch und Lagerungsdienst gesehen wird.

Und gerade im Bereich von Blutabnahme, Spritzen sind wir eher im Bereich von ein paar Handgriffen die vor allem einfach 3-4 Übung brauchen aber jetzt nicht wirklich viel können erfordern. (Und die Wirkung, Indikationen und Gegenanzeigen u.s.w für die Verabreichten Medikamente sind zumindest bei RAs auch ein großer Bestandteil der Ausbildung.)

Selbst das immer zum heiligen Gral erklärte Intubieren ist wenn man das Ordentlich gezeigt bekommt und übt nichts besonderes. (Natürlich auch Teil der Ausbildung und trotzdem unter vielen ÄLR für RAs verboten.)

Aber es ist ja selbst so dass Augen und Hautärzte RAs weisungsbefugt sind selbst wenn sie von Notfall Medizin 0 Ahnung haben während der RA eine dafür Ausgebildete Fachkraft ist für denn das Routine ist.)

tDat4ua


Für Patienten ist es fast immer von Vorteil, wenn gut ausgebildete Fachkräfte auch ihre Fähigkeiten und Kompetenzen nutzen dürfen. Die sind oft schon vor Ort und wenn dann nur der Arzt dies oder das darf, dann muss der Patient warten, was im besten Fall Unanehmlichkeiten und Schmerzen bedeutet – im ungünstigen Fall setzt es dem Patienten einem Risiko aus.

Wobei es eben bei bestimmten Dingen auch Gefahren gibt und wenn dann die Ausbildung nicht gut genug war...

Mir hat mal eine Intensivschwester auf der Dialysestation den nicht mehr durchgängigen ZVK mit einer 50ml Kochsalzspritze gespült %-|

Sie hatte Erfolg – die Blockierung war behoben ;-D

Preisfrage: Und was ist dann passiert?

Der Thrombus an der Katheterspitze wurde durchs Herz in die Lunge gespült, wo er eine Embolie verursacht hat...was auch sonst

bReet_lejuicxe21


Thrombus? *ich gestehe ich hab die sternchen nicht gelesen*

Andererseits hab ich auch gelernt das man PVKs so freispülen kann... hmmmm....

@ ZRub:

da gehen wir vollkommen konform, darum hab ich den Weg gewählt bei den Kindern daheim zu sein.. ich leg mich jetzt nur mit unfähigen Kinderärzten an die nur schnupfen behandeln können aber nicht wissen wie ein Tracheostoma funktioniert... oder mit den Eltern (aber das ist ein anderes Thema)...

Solange Pflegekräfte nicht mal selbst wissen was sie wollen ist es a) kein wunder das sie nach außen keine Lobby haben und b) selbst intern nur als Bettpfannenträger gesehen werden.

tna"tua


@ beetlejuice

PVK kann man auch so freispülen... aber ein ZVK endet quasi im oder vor dem Herzvorhof.

Wenn sich da ein Thrombus gebildet hat (ja, es hatte sich ;-) ) dann wird er durchs Herz gespült und landet direkt in der Lunge.

Und ein Thrombus, der sich am einem großlumigen ZVK bildet, ist auch potentiell deutlich größer als einer in so einer dünnen peripheren Verweilkanüle.

Die Schwester (sie hatte mir vorher noch erzählt, dass sie neu ist und ganz aufgeregt, weil sie das erste Mal eine eins zu eins Betreuung selbstständig macht) hatte möglicherweise ihre Erfahrungen mit peripheren Zugängen auf diese Situation übertragen und mir so eine nette Lungenembolie beschert.

Sie war hinterher ganz verweint und ich hab mich da noch gewundert – ich hab erst später kapiert, dass sie da einen netten Kunstfehler verbrochen hat, was ihr ihre Kollegen sicher schon gesteckt hatten.

b\eetldejuicex21


boh ich kann nicht mehr lesen tatua, entschuldige....

ich war die ganze zeit von PVKs ausgegangen... logisch das freispülen am ZVK überhaupt nicht geht...

Entschuldige du musst mich jetzt ja für genau so nen Vogel halten wie besagte Schwester... %:| @:)

J1ulia`nia


Ui, der ZVK geht auch so tief? Ich dachte, der Port ginge tiefer hinein als der ZVK. Vom Ziehgefühl her steckte der ZVK wirklich nur ein paar cm in der Subclavia drin, nicht bis in den Vorhof hinein.

Der Port wird mir übrigens immer mal durchgespült, obwohl er nicht rückläufig ist. Bisher keine Lungenembolie durch gut durchgespülten Thrombus, aber wer weiß was noch so alles passieren wird. :-)

_bHeikxe_


In vielen Einsatzgebieten bedeutet das: Ich stehe als Fachkraft mit Entsprechender Ausrüstung vor Ort weiß wie ich dem Patienten helfen könnte und darf erst mal zusehen bis sich die Situation so weit verschlechtert hat dass die Notkompetenz greift. Das ist für den Patienten super!!!! NOT!

Ich habe das ähnlich erlebt. 3 Jahre Berufsausbildung zur Krankenschwester, allerdings ohne Examen. Beim Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr als First Responder: man könnte sofort spritzen, intubieren, etc., darf aber nicht. Zum einen verständlich, wegen rechtlicher Absicherung usw., im Notfall aber absolut frustrierend und hinderlich.

b=eetlejEuicqe2x1


du könntest intubieren nach 3 jahren pflegeausbildung ohne Abschluss? Wow das könnte ich nach 3 jahren Intensivpflege noch nicht so ohne weiteres ;-)

gut das alle Kinder die ich betreue eh schon tracheotomiert sind ;-)

tsatuxa


@ beetlejuice

Mensch, ich hab deine Antwort völlig übersehen |-o

Nee, keine Sorge – du hattest ja klar geschrieben, dass du nur einen PVK so spülen würdest @:)

Ich hab das nur mal so eingeworfen als ein Beispiel, dass eben doch auch ganz ernste Folgen bei solchen Routineeingriffen passieren können und das eine gute Ausbildung super wichtig ist. Diese Kiste hätte echt ins Auge gehen können – wobei ich ja schon in einem Krankenbett unter Intensivbedingungen lag – insofern war es vll. nicht soo gefährlich.

@ Juliania

Ich wiß nicht, ob ein ZVK immer so tief liegt – meiner lag so..wird ja mit Röntgen kontrolliert. Generell weiß beetlejuice oder andere vom Fach da sicher mehr.

aber wer weiß was noch so alles passieren wird

Wenn man richtig krank wird, dann gibt es oft nur die Wahl Medikamente und Prozeduren zu nehmen bzw. machen zu lassen, die wirklich gefährlich sind oder der Krankheit ihren Lauf zu lassen. Dann muss man auf sein Glück vertrauen und das wünsche ich dir – dass du keinen Kummer mit dem Port hast und dass du den Krebs verjagt hast!

dns9


Ich habe das ähnlich erlebt. 3 Jahre Berufsausbildung zur Krankenschwester, allerdings ohne Examen. Beim Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr als First Responder: man könnte sofort spritzen, intubieren, etc., darf aber nicht. Zum einen verständlich, wegen rechtlicher Absicherung usw., im Notfall aber absolut frustrierend und hinderlich.

Du würdest dir zutrauen draussen in der Stressituation einen Patienten zu intubieren? (Wir reden von Endotracheal, oder?) Viele geübte Anästhesisten haben großen Respekt davor, v.a. weil man nie weiß wies da genau im Patienten aussieht.

V.a. für First Responder: no way. Was tust denn wenn da irgendwas schiefläuft, quasi komplett allein?

_nHei&ke_


Okay, sagen wir so: in der Klinik war es keinn Thema, unter Optimalbedingungen ;-)

Was ich aber eigentlich, natürlich überspitzt, damit ausdrücken wollte, war die erzwungene Handlungsunfähigkeit der Notfallkräfte.

Heute bin ich alleerdings so lange aus der Praxis raus, da würde ich überhaupt nicht mehr auf die Idee kommen, ich könnte da professionell helfen.

bPeetlteju&ice2x1


also ich sag mal so: in der freien Natur schränken mich die umgebungsfaktoren doch mehr ein, als die gesetzlichen Vorgaben für Ersthelfer. Ich hätte doch gar nichts dabei, weder für nen Zugang noch für sonstiges... da ist man mit der normalen CPR doch gut bedient und hofft, dass das reicht.

Oder meintest du jetzt bei Notfällen auf der Station wo du aber auf den Doc warten musst? Der sollte ja schnell da sein...

_xHeidke_


Nein, ich meinte das schon auf die "freie Natur" bezogen, aber unter den Vorraussetzungen, dass eben ALLES vorhanden ist, wie es bei einem Feuerwehr-/ First Respondereinsatz eben der Fall ist.

Es gibt einen kompletten Notfallrucksack mit Infusionsbesteck, -medikamenten, usw. und (fast) keiner darf es benutzen ":/

was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich das Bedürfnis gehabt habe, wild west Medikamente zu spritzen

Z%Ruxb


also ich sag mal so: in der freien Natur schränken mich die umgebungsfaktoren doch mehr ein, als die gesetzlichen Vorgaben für Ersthelfer. Ich hätte doch gar nichts dabei, weder für nen Zugang noch für sonstiges... da ist man mit der normalen CPR doch gut bedient und hofft, dass das reicht.

Rettungsassistenten haben aber im RTW alles dabei.

Die First Responder der Freiwillige Feuerwehr haben einen Notfallkoffer auf dem LF verladen.

Oder meintest du jetzt bei Notfällen auf der Station wo du aber auf den Doc warten musst? Der sollte ja schnell da sein...

Der sollte schnell da sein....

Die Realität ist dass außerhalb von Großstädten bis zum Eintreffen des Notarztes gerne mal 20min + vergehen.

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