» »

Pflanzliche Alternative zu Quetiapin/ Seroquel gesucht

Mto4niM


Wenn ein Patient, der vorher noch sehr kommunikativ war, erzählt und gegessen hat, nach dem Ansetzen des Zeugs kaum mehr spricht und isst, dann wäre die Dosierung deutlich zu überprüfen.

Das war hier aber nicht der Fall. Die Oma hat wohl davor schon wenig geredet, wenn ich das richtig verstanden habe. Deswegen ist mir auch nach wie vor nicht wirklich klar, ob die Verhaltensweisen der Oma wirklich durch das Quetiapin oder einfach durch ihr Alter ausgelöst sind.

Wäre sie durch das Quetiapin wirklich stark sediert, würde sie, meiner Meinung nach, auch keine Schreianfälle mehr haben. Das spricht auch sehr gegen das zombiartig im Bett liegen.

t.atuxa


@ Moni M

Das war hier aber nicht der Fall. Die Oma hat wohl davor schon wenig geredet.

Die TE schrieb:

Vor einem 3/4 Jahr konnte sie noch gut längere Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit erzählen.[...] vor ca. 4/5 Monaten erzählte meine Mutter, dass meine Oma kaum noch redet [...] sie und ich konnten nicht erklären wieso sie plötzlich gar nicht mehr spricht. Sie schreit wohl zunehmend auch ständig, ob in ihrem Zimmer oder im Aufenthaltsraum. Und im Februar konnte sie sich noch einigermassen artikulieren und reden, und jetzt kaum noch. [...] Vor allem verweigert sie schon seit einigen Wochen das Essen, obwohl sie sich bis dahin regelmässig von meiner Mutter füttern liess.

@ MoniM und Sunflower und die TE

hier sind dann mal ein paar Fakten:

Das Sterblichkeitsrisiko älterer dementer Patienten, die wegen Verhaltensstörungen oder psychotischer Symptome "atypische" Neuroleptika einnehmen, steigt in plazebokontrollierten Studien auf das 1,6- bis 1,7-fache. Ähnliches gilt nach vorläufigen Daten wahrscheinlich auch für konventionelle Neuroleptika.

Die neuen Warnungen unterstreichen die Notwendigkeit, die unkritische Anwendung insbesondere "atypischer" Neuroleptika bei Pflegeheimbewohnern mit Demenz einzuschränken.

Eine Therapie mit Neuroleptika soll nur in Betracht gezogen werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen versagt haben oder ungeeignet sind und nur bei schwerer psychotischer Symptomatik oder Aggressivität, wenn diese mit Selbst- oder Fremdgefährdung einhergehen.

Nach individueller Nutzen-Schaden-Abwägung kommen unseres Erachtens am ehesten klassische, möglichst wenig anticholinerg wirkende Mittel wie Haloperidol und bei deutlich schlechterer Beleglage eventuell auch Melperon (EUNERPAN u.a.) oder Pipamperon (DIPIPERON u.a.) infrage. Sie sollen niedrig dosiert und nur kurzfristig mit regelmäßigen Absetzversuchen verordnet werden.

Quelle: [[http://www.arznei-telegramm.de/html/2005_05/0505051_02.html Arzneimitteltelegramm]]

Das Medikament Seroquel (Quetiapin), das in Pflegeheimen allgemein zur Behandlung von körperlicher Unruhe, einem häufigen Alzheimersymptom, eingesetzt wird, soll den Verlauf der Erkrankung beschleunigen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Institute of Psychiatry gekommen. Ein Sprecher des Herstellers AstraZeneca, erklärte das Medikament sei sicher und wirksam. Psychopharmaka wie Quetiapin werden laut BBC in bis zu 45 Prozent der Anstalten eingesetzt. Sie werden auch zur Behandlung von Schizophrenie verabreicht. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

93 Patienten in Pflegeheimen im Nordosten Englands, die an Alzheimer, Demenz und deutlicher körperlicher Unruhe litten, wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten begleitet. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt täglich eine Dosis Quetiapin, eine weitere erhielt Rivastigmin und die die dritte ein Blindpräparat. In der Folge wurden ihre Unruhewerte und die kognitiven Fähigkeiten wie das Gedächtnis beurteilt. 46 Patienten absolvierten nach sechs Wochen entsprechende Tests. Jene 14 Personen, die Quetiapin erhalten hatten, zeigten durchschnittlich ein Absinken von 14 Punkten auf der Verfallskala. Bei den Patienten, die das Blindpräparat nahmen, zeigte sich fast keine Veränderung. Die Einnahme von Rivastigmin führte zu einer geringen oder keiner Verschlechterung des Zustandes. Allerdings zeigte sich im Vergleich mit der Placebogruppe auch keine Verbesserung der Symptome.

Ergebnis einer Studie Quelle: [[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=15722369 leider nur in Englisch]]

Speziell für die TE

Seit sie im Heim ist, baut meine Mutter stark ab. Sie verliert massiv an Gewicht und ist eigentlich ständig verwirrt. Es kommt kaum noch ein klarer Satz über die Lippen.

Dies ist aus einem Posting einer Angehörigen einer Parkinsonkranken, die in einem Pflegeheim als einzige neue Medikation Seroquel bekam! Kommt mir vertraut vor....

Quelle: [[https://www.parkinson-web.de/forum/posts/list/138117.page Parkinsonforum]]

Es ist durchaus denkbar, dass es an dem Zeug liegt.

[[http://www.pflege-shv.de/ Hierhin]] kannst du dich mit Fragen wenden... @:) :)*

eYr-holQung


hallo,

danke für die postings nochmal. werde versuchen auf das ein-oder andere einzgehen, je nach kraft, den rest evtl. morgen.

Tatua,

vielen Dank, dass Du da einiges klarstellst. Da ich mich jetzt seit einigen Wochen darum gekümmert habe, ist mir klar, dass dieses Mittel enorme Nebenwirkungen für meine Oma hat. Und zwar noch wesentlich mehr, als für jüngere Menschen. Die können zumindest noch sagen, dass es ihnen so oder so damit geht, was meiner Oma in ihrem derzeitigen Zustand nicht mehr möglich ist. Und ich das für Sie tue.

Ich kenne auch diese Info aus dem Arzneitelegramm, und noch viele andere. Habe auch nochmal geschaut, und das mit dem Probleme beim Sprechen gefunden und Schluckbeschwerden.

Du und andere haben auch noch vieles andere geschrieben, was stimmt.

Und mit den Blutwerten nachmessen habe ich auch schon vor einigen Monaten gesagt. Bin halt aufgrund Entfernung nur selten dort. kontaktiere aber dauernd meine Mutter, die allerdings wenig Ahnung hat. habe ihr schon einige Infos geschickt und mit ihr häufig über die Gefahren geredet, u.a. auch das was über das Quetiapin/Seroquel aufgrund der Forschungen zusammengetragen wurde, was Du ja insbesondere hier genau geschildert hast. Da ihr (also die die Fachsachen hier mit Erfahrungswissen aus Arbeitsbereichen beschrieben haben) habt ihr ja da noch viel mehr mitbekommen, und durch das zusammentragen der Infos hier im Faden ist es ja schon ziemlich deutlich geworden, was hier eigentlich los ist.

Zumindest hätten sie regelmässig Blutwerte bestimmen müssen, bzw. bestimmte andere Werte je nachdem wie meine Oma reagiert oder sich verhält. Das ist so wie ich das jetzt herausgelesen habe auch Vorschrift und steht teilweise auf den Packungsbeilagen: sowieso bei so hohem alter wie bei meiner Oma.

Du schreibst ja, dass die Dosierung zu überprüfen wäre, und wenn die niedrige Dosierung zu hoch muss man wohl halbieren oder eben absetzen oder ausschleichend absetzen und schauen wie es ihr geht, und sich was überlegen. Das sage ich ja auch schon seit Monaten meiner Mutter (also nicht ständig wegen dem überprüfen, aber wegen dem absetzen. habe mich ja auch schon wegen naturheilkundlichem erkundigt, nicht nur im Forum sonder schon anderweitig.

Das Pflegepersonal wiegelt nur ständig ab, sie bräuchte das unbedingt wegen dem Schlafen. Und wenn sie nicht schläft, dann wird sie ganz schnell abbauen (das sagen sie ständig meiner Mutter, die denen mehr glaubt, als mir). Ich habe ihr jetzt schon unzählige male gesagt, dass die Beschwerden die meine Oma hat auch mit diesem Mittel zu tun haben.

Als ich das letzte Mal bei ihr war im Sommer, hat sie plötzlich auch angefangen die ganze Zeit zu schreien, und ich war völlig fertig, weil ich nicht wusste was los ist, und überlegte ob ich den Krankenwagen rufen soll, so schlimm war das. Das Personal hatte auch gerade keine Zeit sich zu kümmern. Also meine Oma kannte mich gar nicht mehr. Als meine Mutter dann später kam, war sie plötzlich innerhalb kurzer Zeit ruhig. ich konnte es kaum glauben. Mir hat das richtig Angst gemacht, weil ich einfach nicht wusste, was überhaupt los ist.

Jetzt muss das Ganze aber noch viel schlimmer geworden sein, weil sie wohl ständig schreit.. Das hatte meine Mutter aber dort auch schon gesagt, dass sie häufig schreit. Eine andere Heimbesucherin hatte auch gesagt, dass meine Oma ein schmerzverzerrtes Gesicht hat. Ausserdem hatte sie da fast 2 Monate einen Gips am Arm, und durfte den Arm nicht bewegen. Also sie sitzt auf dem Stuhl, oder im rollstuhl oder liegt im Bett. Sie konnte sich nicht reden, hat schmerzen, keine Bewegungsfreiheit. Das ist doch der reine Horror.

Meine Mutter ist Rentnerin, deshalb kann sie sich regelmässig kümmern und hinfahren. Sie verwendet auch viel Zeit für diese Pflege, da sie Essen vorbereitet, hin und herfährt und andere Sachen besorgt. Manchmal ist sie auch 2x dort. Sie muss allerdings auch noch ne Weile fahren, bis sie dort ist.

schreibe wohl nachher noch weiter

MXo3niM


@ tatua:

Mit max 31 Teilnehmern pro Subgruppe ist die "Studie" allerdings nicht aussagekräftig-das darf man auch nicht vergessen.

MOonxiM


Ich wollte auch Baldrian im krankenhaus zum Schlafen haben. Das gabs nicht, aber ein Benzo hätte ich sofort bekommen. :(v

Baldrian wirkt nicht bei Einzelgabe!! Deswegen macht es gar keinen Sinn, es als Einschlafmittel zu verlangen-da kann man auch gleich Traubenzucker lutschen, das hat den gleichen Effekt (mal abgesehen davon zeigen alle Schlafmittel, auch Benzos, nur mäßige Effekte im Vergleich zu Placebos-aber das ist eine andere Geschichte). Baldrian wirkt nach mehr als 4wöchiger, regelmäßiger Einnahme.

M$o\nei8M


Zumindest hätten sie regelmässig Blutwerte bestimmen müssen

Es ist aber wohl nicht mal klar, ob das nicht vielleicht doch gemacht wurde.

Wenn ihr bei der Sache so ein schlechtes Gefühl habt (was ich verstehen kann), bleibt euch nur, eure Oma in die heimische Pflege zu nehmen. Denn die Behandlung die deine Oma momentan erfährt, ist nun Mal leider eher Standard.

eTrhSolhung


Danke für dein Mitgefühl und liebe Begleiter braucht sie auf jeden Fall.

Der allgemein schlechte Zustand, körperlich wie geistig hängt auch mit dem Medikament zusammen. Das Mittel verursacht auch Probleme beim Schlucken und auch Sprechen steht auch in einer Packungsbeilage. kommt sogar häufiger mal vor.

in so einem hohen Alter und bei ihrer körperlichen schwäche und Verfassung kommen die Nebenwirkungen natürlich erheblich stärker durch, als dies vllt bei jüngerem/ kräftigeren Menschen der Fall ist. Obwohl es da auch welche gibt, die eher empfindlicher reagieren als andere. Ist ja auch bei anderen Medikamenten so, dass die Menschen verschieden darauf reagieren. Und das hat mit ganz vielen Gründen zu tun.

buddleia

ist oke.. ich kenne das Medikament Risperidon (Neuroleptika). Ist auch nicht schlimm,dass Du das geschrieben hast. Ich habe mich ja auch nur aufgeregt wegen einer bestimmten Frage, und nicht weil man noch solche Medikamente hier erwähnt hat. ;-)

eCrholxung


oh, hole was nach:

mein voriger Beitrag ging zuerst an Dich Ursina.

also der erste Teil meines Beitrages

grus

ehrholWung


MoniM

Zu Pflegesituation zu Hause, im Pflegeheim oder im anderen Pflegeheim

wir, bzw vor allem auch Ich haben uns schon seit den 2 Jahren seit sie dort ist und es da verschiedentliche Probleme gab darüber unterhalten, ob wir sie vllt doch nach hause holen sollen. Es war schon ein häufiger Diskussiongegenstand. Und Mutter und Tante haben sich auch über 3 verschiedene andere Heime in Umgebung erkundigt, also die noch in erreichbarer Nähe für meine Verwandten sind.

Doch die sind ähnlich im Konzept.

Und das nachhauseholen war auch schon häufig Thema:

1. weil meine Oma schon seit sie dort ist häufig sagt, dass sie nach Hause möchte. also ständig, immer wieder, also zu der Zeit, als sie sich noch besser artikulieren konnte.

mir fällt gerade ein, dass sie vllt im jetzigen Zustand so verwirrt wurde durch das medikament, dass sie vllt nicht genau weiss, wo sie sich befindet. meine mutter hat auch erst erwähnt, dass sie sogar denkt, dass Oma vllt meine mutter nicht mehr erkennt. ist ihre wahrnehmung.

2. ist auch ne finanzielle Geschichte. weil es ständig 2 anwesende Pflegepersonen braucht, die da sind, um sie aus dem Bett zu heben etc.

und meine Mutter kann das nicht mehr, also müssten 2 Personen bezahlt werden. Dafür fehlt das notwendige Geld.

Wobei ich auch stark dafür bin, dass die Geschwister in dem Fall zusammenlegen müssen und das noch ermöglichen. Damit meine Oma so lange sie noch lebt ihren grossen Wunsch erfüllt bekommt.

Dass dies die Standardpflege ist, weiss ich gut. Das Personal ist soweit auch nett, wie man das erwarten kann. und den einen Pfleger oder 2 der männlichen Pfleger, die ihr zugeteilt waren mochte meine Oma auch.

die Frauen die dort pflegen waren auch nett, also bestätigt meine Mutter auch. Die Mankos, die hier ausführlich besprochen werden bestehen trotzdem bei der Standardpflege, bei dem Personalschlüssel, bei der Ausbildung und Wissensstand.

Nein, die Blutwerte wurden kein einziges Mal bestimmt, das ist mir jetzt klar geworden, weil meine Mutter mir das auf jeden Fall erzählt hätte. weil sie weiss, wie ich mich darum kümmere und ich ihr schon viele Infos zugeschickt habe und häufig über das Thema mit ihr spreche was

das Medikament angeht.

e6rhxolu-ng


nachtrag:

Thema Baldrian und anderes:

erstens: man kann das versuchen. Da es ja so ist, wie Tatua schon ausführlich beschrieben hat, dass meine Oma keine Schlafprobleme hat, sondern das natürliches verhalten ist, ist es ja so, dass mit quetiapin zum schlaf gezwungen wird, bzw. ruhiggestellt wird. kannst Du nochmal nachlesen, was sie schrieb.

Also ist es ja an sich eigentlich schon falsch überhaupt ein Schlafmittel zu geben, da dies ja nur ermöglichen soll, um ca. 19.00 Uhr die leute ins bett und zum schlafen zu bringen. Es hat gar nichts mit dem Schlafbedürfnis der Menschen zu tun und schon 2 mal nichts mit irgendwelchen Demenzen oder psychiatrischen Diagnosen. Hatte meine Oma nie, auch im hohen Alter nicht, das wird erst daraus gemacht! Und zwar auch bei den meisten anderen, damit man die Leute ruhig stellen kann. Das habe ich auch bei anderen gesehen, und das auch so gesagt.

Durch diese Medikamente werden die alten menschen aber in diese richtung gebracht. weil ihr natürlicher lebens-und ausdruckswille übergangen wird, und diese diversen Nebenwirkungen diese schlimmen Zustände hervorbringen, und dann sagt man das wäre die Ursache, wieso sie diese Medikamente bekommen. Es ist gerade andersherum.

Bei Menschen die wirklich starke Gedächtnisverluste unabhängig von Medikamenten haben, ist das wieder etwas anders gelagert, bzw. anderes Thema. bei ihr hat sich altersbedingt schon etwas verändert, aber nicht so, dass es auf die Art und Weise zu behandeln wäre. wie gesagt, das ist auch nicht die Begründung für die medikamentengabe, sondern das Schlafen. Und das ist jetzt hinlänglich herausgearbeitet, dass da gehörig was falsch läuft: auch wenn das die Standardpflege darstellt.

eCrhoblung


Tzatziki

Heute denke ich mir die Angst, die Bewegungsarmut des ständigen im bettliegenmüssens, was den Kreislauf lahmlegt, lieblose Behandlung von Pflergern, Schwester und Ärzten

habe jetzt nur mal einen kleinen Ausschnitt deines Geschriebenen genommen. Ansonsten sehe ich vieles wie Du, seit ich mich intensiver damit beschäftigt habe, wie es meiner Oma jetzt geht in den vorigen Jahren und was sie/ und auch ich bzw. meine Mutter im Pflegeheim erleben.

Bewegungsarmut auch durch die verschiedenen Gebrechen meiner Oma, sehe ich auch als grösseren Teil des Problems. bzw. Reizarmut, dass man die Menschen ruhig stellt: das ist auch bei den übrigen heimbwohnern so, da es nichts für sie zu tun gibt, ausser am tisch zu sitzen oder auf dem Zimmer zu sein. sie haben nichts zu tun, ausser zu essen. Sie bekommen die Mahlzeiten und werden je nach Bedarf gewaschen und Medikamente gegeben. Doch für sie selber gibt es kaum Ausdrucksmöglichkeit. die Menschen am Tisch reden fast nicht miteinander. Sie sitzen nur stumm da. einigen geht es so wie meiner Oma, sie können aus irgendwelchen Gründen nicht reden. Etliche bekommen auf jeden fall diese Neuroleptika, ob alle die bekommen weiss ich nicht. War letztens auch erstaunt, dass eine Frau dort gestorben ist. Meine Mutter sagte, dass die Frau gestorben ist. War ne Zimmernachbarin meiner Oma (also eines der nebenliegenden Zimmer). Sie war mit die kommunikativste und ist noch Rollator gefahren, war noch ziemlich fit für die Zustände dort. Dann sagte meine Mutter die Frau hätte einige Wochen nicht mehr gegessen und wäre dann gestorben. Sie wäre dann auch ganz dünn deshalb geworden. Ich konnte es kaum glauben. die Frau, die noch leben in sich hatte und noch nicht so alt, hätte locker noch 10, 20 Jahre leben können. Ich dachte mir gleich, dass da was ganz faul ist an der Geschichte. Also entweder hat sie es irgendwann nicht mehr ausgehalten oder sie hat dann auch so ein medikament genommen und dies hatte diese auswirkungen. bzw. kann ich mir auch beide Varianten vorstellen. mir hat es auch leid getan, die frau hat die Menschen auch noch angesprochen und Kontakt gesucht und hat liedchen gesungen. von jetzt auf gleich isst sie nicht mehr und stirbt.

sie ist auch in das Zimmer meiner Oma gekommen als meine Oma am Anfang dort war: da meine Oma aber abwehrender geworden war und ängstlicher hat sie gesagt, die Frau soll gehen. ich habe diese Frau mit am positivsten gesehen und hätte mich über den Kontakt gefreut, wenn meine Oma darauf hätte eingehen können. Meine Oma hatte früher auch ein anderes Wesen, und hat sich auch mal gerne mit Menschen unterhalten die nicht nur aus ihrem Umfeld waren. Sie wollte auch mal was anderes erleben, als ihre kleine Welt. doch zu dem Zeitpunkt konnte sie das leider nicht mehr annehmen. Diese Frau war wie ein Sonnenschein für das Heim,wenn sie über den Flur gegangen ist und zu den Leuten Kontakt gesucht hat. Es ist traurig :°(

Es hat sich auch sonst niemand um sie gekümmert. Ganz anders als bei meiner Oma, wo mit ziemlicher Sicherheit vor allem meine Mutter sie am Leben erhält (davon sind wir überzeugt) durch das dauernde kümmern und Zuwendung geben und füttern.

auf jeden fall haben viele dieses Schicksal. und es sollte viel mehr geben, die die Leute dort besuchen. Die brauchen den Kontakt und Erlebnisse. Auch mal Ausflüge/ Ausflugfahrten und ähnliches. Es müssten Busse bereitgestellt werden für Ausflüge. Etliche können ja auch noch gehen, für die anderen braucht es halt mehr Betreuung, die im Rollstuhl sitzen.

Und wenn man Zeit hat, macht das sehr zufrieden, wenn man diesen Menschen Zuwendung geben kann. Diese Freude gibt auch viel zurück.

sWchnpeLcke19x85


Jetzt mal eine essenzielle Frage: Wie viel Seroquel kriegt deine Oma am Tag?

Bei niedrigeren Dosierungen bis 600mg gilt Quietapin als relativ nebenwirkungsarm. Die sedierende Wirkung ist in den ersten paar Tagen der Einnahme schon sehr stark, aber in der Regel gewöhnt sich der Körper schnell an das Medikament und sediert dann nicht mehr so stark.

FTeliTcitxas21


interessante inhalte....nur mal kurz- "die Schwestern sind nett" – natürlich sind sie das, wenn angehörige anwesend sind....leider habe ich schon oft das gegenteil von nett erlebt und gehört und gesehen, sobald sich die angehörigen verabschiedet hatten...und gesehen, wie jemand mit seroquel abgeschossen wurde, nur weil er sich wagte, kritisch zu sein....

UYrsxina


Jetzt gehen deine Fantasie und Mutmassungen doch ein wenig weit Erholung. Du hast keine Ahnung was die Zimmernachbarin deiner Oma für medizinische Probleme hatte. Könnte ja auch sein, dass sie von jetzt auf sofort einen Herzinfarkt erlitten hatte und du stellst es einfach mal so hin, als ob das Pflegeheim Schuld an ihrem Tod war und sie noch 10,20 Jahre hätte leben können. Im Pflegeheim leben nun mal alte Leute und da wird wöchentlich gestorben, egal ob mit oder ohne Seroquel. Abgesehen davon hörst du alles via zweiter Hand deiner Mutter und bist ja selber selten vor Ort.

Ich bin fast zwei Jahre täglich ins Pflegezentrum gegangen und habe alte (noch fit aussehende) Bewohner gesehen, die nicht mehr essen wollten und dann bald darauf starben. Was willst du denen allen eine Magensonde legen und sie zwangsweise ernähren, wenn sie so eindeutig zeigen, dass sie sterben möchten....

T2aps


Nicht zur Vereinfachung der Pflege, sondern auch zur Entlastung des Patienten selber. Die darunter zwar nicht weniger verwirrt etc. waren, aber doch entspannter und weniger gequält wirkten.

Das kann ich aus eigenem Erleben bestätigen.

Jetzt gehen deine Fantasie und Mutmassungen doch ein wenig weit Erholung.

Finde ich auch.

Deine Oma hat mit 96 schon ein hohes Alter erreicht. Dass es da zu gewissen Defiziten kommt, ist nichts Ungewöhnliches. Manchmal hatten ältere Leute auch mehrere kleine Schlaganfälle, die ohne CT zwar unerkannt bleiben, das Gehirn aber schädigen. Und dann plötzlich zu einer "Multiinfarktdemenz" führen.

Und manchmal sollte man gewisse Dinge auch hinnehmen und nicht alles auf die Medikamente schieben. :)*

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kranken- und Altenpflege oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH