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Hilfe, KK will Inkontinenzmaterial nicht komplett bezahlen

s grunxd hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mutter ist nach einem Sturz seit eiigen Monaten im Altersheim. Sie ist Intontinent und bekommt 6 Einlagen und 6 Hosen pro Tag von der DAK bezahlt. Das reicht aber hinten und vorne nicht, sie hat jetzt ein neues Rezept von ihrer Urologin mit 15 Einlagen und unverändert 6 Hosen pro Tag eingereicht, der MDK hat das abgelehnt. Was kann man auf die Schnelle machen, sie braucht die Dinger und von 90 Euro Taschengeld kann sie die Differenz nicht selbst bezahlen. Ein normaler Widerspruch dauert ja ewig, verschiedenste Tabletten haben nichts gebracht, jetzt will die Uni evtl. Botox einsetzen, mal sehen. Der Schließmuskle ist ohne Funktion und vollständig unkontrollierbar.

Antworten
hjenrysmVum


Hallo,

leider kenne ich das Problem zu gut. Ich arbeite in einer Apotheke und habe tagtäglich mit diesen Dingen zu tun und so auch mit den lieben Krankenkassen.... Und ja, leider müssen wir den Patienten immer öfter mitteilen, dass ihre Einlagen nicht mehr komplett bezahlt werden.

Eine interessante Frage wäre, welche Einlagen deine Mum genau hat. Also welche Marke. Weißt du die?

segYrun]d


Tena comfort mini extra sind die Einlagen, Tena Pants normal sind die Hosen. Der Bezug läuft über SCA in Mannheim, die DAK hat, wie etliche andere KKs auch, hier mit ortsansässigen Apotheken keine Verträge mehr. Die kriegen angeblich den Hals nicht voll.

h[enry[smuxm


Genau das habe ich mir gedacht.

Die TENA-Produkte sind der Mercedes unter den Inko-Einlagen-/hosen.

Deine Mutter sollte das Produkt wechseln. Es gibt andere Produkte, die auch gut sind.

Pro Patient wird eine Pauschale bezahlt, die sich nach der täglich benötigten Einlagen in Stück berechnet. Dazu spielt noch die Schwere der Inkontinenz eine Rolle. Beispiel, der Arzt verschreibt einen Tagesbedarf von "5 Inkontinenzhosen pro Tag mittlerer Saugleistung". Pro Stück gibt es von der Kasse dann soundsoviel Cent. Also sollte deine Mutter ein günstigeres Produkt auswählen, dann bekommt sie mehr als wenn sie die teuren TENAs nimmt.

Ich frage mich auch wieso sie Hosen UND Einlagen bekommt ???

B-lum\enrollf


Hallo,

besteht die Möglichkeit von einem anderen Lieferanten als Apotheke die Sachen zu bekommen? Z.B. tcsb und Save, ( Oliver Weidlich ) sind Internet-Lieferanten, die von den Kassen anerkannt sind und erheblich preisgünstiger liefern. Es muß nicht Tena sein!

Saugvermögen und Stückzahl der Artikel ergeben m.E. eigentlich eine gute Aufnahmeleistung. Lady-Produkte sind für Inko ungeeignet, da sie eine andere Aufgabe haben und für Urin nicht taugen.

In den Drogeriemärkten gibt es sehr preisgünstige 50er und 100er Packs Vorlagen zur Ergänzung. ( z.B. unter dem Namen -Strampelpeter-, aber auch andere. )Da kommen schon 2-3 Liter Fassungsvermögen zusammen. Real, nicht die viel zu hoch angegebenen Angaben der Hersteller. Aber sie geben heute nur noch Tropfenanzahl für Saugstärke an. Auch ebay ist ein sehr guter Weg, allerdings bei Auktionen sehr wechselhaft nach Angebot. So viel kann man eigentlich garnicht verbrauchen. Ein bisschen Arbeit, aber große Ersparnismöglichkeit.

Viel Erfolg

G@riesxuh1


Mal eine generelle Frage:

Wieso braucht Sie Pants und zusätzlich Einlagen?

Das ist überflüßig, doppelt gemoppelt und schadet der Hautflora.

Die Kassen bezahlen EIN saugendes Inkontinenzmittel.

Was diese Lieferanten Verträge betrifft ist absoluter schwachsinn. Denn die Kasse zahlt dem Lieferanten einen Festbetrag pro Inkomittel. Alles was darübergeht wird von dem Lieferanten an den Kunden als private Zuzahlung weiter gegeben.

Übrigens das Gerücht hält sich immer noch sehr hartnägig, dass es eine Mengenvorgabe gäbe.

Dem ist nicht so. Die Kasse zahlt diesen vereinbarten Betrag pro Inkomittel, evtl. Bundesland unterschiedlich und Kassen unterschiedlich geregelt auch mit einem gedeckelten Betrag. Das soll es aber nicht geben.

Werden nun mehr Inkomittel verbraucht als dieser Festbetrag hergibt so ist der Kasse dies zu begründen. Es kann keiner vorschreiben wie oft und wann ein Inkontinenter wasserlassen muss.

Nur eben dieses doppelgemoppel mit zusätzlichen Einlagen, die überflüßig sind, werden von der Kasse nicht übernommen.

Das Produkt wechseln ist so eine Sache. Hat die Kasse einen Exklusivvertrag mit einem betimmten Hersteller, so muss der Pflegebedürftige die Inkomittel von diesem beziehen.

Wechseln kannst du keine Frage, jedoch zahlt die Kasse dann keinen Cent mehr.

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