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Reha nach Hüft-Op abgelehnt

kQu9lli hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Meine 78 jährige Schwiegermutter hat ein neues Hüftgelek erhalten.

Schon bei Aufnahme in der Klinik stand fest, dass sie anschließend eine Reha macht, der Rehaplatz war auch schon vorhanden. Jetzt stellt sich die Krankenkasse quer und hat den Antrag abgelehnt, mit der Begründung, dass das Bein nur mit 20 KG belastet werden darf und sie somit nicht rehafähig ist. Das Krankenhaus selbst hat so einen Fall von anderen Krankenkassen noch nicht erlebt. Ich bin fassungslos und stinksauer, wie soll denn jetzt die kranke Frau alleine zu Hause zu Recht kommen?

Hat jemand eine Ahnung, was man da jetzt in Anspruch nehmen kann? Putz-/Haushaltshilfe usw.?

Ach so, Widerspruch wurde erneut abgelehnt.

LG kulli

Antworten
abug2_33


Was sagen die verantwortlichen Ärzte vor der OP, also Hausarzt und wahrscheinlich Orthopäde, dazu? Hat die OP ohne vorherige Abstimmung mit der Krankenkasse stattgefunden? Wie sieht die ambulante Versorgung jetzt aus?

Im Augenblick kann es ja nur um Problemlösung gehen und nicht darum, das Verhalten der Krankenkasse zu bewerten, denn so schnell ändert sich an deren Einstellung nichts – vermute ich mal.

Konkret: was kann jetzt getan werden? Veranlasst? Wie geholfen?

E'hemaligPer NutzerU (#325_731x)


Ist denn wirklich eine Reha beantragt worden oder eine AHB? Und wurde das über den Sozialdienst im KH geregelt? Normalerweise wird das nicht abgelehnt.

Mich irritieren allerdings auch die 20 Kilo Teilbelastung.

Wenn es zu Hause nicht geht, dann wäre ein Platz in der Krzzeitpflege sinnvoll, denn da wird sie rund um die Uhr betreut.

G&raua<msexl


Krankenkassen... da kommt mir immer mal wieder die Galle hoch, so auch jetzt.

Da hat eine ältere Dame eine Op, die nicht von Pappe ist (habe ich selber auch schon gehabt und weiss, wovon ich schreibe), die Ärzte hatten dies Op. empfohlen, weil sie nötig war. Niemand will "zur Vergnügen" eine Hüftprothese und kein Arzt operiert "zum Vergnügen". Dann empfehlen die Ärzte eine sorgfältige Reha, die ist auch nötig, denn es muss gelernt werden, wie sich zu bewegen ist, dass das neue Gelenk gut einwachsen kann und sich die Muskeln wieder kräftigen...

... und dann lehnt irgend so ein Schreibtischtäter oder eine -Täterin von der Krankenkasse eine Reha ab! Das mit den 20kg Belastung ist auch so eine birnenweiche Begründung - ein frisch eingesetztes Gelenk (so es "geklemmt" wurde) darf gar nicht voll belastet werden. Wie es mit den einzementierten Gelenken ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nun habe ich nichts Konstruktives beigetragen, sondern nur meinen Krankenkassen-Frust losgeschrieben. Jedes Jahr werden die Prämien erhöht und die Leistungen vermindert.

Nebenbei: als mir nach dem Infarkt die Krankenkasse die Reha verweigern wollte, mit der Begründung, dass der Infarkt kein "normaler" gewesen sei, sondern aufgrund einer sehr seltenen Herzkrankheit, ging der Chefarzt der hiesigen Uniklinik (Cardio-Abteilung) auf die Barrikaden für mich. Ich "durfte" 3Wochen in die Reha, die nötig war und mir sehr geholfen hat.

Wäre das eine Idee, Kulli: in der Spitalhierarchie ein paar Etagen höher zu steigen - wenn es den Ärzten nicht selber in den Sinn kommt?

G9rau-amsexl


überseht grosszügig die Rechtschreibefehler, seid so lieb!

Ehhemazliger N;utzer^ (#3{25731x)


Dem Alter nach wird man in diesem Falle wohl zementiert haben, unzementiert macht man eigentlich nur bei jungen Patienten mit guter Knochenstruktur.

Auch wird man bei jemandem mit fast 80 nicht mehr davon ausgehen das ein Prothesenwechsel durchgeführt werden muss, optimalerweise halten die ja mittlerweile schon 15-20 Jahre Jahre je nach Belastung.

Und zementiert kann eigentlich direkt Belastet werden (besonders bei älteren Patienten), weil es eben nicht mehr festwachsen muss wie die unzementierte Variante.

Daher finde ich das hier alles etwas verwirrend. Wieso mutet man einer 78jährigen noch Teilbelastung zu, wobei 20 Kilo ja nichts ist je nach Körpergewicht ...

Egbbwuschkxa


Mellimaus, den gleichen Gedankengang hatte ich auch. Ich habe auch 2 unzementierte Hüften, die ich auch nur nach und nach teilbelasten durfte.

Aber die älteren Leute in meinem Zimmer hatten alle zementierte Hüften, die nach der Operation voll belastet werden durften...

Ich find das auch merkwürdig.

Lcila5Linxa


Ich kenne es von anderen OPs, dass eine Rehe erst dann sinnvoll ist, wenn voll belastet werden kann.

So lange, bis dieser Zustand erreicht ist, muss eine Kurzzeitpflege organisiert werden.

RWut


Meine Schwiemu haben wir nach Auswechseln beider Hüftprothesen für je 4 Wochen zu uns genommen um ihr die enormen körperlichen Belastungen eine Reha zu ersparen. Sie war damals 84 bei der 1. Op und 85 bei der zweiten. Außerdem sie litt noch an anderen, altersbedingten Erkrankungen. Gezielte Heilgymnastik und Spaziergänge brachten sie jedesmal wieder in Schwung, so dass sie in ihre Wohnung zurückkehren konnte.

Wenn Eure Mutter in der eigenen Wohnung allein nicht leben kann, ist Kurzzeitpflege angebracht. Dort kann auch eine ambulante Rehabilitation durchgeführt werden.

Alles Gut für Euch

EzbEbujs2chkxa


Wahrscheinlich kommt es wohl auch darauf an, wer die REHA bezahlen muss, die Krankenkasse oder der Rentenversicherungsträger.

Und ich wäre 2 Wochen nach der OP direkt in die Reha gekommen, wenn ich gewollt hätte. Und da war meine Hüfte, da nicht zementiert, absolut noch nicht voll belastbar. Gerade mal bis zu 5 kg.

kpul;li


Vielen Dank, für die vielen Antworten.

Leider komme ich erst jetzt dazu Stellung zu nehmen.

Also die Reha wurde über den sozialen Dienst im KH beantragt.

Meine Schwiegermutter bekommt jetzt zu Hause Krankengymnastik, allerdings in diesem Jahr nur noch 1 mal, weil alle Termine schon vergeben sind :-( ( Ist natürlich alles sehr unglücklich, weil sie noch nicht mal weiß mit welchem Bein sie zuerst die Treppe steigen soll.

Also die Hüfte wurde definitix nicht einzementiert. Aber was genau gemacht wurde, müsste ich noch mal im Bericht nachlesen. Jedenfalls eine Methode, von der die Ärzte sagten, es wäre eine sehr haltbare Sache.

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