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Peg diese Frage wurde uns gestellt...was nun?

muauvkie hat die Diskussion gestartet


mein opa (84) bekam ostern einen schlaganfall, er kam ins kh und wurde dann in die reha gebracht. dort machte er auch gute fortschritte, zwar im rollstuhl u rechts spastisch in arm u bein, leichte schluckbeschwerden und auch sprachausfälle. nach 6 wöchiger reha kam er ins pflegeheim weil oma selbst körperlich schwer angeschlagen ihn nicht zuhause pflegen kann. nach 1,5 wochen im pflegeheim wurde er wegen dehydrierung ins kh wieder eingeliefert. er hieng 1 woche am tropf und sollte wieder ins heim entlassen werden. dann bekam er eine lungenentzündung u schlucken kann er kaum noch. heute war der erste tag ohne infussion u er hat enormen durst, bekommt nur sehr angedicktes wasser zu trinken, essen einige löffel suppe oder pudding, verschluckt sich aber immer wieder. heute sprach uns die ärztin auf PEG magensonde an, wo meine oma strickt ablehnt (sie hat auch die befugnis zu entscheiden) die ärztin meinte, das es unethisch wäre wir sollen niemanden so verhungern lassen. allerdings würde er wenn wieder im pflegeheim sich die nächste lungenentzündung einstellen u er wieder dann ins kh gebracht werden, dies wäre dann ein ping pong spiel.....

seine verfassung war die letzten 4 tage sehr kritisch, kaum ansprechbar und nur geschlafen. heute war er gut drauf und erkannte uns bei besuch, seine augen waren offen und klar. die frage meiner oma, ob er so weiterleben möchte, hat er jedoch unbeantwortet gelassen. wir wissen nicht, ob er sie verstanden hat oder nicht, oder ob er nur keine antwort gab und uns die entscheidung zu überlassen.

wie steht ihr zur peg?

Antworten
JUulinanxia


Ich hatte etwas länger als 1 Jahr eine PEG.

Wenn ich den Eindruck hätte, daß bei mir kurativ nichts mehr geht, würde ich einen erneuten Einbau einer PEG bei mir ganz eindeutig ablehnen. Es gibt schlimmeres als was einem ohne künstliche Ernährung halt so blühen wird.

JBuDlian,ia


Bei den älteren Semestern wie deinen Großeltern hoffe ich einfach mal darauf, daß sie sich über das Thema bereits Gedanken gemacht und sich als Eheleute über Entscheidungen in so einer Situation bereits unterhalten haben. Ganz optimalerweise liegt vielleicht auch eine Patientenverfügung des Opas vor.

Unter diesen Voraussetzungen ist die Oma dann ganz berechtigterweise die Entscheidungsträgerin.

mcauvxie


natürlich sagte mein opa auch immer, das er mal nicht künstl am leben erhalten werden möchte. allerdings haben sie leider nichts schriftlich gemacht. also keine patientenverfügung.

da opa aber heute so gierig getrunken hatte, erschien es mir als hätte er noch lebenswillen und er isst auch wenn er gefüttert wird. nicht viel und die ärztin meinte, es würde nicht ausreichen was er an nahrung bzw flüssigkeit zu sich nehmen kann, daher sollten wir uns gedanken über peg machen, was meine oma aber strikt ablehnt.

meine meinung habe ich noch nicht geäussert, allerdings denke ich, das man schon eine sonde legen könne u wenn dann wieder eine lungenentzündung kommen sollte, dann kann man die maßnahmen dafür ja einstellen, somit würde er nicht verhungern sondern an lungenentzündung sterben schmerzfrei. (nur so ein gedankengang von mir)

Tlestraxle


Hallo, ich arbeite in der als Kranken und Gesundheitspfleger, eine PEG ist ja kein Dauerzustand, es gibt auch Patienten bei uns, die zwar ein PEG haben, diese aber nur selten benutzt wird. Wenn dein Opa eine bekommen sollten , dann könnt ihr ihn darüber aufpeppeln und dann könnt ihr versuchen, ihn wieder normal essen und trinken zu lassen, die PEG kann man auch ein paar Monate liegen lassen und sie nur in Notfällen benutzen.

Man sollte wirklich niemanden verhungern bzw verdursten lassen!!!

mNau@vxie


das es bei ihm nicht mehr viel besser werden wird, ist uns schon auch klar. er hat jetzt 7 schlaganfälle gehabt. liegt nur im bett und muss immer umgelagert werden. dies wird wohl auch so bleiben. deshalb meint oma ja, er sollte nicht lebensverlängernde peg bekommen.

ich werde ihr aber den vorschlag eines versuches unterbreiten.

man liest hier soviele sachen im internet die wirklich verwirrend sind .... habe schon gelesen, das kein hunger bzw durstgefühl mehr besteht – also die patienten nicht leiden. dann wieder, das wenn man eine heilfastenkur macht – man auch kein hungergefühl mehr hat usw. da der darm ja leer ist, und ich denke opa´s darm ist auch leer.

es ist so schlimm mit anzusehen, bzw wenn ich mir vorstelle ich liege da und kann mich nicht mehr äußern.......

a=gnIes


Ich würde mir eine PEG in dem Alter nicht antun. Ich würde das Risko einer Pneumonie eingehen und bestimmen, daß ich, wenn ich dann eine kriege, nur symptomatisch behandelt werde.

mkau{vxie


genau agnes, diese meinung ist oma auch, er bekommt antibiotika nun für die lungenentzündung – doch die ärztin meint eben, was er an flüssigkeit und nahrung zu sich nehmen kann, reicht nicht aus, deshalb dränt sie auf diese PEG

J+ulian@ia


Das Drängen der Ärztin erweckt in mir das mulmige Gefühl, daß einfach Arbeit gespart werden soll. Statt daß jemand ein Glas und einen Löffel ansetzen soll, soll halt einfach der Beutel an den Infusionsständer gehangen und eingestöpselt werden.

Übrigens hilft die PEG nicht gegen die verfluchte Mundtrockenheit, die vermutlich einen Großteil des schlimmen Durstgefühls des Opas ausgemacht haben dürfte. Dagegen kann man diese großen Wattestäbchen befeuchten und anbieten... aber so ein simpler Trick geht über den Horizont des typischen Pflegepersonals leider total hinaus. Zumindest gucken mich die lieben Krankenschwestern außerhalb der MKG Abteilung immer total schafsmäßig an, wenn ich so etwas gegen post-Narkose Xerostomie haben will.

Und ja. Man fühlt nach sehr wenigen Tagen ohne Nahrungszufuhr keinen Hunger mehr.

aKgnexs


Ich würde auch die Antibiotika verweigern. Ich würde mein Sterben nicht verlängern wollen.

"Pneumonia is the old man´s friend".

Die Pneumonie ist der Freund des alten Mannes.

mAauEvpie


ich habe immer einen waschlappen nass gemacht und opa daran saugen lassen bzw ihn den mund innen befeuchtet. werde ihn morgen wieder besuchen und hoffe, er ist so gut (naja gut ist übertrieben) drauf wie heute, damit meine ich ansprechbar und werde ihn mal fragen ob er hunger hat. ausser ein paar löffel suppe u pudding hat er lt. ärztin nicht gegessen.

wenn ich nur wüsste, ob sein schluckreflex wieder kommen wird oder nicht.......das kann mir niemand sagen. die ärztin meinte nur "falls der wiederkommt, dauert es sehr sehr lange" ich habe es so aufgefasst, das er warscheinlich vorher schon verstorben ist.

S ü+ntje


eine Alptraumvorstellung für mich.

Ich bin bettlägerig, kann mich nicht mehr äußern und habe Schluckstörungen....

aber durch eine PEG bleibt mein Körper optimal ernährt, alles an Medikamenten kann man mir dadurch problemlos einflößen, habe ich zuviel Flüssigkeit aufgenommen, dann wird eben entwässert, bekomme ich Druckgeschwüre wird die Nahrung einweißreicher... man kann soviel mit der PEG erreicht, nur das natürlich Sterben wird immer weiter nach hinten hinausgeschoben.

Bestärke dein Oma, sie hat meinen vollen Respekt für ihre Entscheidung.

S#unufloPwerx_73


Grundsätzlich halte ich eine PEG bei Schluckbeschwerden für wirklich sinnvoll. Habe es bei dem Vater eine Freundin gesehen (Rachenkrebs). Der hatte sie fast zwei Jahre, anfangs nur an schlechten Tagen sporadisch benutzt, dann zunehmend vollständig darauf angewiesen. Aber: Er war aktiv, er hatte Hunger/Durst, nur konnte halt nicht mehr richtig schlucken (was auch problematisch war). Er hat sich aber darüber quasi selbst ernährt, d.h. konnte es alles eigenständig. Ist so auch arbeiten gegangen etc.

In dem Fall fand ich es extrem sinnvoll.

In dem hier geschilderten Fall klingt es aber eher nach lebensverlängernder Maßnahme ohne reale Lebensqualität. Und da bin ich eher zurückhaltend. Wobei ich da weniger den Aspekt von "es will sich jemand einfach machen" sehe als vielmehr den, jemanden ausreichend zu ernähren oder eben nicht. Das ist schon eine heftige Entscheidung.

Was mir nicht klar wird: Inwiefern KANN der Opa sich noch äußern? Und würde es OFFEN tun, auch gegen den Willen von Angehörigen? Oder kann man seine grundsätzliche Einstellung durch mehrfach wiederholte Aussagen in der Vergangenheit belegen?

Alternativ: Was spricht gegen das Legen der PEG und schauen, wie er sich darunter entwickelt? Und dann weiter entscheiden?

a.gnexs


Was spricht gegen das Legen der PEG und schauen, wie er sich darunter entwickelt?

U.a. daß es immer schwieriger zu sein scheint, eine "Behandlung" abzubrechen, auch wenn sie nichts bringt (wobei "nichts bringen" hier ja ein relatives Konzept ist), als sie nicht anzufangen.

mEollix2


PEG ist lebensverlängernd und ich persönlich wollte so nicht leben wollen.

Wenn ein Tier so leiden muß, was tut der Tierarzt ??? ???

Warum tun sich das die Menschen an ??? ??? Muß jeder Mensch 100 werden,egal welche Lebensqualität noch vorhanden ist ???

Bestärke dein Oma, sie hat meinen vollen Respekt für ihre Entscheidung.

:)^ :)^

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