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Peg-Magensonde, was haltet ihr davon?

bWeeJtlejuZice21


Also mal generell sollte man eine PEG bei einem bestimmten Anlass nicht verteufeln,. man kann auch mit PEG wieder essen lernen und es auch tun, selbst wenn man die PEG noch im Bauch hat.

Wirklich schlimme Komplikationen kenn ich persönlich nur aus Büchern nicht aus dem Alltag (eigentlich haben in meiner häuslichen intensiv arbeit alle eine PEG).

Jedoch ist doch bei deiner Mutter erstmal die Ursache der Schluckprobleme zu klären... und ehrlich wenn meine Leber derart wenig arbeitet, irgendwas hat, dann sind auch völlegefühle nur die Spitze vom eisberg...

Man muss da erstmal die Gründe finden und behandeln.... dann wirds ihr auch besser gehen und dann kommt evtl auch die Lebensfreude wieder. Das einzige was stimmt, mit PEG wird sie bis ganz zum Ende künstlich ernährt werden, durch essensverweigerung wird sie dann nicht von dieser Erde gehen, das darf das Personal dann nur mit ner Verfügung.

VkaliHtaan


Also mal generell sollte man eine PEG bei einem bestimmten Anlass nicht verteufeln,. man kann auch mit PEG wieder essen lernen und es auch tun, selbst wenn man die PEG noch im Bauch hat.

Wenn absehbar ist das die PEG dann irgendwann wieder entfernt werden kann ist sie als vorübergehende Hilfe bestimmt nicht verkehrt.

Wirklich schlimme Komplikationen kenn ich persönlich nur aus Büchern nicht aus dem Alltag (eigentlich haben in meiner häuslichen intensiv arbeit alle eine PEG).

Aber es sind doch auch schon die "kleinen" Komplikationen die ärger machen können. Bsp. eine Entzündung. Ich weiß ja nicht in welchem alter deine Patienten sind. Aber ich habe schon 2 mal mitbekommen wie versucht wurde die PEG rauszuziehen. War nicht lustig.

Das einzige was stimmt,

Wieso sollte das das einzige sein was stimmt?? ":/

bmeetleuj@uice21


Meine Patienten sind Kinder. .also mit raus ziehen hab ich Erfahrung.. Entzündung nehm ich jetzt in den meisten Fällen nicht als echtes Problem. . Kommt auf die schwere Natürlich an.. und nein nicht nur vorübergehend hat das ne gute seite auch im Langzeit gebrauch.. gerade für nur vorübergehend tut es auch ne nasale sonde. .für wenige Wochen bzw Monate. Erst bei längerer absehbarer Zeit würde ich ne peg anlage empfehlen.. sonst lohnt der aufwand kaum.

Gut das es da mehrere Meinungen geben kann.

Vwa<litCaan


Gut das es da mehrere Meinungen geben kann.

Natürlich kann es da mehrere Meinungen geben, dass sollte von mir ja auch kein Angriff sein @:)

Wir haben da halt Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen und ehrlich gesagt habe ich mich nie mit einer PEG Anlage bei Kindern befasst (musste ich auch noch nie). Da würde ich die Sache wahrscheinlich auch anders betrachten.

Ich arbeite halt in der Geriatrie. Da sind grade Entzündungen bei den oftmals sowieso schon geschwächten Bewohnern mit sehr schlechtem Immunsystem leider kein kleines Problem mehr.

Das raus ziehen ist halt auch sehr "typisch". bzw. das ältere Personen (ob mit oder ohne Demenz) Probleme haben die PEG zu akzeptieren.

Erst bei längerer absehbarer Zeit würde ich ne peg anlage empfehlen.. sonst lohnt der aufwand kaum

Natürlich ist der Aufwand immens und würde darum auch für ein paar Tage oder Wochen keine PEG legen. Ich meinte damit auch ehr einen längeren Zeitraum wo aber absehbar ist das der Patient irgendwann wieder Nahrung zu sich nehmen kann. Aber das ist bei älteren Patienten so gut wie gar nicht der Fall darum habe ich mich damit auch kaum befasst.

Wie gesagt meine Erfahrungen beschränken sich auf ältere Bewohner und Patienten. Und ich denke das es sehr wichtig ist beide Seiten zu kennen. Ärzte reden das ganze sehr gerne schön.

Wie oft Bewohner schon mit einer PEG wieder kamen und die Angehörigen ganz verzweifelt waren weil niemand sie über die ganze Tragweite aufgeklärt hat und immer nur Druck gemacht wurde. Gerne auch das schlechte Gewissen "Wollen sie ihre Mutter etwa verhungern lassen" :|N

bVeetsl%e*juixce21


Klar, die Seite ist mir zwar nur durch 2. Hand geläufig, aber ich hab auch schon in nem Altenheim gearbeitet. Die Frage ist eben was man will... es ist schon eine Art "künstlich am Leben halten"... aber das mal ganz objektiv.

Nur muss man in diesem Fall hier erstmal wirklich die akuten Sachen abklären... bei den Leberwerten keinen Hunger haben kann ich mir durchaus vorstellen... das klingt alles nach ganz anderen Baustellen.

Die Kinder die ich betreue sind schwerst mehrfach behindert....hätten die keine PEG wären sie wohl tot... bzw nicht zu Hause... da ist es natürlich ganz anders als wenn man so eine Anlage nur macht um sich das Essen anreichen zu sparen bzw Zeit zu sparen dabei. (und ich weiß das das gerade geriatrisch gern als Grund genommen wird)

C owrnae=l!ia59


Gestern abend ist meine Schwester vom Besuch bei unserer Mutter zurückgekommen, leider mit sehr beunruhigenden Neuigkeiten. Sie hat sich aufgegeben, sie sagt, sie kann nicht mehr und hat das selber essen total eingestellt. Sie reagiert auch nicht mehr auf Aufmunterungsversuche. Sie hat sich gestern wohl von den Enkelkindern verabschiedet und sie gesegnet... :°( Ich bin noch ganz fertig.

Ich glaube, wir müssen sie so schnell wie möglich da herausholen. Erstmal müßte sie in die Klinik hier bei uns vor Ort, um die Blutwerte abzuklären, und dann wäre es das Beste, wenn sie nach Hause könnte. Eine Vollzeitpflegerin ließe sich organisieren, das Geld ist zum Glück kein Problem. Ich hoffe nur, daß sie das nicht zum Anlaß nimmt, uns einfach unter den Händen wegzusterben!

Wir hätten es früher begreifen müssen. Sie hat auch im KH immer wieder mal gesagt, daß sie nach Hause will, aber wir haben es ihr mit den besten Absichten ausgeredet, so "du sollst doch wieder auf die Beine kommen" und "wie soll das denn zuhause gehen mit deiner Pflege, das können wir doch gar nicht leisten".

Das mit der PEG begreife ich erst jetzt so richtig, und auch, warum sich der Arzt am Telefon so aufgeregt hat, als ich gezögert habe. Ich traue mich gar nicht, das mit der Zwangsernährung gegenüber meiner Mutter anzusprechen, denn wenn sie das einmal kapiert, zieht sie sich womöglich die Nasensonde auch gleich raus!

Ich habe heute nacht kaum ein Auge zugetan, mir ist richtig schlecht vor Angst. Ich hoffe, ich kann ihr heute mit der Aussicht, da rauszukommen und in absehbarer Zeit nach Hause, ein bißchen Hoffnung und Lebensmut zurückgeben. Wir wollen sie doch noch eine Weile behalten!

LyilxlyB


Vielleicht ist es wirklich besser, ihr holt sie erst mal nach Hause u. klärt dort die Werte mit dem Hausarzt. Der wird schon wissen was zu tun ist.

In ihrer gewohnten Umgebung fühlt sie sich bestimmt auch gleich besser.

V<aliPtaa-n


Ohje das klingt danach als wäre es höchste Eisenbahn sie daraus zu holen!

Leider, leider kann ich deine Mutter sogar verstehen. In der Klinik haben die wahrscheinlich das Alter deiner Mutter gesehen und entschieden es bringt eh nicht mehr viel.

Und das wird deine Mutter spüren, dass alle "versuche" dort eh nicht mehr ernst gemeint sind.

Sowas ärgert mich so :-( Aber es läuft (fast) überall nach dem Schema.

Nur muss man in diesem Fall hier erstmal wirklich die akuten Sachen abklären... bei den Leberwerten keinen Hunger haben kann ich mir durchaus vorstellen... das klingt alles nach ganz anderen Baustellen.

Das habe ich in meinen anderen Beiträgen ja auch geschrieben. Das es erstmal wichtig ist die Blutwerte und alle abzuklären. Ich hatte nur die Befürchtung das der Arzt, in diesem Fall hier, soviel Druck wegen der PEG ausübt. Darum bin ich darauf so eingegangen.

Die Kinder die ich betreue sind schwerst mehrfach behindert....hätten die keine PEG wären sie wohl tot.

Ich musste mich nie mit sowas beschäftigen (darüber bin ich auch ganz froh) und stelle mir das ganz schwer vor. Für mich war es schon schlimm als mein Sohn eine Nasensonde hatte.

S4ilbermxondauge


hätten die keine PEG wären sie wohl tot.

Ich hoffe doch, dass das bei jedem so ist der eine PEG hat. Als letzte Möglichkeit.Und nicht aus Bequemlichkeit.

Cornelia56

ich hoffe auch dass deine Mutter wieder neuen Lebensmut bekommt.

Die eine oder andere Therapie kann auch der Hausarzt oder ein niedergelassener Neurologe beantragen (und die Therapeuten kommen auch auf Hausbesuch).

:)*

LxilhlyB


Ganz ehrlich? Heutzutage wird eine PEG auch oft gelegt, weil es überall massiven Personalmangel gibt. Oder kannst Du Dir vorstellen dass es ein Krankenhaus gibt, in dem eine Schwester sich mind. 45 Min. Zeit nehmen kann um 1 Patienten zu versorgen.

Bei meinem Vater wurde das Essen hingestellt u. eine halbe Stunde später wieder abgeholt. Er war halt nicht in der Lage alleine mit Messer u. Gabel zu essen u. niemand ist geblieben um es klein zu schneiden. Nein, sie kamen später wieder mit der Frage: "keinen Hunger heute?" – haben den Teller einfach wieder mitgenommen.

Wenn wir nicht zu den Essenszeiten gekommen wären u. ihm geholfen hätten – niemanden hat das wirklich interessiert. Sehr traurig...

SVilbcerpmondoaugxe


ich dachte jetzt an Rehas und Pflegeheime

und das was du schreibst mit Krankenhäusern, ja das gab es vor 25 Jahren schon :(

Stimmt, sehr traurig

L_isXchPen9swxelt


ich würde sie jetzt wirklich erstmal verlegen lassen und dann nach Hause holen. So schnell stirbt man nicht, wenn man nichts ist. Habt ihr es mal mit Fresubin Trink Päckchen versucht? Ich würde ihr die anbieten, mit den Worten "wenn du die trinkst, kriegst du wieder Kraft". Vielleicht empfindet sie es dann nicht als Zwang essen zu müssen.

Und die PEG würde ich erstmal nicht legen lassen. Vielleicht isst sie wieder wenn sie zu Hause ist. Meine Mutter betreut demenzkranke Menschen und die eine Frau war jetzt mit 88 im Krankenhaus und es hieß, sie wird sterben, heim kann sie nicht, weil nicht transportfähig.... Der Sohn hat sie trotzdem heim geholt und jetzt sitzt sie am Tisch und isst wenigstens kleine Portionen. Und freut sich an ihrem Fenster sitzen zu können.... Ich würde da noch nicht aufgeben.

bgeetlejPuicex21


aber alles in allem, solange sie wirklich noch klar bei sinnen ist, muss sie auch selbst zustimmen. Ihr da jetzt ne PEG als Zwangsernährung zu geben wenn sie wirklich nicht mehr will, halte ich auch für grenzwertig.

Naja was ich mit "die würden sonst nicht mehr leben" meine, man kann ja auch auf Dauer mit ner Nasensonde leben....

Und natürlich ist es auch zeitsache, ne Stunde pro Mahlzeit pro Patient... wer soll den Personalschlüssel zahlen? Mal ganz ehrlich... das ist Utopie

Ciornezlia59


Ich muß sagen, das Pflegepersonal dort ist gut, ich habe den Eindruck, daß die sich schon sehr um sie bemühen. Eine Schwester hat mir heute bei meinem Besuch gesagt, daß sie eine sogenannte Krankenbett-Depression hat. Das kommt wohl häufiger vor, wenn die Patienten in der Reha erstmal zur Ruhe kommen nach dem ganzen Stress auf der Intensivstation.

Sie ist ansprechbarer, als ich befürchtet hatte, sie ißt zwar im Moment gar nicht, aber sie trinkt und das muß man ihr auch nicht dauernd anbieten, sie will es von selber. An ihrer Verlegung arbeiten wir bereits mit Hochdruck, mein Bruder wird da Anfang der Woche aktiv werden. Zur Zeit wird sie natürlich über die Nasensonde künstlich ernährt. PEG-Magensonde ist auf jeden Fall eine Option, und wir werden das weiterverfolgen. Sie wird uns im Moment ganz sicher nicht verhungern oder verdursten.

Die Blutwerte gehören dringend abgeklärt, ihr habt völlig recht, aber ich weiß nicht, wieviel ihre Hausärztin da einbringen wird. Leider ist sie diejenige, die dafür verantwortlich ist, daß ihre Lungenentzündung viel zu spät behandelt wurde. Hätte sie eine Woche früher reagiert... aber das ist Geschichte. Wir werden auch da aktiv werden, so geht das nicht weiter.

Vielen Dank euch allen für eure Hilfe! @:)

bYeet9leFjuicxe21


Alles gute, und würde mich freuen zu hören wie es weitergeht. @:)

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