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Peg-Magensonde, was haltet ihr davon?

B-eavyx_C


Hallo Cornelia!

Ich habe mir erst mal alles durchgelesen, was bisher hier geschrieben wurde. In welcher Rehaklinik liegt Deine Mutter denn? Ich selbst habe fast 11Jahre als Krankenschwester auf einer Neurologischen Frühreha Station gearbeitet. Daher bin ich eigentlich eher dafür, eine PEG legen zu lassen, sofern der Patient oder die betreuende Person damit einverstanden ist. Es ist erstmal dazu da, dass die Patienten wieder zu Kräften kommen können, da sie mit regelmäßigen Nährstoffen und Elektrolyten aufgebaut werden. Der Eingriff selbst ist ein Routine-Eingriff...bei jedem Eingriff gibt es natürlich Risiken. Die PEG wird durch eine kurze Narkose gelegt und ist auch bei Besserung des Zustandes leicht zu entfernen...die Narbe hat die Größe eines Pickels. Dabei kann der Patient auch selbst noch essen. Das ist bei einer Magensonde eigentlich eher schlecht-> Aspirationsgefahr (verschlucken und ersticken) sehr stark erhöht. In einer Rehaklinik ist der Personalschlüssel meistens sogar noch fast besser, ´wie im Krankenhaus. Es muss jedoch wirklich abgeklärt werden, ob sie ein Schluckproblem hat, aber da Du geschrieben hast, das sie auch selbst trinkt und sich dabei wohl nicht verschluckt, glaub ich das eher nicht. Fresubin Trinkpäckchen sind auf jeden Fall auch gut.

Wichtig bei einer PEG-Anlage ist die Mundpflege. Wenn man Durchfälle bekommt, kann es an der falschen Sondenkost oder an einer zu schnell eingestellten Rate liegen. Man kann Sondenkost aber auch fraktioniert mit Küchenkost geben.

Wünsche alles Gute und hoffe, zu hören, wie es weitergeht.

Viele liebe Grüße aus Frankfurt

J&ulQian9ixa


die Narbe hat die Größe eines Pickels.

Also, meine PEG Narbe sieht so aus wie ein kleinerer Bauchnabel und weckt in mir keinerlei Assoziationen zu "einem Pickel". Wie genau es auf der Innenseite, also mit der durch die PEG im Lauf des einen Jahres ständig gereizten Magenschleimhaut, inzwischen ausschaut, das weiß ich nicht.

Gelegt wird die PEG unter Propofol/Dormicum. Keine Ahnung, ob das wirklich in die Kategorie "Narkose" fällt.

Ich würde mir nicht unbedingt noch einmal eine PEG legen lassen. Schon gar nicht als 84jährige. Wenn die PEG erstmal liegt, dann wird sie auch genutzt werden. Dann ist es aus und vorbei mit selbstbestimmtem Ableben durch Nahrungsverweigerung. Die PEG wieder loszuwerden war bei mir schon ein absoluter Krampf – bei einer 84jährigen wird es noch mehr Widerstände von ärztlicher Seite aus geben.

Nee. Körper und Geist am Ende, aber es wird ständig Nahrung hineingestopft... ein Albtraum.

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