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Antiseptische Wundcreme

E?isen.bar>th


prontosan enthält z.b. auch das oben erwähnte polyhexanid in wässriger lösung – octenisept z.b. wäre eine alkoholische lösung und mE aggressiver.

ich halte ziemlich viel von prontosan. (je nach indikation natürlich, aber die ist bei prontosan (gibt ja verschiedene produkte aus der reihe) ziemlich breit)

LReuch*tfeuCerch7en


@ Eisenbarth

du kennst dich anscheinend gut aus in der Wundtherapie....

machst du das beruflich?

EHiskenb|arth


ich arbeite nur noch wenig in der pflege – dafür jetzt mehr als (honorar)dozent an pflegeschulen. insgesamt habe ich der pflege als exam. AP aber den rücken gekehrt.

meine stärken liegen allerdings eher in den bereichen pharmakologie und innere medizin.

L>educhLtfeue(rchexn


ah ja....deine Beiträge haben sich sehr gut gelesen....

Egisednbarxth


oh – vielen dank :-)

Sztaph".aurexus


octenisept z.b. wäre eine alkoholische lösung und mE aggressiver

Octenisept ist primär kein alkoholisches Antiseptikum. Es enthält zwar ~2% Phenoxyethanol, das ist aber z.B. auch in Impfstoffen enthalten. Meinst Du evtl. Octeniderm mit 75% 1-/2-Propanol?

Eqisen.bnartxh


ne, ich meinte schon octenisept.

du hast schon recht, dass es nicht nicht um ein "primär alkoholisches" antiseptikum handelt – aber 2% phenoxyethanol haben durchaus ein gewisses (ich denke, ein signifikantes) irritationspotential – und machen (darauf wollte ich eher hinaus) octenisept zu einem tendenziell aggressiveren desinfizienz als z.b. eine wässrige polyhexanidlösung (mit zugesetztem, milden tensid) es wäre. (s.a. letzter absatz)

hier geht es ja konkret auch um die wundbehandlung – da würde ich (bei hinreichender wirksamkeit) immer die "mildere" variante wählen. wenn es um katheterismus geht, dann kann auf intakter (schleim)haut ja das schnellwirksamere produkt (hier dann: octenisept) gewählt werden.

octenidin an sich hat ja eher den vorteil, auch antiviral und antimykotisch zu wirken – das kann polyhexanid nicht.

und: die therapeutische breite bei polyhexanid (wenn ich mich nicht falsch erinnere) um den faktor 10.000 größer.

cprohsxsie


ich war in der Apotheke um mir Hydrokoloidverbände zu besorgen, 5 Pflaster in der optimalen Größe 125€, habe ich da gelassen wo sie sind. Die Dame vom PD sagte mir das ich sie vom Arzt auf Rezept bekäme, als ich mit dem Arzt sprach meinte er das er dann aber genau wissen müsse um welche es sich handelt... ich habe ihm gesagt das ich im Auftrag seines Patienten nach optimaler Wundheilung forsche, dafür müsse er als Arzt dann aber auch bitteschön wissen welcher Hydrokoloidverband der richtige ist %-| Er schreibt mir jetzt etwas auf, was erfahre ich am Montag wenn ich das Rezept hole.

Eisenbarth

benutzt ihr eigentlich eine wechseldruckmatratze oder etwas ähnliches?

er liegt auf einer Antidekubitusmatratze, hat Dekubitus- Unterlagen unter Po und Füßen. Eine Wechseldruckmatratze habe ich auch hier, aber darauf schwitzt er stark, liegt immer in einer Pfütze. Ich habe es mit extra Decke auf der Matratze versucht, mit einer dichten Auflage, nützt alles nichts.

Montag habe ich um 9Uhr zusätzlich einen Termin mit einer Frau des Sanitätshauses gemacht wo wir alles her haben, ich will mich beraten lassen ob man vielleicht mit einem speziellen Kissen im Bett seine Lage verändern kann, was aber vermutlich nicht funktioniert weil er auch mal ins Bett macht. Außerdem weiß ich jetzt schon das mir mein Vater das Kissen zum selber drauf liegen schenken wird ;-D er ist schwierig und Dickköpfig, alles neue taugt nichts.

Mal sehen :=o

Danke @:) @:) @:) @:) @:)

EPisewnb'artxh


hab gerade nur wenig zeit – aber mal eben als neugier-zwischenfrage:

weißt du noch, welches produkt in welcher größe das war, das 125 euro kosten sollte?

grüße

csrosbsixe


Hallo Eisenbarth

das Produkt weiß ich nicht, er sah in seinem PC nach. Die Größe sollte 10 x 15 sein. Ich habe jetzt auch mal nachgesehen, es gibt sie auch für die Hälfte des Preises [[http://www.dooyoo.de/verbandstoffe/varihesive-ex-d-hkv10x15ov-5-st/]] (wären das denn die richtigen?) scheint ein guter Aufschlag zu sein in der Apotheke ;-D Ich warte jetzt aber bis Montag was der Arzt aufschreibt, der hat bestimmt auch gegoogelt ;-D *:)

E!isenKbarxth


also ich denke, dass 10 hydrokolloidpflaster für unter 100 euro zu haben sein sollten (das ist natürlich ne sehr durchschnittspreis-bezogene aussage, die so in die richtung der 10x10cm-größe gehen sollte).

ich frage mich aber gerade noch, ob überhaupt eine "offene wunde" da ist, die so beschaffen ist, dass ein hydrokolloid-pflaster überhaupt indiziert ist. (also: sie sondert wundsekret ab ["exsudat"], sie ist so lokalisiert, dass sie dauerhaft von außen einer flüssigkeitseinwirkung ausgesetzt ist etc. etc)

mal ne "doofe frage" -> hat der arzt die wunde überhaupt gesehen? oder hat eine person, die am besten auch ne fortbildung in wundversorgung hat, die wunde gesehen?

ich würde eins von beidem wirklich dringend anraten (sowas wurde hier ja auch schon geschrieben).

und noch ne frage zwischendurch: könnt ihr denn jetzt die druckentlastung der wunde, bzw. eine insgesamt "durchgeplante und auf den patienten angepasste lagerung" durchführen? das ist wirklich wichtig!

grüße erstmal :-)

LReuchtGf6euerchxexn


Ich würde dir einen Wundtherapeuten empfehlen...

die kommt vorbei...schaut sich die Wunde....Dekubitus....an...emphiehlt verschiedene Lagerungen....bringt da richtige Verbandsmaterial mit...zeigt die Anwendung...und kommt regelmäßig wieder...wird von der Krankenkasse bezahlt...

ich hab die Erfahrung gemacht, das manche allgemeinärzte sich bei Dekubitus oder ähnliche wunden nicht so gut aus kennen...

zu mir kommt auch regelmäßig eine wundtherapeutin....

EcisenTbartxh


das war etwas missverständnlich, was die indikationen angeht:

"ist dauerhaft einer feuchtigkeitseinwirkung ausgesetzt" muss auf keinen fall eine "indikation" sein – es kann ein argument für ein hydokolloidpfl. sein.

übrigens nochmal ganz kurz zu deiner frage, ob das die richtigen pflaster wären (die, die du verlinkt hast) ->

es juckt mich zwar in den fingern, dich zur wunde "auszuquetschen" und dann was dazu zu sagen, aber ferndiagnosen bei wunden finde ich noch schwieriger, als symptomschilderungen etwa im bereich der inneren medizin – als kurz: ferndiagnosen sind quasi unmöglich. da muss jemand draufschauen, der ahnung hat; vor ort.

grüßle

L}euch.tgfeu|ervchxen


aber erfahrungswerte zählen auch.... und so ein austausch tut gut....und, man kann manchmal besser nach fragen wieso das und nicht da andere....

wenigstens geht es mir so....

gute nacht.... *:)

cmrossixe


mal ne "doofe frage" -> hat der arzt die wunde überhaupt gesehen? oder hat eine person, die am besten auch ne fortbildung in wundversorgung hat, die wunde gesehen?

sein Hausarzt kommt ein mal im Monat, ich hatte ihm die Wunde gezeigt und er meinte das er es sich schlimmer vorgestellt hätte. Allerdings ist sie mal stärker, dann nässt sie und blutet auch etwas. Aber bisher bekomme ich es ja immer wieder zu.

Heute Morgen hatte ich eine Krankenschwester hier, auf ihrer Karte steht

"Exam. Krankenschwester, Klinik-Praxis-Service, Wundexpertin". Eine neue Antidekubitusmatratze ist ja schon seit Januar bestellt, ich hoffe das sie in den nächsten Tagen kommt. Da habe ich wirklich einen Fehler gemacht, ich dachte er hätte eine, aber er liegt auf einer normalen Schaumstoffmatratze hat mir die Frau vorhin erklärt. Das ist dann wirklich meine Unwissenheit schuld, hätte ich das gewusst hät mich darum längst gekümmert.

Ich habe vorhin beim Arzt noch Rezepte für ein Seitenlagerungskissen und ein Kissen für den Rollstuhl bestellt. Ein neuer Multifunktionsrollstuhl ist auch bestellt und die Pflaster kann ich heute Nachmittag abholen.

Ich denke damit habe ich dann fürs erste alles mögliche in Bewegung gesetzt um auch das Problem zu beheben.

Ihr habt mir alle mit euren Tipps und Gedanken dazu toll geholfen, manchmal braucht man den Stein der Wellen schlägt :-D @:)

PS: die Wundexpertin sagte mir das Patienten mit neurologischen Störungen gar nicht auf Wechseldruckmatratzen liegen dürfen, da bin ich froh das er das Teil nicht vertragen hat.

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