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Wer hat keine Lust mehr auf den gelernten Beruf?

dHie {bexlla hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen! *:)

Ich bin gelernte Altenpflegerin, arbeite seit fast 16 Jahren in der Altenpflege und habe seit einiger Zeit einfach keine Lust mehr, diesen Beruf auszuüben. Es liegt nicht am Verdienst, der sowieso meiner Meinnung nach zu wenig ist, einfach dieser Beruf...! Ich bin damals durch meine Tante reingerutscht und es hat auch bis dato Spaß gemacht, aber irgendwie fehlt mir was neues oder ein Anreiz?! Das schlimmste finde ich, dass ich selber anderen Leuten rate, diesen Beruf nicht zu erlernen, weil ich selber einfach keine Lust mehr habe. Es gibt genug Breufsaussteiger...

Ich bin fast 34 Jahre alt und würde, wenn es Möglichkeiten gibt, gerne umschulen, aber wie macht man das? Woran kann ich mich wenden? Geht das nur, wenn man körperliche Probleme hat ( Rücken)? Wo muss ich dann hin ( Betriebsarzt/ MDK)? Wer zahlt das? Ich will einfach raus aus dem Beruf, bzw der Pflege.

Lieben Gruß

Wem geht es ähnlich und wer kann mir helfen oder ähnliches berichten?!

Antworten
_2NixYex_


Leistungen der DRV (Richtung Umschulung bzw. EMR) erhält man kam noch wenn nur körperl. Beschwerden vorliegen. Die DRV "möchte" gern, dass Ihre Statistik "psych. Erkrankungen zunehmend" unterstrichen wird – also werden eher bei psych. Beschwerden Leistungen erbracht. Körperliche Beschwerden sprechen einem die DRV-Gutachter oft einfach ab – egal wie viele Arztberichte und Röntgenbilder vorliegen.

Du müsstest also einen längeren Weg planen.

Mehrfache Krankmeldungen mit Erschöpfung/Burn out, Depressionen und Schlafstörungen.....

Dann Reha...........(dazu wirst Du gezwungen wenn du im Krankengeldbezug bist)....

In der Reha musst Du es schaffen, dass man Dich für den Beruf dann ausmustert ........ Das kostet Dich viel Energie und braucht Glück......

Nach der Reha muss natürlich jeder Arbeitsversuch im alten Job misslingen....

Erst dann, wenn die Reha ergibt, dass Du umschulen solltest – dann gelingt das ..... dann kannst Du eine Umschulung beantragen.......

LG *:)

S;karaBbaeus9x4


Konstruktive Tipps habe ich leider nicht für dich, was deine weiteren Möglichkeiten betrifft. Wie sieht es aus mit einer Selbstständigkeit?

Ich kann aber verstehen, wenn man keine Lust mehr auf den Beruf hat. Geht mir jetzt im 2. Lehrjahr schon so. :-X

Ich nahm jetzt mobbende Kollegen als Anlass, mir eine Entscheidung abzunehmen, für die ich sonst zu feige gewesen wäre: Kündigen. :-D

Ich will jetzt studieren, eine komplett andere Richtung.

Ich meine, du bist unglücklich mit deinem Beruf. Also stellt sich doch die Frage gar nicht, ob du weitermachen solltest. Dein Herz sagt Nein. Also mach dich glücklich und tue was, das dir Spaß macht, egal wie viele Steine man dir versucht in den Weg zu legen.

Du könntest dich doch mal über ein Fernstudium informieren.

Oder Beratung auf dem Arbeitsamt einholen.

Mal eine Auszeit nehmen. Kloster auf Zeit oder so... aber vielleicht bin ich auch zu romantisch. Ich jedenfalls würde mich nicht davor fürchten, Ketten abzuschneiden und ins Ungewisse zu springen. Irgendwie wird man ja immer aufgefangen und seis nur durchs Arbeits- oder Sozialamt. :-X ;-D

JOan7x4


Grundsätzlich zwingt Dich niemand, in dem Job weiter zu arbeiten; Du kannst einfach kündigen und was neues machen. Dazu brauchst Du keine DRV oder sonstwas.

Anders sieht es aus, wenn Du während der Umlernphase auf finanzielle Unterstützung angewiesen bist.. dann gilt wohl das, was Nixe geschrieben hat.

Ich hatte zwar nicht das Problem, das mein Job mir gestunken hat, dafür aber die Firma, und das schon seit vielen Jahren.. hab so still vor mich hingelitten (und auch keine wirklich gute Arbeit mehr abgeliefert), bis das Frust-Maß irgendwann voll war und ich mir gesagt hab, "lieber Hartz 4 als diesen Scheiss hier weite!". War mir dann wirklich egal, und ich hab gekündigt.

Also unabhängig davon ob Du konkret von irgendwem durchgefüttert wirst oder Alternativen vor Augen hast stellt sich bei einem frustrierenden Job die Frage, was besser ist.. sich das bis zur Rente weiter anzutun, oder den Sprung ins kalte Wasser wagen (der ggf. auch in der Sozialhilfe landen kann). Ich plädiere aus eigener Erfahrung da eher fürs Risiko. Man klammert sich viel zu sehr aus Feigheit an Dinge, die einem eigentlich nicht gut tun.

Lwena IMann


Du kannst deinen Job jede Zeit kündigen, keiner wird dich dazu zwingen. Das Problem ist, dass du dich dann umschulen lassen müsst, weil du sonst keine andere Erfahrung hast, stimmt? Auf die Arbeitsagentur würde ich mich nicht verlassen. Es gibt sog. Bildungsgutschein, aber wenn sie sehen, dass du einen Beruf hast, der jetzt Top ist, geben sie ihn nicht, weil du ja als Pflegekraft sofort eine Stelle findest. Vielleicht würdest du ein Fernstudium neben deinem Beruf machen? Und wenn du damit fertig bist, gehst du weg?

G/olddxust


Hallo,

gibt es keine Möglichkeit einfach in einen anderen Bereich zu wechseln? Ich könnte mir vorstellen, dass es im Hospiz vielleicht etwas anderes ist, da nur wenige Leute dort betreut werden.

Oder vielleicht doch einfach etwas anderes suchen, was du dir vorstellen kannst und dann kündigen.

sLchnuxpfen08


Skarabaeus *:)

Du lernst altenpfleger? Ich bin ex.altenpflegerin und Mentorin.

Leider wegen schwangerschaft im berufsverbot...ich liebe meinen job...wie das nach 16jahren aussieht...puh keine ahnung.

Warum machst du nicht, liebe te, eine Fortbildung zur pdl?

d8ie Wbelxla


Erstaml vielen lieben Dank für eure Antworten *:)

Also ehrlich gesagt möchte ich am liebsten ganz raus aus dem Gebiet "Pflege"- höchstens wäre ich noch zu begeistern, etwas mit Demenzkranken zu machen, aber sone Fortbildung kostet bestimmt auch Schweinegeld... Ansonsten würde ich vielleicht doch was komplett anderes machen- z.B. was mit Pflanzen oder Gartenarbeiten. Deshalb fragte ich wegen Umschulung.

Man wird ja auch nicht jünger, aber wenn dann müsste ich also jetzt bald ne Entscheidung treffen.

l-oveaGbl<e<3


Huhu die bella,

Umschulungen die vom Arbeitsamt übernommen werden (denke ich strebst du an oder?) werden eher in die Zukunftsorientierte Richtung gerichtete. Also Jobs die einigermaßen Geld bringen und auch für deinen Körper nicht so anstrengend sind. Denn von der Pflege in ein Beruf wo du nun auch weiterhin körperlich "stark" arbeitest, wird wahrscheinlich nicht unterstützt. Das krieg ich gerade so mit, da ich mich zur Zeit auch um einen Jobwechsel bemühe und mich sehr viel informiert habe. Kann natürlich bei dir auch anders laufen.

k[unstl<ichxt


Huhu!

Ich bin auch gelernte Altenpflegefachkraft. Habe nach meiner Ausbildung in einem Altenheim ne Vollzeit-Stelle in einem Klinikum bekommen, auf geriatrischer Reha. Ab und zu – wenn Mangel herrscht – wird man da auch auf der Intensiv-/Akutstation eingeteilt.

Wäre ich nicht schwanger, würde ich die Arbeit dort nie an den Nagel hängen wollen.

Der Verdienst ist – im Vergleich zum Altenheim – super, und es ist nicht diese eintönige Arbeit, die in den Heimen herrscht.. Du hast alle 4-6 Wochen neue Patienten, musst viel mehr medizinische Sachen machen, arbeitest näher mit den Ärzten und Therapeuten zusammen..

Für mich nahezu optimal!

Vielleicht habt ihr sowas auch in der Gegend?

Dann wäre es doch mal einen Versuch wert, oder?

Ansonsten haben viele Heime eine gerontopsychiatrische Abteilung mit drinnen, auf der man auch ohne bestimmte Fachweiterbildungen arbeiten kann.

Liebe Grüsse *:)

EMhemal~iger\ Nutzer F(#&325731)


Ich bin Krankenschwester und habe den umgekehrten Weg hinter mir. Nach der Ausbildung keinen Bock auf Pflege mehr gehabt, sinnlos durch die Gegend studiert, alles besser als Pflege. 2010 kam dann der große aha Effekt und mittlerweile arbeite ich wieder gerne in meinem Beruf.

Mein größter Horror wäre wenn mir in der Rehe die im Sommer ansteht gesagt werden würde nee mit dem Rücken geht das nicht mehr, suchen sie sich was anderes :-/

Ich kann mir mittlerweile nichts anderes mehr vorstellen :-)

Wie wäre es denn wenn du dir eigenständig einen neuen Aisbildungsplatz suchst? In deinem Alter ja noch kein wirkliches Problem.

Wenn du finanziell einstecken kannst und 3 jahre mit weniger Geld auskommst, wäre das der unabhängigste Weg und du musst niemandem Rechenschaft ablegen

eIleut?hera


Wie wäre es denn wenn du dir eigenständig einen neuen Ausbildungsplatz suchst? In deinem Alter ja noch kein wirkliches Problem.

Sehe ich genauso :)z. Leider habe ich in letzter Zeit hier im Forum öfter lesen müssen, es sei unmöglich, "später" noch eine Ausbildung zu machen, bzw. unmöglich eine zu bekommen, aber nach meiner persönlichen Erfahrung klappt das sehr gut, auch noch in den 30ern. (Ich selbst war 31)

Es gäbe ja z.B. auch die Möglichkeit einer rein schulischen Ausbildung, falls man tatsächlich keine Lehrstelle finden sollte oder wenn man einen Beruf wählen sollte, der rein schulisch abläuft, mit Praktika eben. Leider kostet das oft Schulgeld und würde nur als Reha-Maßnahme vom Staat bezahlt. Man könnte in der Zeit der Ausbildung aber auch im alten Beruf weiterarbeiten, um etwas Geld zu verdienen, natürlich nicht Vollzeit. Eine Bekannte von mir ist Krankenschwester und macht nun mit über 34 noch eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und wird in ihrem Beruf verkürzt weiterarbeiten, auf 25%.

Also es gibt schon Möglichkeiten.

Piaul03x88


iCH habe auch keine Lust mehr auf Krankenpflege!! da die Rahmenbedingungen immer Schlimmer werden !!zu wenig Kollegen mehr Pat. mehr Stress usw.

Bei uns in Klinik könnte man sich mit viel Theater versetzen lassen nur bei dem Mangel an Personal zzt. baucht die Stationsleitung nur zu sagen kann auf den nicht verzichten und man sitzt fest wie in einem Hamsterrad!

zur folge viele Langzeitkranke usw. und auch meine Motivation schwindet ! z.B. Dienst nach vorschrift keiner Räumt mehr auf oder macht was darüber hinaus!

iCH Danke unserem Gesundheitssystem bzw. der Politik !Ich denke in einigen Jahren stehen wir genauso schlecht da wie z.B. Rumänien usw.

Euhemajl7iger Nuthzer q(#32573x1)


Dienst nach vorschrift keiner Räumt mehr auf oder macht was darüber hinaus!

Das haben wir zur Zeit auch, und ich muss auch sagen ich bin ebenfalls nicht mehr zur Mehrarbeit bereit. Bei uns ist es zur zeit so das die Überstunden nicht mehr in Freizeitausgleich abgegolten werden sondern wir die ausgezahlt bekommen (ein Witz!)

Mal sehen wie es jetzt weiter geht, wir können Ausfälle jetzt schon kaum mehr kompensieren, weil alle halt genauso denken und keine Lust mehr haben den Depp vom Dienst zu spielen

d6ie" bsella


*Huhu*

Wollt nur mal sehen, wie es weitergeht und anderen geht. Ich bin leider persönlich immer noch nicht weiter mit meinem "Problem Berufswechsel" aber vielleicht mach ich demnächst was in der Physio?Ich muss dranbleiben. Dieses Jahr ist scheinbar generell einfach nicht meins :|N :-/ Egal was ich anfasse... es geht in die andere Richtung %-| Wie geht es euch "Mitleidern"?

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