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Mein Sorgenkind: Meine 89-jährige Mutter

LCeidezndeTKoc;hteKr hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mutter, 89 Jahre, macht mir große Sorgen.

Nachdem sie 3 x hintereinander im Krankenhaus war, wurde sie jedes Mal schwächer.

Im Moment ist es so, dass sie immer schwächer und dünner wird und ihr kaum das Essen schmeckt. Ihr ist auch oft schwindelig. Sie ist geistig sehr fit, das haben die im Krankenhaus auch bewundernd festgestellt.

Ich bin der Meinung, dass sie nicht genug trinkt und isst, und dass sie deshalb so schwach ist.

Wenn ich einen Arzt kommen lasse und sie aufbauende Spritzen bekommt, ist das ratsam.

Da ich nicht in dem Ort wohne wie meine Mutter, kann ich nicht jeden Tag bei ihr sein, sondern kann nur 1x die Woche hinfahren.

Was gibt es noch für Möglichkeiten für eine seriöse Hilfe für meine Mutter.

Meine Mutter hat eine eigene Wohnung und möchte in kein Altenheim.

Danke für die Tipps

Antworten
T}heVce^il


Vielleicht versuchen eine Pflegestufe (1 ?) zu beantragen, mit einer Tagespflege, die 1 x pro Tag nach dem Rechten schaut? ob im Haushalt alles ok ist, ob genügend gegessen und getrunken wird? Ich glaube bei älteren Menschen ist das Trinken eher das Problem, auch weil sie dann auf Toilette müssen und evtl. alleine das incht mehr können, also sich den Toilettengang verkneifen und dadurch leicht dehydrieren.

C&orneFlia5x9


Wie mobil ist sie denn noch, und wie weit kann sie sich tatsächlich noch selbst versorgen? Liegt es vielleicht auch daran, daß sie es nicht mehr schafft, selber zu kochen?

Die mangelnde Flüssigkeitsaufnahme ist leider ein Problem bei vielen alten Leuten. Und die sorgt auch dafür, daß dann der Kreislauf nicht mehr mitspielt.

Welche Hilfen hat sie bisher, Pflegedienst, Notrufknopf, und wäre Essen auf Rädern etwas für sie?

Tyhe6Vexil


ja genau, vielleicht fehlt ihr die Kraft alles so ordenltich zu halten und zu kochen.

... aber Spritzen werden da keine Lösung sein, da sie nur das Symptom und nicht die Ursache behandeln... denke man muss in dem Alter akzeptieren, dass die Kräfte durchaus nachlassen und für Erleichterung im Haushalt sorgen, auch wenn die Betroffenen selbst das nicht einsehen (wollen) ... das war bei meiner Oma uach so. Die hat übrigens irgendwann Essen auf Rädern bekommen.

C{or?nelixa59


Naja, Essen auf Rädern ist zwar ganz nett, aber meine Mutter kam damit gar nicht klar. Es schmeckte ihr einfach nicht, weil sie der Meinung war, das wäre alles "total verkocht". Sie hat dann als Alternative viel von einem kleinen Restaurant in der Nähe bestellt und liefern lassen. Ansonsten haben wir für sie gekocht und eingetuppert.

Insofern meine Frage, ob das was für sie wäre. Paßt halt nicht bei jedem.

Ist deine Mutter seit den Krankenhausaufenthalten vielleicht etwas depressiv geworden, so daß sie sich gar nicht mehr aufrappeln kann und sich um nichts mehr richtig kümmert? In dem Fall solltest du auf jeden Fall einen Arzt dazuholen!

CCarajmcala


Oftmals hat man in dem Alter Mängel an allerlei Vitaminen und Mineralstoffen, was sich dann auf fehlenden Appetit niederschlägt, weil einfach nicht genügend Enzyme in der Leber gebildet werden. Daraus entsteht dann ein Teufelskreislauf.

Vor kurzem war eine Sendung über Krankenhäuser in Quarks und Co. Viele der eingelieferten haben Mangelerscheinungen, ich glaube es wurde die Zahl 25 Prozent genannt, was die Patienten schwach macht und längere Genesungszeiten braucht. Danach geschaut wird aber nicht.

Leider muss man Vollblutuntersuchungen mit dem Vitamin- und Mineralstoffstatus selbst bezahlen, es sei den man ist privat versichert. Das ist alles andere als patientenfreundlich, denn viele ältere Menschen sind betroffen.

In meinem Bekanntenkreis ist auch eine Frau, die 87 Jahre alt ist, geistig total fit, aber körperlich war sie auch stark angeschlagen, ohne nennenswerten Befund. Die Vollblutuntersuchung musste sie dann selbst bezahlen. Bei ihr waren einige Werte lebensbedrohlich niedrig, obwohl sie gut und ausgewogen ist, sich selbst kocht ect. Aber trotzdem bleibt das im Alter nicht aus. Nachdem sie entsprechende Stoffe eingenommen hat, hat sich vieles verbessert, der Appetit ist auch besser geworden. Sie sagt sie hätte immer Hunger. Das ist schon mal nicht schlecht.

Bei ihr waren zum Beispiel Selen, Zink, Folsäure, Vitamin-D, Kupfer, Kalium extrem niedrig. Was das für Auswirkungen hat, kann man nachlesen. Umso unverständlicher das Kassen das nicht bezahlen.

Natürlich ist das jetzt alles kein Wundermittel, aber ein Versuch könnte es wert sein.

CWaraBmalxa


Sorry für einige Fehlerteufel. Habe den Text zu früh weggeschickt.

Abho"rnYblUatt


Vielleicht will sie aber auch nicht mehr. Nicht nur Tiere verweigern am Ende des Lebens Nahrung.

Bei Menschen ist das manchmal ebenso, aber sie sollen sich das dann reinzwingen. Weil andere das so wollen, es ist aber nicht deren Entscheidung. Sie wollen so etwas auch nicht akzeptieren.

Habe das bei meiner schwerstkranken Mutter erlebt, die gehen wollte, das Rumgequake angeblich es so gut meinenden Leute, die zu Besuch kamen und dann auch noch Floskeln wie das wird schon wieder von Stapel ließen... Und Du mußt mehr essen und trinken, damit du wieder zu Kräften kommst...

Es ist eigentlich von der Natur so eingerichtet, dass das Leben dann nicht mehr nähren soll....

Trotzdem wäre es sicherlich gut, hier einen Pflegedienst vor Ort zu haben, der täglich nach dem Rechten guckt. Bei Schwindligkeit kann es ja auch zu Stürzen kommen.

Hier wird von geistiger Fitheit gesprochen. Dann wird man der alten Dame von der Notwendigkeit des Trinken wohl gesprochen haben. Tut sie es trotzdem nicht, ist es ihre eigenen Entscheidung – sie will es nicht. Das sollte man dann akzeptieren.

KLlexio


LeidendeTochter

Wie ist denn die Versorgung Deiner Mutter jetzt organisiert?

Cnor`n8eliax59


@ Ahornblatt

Dagegen spricht in diesem Fall eigentlich, daß die alte Dame immer noch allein leben will und nur körperlich geschwächt ist. Ist natürlich auch typisch für lange KH-Aufenthalte, danach ist man ein Schatten seiner selbst.

Bei meiner Mutter war es so, daß sie im Sommer letzten Jahres lange auf der Intensivstation gelegen hat. In der Reha danach hat sie dann eine ausgewachsene Krankenbettdepression entwickelt und wollte auch nichts mehr essen und trinken. Damals hat sie die Magensonde gerettet. Sie ist dann mit Pflegestufe 3 in ein sehr gutes Pflegeheim gekommen.. und was soll ich sagen? Heute ist die Magensonde raus, sie futtert wie ein Scheunendrescher (15 kg hat sie zugelegt, und das war auch dringend nötig!) und lernt sogar wieder laufen. Im Heim fühlt sie sich pudelwohl, aber OK, das ist nichts für jeden. Und wir waren damals kurz davor, aufzugeben! Wenn ich sie heute sehe, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.

eDrbdnvuckxel


Hallo...

ich kenne Dein Problem. Unsere Oma ist 85, Parkinsonerkrankt.. ist aber supi eingestellt.

Nur sie wird klapprig dürr... ist geistig nicht mehr fit. vieles kommt von der Krankheit.. aber sie sagt uch selbst das sie vergisst zu trinken und zu essen...gott sei dank ist ihr mann noch da aber die situation als solches ist furchtbar. Großeinkauf mach ich (gerade GEtränke) ich brauch zwar hin 30 min aber sie sind dankbar dafür. sie können es nicht mal hochtragen > kein Lift im Haus.

Bei vielen älteren menschen tritt schwindel auf. bewegt sie sich genügend? oder ist bette und sofa und zurück ihre einzigste bewegung?

C7locnqdyke


Bin diesbezüglich auch so eine "leidende Tochter". Meine Mutter ist auch 89 Jahre alt und lebt alleine in meinem Elternhaus. Ich lebe 5/4 h Autofahrt von ihr entfernt als einziges "Kind".

Wir organisieren momentan auch alles mögliche:

1. Erst mal Pflegestufe 1 beantragt und auch erhalten. Damit bezahlt sie 1 x wöchentlich eine Putzhilfe (die ihr aber auch mal den Rücken wäscht) und einen Ausländer, der jede 2.Woche nach dem Garten schaut.

2. Sie hat einen Notruf am Handgelenk (kostet ca. 20 E./Monat).

3. Die Nachbarn beobachten, ob die Rolläden morgens hoch gehen u. eine Nachbarin ruft sie tägl. auf dem Weg zur Arbeit kurz an, ob alles o.k. ist.

4. Letzte Woche, beim letzten Besuch hab ich ihr einen großen Topf Gulasch portioniert eingefroren und die Grundnahrungsmittel eingekauft. Getränke werden geliefert.

Wenn die Lebensmittel jetzt aufgebraucht sind, bestellen wir 3x Ehrenfried-Essen/Woche- das reiche ihr, meint sie. Dazwischen Vesper (Brot, Wurst,Käse, Obst bringt eine andere Nachbarin mit, wenn sie einkauft).

5. Jetzt haben wir das ehemalige Esszimmer etwas ausgeräumt und ein Pflegebett bei der Krankenkasse beantragt sowie einen Heimrollator und den HA gebeten 1x/Woche reinzuschaun.

Rezepte gibt der HA in der Apotheke ab und die bringen ihr die Medis.

Rezeptfreie Sachen bestelle ich online für sie und lasse es von ihrem Konto abbuchen.

Beim letzten Besuch Gespräch mit der Sozialstation. Sollte sie irgendwie Hilfe brauchen reicht ein Anruf. Durch das Pflegebett braucht sie auch keine Treppen mehr laufen.

Ich rufe sie fast täglich an und spreche oft lange mit ihr (das ist ihr sehr wichtig!) -hat sie ein Problem, steige ich ins Auto.

Beim letzten Besuch besprachen wir offen die Zukunft: Wenn absolut nichts mehr geht, packe ich den großen Koffer und ziehe (solange es nötig ist) zu ihr. Das hat sie sehr beruhigt.

Da sie's jetzt auch nicht mehr zum Briefkasten schafft, hängt jetzt ein kleiner Zettel da "bitte Post direkt vor die Haustür legen."

Wichtig sind auch administrative Sachen wie Patientenverfügung, Bankvollmacht, Vorsorgevollmacht usw.

Also Du siehst, alles kommt so Schritt für Schritt.

Vlt. kannst Du jetzt hiervon etwas für Deine Situation gebrauchen.

Wünsche Dir und auch mir viel Kraft für diese letzte Wegstrecke (ja, es ist nicht einfach!).

Lieber Gruß @:)

S$unn9iva


Ich möchte nicht missverstanden werden, aber:

Ist es nicht eigentlich schön, wenn ein alter Mensch sich nach und nach immer mehr zurückzieht, bis er sich schließlich lebenssatt verabschieden kann? Das beinhaltet auch Essen und Trinken, denke ich.

Früher starb man in hohem Alter an Altersschwäche – ein Syndrom, das diesen allmählichen Rückzug vom Leben beinhaltete; heute gibt es diese nicht mehr …

C$orne:lia5x9


Das gibt es immer noch, sogar in den Pflegeheimen. Ich beobachte es im Moment bei einer Mitbewohnerin im Heim meiner Mutter. Bis vor kurzem habe ich sie abends immer noch am Tisch im Aufenthaltsraum sitzend gesehen. Da es die Mutter einer Kollegin ist, kriege ich da etwas mehr mit. Sie liegt jetzt fast nur noch, aber sie ißt immer noch ganz gerne. Verwirrt ist sie schon sehr lange, so daß sie auch nicht mehr alleine leben konnte, aber sie baut jetzt halt langsam ab. Irgendwann wird sie wohl das Essen einstellen, und dann lassen sie sie auch ganz friedlich gehen. So kann es selbst in Heimpflege laufen.

SGunnixva


Das klingt friedlich.

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