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Zustände in der Altenpflege tatsächlich so schlimm?

M~onieka6x5


Es waren immer die gleichen in Alu verpackten Essen auf Rädern drin, offensichtlich von einem Billigstanbieter. Selten war das wirklich appetitlich angerichtet.

Das vermutest du, aber ordentlich nachgefragt hast du nicht, oder? Häufig stammt das Essen aus der Großküche eines anderen Heimes, nicht jedes Heim hat eine eigene Küche, deshalb muss das Essen nicht schlechter sein. Es ist eben typisches Großküchenessen, ich habe in Kantinen schon viel, viel schlechter gegessen. Aber dass es da Unterschiede gibt, denke ich auch. Bei uns wird so viel gereicht, dass nach meinem Empfinden viel zu viel weggeworfen wird.

Ehrlich gesagt, finde ich, dass bei so vielen von dir empfundenen Misständen schon auch die Eigenverantwortung hätte einsetzen müssen. Es war das nächtgelegene Heim, also muss es passen, ihr wolltet nicht fahren, also musste es passen. Hat es aber ja offensichtlich nicht.

A^hoirnbxlatt


Ahornblatt: Fütterung- ein scher schlechtes Wort- gibt es bei Tieren,

beim Mensch nennt man es Nahrung anreichen, (hört sich besser an)

Das habe ich schon erklärt, die Mutter hätte aber selbst füttern gesagt.

@ Monika65

Du schilderst es, als ob das, was ihr für eure Angehörige getan habt, generell Aufgabe der Pflegekräfte sein sollte. Das ist aber nicht der Fall, viele glauben, im Heim und das wars dann.

Sorry, es ist schon so, wie ich es geschildert habe. Wir waren anfangs ja nicht so oft bei der Mutter. Da lag sie schon, weil verschubbert, stundenlang in Scheiße, nicht gewaschen, die Kleidung, die reichlichst im Schrank vorhanden war, war nicht gewechselt, die Prothese noch nicht im Mund. Lotterliche Protokollführung (Einfuhrblätter lagen auf dem Nachttisch, da war 10 STunden vorher was protokolliert mit 30 ml Trinken).

Wenn Du es anders erlebst, schön für Dich. Ich könnte ein Buch schreiben über das, was wir erlebt haben. Ums verrecken möchte ich das nicht am eigenen Leib erleben müssen. Und im Fahrstuhl hingen Zertifikate, die beschrieben, das hier die Normen eingehalten werden....

Nee, nee, ich tue hier kein fantastisches Fitzelchen dazu, es ist hart erlebte Realität. Man verbringt nicht 12 STunden am Tag freiwillig bei einem pflegebedürftigen Menschen, wenn es keine Notwendigkeit dafür gäbe.... Der Schwiegervater weinte stets vor so viel Unglück und flüsterte immer nur, dass es gut wäre, dass sie in ihrer Demenz das hoffentlich nicht so mitbekommt..... Seine Frau hätte soooo was nicht verdient...

C9ornpeliax59


Ehrlich gesagt hatten wir genau die Zustände, die da für dieses Horror-Heim beschrieben werden, in der Reha-Einrichtung, in der unsere Mutter nach dem langen KH-Aufenthalt mit Intensivstation und künstlichem Koma wieder auf die Beine kommen sollte. Betreuung miserabel, keiner kam auf Klingeln (auch deutlicher Personalmangel), gefüttert wurde sporadisch, wenn wir nicht dauernd dagewesen wären, weiß der Geier, wie das ausgegangen wäre. Es war jedes Mal 1,5 Stunden Fahrt (einfache Strecke) in die tiefste Pampa, und wir haben uns in den 8 Wochen, die sie dort war, regelrecht aufgerieben.

Andererseits wußten wir danach genau, worauf wir achten mußten. Und sind bei den ersten Problemen und Unstimmigkeiten im Heim sofort eingeschritten. Daß wir mal Essen mitbringen, kommt auch vor, ist allerdings überflüssig, weil das Essen im Heim sehr gut ist. Das beinhaltet sogar Kuchen nachmittags, abends wird sich richtig Mühe gemacht, ein Servierwagen mit allem möglichen wird angerichtet und jeder bekommt, was er möchte. Inzwischen bringe ich ihr eigentlich nur noch ihren Lieblingsjoghurt oder Süßigkeiten mit.

A=hornFb"l~axtt


Das vermutest du, aber ordentlich nachgefragt hast du nicht, oder? Häufig stammt das Essen aus der Großküche eines anderen Heimes, nicht jedes Heim hat eine eigene Küche, deshalb muss das Essen nicht schlechter sein. Es ist eben typisches Großküchenessen, ich habe in Kantinen schon viel, viel schlechter gegessen. Aber dass es da Unterschiede gibt, denke ich auch. Bei uns wird so viel gereicht, dass nach meinem Empfinden viel zu viel weggeworfen wird.

Weißt Du, es ärgert mich, wie Du hier argumentierst. Jeden Tag gegen gegen 11:30 hielt der Wagen mit der Aufschrift mit irgendwas von toller Küche als Reklame vor dem Lieferanteneingang, wo man vom Fenster aus hingucken konnte. Und es gibt wohl Unterschiede von Anbietern, die auch um Centbeträge feilschen, um über die Runden zu kommen. Und ja, wir hatten zwangsläufig zumindest auf dem Stockwerk Kontakt mit Bewohnern, die letargisch meinten, es schmecke ihnen nicht.

Du redest so, als ob es das Erlebte nicht gäbe. Und wenn dies hier alles nur eine Ausnahme gewesen sein sollte: das hier war Fakt und ich wünschte mir, dass mal ein wenig Bedauern von Dir rüber käme, statt immer und noch mal gegenanzupluddern.

Wir haben viel geleistet, weil wir der Mutter/Schwiegermutter Menschlichkeit zeigen wollten. Meine Frau hat dazu sogar ihre Arbeit aufgegeben. Weil das Personal sonst nicht das geleistet hätte, was notwendig gewesen wäre. Die kamen ja selbst in Anwesenheit von uns nur 3 x ins Zimmer.

Eine Frau, die sich nicht artikulieren kann, wenn die Pampers voll ist, egal ob naß oder mit Kot – da wird eben erst bei jeder Gesamtrunde mal geguckt. Und wenn woanders ein Notfall ist, bleibts eben liegen....

Ich bin inzwischen richtig böse, weil das Geschriebene hier quasi als übertrieben dargestellt wird.

Und so wie gestern im TV dargestellt – das paßt....

AFhokrnb7latt


Ehrlich gesagt, finde ich, dass bei so vielen von dir empfundenen Misständen schon auch die Eigenverantwortung hätte einsetzen müssen. Es war das nächtgelegene Heim, also muss es passen, ihr wolltet nicht fahren, also musste es passen. Hat es aber ja offensichtlich nicht.

Klar, was weißt Du schon. Es gab ein Bemühen, aber keine freien Plätze, wo bessere Pflege bekannt war, gab es Wartelisten.

Aber wir haben es uns einfach gemacht....

cilairxet


Ehrlich gesagt, finde ich, dass bei so vielen von dir empfundenen Misständen schon auch die Eigenverantwortung hätte einsetzen müssen.

Das finde ich abwegig. Regelmäßiges Wechseln der Einlagen, Waschen, richtige Medikamentengabe, Erkennen und Lösen von Problemen mit dem Katheter – das liegt doch alles eindeutig in der Verantwortung des Pflegeheims und muss von denen ordentlich erledigt werden.

Mponiuka65


Weißt Du, es ärgert mich, wie Du hier argumentierst.

Mag sein, manches, was du hier schilderst, sind aber keine Misstände, sondern systembedingt. Das Leben im Heim ist echt kein Paradies und kein Hotel. Letzteres erwarten oder erhoffen sich aber viele, wäre sicher auch schön, ich selbst würde es mir auch anders wünschen. Wieviel mehr würde das kosten? Die Bewohner sind jetzt schon am Limit und wir ständig unterbesetzt. Man tut, was man kann. Was glaubst du, wieviele Leute sagen, sie könnten niemals Altenpflege machen..

Und hast du schon jemals länger in einer Kantine oder Mensa gegessen und dir hat es dann immer noch jeden Tag gut geschmeckt? Du differenzierst einfach nicht, das ist das Problem.

Die Heime (gerade die von privaten Trägern) müssen an jeder Ecke sparen oder man versucht (was man ohnehin tut) die Leute gnadenlos hochzustufen, was die Kosten auch für die Leute wieder erhöht. Wir haben schon erfolgreich eine Hochstufung verhindern können, aber im Grunde sind die Heime darauf angewiesen.

Weil das Personal sonst nicht das geleistet hätte, was notwendig gewesen wäre. Die kamen ja selbst in Anwesenheit von uns nur 3 x ins Zimmer.

Wie lange wart ihr da? Dreimal in den paar geschätzten Stunden ist völlig normal, wenn nichts außergewöhnliches vorliegt. Umlagern alle 2 Stunden und Kontrolle, je nach Situation.

Ich bin inzwischen richtig böse, weil das Geschriebene hier quasi als übertrieben dargestellt wird.

Nicht unbedingt, ihr habt euch sicher nicht das beste Heim ausgesucht. Aber andererseits hast du auch sehr hohe Erwartungen und das ist wie es ist, es ist eine Geldfrage. Der Rest mögen echte Missstände sein und umso schlimmer, wenn ihr das dem MDK nicht gemeldet habt. :-/

M"onzikax65


Das finde ich abwegig.

So hatte ich das auch nicht gemeint. Eigenverantwortung in dem Sinne, dass man sich sorgfältiger das Heim aussucht und bei derart viel Unzufriedenheit und Leid schaut, dass es besser wird, das Heim wechselt.

Probleme mit Kathetern sind relativ häufig und eine bekanntes Risiko. Katheterwechsel im dem Sinne wird immer von Ärzten vorgenommen, nicht von den Pflegekräften. Aber erkennen müssen sie es natürlich.

Aber man kann nicht überall gleichzeitig sein, das ist einfach so. Wenn die GEsellschaft und der Einzelne nicht bereit ist, mehr in die Pflege zu investieren, wird es immer wieder so sein. Wir arbeiten zahlenmäßig am Limit, springen ständig ein, wenn jemand krank ist, an Wochenenden und Feiertagen in Wechselschichten. Und ständig ist jemand krank. Es ist echt eine Geldfrage, die Leute die da arbeiten, können sich doch nicht total aufreiben. Tun sie ohnehin oft genug, deswegen ändert sich ja so langsam nur etwas, weil jeder meint, es klappt doch irgendwie.

C[arazmaxla


Ich denke auch das die Missstände gezeigt werden müssen. Da wo es einigermaßen gut läuft, dass ist eher die Ausnahme, denn letztendlich haben wir, wie in allen Bereichen der Gesundheit, als Hintergrund ein Geld- und Wirtschaftssystem, dass erst einmal Gewinne erwirtschaften muss und zweitens wird soviel bürokratischer Papierkram verlangt, dass jeder Handgriff quasi dokumentiert werden muss. Auch wenn noch so viel Engagement da ist, was man in manchen Pflegeheimen durchaus merkt, wo man sich wirklich bemüht, trotzdem sind auch hier die Personen nicht selten überlastet, obwohl mehr von ihnen anwesend sind als in den Heimen, wo es nur um den reinen Profit geht.

Es ist gut wenn schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Pflege aufgedeckt werden. Auf der anderen Seite kann man sich fragen, wie es denn dazu kommt. Solange sich an dem bestehenden Geld- und Wirtschaftssystem nichts ändert, haben wir in allen Bereichen Zustände, die sich immer mehr zuspitzen. Da muss man nur den Fernseher einschalten und die Reportagen schauen oder die Zeitung lesen (keine Bild). Da ist manches sogar schlimmer als die Fantasie es sich jemals ausmalen würde. Denn wie kann man von Arbeitslosigkeit sprechen, wo in gewissen Bereichen Menschen massiv fehlen. Wie kann man von einem reichen Land sprechen, wo jedes 6 Kind bereits in Armut lebt, ganz zu schweigen von der stetig zunehmenden Gewalt, die zum Teil darin ihre Ursache hat. Da wo ein großes Ungleichgewicht herrscht, da wird Platz geschaffen für Neid, Wut und Hass, der sich dann auf anderes projiziert wie Drogen und Gewalt.

In vielen sozialen Bereichen ist die Überforderung nicht gerade klein und die Pflege ist dann wohl die Endstation. Ärzte sind überfordert, Psychologen überlaufen und in den Pflegeheimen, je nach Träger ist es dann leider auch nicht besser.

Wer einmal ein positives Beispiel sehen will, der kann mal in die Dritten reinschauen. Aber auch da ist es nicht gerade schön, dass die wirklich sehr engagierte und herzliche Trägerin, nicht von ihrem normalen Beruf leben kann. Sie ist Bäuerin und muss neben dem Hof noch weiteres Geld verdienen, sonst ist ihre Existenz gefährdet. Denn man braucht hin und wieder neue Gerätschaften für die Tiere und es muss auch mal etwas renoviert werden. Dafür ist dann aber kein Geld da, denn die Devise der Deutschen ist billig, billig in Sachen Lebensmittel. Sie hat dann ein Pflegeheim neben dem Hof eröffnet, weil das ihr erlernter Beruf ist. Sie führt das Heim gut und hier sind viele Kräfte vorhanden, aber trotzdem ist das Geld ein so großer Faktor, dass keine Zeit für eine eigene Auszeit bleibt. Was sind das für Zustände? Die Frau schafft im Grunde rund um die Uhr und es bleiben nur wenige Stunden Zeit für ein bisschen Schlaf.

Ajhornb6lagt*t


Du tust so, als wenn man mit Heimen auf dem Land so große Auswahl hätte. Als die Mutter ins Heim mußte, was sie zuerst in einem anderen Heim. 18 km entfernt, weil nur da was frei wurde. Und der Vater ohne Auto kam da nicht hin. Also Taxi. Busse auf dem Land fahren morgens, mittags abends. Die demente Frau immer verwirrter.

Die Familie bemühte sich. Bislang hatte man keine Erfahrungen mit Heimen, und da wird in 300 m Entfernung eins aufgemacht und nach 6 Monaten Existenz wird da ein Zimmer frei. Für den 87 jährigen Ehemann eine Erleichterung. Von den Zuständen wußte man nichts, außer dass man täglich dran vorbeidackelte und es toll aussah...

Und dann das. Zurück ins andere Heim ging nicht mehr.

Und für das Geld von Pflegestufe 3 war die Gegenleistung eben mickrig. Wenn Du hier sagst, die Arbeitsbedingungen seien schlecht, warum verbünden sich dann die Angestellten nicht, warum machen sie keinen Aufstand? Warum muß man gehetztes Personal und schäbigst behandelte Alte erst im TV sehen, damit sich was ändert? Vielleicht Angst um den Arbeitsplatz? Du gibt es zu, dass das nicht optimal ist, offensichtlich aber hast Du auch resigniert. Für mehr Menschlichkeit hast Du aber sooo viel Argumente, wie es trotzdem zu gehen hast. Und wirfst anderen Menschen mit über 60 vor, sie setzen zu viel voraus und sowieso.

Mir kommt hier echt die Galle hoch....

Jeder Gefängnisinsasse kann auf sein Recht pochen, sich dafür einsetzen, ein artgerechtes Zellenleben zu führen, aber eine hilflose Person muß für über 3000 € Pflegegeld in der Scheiße liegen. Macht ja nichts....

Wir habe trotz dieser schon immensen Zahlung stundenlang 12 STd. !!! am Tag dort gesessen, im Grunde genommen dem Personal "das Zuführen" von Nahrung erspart, die Wäsche gewechselt, wenn von Speichel durchtränkt, darauf geachtet, dass die Trinkmenge stimmt, die Hand gehalten.

Aber klar, unser Anspruchsdenken ist zu hoch.....

EMeni7x9


Es gibt leider zu viele schlechte Pflegeheime.... Habe selbst in mehreren Heimen diese Erfahrung machen dürfen. Zu letzt war ich als ex. Kraft für 42 Bewohner, davon 15 in PS 3,mit nur 1 Auszubildenden im 1.Lj.,im Frühdienst zuständig.

Um die Personalquote zu verschönern, zählen Ergotherapeuten und die PDL als Fachkraft dazu.

Ich habe freiwillig morgens um 5.30 Uhr angefangen zu waschen. Gegen 10:00 hatte ich es vielleicht geschafft. Frühstück bekam der letzte oft erst gegen 10:00 angereicht. Zu den "Lagerungsrunden" ist man gehetzt, Angehörige werden manchmal zum Graus besonders wenn man bei diesen Bewohnern noch nicht war.

Alle sind bei uns liebevoll mit den Bewohnern umgegangen, man hat das Beste gegeben, nur reichte es leider nicht aus.

Meine Doku habe ich nach dem Feierabend geschrieben. Pflegeplanungen fast nur daheim.

In den Nachtdiensten war ich alleinige Fachkraft für 100 Bewohner auf 3 Wohnbereichen, wenn es zu Notfällen kam, mußte alles andere warten.

Ich habe oft überlegt was man besser machen könnte. Leider fehlt zu den Stoßzeiten das Personal. MDK-Prüfungen gab es, auch unangekündigte, haben wir immer mit sehr gut bestanden. Man erfährt doch die Namen der zu prüfenden Bewohner zeitig, also rennt jeder dahin, wäscht, putzt, schreibt etc. . Manche haben an diesen tagen kaum Frühstück bekommen, mußte doch alles 9:30 Uhr verschwunden sein. Falls doch jemand später gefrühstückt hat, "durfte" er abends noch eine Spätmahlzeit einnehmen damit die Zeitabstände passen. Man kann für den MDK alles schön schreiben.

Wobei schreiben muss man vieles, oft zu viel, diese Zeit sollte besser am Bew. verbracht werden.

Trotzdem haben wir es geschafft, auf jedes Klingeln einzugehen, Rettungskräfte wurden von einem Mitarbeiter immer am Eingang abgeholt, Dauerkatheter von einer Fachkraft lt. ärztlicher Anordnung gewechselt etc.

Für mich habe ich nach 10 Jahren den Schlußstrich gezogen, vieles konnte ich einfach nicht mehr ertragen, am schlimmsten empfand ich aber immer die "tauben" Ohren seitens PDL und Heimleitung.

Sorry, etwas wirr, aber in mir kommen grad wieder die Emotionen hoch.

tluffaJrxmi


Und für das Geld von Pflegestufe 3 war die Gegenleistung eben mickrig.

das ist sie in der regel, egal ob im heim oder bei der ambulanten pflege.

wie Monika65 schrieb, das liegt einfach am gesamten pflegesystem.

als angehöriger ist man immer gefragt. ich habe meiner oma stundenlang den löffel mit essen gereicht – das kann keine pflegekraft leisten. nur ein beispiel von vielen.

A,hoXrnblAatxt


Wie lange wart ihr da? Dreimal in den paar geschätzten Stunden ist völlig normal, wenn nichts außergewöhnliches vorliegt. Umlagern alle 2 Stunden und Kontrolle, je nach Situation.

Ich schrieb bereits. 5 gesamte Monate, von morgens um 8 bis 19 – 20 Uhr. Die letzte Woche sogar mit Beistellbett 24 STunden. Meine Frau war damals 64, selbst nicht gesund. Sonst noch was?

Und wir sind sogar vorübergehend ins Haus der Schwiegereltern gezogen, damit wir das für die Familie wuppen konnten. Auch wir haben kein Auto. Aber hätte es ein Heim mit besserer Pflege gegeben, wären wir auch dorthin mit dem Taxi gefahren. Aber es ergab sich nicht.

Wir hätten es uns wirklich einfach machen können, täglich besuchen von 15- 16 Uhr und nach uns die Sintflut...

tRuffa#rmi


Ich schrieb bereits. 5 gesamte Monate, von morgens um 8 bis 19 – 20 Uhr. Die letzte Woche sogar mit Beistellbett 24 STunden. Meine Frau war damals 64, selbst nicht gesund. Sonst noch was?

grunsätzlich ist meine erfahrung, wenn angehörige da sind, dann kommen die pflegekräfte weniger. einfach weil sie wissen, es ist jemand da.

ansonsten, Ahornblatt, deine erfahrungen haben viele viele andere menschen in ähnlicher form auch gemacht. das system pflege funktioniert so in deutschland. bei ambulanter pflege mit pflegestufe 3 kam bei uns auch nur 2,5x jemand am tag. früh und abends 20-30minuten und nachmittags nochmal ganz ganz kurz. wenn da niemand den rest macht, also eben als angehöriger, dann ginge die pflege zu hause eh nicht. nur viel anders sieht es im heim halt auch nicht aus, denn es gibt viel zu wenig personal.

ich glaube nicht, dass Monika65 dir hier kontra geben will, sie berichtet einfach aus ihrer beruflichen realität und erfahrung.

lRaublau` 2x3


auch ich hab die Reportage gesehen..überrascht hat es mich nicht.. natürlich gibt es Heime die noch menschenwürdig arbeiten können und pflegen,aber diese Branche ist auch nur der Porfitgier ausgesetzt die Pfleger bekommen für den "Job" oft nur einen Hungerlohn aber die Heimleiter und Besitzer fahren Porsche aufwärts ..oft genug auf den Parkplätzen gesehen..aber den Politikern ist das egal ..stopfen sich ihre taschen voll,verschenken das Geld überall ins Ausland und an die banken,,aber vernünftige und menschenwürdige Pflege bei ordentlicher Bezahlung wär zu teuer..schämen sollte sich dieses Gesindel .

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