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Katastrophe im Krankenhaus ! Wie kann man da vorgehen ?

p^elztuier86


Als jemand, der sehr viel Erfahrung mit KH hat, kann ich sagen: Die Geschichte mit dem Klo ist der alltägliche Wahnsinn in den meisten Häusern, insbesondere Unikliniken.

Da kann man sich gerne beschweren, es wird aber nichts nützen, da die Strukturen mittlerweile sehr menschenfeindlich geworden sind. Am Geld alleine kann es nicht liegen, denn eine bessere pflegerische Betreuung und bessere Bedingungen fuer die Aerzte bekommen manche Länder mit weit geringeren finanziellen Mitteln hin, da wird dann nur besser verteilt, denn in anderen Bereichen wird hier das Geld rausgeschmissen.

Zu der medizinischen Behandlung im Fall deiner Oma dagegen ist nichts zu sagen. Das entspricht dem Vorgehen bei einem nicht komplizierten Bruch bei alten Patienten. Das ist nicht der Tatsache geschuldet, dass es sich nicht mehr lohnt, alte Leute zu operieren (denn operiert wird meist immer gern, da das Kh sich hierüber oftmals finanziert, und alte Patienten mit Oberschenkelhalsbruch werden fast immer operiert), sondern dass eine Narkose ein nicht unerhebliches Risiko fuer einen alten Menschen darstellt, angefangen von akuten Komplikationen unter der Narkose bis hin zu psychiatrischen Spätfolgen. Ein harmloser Bruch kann alleine zuwachsen; er wird das zwar nicht perfekt tun, aber es ist oftmals die bessere Alternative bei alten Leuten. Früher hatte man ja auch keine andere Alternative...

Vielleicht sollt man sich vorher mal informieren, bevor man Vorwürfe anbringt...

cShloqe#das`ilva


Soweit ich das von meinen Eltern mitbekommen habe, hatte mein Vater heute morgen einen Termin beim Chefarzt um einige Dinge anzusprechen und zu klären. Die Ärzte blockieren total ab und möchten nicht weiter darauf eingehen. Der Entschluss steht fest : Sie wird nicht operiert ! Nennenswerte Gründe konnte der Arzt nicht sagen.

tLuff|arxmi


Aber man kann doch eine 85 Jährige Frau die wirklich schwer Demenz ist ein halbes Jahr mit einem kaputten Arm dahinvegitieren lassen oder ?

das kommt davon, dass die fadenstarterin zwei themen in eines mixt. sie hätte mal besser nur den fall ihrer oma geschildert und nicht den der dementen frau! ;-)

wie Sunflower_73 richtig schrieb:

Ich will nix schönreden, aber dieses Aspekte alle in einen TOpf zu werfen, aber aufgrund einer vergessenen Demenzpatientin gleich zu unterstellen dass die Oma auch nur lästiges Übel ist und man sie deshalb nicht operiert: Das ist eine Spur zu heftig.

mit 85 eine operation zu überstehen ist übrigens wirklich nicht ohne, gibt nicht selten fälle, dass derjenige erst gar nicht wieder aus der narkose aufwacht. das muss man immer per einzelfall abwägen und entscheiden.

t=uff#aJrmi


Nennenswerte Gründe konnte der Arzt nicht sagen.

was genau hat er denn gesagt?

Ncela


das kommt davon, dass die fadenstarterin zwei themen in eines mixt. sie hätte mal besser nur den fall ihrer oma geschildert und nicht den der dementen frau!

Ich hab das so verstanden, dass die demente Frau die Oma ist, also es sich um ein und dieselbe Frau handelt. ":/

Meine Oma hatte mit über 80 auch einen Schlüsselbeinbruch. Sie bekam so einen Gurt mit Schlinge, damit sie den Arm ruhig hält. Das ist gar nicht so unüblich.

R#ioE GKranxde


Wenn keine Operation geplant ist kann die Oma nach Hause.

Informationen an Angehörig werden nur bei vorliegender Betreuungsverfügung weitergegeben, ansonsten wird alles mit dem Patienten selbst besprochen.

Röntenbilder sind so nicht mehr üblich und bei Entlassung erhalten die Patienten auf Wusch die Bilder auf einer CD.

Aber falls ihr euch mit der Unterstützung für Oma unsicher seid, wendet euch an den Sozialdient der Klinik bzw. an eine Wohnortnahe Sozialstation, alternativ für einige Wochen Kurzzeitpflege, oder Pflegeheim.

Die Kliniken stehen jedermann offen, und man kann jederzeit gehen.

Myessagxgio


Jedes Krankenhaus hat einen Leiter bzw. Ombudsfrau/-mann.

Ich habe abends ein mail mit allen Details geschrieben und meine Vorsprache diesbezüglich für nächsten Tag "höflich" angekündigt.

Kein bösartiger Brief, aber doch der Hinweis mit der Möglichkeit, sollte sich das

nicht ändern, werde ich nicht scheuen die Medien einzuschalten.

Um 9 Uhr in der Früh war bereits die Antwort vom Sekretariat da und es hat sich etwas bewegt.

Somit war mein Antanzen im Büro hinfällig.

muusiYcuxs_65


Die Ärzte blockieren total ab und möchten nicht weiter darauf eingehen. Der Entschluss steht fest: Sie wird nicht operiert! Nennenswerte Gründe konnte der Arzt nicht sagen.

Moment mal. Die Ärzte können nicht einfach nach Belieben entscheiden, sondern müssen(!) das tun, von dem sie aufgrund ihrer Kenntnisse überzeugt sind, daß es für den Patienten / die Patientin das Beste ist.

Wie schon geschrieben wurde, ist eine OP nicht in jedem Fall die beste Lösung.

Ich nehme doch stark an, daß dem Chefarzt die Gründe, hier nicht zu operieren, bekannt bzw. klar waren. Er wird dazu wohl auch irgendetwas zu Deinem Vater gesagt haben. Zu einer besonders ausführlichen Darlegung der Gründe war er meiner Meinung nach nicht verpflichtet. Vielleicht war die Zeit gerade knapp oder die Gesprächsatmosphäre nicht besonders gut...

Wenn man einem Arzt oder einer Klinik nicht traut oder sich nicht sicher ist, gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, eine "Zweitmeinung" einzuholen. Z.B. mal den Hausarzt fragen, der die Patientin (vielleicht) schon lange kennt.

S7üntxje


Aber man kann doch eine 85 Jährige Frau die wirklich schwer Demenz ist ein halbes Jahr mit einem kaputten Arm dahinvegitieren lassen oder ? ich meine, sie ist ja schon auf unsere Hilfe angewiesen, aber jetzt, wenn Sie mit einem kaputten Arm klar kommen soll, da wird Sie zum schweren Pflegefall. Das kann es doch auch nicht sein oder ?

so ist halt das Leben.

Die wenigsten Menschen bleiben topfit bis ins hohe Alter und fallen dann einfach tot um, schön wenn es so wäre.

In dem Alter und mit Demenz sind Unfälle einfach zu erwarten. Da muss man sich als Angehörige dann Gedanken über die Versorgung machen.

Und worüber man sich da beschweren soll kann ich gar nicht erkennen

S(unGnivxa


aufgrund einer vergessenen Demenzpatientin gleich zu unterstellen dass die Oma auch nur lästiges Übel ist und man sie deshalb nicht operiert: Das ist eine Spur zu heftig.

Ich lese es so: Es geht nicht um die Bettnachbarin, sondern um die Oma der TE, diese ist verletzt und gleichzeitig dement und wurde auf der Toilette vergessen. Oder habe ich das falsch verstanden?

NGel6a


Sunniva, ich lese das genauso :)z

Und übrigens: Von einem "Dahinvegetieren" mit dem kaputten Arm in der Schlinge braucht man nicht reden, sie ist damit ja nicht totkrank oder bettlägerig, lediglich ein wenig eingeschränkt. Klar, sie braucht mehr Hilfe in der Zeit, beim Waschen und anziehen, etc. Falls ihr das nicht leisten könnt, könnt ihr auch einen Pflegedienst hinzuziehen.

SBtinkst+ieufelchexn


Lest doch mal richtig, es geht nicht um eine demenzkranke Bettnachbarin bei der Toilettenaktion, sondern um die arme Omi selbst :|N

P_r0imadyonnxaGirl


so ist halt das Leben.

Die wenigsten Menschen bleiben topfit bis ins hohe Alter und fallen dann einfach tot um, schön wenn es so wäre.

In dem Alter und mit Demenz sind Unfälle einfach zu erwarten. Da muss man sich als Angehörige dann Gedanken über die Versorgung machen.

Und worüber man sich da beschweren soll kann ich gar nicht erkennen

Kurz, knapp, treffend :)z

t@ufffarmxi


Lest doch mal richtig, es geht nicht um eine demenzkranke Bettnachbarin bei der Toilettenaktion, sondern um die arme Omi selbst

dann hat sie es aber irgendwie seltsam ausgedrückt, könnte man durchaus so und so verstehen.

_%Nidxe^_


Missstände dokumentieren, sichtbare Missstände fotografieren und Zeugen besorgen. Später kann man dann in Ruhe entscheiden ob man irgendwie dagegen vorgeht (Öffentlichkeit/Anwalt). Meist beruhigt sich die Situation mit etwas Abstand und man kann die Angelegenheit verarbeiten.

Wenn Ihr Euch beeits beschwert habt und ein Vorgehen erwägt – solltet Ihr zeitnah die gesamte Akte in Kopie verlangen (Kopierkosten !) Die Anforderung muss die Oma autorisieren – oder ihre gesetzliche Betreuung.

Wichtig (am wichtigsten) scheint mir ob die Oma Schmerzen hat und mit Hilfe zurechtkommt.

Schmerzen darf man über so lange Zeit nicht in Kauf nehmen.

Eine OP is im Alter tatsächlich nicht "ohne" – bei meiner Oma liess es sich nicht umgehen (der Knochen musste operiert werden) und es läutete die "lange und quälende Endphase" mit sofortigem geistigen Abbau und körperlichem Verfall und Schmerzen ein.

Nach der Entlassung könnt hr Euch noch weitere Meinungen einholen.

LG :)* :)* :)* *:)

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