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Katastrophe im Krankenhaus ! Wie kann man da vorgehen ?

chhloeTdapsi!ltva


Also es geht um ein und die selbe Person: um meine Oma. Und nicht um eine Demenz kranke Bettnachbarin

Entschuldigt falls dies unklar ausgedrückt.

Mein Problem ist einfach: Der Arzt entscheidet sich gegen die Op, so wie ich das hier mitbekomme scheint dies

in diesem hohen alter meiner Oma gerechtfertigt, okay, aber sie scheint starke Schmerzen zu haben.. Sie kann doch diese Schmerzen nicht 6 Monate in kauf nehmen ?! Meine Oma war vor der Verletzung schon auf unsere Hilfe angewiesen, weil sie nicht die Kraft hatte sich alleine anzuziehen, sich zu waschen etc.

Wenn die Ärzte sich dazu entscheiden eine OP für nicht notwendig oä zu halten, erwarte ich aber, das wenigstens

darauf geachtet wird, das Oma den umständen entsprechend ordnungsgemäß "Versorgt" wird.

Das man ihr hilft, beim WC gehen, anziehen, essen.

Sind meine Erwartungen vielleicht einfach zu hoch ? Ich habe keine Erfahrungen was KH betrifft, ich lag noch nie im KH ( zum Glück ! toitoitoi).

Ich bin Dankbar für jede Belehrung und Meinung, ich versuche nur, das Verhalter der Ärzte, Krankenschwestern und Co zu verstehen.. vieles erscheint mir einfach Unmenschlich..

T|apxs


Mitnehmen. Der wird keiner helfen, wie du schon sagst. Die Oma ist eine lästige Nummer, mehr nicht. Mensch ist man im KrkH niemals, nur lästig. Holt die Oma da raus.

Wirklich ein sehr konstruktiver Tipp!

Auf dem Klo vergessen? Ärgerlich, aber passiert – und ja mir selbst auch schon. Was ich gravierender finde ist, dass auf spezielle Bedürfnisse schwer demenzkranker Patienten in Krankenhäusern zu wenig eingegangen wird (oder werden kann), weil das Personal überlastet ist und zudem das Problem oft nicht versteht. Von Nichtbeachten bis Überfürsorge habe ich schon alles erlebt Meine Mutter hätte z.B. auf den Tisch gestelltes Essen niemals mit sich in Verbindung gebracht (völlig sinnlos, ihr zu sagen, dass DORT ihr Essen steht), hätte man sie dazugesetzt, hätte sie aber allein gegessen. Es geht also nicht mal darum, dass die Schwestern zu wenig Zeit haben, sie wissen oft nicht, was notwendig ist. Mit ihnen als Angehöriger reden hilft, nur hat man natürlich in jeder Schicht anderes Personal vor sich. Manches wird dann in der Akte vermerkt, manches nicht.

Laut Arzt wäre eine Operation nicht notwendig, man würde ihr 6 Monate ein "Schlinge" anlegen, und darauf hoffen das alles von alleine Zusammenwächst! Hallo ? Habt ihr sowas schon mal gehört ?

Ja, habe ich mit meiner dementen Mutter gerade durch. Letztendlich entscheidet der Arzt (Splitterbruch, glatter Bruch, OP-Risiko …), was notwendig ist.

Demenz kann vieles bewirken. Meine Mutter hatte vergessen, dass sie sich überhaupt was gebrochen hat und das betroffene Gelenk (nach entfernen des Gipses) ganz normal belastet, während ein "wissender" Mensch vielleicht eine Schonhaltung eingenommen hätte.

T<aps


aber sie scheint starke Schmerzen zu haben.. Sie kann doch diese Schmerzen nicht 6 Monate in kauf nehmen ?

Dann muss sie natürlich Schmerzmittel bekommen.

Wenn nicht operiert wird, wird sie nicht lange im Krankenhaus bleiben. Anschließend sollte ein Pflegedienst gesucht werden. Der Sozialdienst des Krankenhauses kann Euch beraten.

ich versuche nur, das Verhalter der Ärzte, Krankenschwestern und Co zu verstehen.. vieles erscheint mir einfach Unmenschlich..

Geh mal davon aus, dass sie deiner Opa nichts Böses wollen. Sie sind oftmals nur einfach völlig überlastet.

TNapvs


Oma

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Es wird eh viel zu viel unter den Teppich gekehrt in unserem Gesundheitssystem.

:|N

Solche Aussagen finde ich immer Wucher.

Wir haben ein Gesundheitssystem nach dem sich Menschen in anderen Ländern alle 10 Finger ablecken, da merkt man richtig wie verwöhnt man hier schon ist und dieses wertvolle Gut absolut nicht zu schätzen weiß.

@ TE

Wenn ihr mit der Behandlung in diesem Krankenhaus nicht zufrieden seit dann schaut doch ob er sie wo anders unter bekommt wo es besser läuft.

Außer dem ist es keine Seltenheit das so alte Menschen nur noch in den äußersten Notfällen operiert werden da die Risiken einer Op oftmals höher sind als so mit der Verletzung zu leben ;-)

D.ieK#ruemi


Auf die Pflege von Demenz-Kranken ist der Personalschlüssel leider nicht ausgelegt. Es ist kein böser Wille des Personals, es gibt einfach zu wenig Personal, um den Bedürfnissen von Pflegebedürftigen gerecht zu werden. Das Vergütungssystem finanziert leider nicht mehr Personal. Ist doch erstaunlich, dass die Krankenkassen Gewinne machen und die Krankenhäuser immer mehr Personal abbauen...

Zu dem "auf der Toilette vergessen": weißt du denn, wie lange deine Oma auf dem Klo gesessen hat?

Ich will niemanden verteidigen, bei meiner dementen Mutter wurde mal die Entlassung vergessen.....also Doc verfügt die Entlassung im Frühdienst. Das wird notiert, aber der Krankentransport zum Pflegeheim wurde nicht bestellt. Spätdienst liest nur "Pat. entlassen", aber tatsächlich lag meine Mutter immer noch im Bett ud dwar leider nicht in der Lage, auf sich aufmerksam zu machen-und wurde den ganzen Tag weder mti Essen und Trinken versorgt, noch wurden die Windeln gewechselt. Igrendwann informierte mich das Pflegeheim, dass sie den ganzen Tag auf meine Mutter warten, sie aber noch immer nicht da ist... Hier hatte ich mich dann bei der Krankenhausleitung beschwert und dort ein persönliches Gespräch.

-9viet&namAe]sin-


Das ganze System ist doch alles murks, weil alle nur sparen wollen. Ich selbst würde sofort im KH anfangen und den alten Leuten z.b beim Essen helfen, oder sonstwas kleineres tun was ihnen hilft aber sowas ist ja nicht erlaubt, ohne Ausbildung darf man sowas ja anscheinend nicht. Unverständlich irgendwo.

Wobei ich neulich gelesen habe das es in manchen KH sowas wie "Grüne Engel" gibt die sich ehrenamtlich kümmern, aber die führen wohl eher Gespräche mit Patienten und helfen bei Behördengängen usw.

Aber das ist eben was ehrenamtliches und damit wieder kostenlos, was ich mir so jetzt nicht vorstellen könnte.

DnieKrFuemi


weil alle nur sparen wollen

sorry, aber ich kann solche Verallgemeinerungen echt nicht ab...... ich arbeite selbst in einer Klinik und glaube mir, würden unsere Leistungen durch die Krankenkassen besser vergütet werden, würde ich sofort mehr Personal einstellen. Die Krankenhäuser WOLLEN Patienten gut versorgen, nur finanziert unser Gesundheitssystem die Leistungen nicht ausreichend, daher KÖNNEN wir es nicht. Hier sind alle frustriert, da durch die dünne Personaldecke für den einzelnen Patienten weniger Zeit bleibt.

Zu der Oma:

Schmerzmedikation bei Demenz-Patienten ist eine schwierige Sache, denn Schmerz schützt vor falschen Bewegungen. Ein Dementer erinnert sich ja leider nicht daran: "ich darf die Schulter nicht belasten" und würde, wenn die Schmerzen nicht wären, die Schulter ganz normal belasten. Daher bin ich persönlich bei Demenzkranken auch dafür, eine OP -wenn möglich- zu machen – einfach weil die Compliance bei konservativer Therapie bei Dementen nicht gegeben ist.

SIujnn%ivga


Wir haben ein Gesundheitssystem nach dem sich Menschen in anderen Ländern alle 10 Finger ablecken, da merkt man richtig wie verwöhnt man hier schon ist und dieses wertvolle Gut absolut nicht zu schätzen weiß.

:)z

Und sich zu empören über "Missstände" ist – mit Verlaub und mal abgesehen vom vorliegenden Fall – in diesem Luxusland für viele eine Art Hobby geworden. Statt die Vorteile unseres Systems wahrzunehmen, wird akribisch nach dem gesucht, was man bekritteln kann. Die Deutschen gelten zu Recht als eines der unzufriedensten Völker.

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Und sich zu empören über "Missstände" ist – mit Verlaub und mal abgesehen vom vorliegenden Fall – in diesem Luxusland für viele eine Art Hobby geworden. Statt die Vorteile unseres Systems wahrzunehmen, wird akribisch nach dem gesucht, was man bekritteln kann. Die Deutschen gelten zu Recht als eines der unzufriedensten Völker.

Die Österreicher sind da keinen Deut besser. :|N

Raunzen und Jammern was das Zeug hält. So richtig kleine Negaholiker die sich wie du schon richtig sagst ein Hobby draus gemacht haben sich über irgendetwas auszuraunzen.

Furchtbar :|N

c&hloeOdasixlva


Ein Dementer erinnert sich ja leider nicht daran

so ist es ! meine Oma fragt mich alle 10 min was sie den am Arm hat, weil es ihr dort weh tut. Kurz darauf hat sie es wieder vergessen & belastet den Arm, zack tut es weh, fragt sie was sie hat, dann das Spielchen von vorne.

Wie soll sie den Arm schonen, wenn Sie immer wieder vergisst das Sie eine Verletzung hat ?!

Und dann muss ich mir noch mit ansehen, wie schmerzverzehrt ihr Gesicht ist, wenn die Krankenschw. sie tägl umziehen, das Shirt aus und anziehen mit dem kaputten Arm.. ach mensch, Sie tut mir einfach so Leid, und ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann.. ich weiß einfach nicht ob das alles so in Ordnung ist, wie es sich momentan im kh abspielt.. es ärgert mich irgendwie das man Ihr anscheinend nicht richtig helfen kann

DhieKhruexmi


Das verstehe ich gut. Nur weiß ich nicht, was genau bei deiner Oma gebrochen ist, ob sie Begleiterkrankungen hat etc. Also ob sie die Narkose gut überstehen würde, wie die Prognose bei einer OP ist usw.

Auch wenn es schwer ist, zu akzeptieren: manchmal bietet die Medizin keine Lösung an, mit der alles wieder gut wird. Wenn ihr sie z.B. operieren lassen würdet und sie trübt nach der Narkose noch mehr ein und wird bettlägrig, würdet ihr vermutlich auch denken "Hätten wir sie bloß nicht operieren lassen". Oder sie hat bereits so starke Osteoporose, dass Nägel, Platten etc nicht einheilen würden und man einen lebenslangen Dauerschmerz durch die OP verursachen würde. Es gibt Konstellationen, da kann die Medizin nur das kleinere Übel wählen, aber keine befriedigende Lösung anbieten. Jedoch sollten die Angehörigen umfassend informiert und aufgeklärt werden, wieso hier die Ärzte nicht operieren wollen. Es wird sicher gute Gründe geben.

R4abenxlady


Ich frage mich ja nur, ob mit OP alles so rosig wäre. Ich komme grad aus 4 Wochen ambulanter Reha mit einer Menge an Schulter-OP-Patienten (auch viele im höheren Alter). Die waren meist recht unglücklich über den Heilungsverlauf und auch zT Monate nach OP noch extrem eingeschränkt in Bewegung und mit Schmerzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei Deiner Oma mehr Gründe gegen die OP als dafür sprechen. Auch nach OP kann sie ja nicht sofort den Arm benutzen als sei nix gewesen. Meiner Oma wurde nach einem gebrochenen Oberschenkelhals mit 90 Jahren ein künstliches Hüftgelenk verpasst. Mit dem Erfolg, dass sie von der Narkose wochenlang total neben sich stand (ok, von stehen war sie weit entfernt) und danach nie wieder auf die Füße gekommen ist.

dqasges:undepBlus2x0


Als Katastrophe sehe ich das nicht an – eher als normal. Leider. Meine eine Oma ist seit einem Jahr im Abstand von immer 3-4 Wochen wieder für 1-2 Wochen im Krankenhaus. Was man da erlebt... Aber bringt ja nichts, gegen die kommt man eh alle nicht an, vor allem, wenn man keine direkten Beweise hat.

Bei meinen anderen Großeletern ist es allerdings umgekehrt. Bei denen ist Krankenhaus Luxus, da privat versichert :=o :=o

daasg@esundefplus20


Außerdem ist ein Krankenhaus kein Pflegeheim – die werden ja sowieso schon nicht mehr fertig mit der ganzen Arbeit. Wenn sie Pflege braucht und ihr es nicht schafft, müsst ihr jmd kommen lassen oder sie in ein Heim geben.

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