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Mutti ins Altersheim, wie?

P ed^di hat die Diskussion gestartet


Hallo vorweg.... meine Mutter ist blind, gehbehindert, hat Diabetis, ist Herzkrank, die Nieren zicken auch rum... sie hat keine Rente, lebt von Grundsicherung, bekommt blindengeld. Sie hat auf dem Sparbuch einen sehr kleinen Betrag, mehr besitzt sich nicht.

sie lebt alleine, hat zwei mal am Tag einen PD. PS1. Ich kümmer mich so gut es geht, habe ein krankes Kind und kann nicht immer wie ich gern würde...Finanziell sieht es bei uns auch nicht so rosig aus, da meine Mann Alleinverdiener ist, und ich wegen unserem Kind nicht mitarbeiten kann....

Immer habe ich gesagt, solange es geht, soll sie auch zu Hause wohnen, weil sie sich da wohl fühlt, es ging ja auch immer.... die letzten Jahre hat sie unglaublich abgebaut, wird vergesslich, aber nun ist es ganz schlimm.... vor 2 wochen kam sie ins KH, die Salze waren so niedrig, dass sie auch immernoch Kalium IV bekommt.... Sie lebt im April, sie denkt teilweise sie ist in einem Keller, sie ist sowas von durcheinander, sie kann das Klo nicht mehr finden, und sie macht dann überall hin.. schlimm... sie selber merkt auch, dass sie nun so richtig vergesslich ist, und sie sagte, ich soll mich mal nach einem schönen Heim umschauen, da soll es ja so sein, dass es einigen sogar dort geflällt....

Es ist mal so, und mal so mit ihr... ich hoffe, dass sie diese Worte nicht vergessen hat, aber auch die Schwestern sagten, dass sie so nicht mehr alleine leben kann..... schlimm, wirklich schlimm.....

Wie aber mache ich das? Ich werden Kontakt mit dem Sozialen Dienst aufnehmen.... Muß ich das beim sozialamt beantragen?? Ich habe Vollmacht für meine Mutter, das ganze kopiert und die Rehaklinik hat das von mir. Bin totla überfordert... Also gerne her mit Tips wie ihr das gemacht habt... wie finde ich eine gute Pflegeeinrichtung?

Antworten
SLun[flowe8r_B7x3


Gute Einrichtung finden:

Sich umhören. Bekannte, Nachbarn,... fragen. Einrichtungen anschauen. Erfragen bzw. selber erkunden, ob eine bspw. blindenfreundlicher ist als andere. Erfahrung damit hat.

Zum Rest muss ich leider passen, mir steht das Thema noch nicht bevor. Alles Gute!

Ezhemaligerm .Nutzer_ (#T393910x)


Als erstes sollte der Sozialdienst der Klinik Pflegestufe 2 für Deine Mutter beantragen. Dann fließt schonmal mehr Geld. Da die Pflegeheime in der Regel keine freien Betten haben, würde ich die Mama dann auch erstmal in der Kurzzeitpflege unterbringen, wenn sie aus dem KH entlassen wird.

Der Sozialdienst kann bei der Suche nach einem Pflegeheim behilflich sein.

Heim anschauen und dort mit Bewohnern und vorallem Angehörigen sprechen, wie die Zustände in diesem Heim sind.

T1h[rud


Hallo Peddi,

sofort einen Antrag auf Pfegestufe 2 stellen. Damit euch kein Geld verloren gehen, denn der Antragstermin zählt. Es dauert auch eine Weile, bis jemand zur Beurteilung (medizinischer Dienst der Krankenkasse) kommt. Und falls es abgelehnt wird, Widerspruch einlegen, beim 2. Mal klappt es meistens.

Das Sozialamt wird wahrscheinlich keine Kosten übernehmen, da normalerweise die Kinder in der Pflicht stehen. Gab in letzter Zeit mehrere Urteile dazu.

Dann schau am besten in deiner Gegend nach Heimen. Ruf einfach an und frage nach einem Termin zur Beratung und Besichtigung. Normalerweise wird einem da auch mit den Kostenfragen weitergeholfen. Falls kein Platz frei sein sollte, bieten einige Heime auch die Tagespflege an. Da wird deine Mutter früh abgeholt und abends nach Hause gebracht. Wäre eventuell eine Übergangslösung.

Lass dich aber nicht von den Heimen abschrecken. Ich dachte immer, die älteren Menschen sitzen dort zusammen, unterhalten sich, beschäftigen sich. Ist leider nicht so. Meine Oma ist seit jahren in einem Heim und selbst am Essenstisch reden die Menschen kein Wort miteinander. Alles ganz ruhig und jeder ist in seiner eigenen Welt versunken. Leider :-(

Hat das Krankenhaus oder die Reha, in der deine Mutter gerade ist, einen Sozialberater? Das wäre auch eine Ansprechperson, wie es jetzt weitergehen soll.

PUeddxi


Ja, ich habe da nun eben schon angerufen... auch auf die Warteliste für Kurzzeitpflege ist sie von mir in einem guten Heim gesetzt worden... ebenfalls habe ich einen Platz in Warteliste in einem guten Heim alles eben per telefon erledigt, habe hier das genommen, was mir gute Freunde empfohlen haben...

Wie gesagt, wir sind finanziell äußerst klamm, kommen selber kaum über die runden,. darum eben meine Frage, muß ich das vorher beim sozialamt beantragen?? Erhöhung PS werde ich ansprechen.

N/ina\leinPxB


Also davon abgesehen, dass ich vermute, dass sich deine Mutter kein Altersheim leisten kann, bei meiner Oma haben wir es wie folgt gemacht:

Wir haben ihr erzählt, dass sie mal 2 Wochen ins Heim muss um sich von ihrer Krankheit zu erholen und wir wollen in den Urlaub fahren. Natürlich haben wir sie nicht wieder abgeholt, da sie aber eh Alzheimer hatte, hatte sie das nach 2 Wochen auch schon wieder vergessen.

L;ilaLeina


Natürlich haben wir sie nicht wieder abgeholt, da sie aber eh Alzheimer hatte, hatte sie das nach 2 Wochen auch schon wieder vergessen.

Und da habt ihr kein schlechtes Gewissen??

@ Peddi:

Ich kann dir noch empfehlen, auch ohne Termin einfach mal in Heime zu spazieren und dich umzugucken. Da bekommt man ein neutraleres Bild.

Erhöhung der Pflegestufe sofort beantragen - Datum zählt.

Uns hat der Soziale Dienst wirklich sehr geholfen. Auch wenn der Heimplatz dann letzendlich nicht mehr gebraucht wurde.

NBi@nalehinPB


Nö, da gibt es kein schlechtes Gewissen. Zuhause wäre Oma mit Sicherheit gestorben oder hätte das ganze Haus abgefackelt. Und in einem Heim hat man ja wenigstens noch etwas Ansprache.

X5enrobxine


Du solltest die Höherstufung der Pflegestufe beantragen plus dem erhöhten Bedarf wegen Beeinträchtigung der Alltagskompetenz, das bringt auch nochmal etwas mehr Geld.

Ich hab für meine Eltern die Höherstufung der Pflegestufe direkt über den MDK angeleiert. Die Begutachtung erfolgte prompt und nach 1 Woche war die Einstufung auch da, also die langen Wartezeiten dafür sind auch vorbei, so dass das Geld dann wirklich zügig zur Verfügung steht.

Und die Heime beraten auch über die Möglichkeiten der Finanzierung des Platzes. Ansonsten gibts in den meisten Städten so einen Pflegestützpounkt, die beraten auch neutral und geben Hilfestellungen.

Viel Glück!!

T>hrxud


Ich kann dir noch empfehlen, auch ohne Termin einfach mal in Heime zu spazieren und dich umzugucken. Da bekommt man ein neutraleres Bild.

Ich glaube nicht, dass das viel anderes aussehen würde. sicher hat dann keiner von der Heimleitung Zeit, um einen rumzuführen. Die Heime sind so ausgelastet, dass keiner Zeit hat, vor einem angekündigten Besuch alles zu verschönigen. Bei meiner Oma im Heim kann man jederzeit zu Besuch kommen.

Natürlich haben wir sie nicht wieder abgeholt, da sie aber eh Alzheimer hatte, hatte sie das nach 2 Wochen auch schon wieder vergessen.

Und da habt ihr kein schlechtes Gewissen??

Manchmal geht das nicht anders. Meine Nachbarin ist in Tagespflege und ihr muss jeden Tag erzählt werden, sie fährt zum Arbeitseinsatz. Sonst würde sie nicht in das Auto steigen, welches sie morgens abholt.

Wie gesagt, wir sind finanziell äußerst klamm, kommen selber kaum über die runden,. darum eben meine Frage, muß ich das vorher beim sozialamt beantragen??

Anrufen und nachfragen. Vielleicht bekommt ihr "Hilfe zu Pflege". Wird z. Bsp. bei nachgewiesener Demenz oder Alzheimer gezahlt. Hat deine Mutter schon ein Gutachten dazu? Allerdings wird das alles immer mit eurem Einkommen abgeglichen, da du als Kind in der Unterhaltspflicht stehst.

LnilZaLxina


Ich glaube nicht, dass das viel anderes aussehen würde.

Bei Besichtigungen mit Termin hatten wir häufig den Eindruck, dass uns immer nur das tolle Nachmittagsangebot gezeigt wird, die fröhlichste Mitarbeiterin usw.

Bei Besuchen, bei denen wir einfach reinspaziert sind, sah das Bild realistischer aus.

k&roku<s2


also wir haben den antrag auf pflegestufe im kh gestellt das ging schneller. noch am gleichen tag hatte meine mutter die pflegestufe 1 bekommen.

so konnten wir sie erst mal für 4 Wochen in die kurzzeitpflege geben, weil sie nach einer schweren darm op zu nichts zu gebrauchen war. wir mussten dann noch mal 14 tage verlängern was dann über die vollstationäre ging.

wir haben uns auch vorher das heim angesehen, es war ganz neu gerade 6 Monate offen. und irre schön. auch das personal total lieb und kümmerte sich.

wie gesagt kann ich dir nur empfehlen heime anzusehen und dich umzuhören.

die heimunterbringung wenn du dann nen platz hast, wird vom Landschaftsverband, Sozialamt und glaube gemeinde mit getragen wenn nicht genügend kapital da ist.

wir mussten knapp 29 euro selber tragen wegen kurzzeitpflege. das Geld wurde für Unterbringung und Verpflegung verlangt, was aber normal ist.

denn mit pflegestufe eins zahlt die pflegekasse nur 1550 euro für 28 tage im jahr.

Paedxdi


Also, ich habe gar keinen Verdienst, da ich nicht arbeite. wir kommen so grade über die runden... Mein älterer Bruder kriegt eine kleine Frührente, der jüngere ist insolvent... da hat sich das erledigt.

mittlerweile sagte mir die dame vom sozialen Dienst, dass bei höherstufung auch der eigenanteil höher ist, und hat von höherstufung ps abgeraten.

Ich muß das beim sozialamt beantragen, irgendwie.

M"oni]ka65


Das mit der Pflegestufe würde ich lassen. Es kommt dann zwar mehr Geld, wenn es durchgeht, aber der Heimplatz wird dadurch auch insgesamt teurer. Außerdem beantragen die Heime selber die höhere Stufe und bekommen sie auch eher als wenn man es privat veranlasst, weil sie alles dokumentieren müssen.

Ich würde mir erstmal Heime anschauen, im Internet und vor Ort. Mit dem Sozialamt Kontakt aufnehmen wegen der Finanzierung.

C4aramOaxla


Abgesehen von all den hilfreichen Antworten. Wurden auch die anderen Nährwerte getestet Vitamine, Mineralstoffe ect.

B12 Mangel führt zu Herzproblemen, ist einer Bekannten von mir so ergangen.

Und alle anderen wie Zink, Selen, Mangan, Folsäure, Molybdän, Kupfer, Eisen haben Schlüsselfunktionen für hunderte von Enzymen, inklusive Gehirnstoffwechsel. Gleiches gilt für alle B-Vitamine.

In Quarks und Co. wurde das angesprochen, denn die meisten Patienten die alt sind vernachlässigt man hier und vieles wäre nicht, wären solche Untersuchungen einfach Pflicht. Man kann ja einige altersbedingte Krankheiten haben, aber der Stoffwechsel, der sollte nicht übersehen werden.

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