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Mutti ins Altersheim, wie?

M}oLnikax65


Ein Heim wird nicht freiwillig auf die Einstufung in die richtige Pflegestufe verzichten.

Sicher nicht, deshalb kann man das auch dem Heim überlassen. Das ist sicher nichts, was sie jetzt unbedingt selbst beantragen muss, wenn keine häusliche Pflege in Betracht kommt.

Was die Besuche im Heim anbelangt, ich würde durchaus einfach mal reingehen. Man muss ja nicht das Personal von der Arbeit abhalten. Eine Vorauswahl hat man ja vielleicht schon getroffen. Oder man macht mit dem Heimleiter einen Termin aus. Ich würde aber beides tun.

C1orne|lia5x9


Ja natürlich, aber auch das Pflegegeld steigt. Und das bekommt man dann rückwirkend ab Antragsdatum. Warum sollte man also darauf verzichten?

Schon richtig. Aber normalerweise ist der Differenzbetrag zum Pflegegeld in den höheren Pflegestufen deutlich höher als in Stufe 1, und das ist dann der Eigenanteil! Wir haben die Erfahrung gerade erst gemacht, ich weiß es daher sehr genau.

MSiMaxMaus


Bitte nicht! Heime sind kein "öffentlicher Ort" und die Menschen, die dort leben, sind nicht im Zoo. Man dringt in den Lebensbereich von Menschen ein, und das sollte man nur geladen und angemeldet tun.

Natürlich sind Heime öffentliche Orte!! Welch ein furchtbarer Charakter des Heimes wäre das, wenn externer Besuch nur nach vorheriger Absprache möglich wäre. Dann dürften Angehörige und Besucher anderer Bewohner auch nicht unangemeldet zu Besuch kommen?

Wie grausam ist das denn??

Natürlich kann man nicht einfach in den persönlichen Bereich eines Bewohners eindringen ( Zimmer, Wohnung)Aber gegen einen Besuch der öffentlichen Räume spricht doch nichts.

DnieKruxemi


Natürlich sind Heime öffentliche Orte!! Welch ein furchtbarer Charakter des Heimes wäre das, wenn externer Besuch nur nach vorheriger Absprache möglich wäre. Dann dürften Angehörige und Besucher anderer Bewohner auch nicht unangemeldet zu Besuch kommen?

Wie grausam ist das denn??

Hä?? siehst du tatsächlich keinen Unterschied darin, ob dich Freunde und Verwandte besuchen kommen oder ob wildfremde Menschen in deinen Lebensraum eindringen und gucken wollen, wie du so lebst?

D>ieK?ruexmi


Aber gegen einen Besuch der öffentlichen Räume spricht doch nichts.

diese "öffentlichen Räume" sind das Wohnzimmer und Eßzimmer der Menschen, die dort leben. Sie werden dort gefüttert.. sitzen mit ihren Angehörigen und schauen sich Alben an etc.

Die Tür Wohnbereich meiner Mutter, die zuletzt in einem privaten Pflegeheim gelebt hat, war mit einem einer elektr. Zahlenkombination gesichert, Heim-Touristen drangen nicht bis in die Wohnbereiche/ Aufenthaltsbereiche durch, sondern kamen nur bis zur Rezeption. sehr angenehm.

Mkoni ka6x5


Das ist sicher auch unterschiedlich organisiert. In vielen Heimen gibt es einen Eingangsbereich mit Sitzgelegenheiten, einem Speisesaal eventuell, Zugang zum Garten. Manchmal gibt es auch ein Kaffee irgendwo im Heim. Das sind auf jeden Fall Bereiche, in dem auch Besucher willkommen sind und da könnte man auch mal zu anderen Angehörigen Kontakt aufnehmen. Die Aufenthaltsräume in den einzelnen Wohnbereichen würde ich dann auch eher in Begleitung anschauen, dann bekommt man auch mal ein Zimmer zu sehen.

Die Tür Wohnbereich meiner Mutter, die zuletzt in einem privaten Pflegeheim gelebt hat, war mit einem einer elektr. Zahlenkombination gesichert,

Das würde mir nun gar nicht gefallen, weil es ein Hindernis für die Bewohner selber darstellt. Es gibt ja durchaus Bewohner, die selber im Heim umhergehen oder auch nach draußen bzw. in den Garten. Trotzdem könnten viele von ihnen ein solches Schloss nicht bedienen.

DWieK ruxemi


Das würde mir nun gar nicht gefallen, weil es ein Hindernis für die Bewohner selber darstellt. Es gibt ja durchaus Bewohner, die selber im Heim umhergehen oder auch nach draußen bzw. in den Garten. Trotzdem könnten viele von ihnen ein solches Schloss nicht bedienen.

Vom Wohnbereich ging direkt es in den großen Garten. Da die Bewohner der Wohngruppe alle Alzheimer hatten und dadurch körperlich gut in Form, sind einige abgehauen, haben sich selbst in Gefahr gebracht, weil sie orientierungslos auf der Strasse standen. Dann gab es vom Amtsgericht einen Beschluß, dass diese Sicherung installiert werden durfte, damit niemand ohne Begleitung die Anlage verläßt und nicht zurück findet.

MfiMa$Mauxs


Diese Art der Unterbringung erfordert ein spezielles Gutachten und einen richterlichen Beschluss!

Dies ist eine freiheitsentziehende Maßnahme...die sicherlich bei vielen gerontopsychiatrisch Erkrankten notwendig ist.

Aber darum geht es doch hier nicht!

Es geht um Gemeinschaftsleben, Integration!

Schlimm, wenn Heimbewohner unter Verschluss und nur unter sich verweilen dürfen...ohne Kontakt zur Außenwelt??

Es geht nicht darum, dass man in ihren privaten Wohnraum eindringt. Aber so wie Monika65 es beschrieb, ist es doch voll in Ordnung!

b_eetlejuuice2Z1


Also ich kann Die Kruemi schon verstehen, ich hätte auch nicht gern ungebeten Gäste in meinem Aufenthaltsraum oder gar in meinem Wohnzimmer stehen. Und so ist es auf vielen Stationen, da ist das eigene Zimmer quasi das Schlafzimmer und der rest ist mein Wohn- und Esszimmer, da will ich weder beim Essen noch beim Spielen oder Dösen oder sonst was bestaunt werden.

In der Schilderung mit dem TürCode ist es natürlich speziell, aber auch wir haben in den Heimen in denen ich gearbeitet hab genau drauf geachtet wer da rein kommt und im Zweifel auch nach Namen und wen man besuchen will incl Zimmernummer etc gefragt...

Sonst hat es echt was von Zoo. :-|

DWi'eKrauemi


Es geht um Gemeinschaftsleben, Integration!

Schlimm, wenn Heimbewohner unter Verschluss und nur unter sich verweilen dürfen...ohne Kontakt zur Außenwelt??

darum geht es hier doch nicht wirklich...... Als wenn diejenigen, die zum "Gucken, ob das was für Oma wäre" durch ein Heim spazieren wollen, sich mit den dort lebenden Herrschaften beschäftigen würden und in irgendeiner Weise deren "Gemeinschaftsleben" verbessern würden. Es geht um "der eine will unverbindlich gucken" gegen "der andere will nicht begafft werden". Meine Mutter z.B. hatte arg Angst vor fremden Menschen, wenn "Interessenten" in die Wohngruppe kamen, wurde sie sehr unruhig.

Da sind die ganzen ehrenamtlichen Seelen, die tatsächlich zum Vorlesen, klönen, zuhören oder einfach zum Dasein kommen, doch wohl wertvoller. Große Worte wie "Integration, Gemeinsachftsleben" etc sind in dem Kontext reine Polemik.

M[onoikaO65


Hast du denn das Heim, in dem deine Mutter ist, nicht vorher angeschaut? Es ist doch nun wirklich nicht so, als ob eine Heerschau von Leuten die Heime stürmen.. Schließlich ist eine große Fluktuation bei den Bewohnern und die Heime sind sehr daran interessiert, ihr Betten besetzt zu haben. Das geht nur, wenn man auch offen ist für eine "Besichtigung" von Interessenten.

Dkie!Kruevmi


Hast du denn das Heim, in dem deine Mutter ist, nicht vorher angeschaut?

doch, natürlich. wie ich vor etlichen Beiträgen schrieb, kann man bei der Heimleitung einen Termin vereinbaren. Sie stellt dann sicher, dass nicht zu viele Besichtigungen an einem Tag sind, dass sie selbst oder ein Mitarbeiter auch Zeit hat, die Bereiche zu zeigen und für Fragen zur Verfügung zu stehen. Denn dann, wenn man angemeldet ist, kann man sich auch ein Musterzimmer ansehen, einen Blick ins Badezimmer werfen, sehen, ob der Badewannenlifter z.B. relativ neu ist, ob die Toilettensitze erhöht sind, damit es angenehmer ist, aufzustehen, Einen Blick in den Wochenplan werfen, um zu sehen, ob Abwechslung geboten wird etc. Ich mag nur dieses "reinschleichen zum Glotzen" nicht, denn gerade auf dem Dorf machen dass tatsächlich die Dorftratschtanten, um bei ihrem nächsten Kaffeeklatsch zu berichten, "wie schlecht es doch inzwischen mit der Frau xy steht, dass sie Windeln trägt etc blabla"

CVornelija5x9


Die meisten Heime haben heutzutage ebenerdige Duschen, mit nem Sitz drin. Es gibt z. B. im Heim meiner Mutter zwei separate Etagenbäder, in denen es dann auch Badewannen mit den entsprechenden Liftern gibt, aber die sind hauptsächlich für die wirklich bettlägerigen Bewohner.

Toilettensitz würde ich jetzt nicht so drauf achten, viel wichtiger wären mir die Rufknöpfe im Zimmer und im Bad: gut zugänglich vom Bett aus/von der Toilette/Dusche aus? Was für Nachttische gibt es, idealerweise Krankenhausnachttische mit Schubladen und sowas. Gibt es im Telefon integriert eine Gegensprechanlage, über die die Pfleger mit dem Bewohner sprechen können, um zu hören, was los ist, ob er sofort Hilfe braucht oder ob ein paar Minuten Verzögerung OK sind? Was kann an Mobiliar mitgebracht werden? Gibt es ein abschließbares Fach im Schrank, für Wertsachen? Betreuung durch Hausarzt und evtl. Physiotherapeut? Meist haben die Heime ihre "eigenen" Ärzte, die mindestens einmal pro Woche im Haus sind und durchgehen.

Wochenpläne für Aktivitäten hängen meist irgendwo im Eingangsbereich und auch auf den Etagen aus, dasselbe gilt für die Speisepläne. Frag die Bewohner mal, ob sie mit dem Essen zufrieden sind!

Mtonibka6x5


Das mit dem eigenen Ärzten kann ich nicht bestätigen. Außerdem widerspricht das der freien Arztwahl. Die Häuser, die ich kenne, haben keine hauseigenen Ärzte, was ich manchmal auch eher als hinderlich empfinde.

Badewannen sind Geschmacksache, einige auch noch sehr rüstige Leute baden eben lieber mal. Einfachere Lifter braucht man auch für sie, da klettert keiner in die Wanne.

Rein vom Alltag her (nicht die Pflege) fände ich wichtig: Hauseigene Küche und Wäscherei, die Möglichkeit, die Zimmer nach eigenen Vorstellungen zu gestalten (es gibt Heime, die erlauben das nicht) zum Beispiel auch einen Kühlschrank aufstellen. Das hängt natürlich davon ab, ob der Bewohner solche Möglichkeiten auch noch nutzen kann.

Die Aufenthaltsmöglichkeiten mit den eigenen Verwandten fände ich wichtig. Ein oder mehrere Aquarien.. klingt jetzt nach einer Kleinigkeit, aber ich beobachte oft Bewohner, die immer wieder durch die Gänge und den Eingangsbereich wandern, rauf und runter und es gibt so gar nichts zu sehen. Und dann gibt es Heime mit Blickfängen wie eben Aquarien. Manchmal auch ein Kleintiergehege im Garten.

Die Gestaltung der Gänge und Aufenhaltsräume, da gibts so große Unterschiede und hängt natürlich davon ab, was die eigene Mutter bevorzugen würde. Von modern, funktionell bis langweilig, sehr religiös über geradezu barock gibt es die unterschiedlichsten Ausrichtungen.

Dann die ganze Palette von Beschäftigungsmöglichkeiten. Wieviel davon kann der Bewohner wahrnehmen, was macht da Sinn.

Und natürlich nicht zuletzt der Preis (Einzel- oder Doppelzimmer) und die Erreichbarkeit. Vermutlich wird letzteres ja dann doch einen großen Einfluss auf die Entscheidung haben.

EglafR~emicxh0815


Ich kenne so einige Heime in meiner Gegend. Habe dort (nicht nur dort) beruflich zu tun. Die Bandbreite was man da erlebt ist extrem groß.

Man kommt rein und fühlt sich sofort wohl. Hell, freundlich, luftig, moderne Einrichtung, überall nettes und kompetentes Personal, es riecht neutral, wie ein Hotel. Wenn man dann noch z.B. im Aufzug einen Wochenplan sieht mit den angebotenen Freizeitaktivitäten oder einen Speisenplan und sieht wie vielfältig das Angebot ist und hört das die Bewohner bei der Gestaltung natürlich ein Mitspracherecht haben. Wunderbar. :)^

Teilweise fühlt man sich aber wie im Führerbunker... und muss minutenlang durch enge, dunkle, labyrinthartige Flure laufen bis man jemanden vom Personal findet. Es richt nach Urin. Natürlich läuft man an den geschlossenen Türen der Wohnbereiche vorbei und an ungelogen jeder brennt das "Ich brauche Hilfe"-Lämpchen und man fragt sich wie lange die wohl schon an sind. Da kriegt man Mitleid wenn man an einem apathisch dasitzenden Bewohner vorbei läuft. :°_

Es macht auch keinen Unterschied ob es eine kirchliche oder weltliche Einrichtung ist. Von 10 Heimen kämen vielleicht 2 in Frage in denen ich eigene Angehörige unterbringen würde. Der Rest würde mich privat nie zu Gesicht kriegen.

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