» »

Pflegenotstand- aber bitte nicht bei meiner Mutter

C'o2rneli*ax59


:-o

Ich hätte mir eigentlich denken können, daß es Konstellationen gibt, in denen auch das nicht funktioniert... wir haben uns damals mal zusammengesetzt und dabei auch Aufgaben verteilt, wobei jeder sich eigentlich freiwillig für bestimmte Sachen gemeldet hat, die er/sie vorher schon häufig übernommen hatte. Das war zu einer Zeit, als es unserer Mutter noch relativ gut ging, aber absehbar war, daß sie irgendwann nicht mehr allein würde leben können.

Übrigens sind wir für diese Zusammenkunft in ein Restaurant gegangen. Zweck: da macht keiner so schnell einen lautstarken Aufstand oder verläßt türenknallend die Räumlichkeiten, als in einer unserer Privatwohnungen!

EqhemaligIer MNutzer (x#325731)


Das Problrm ist das Menschen die nicht in der Oglege arbeiten das Problem auch meist nicht verstehen.

Wäre schön wenn ich mich nur um Ostienten kommen müsste. Kann ich aber nicht weil der Ygroßteil meiner Arbeit auch administrative Tätigkeiten wie Dokumentation, Viditen (such Nachmittags) und Entlasdungen und Aufnahmen vorsieht. Ich habe auch nur zwei Häbnde und mehr als stbeiten kann niemand.

Reichen dich schon die täglichen Überstunden, das keine Pausen gemacht werden können und das man ständig für irgendwen einspringen muss.

Irgendwann ist Schluss. Ich bin auch keine Maschine!

Irgendwann ist Schluss

EYhemalTiger =Nu tzer x(#393910)


Mellimaus,

sorry für das Off Topic, aber die Autokorrektur von Deinem Handy ist klasse. Ich weiß, dass es definitiv nicht so ist, aber man könnte glatt meinen, du bist besoffen. ;-D

ATmito+la$nxe


Lest euch einmal alle Beiträge vernünftig durch bevor ihr etwas kritisiert:

Hatte dazu mal eine Diskussion mit einer anderen Praktikantin in einer Psychiatrie (Demenzklinik). Sie meinte, die Pfleger sind einfach zu faul, Essen wird hingestellt und wenn der Patient nicht gegessen hat wird das Essen wieder mitgenommen. Man müsse halt die Leute zum Essen motivieren, füttern....

Manche Leute verstehen es nicht, dass einfach die ZEIT FEHLT.

Vielleicht lese aber auch nur ich es so, dass die Leute hier offensichtlich NICHT gefüttert werden...

ftilaosofxia


sorry für das Off Topic, aber die Autokorrektur von Deinem Handy ist klasse. Ich weiß, dass es definitiv nicht so ist, aber man könnte glatt meinen, du bist besoffen. ;-D

;-D

Siüntxje


Eine Praktikant sagt etwas über Pfleger...

Lies doch was die aus der Pflege hier schreiben. Ich hab übrigens tatsächlich Pause gerade

bkelhlagxia


Meine Mutter hat in der Pflege gearbeitet, daher kenne ich den Pflegenotstand etwas.

Ihre Reaktion darauf war, dass sie sehr zügig und geordnet gearbeitet hat, sie war teilweise doppelt so schnell wie ihre Kollegen, am Ende hatte sie dann sogar etwas Zeit zum Essen anreichen oder für ein paar nette Worte.

Aber ich weiß, dass sei ein Phänomen ist, sie hat den Beruf geliebt, das tut sicher bei Weitem nicht jeder.

Vielleicht sollte gleich wenn ein Bewohner aufgenommen wird geklärt werden, was genau die Pflege umfasst?

Dann gibt es keine Missverständnisse und man weiß einfach, dass ein stündlicher Toilettengang nicht möglich ist.

Könnte man bei der Heimleitung sicher mal anregen.

Der Angehörige liebt die Person, die dort liegt und kein Heimplatz ist ein Schnäppchen.

Wenn mich bei meiner Beschwerde jemand ausgelacht hätte, ich glaube da wäre ich auch sauer geworden. Und das, obwohl ich eigentlich eher zu nett und freundlich bin und selten wütend werde.

Wenn jemand kommt und sich beschwert, dann entspringt das idR doch der Sorge um den Angehörigen und nicht der Freude daran die Pfleger nieder zu machen. Auch dann nicht, wenn es bei diesem vielleicht so ankommt.

Ephema;liger yNutzeYr (#32x5731)


Ich weiß, dass es definitiv nicht so ist, aber man könnte glatt meinen, du bist besoffen. ;-D

Es wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert ;-D

Ich versteh das gar nicht mit der Autokorrektur, ich passe immer so auf und lese Korrektur und dann schicke ich es ab und sehe was dabei rum gekommen ist :-X

Ich möchte hier editieren können %:|

Coaram al;ax 2


Das Problem sehe ich eher darin, dass heutzutage die Pflege sowie auch die Kindererziehung outgesourct wird. So muss sich dann in einer Kita eine Person, um acht Neugeborene kümmern, wie auch Pflegekräfte viel zu viele Patienten zu versorgen haben. Die Nerven bei allen, die so arbeiten müssen, einfach irgendwann blank. Und aus Hilflosigkeit kommt es dann zu Reaktionen, die man verstehen kann, die nichts mit einem als Person zu tun haben. Es ist einfach menschlich, dass man nur bestimmte Recourcen hat und natürlich würde man gerne, wie es in anderen Ländern auch möglich ist, siehe Luxembourg, auf die Patienten eingehen dürfen, auch mal ein persönliches Gespräch führen dürfen, aber auch man selbst will ein Mensch sein dürfen und nicht eine Maschine. Das hat auch nichts damit zu tun, dass einer schneller sein kann als der andere, meiner Meinung nach, denn jeder hat ein anderes Arbeitstempo und je nach Gründlichkeit, die auch nicht jedem wichtig ist, gibt es da Unterschiede. Man kann Menschen nicht miteinander vergleichen, denn die Talente sind bei jedem anders ausgeprägt. Man kann sich da eher ergänzen.

Anstatt das man schimpft, kann man sich einmal fragen, was denn in dem ganzen System inzwischen falsch läuft. Das fängt bei der Politik an, geht über immer längere Arbeitszeiten, mehr Jobs für einzelne Personen, es müssen beide arbeiten gehen, immer flexibler sein, bis hin zur Kindererziehung und Altenpflege. Für Zwischenmenschliches ist da einfach kaum mehr Platz.

C4aramtala x2


Soll natürlich so heißen.

Die Nerven bei allen, die so arbeiten müssen, "liegen" einfach irgendwann blank.

cdladirxet


Das Problem sehe ich eher darin, dass heutzutage die Pflege sowie auch die Kindererziehung outgesourct wird. So muss sich dann in einer Kita eine Person, um acht Neugeborene kümmern, wie auch Pflegekräfte viel zu viele Patienten zu versorgen haben. Die Nerven bei allen, die so arbeiten müssen, einfach irgendwann blank. Und aus Hilflosigkeit kommt es dann zu Reaktionen, die man verstehen kann, die nichts mit einem als Person zu tun haben. Es ist einfach menschlich, dass man nur bestimmte Recourcen hat

Naja, ich denke eher, dass das Outsourcen der Pflege die Probleme sichtbarer gemacht hat. Früher waren die Menschen auch überfordert, nur passierte das hinter geschlossenen Türen. von meiner Großmutter hab ich ein paar Geschichten gehört über Frauen aus dem Dorf die z.B. verhasste Schwiegerväter pflegen mussten und das Schlimmste hat sie da garantiert noch für sich behalten Dazu hatte kaum jemand eine professionelle Ausbildung für die Tätigkeiten.

@ Süntje

Die Medien sind voll vom Schlagwort des Pflegenotstandes, andauernd Berichte über katastrophale Zustände in sämtlichen Einrichtungen, egal ob Pflegeheim oder Krankenhaus, wir kriechen auf dem Zahnfleisch und dennoch werden die unglaublichsten Ansprüche gestellt.

Ich frage mich, sieht das niemand? Die TV-Berichte? Liest niemand die Reportagen? Oder glaubt man es einfach nicht?

Ich kann mir vorstellen, dass die Leute das sehr wohl mitbekommen und einige deshalb erst recht auf Krawall gebürstet sind, weil sie auf keinen Fall wollen, dass ihre eigenen Angehörigen darunter zu leiden haben. Statt Verständnis kommt bei manchen eher Egoismus zum Vorschein.

lHiHnkneSoctke62


Ich bin selber Krankenschwester und weiß, dass ich, obwohl ich nie pünktlich raus komme, ich immer mit dem Gefühl gehe, nicht fertig geworden zu sein. Man stopft ein Loch mit dem anderen. Es hagelt jeden Tag Kritik. Von der Pflegedienstleitung, von Patienten, von Angehörigen. Alle bescheinigen einem zwar, dass sie einen nur hetzen, fliegen, rennen sehen, aber ihre Kritik wird dennoch nicht weniger.

Auch ich ermuntere Patienten und Angehörige, die ihnen ausgehändigten Fragebögen, in denen sie nach ihrer Zufriedenheit gefragt werden, umfangreich auszufüllen und gebe ihnen auch öfters die Telefonnummer unseres Beschwerdemangements.

Aber es ist immer leichter, nach unten zu treten als nach oben. Den Weg in die Verwaltung will kaum einer gehen. Ich sage den meisten, dass sie uns eher noch unterstützen, wenn sie sich beschweren; - sie tun es nicht.

Auf der anderen Seite kenne ich auch die Situation als Angehörige. Meine demenzkranke Mutter ist mit Pflegestufe zwei im Altenheim.

Dass da manchmal auch alles nicht so rund läuft, nehme ich hin.

Nicht hingenommen jedoch habe ich zwei Dinge.

1. Meine Mutter hat ständig sehr lange Fingernägel. Das Heim ist der Meinung, das sei die Aufgabe der Angehörigen, die zu kürzen.

2. Meine Mutter hat öfters fettige Haare. Da sie noch laufen kann, also mobil genug ist, sie unter die Dusche zu stellen, hab ich gefragt, ob es nicht möglich sei, sie zwei mal in der Woche kurz zu duschen und dabei auch kurz die Haare zu waschen. Darauf wurde mir erwidert, in diesem Heim sei es üblich, dass die Bewohner einmal die Woche die Haare vom Personal gewaschen bekämen und zur zweiten Wäsche den Friseur aufsuchen würden. Ich habe denen gesagt, dass meine Mutter in ihrem gesamten Leben nicht ein mal pro Woche zum Friseur gegangen sei und ich nicht wüsste, warum sie damit jetzt anfangen sollte. Das müsste die Pflegestufe 2 doch wohl hergeben.

Wenn aktuell Personalmangel herrscht und deswegen Dinge zu kurz kommen, habe ich vollstes Verständnis. Wenn jedoch jemand eine Prinzipienfrage daraus macht, finde ich das nicht in Ordnung.

CMa1ramPala x2


Naja, ich denke eher, dass das Outsourcen der Pflege die Probleme sichtbarer gemacht hat. Früher waren die Menschen auch überfordert, nur passierte das hinter geschlossenen Türen. von meiner Großmutter hab ich ein paar Geschichten gehört über Frauen aus dem Dorf die z.B. verhasste Schwiegerväter pflegen mussten und das Schlimmste hat sie da garantiert noch für sich behalten Dazu hatte kaum jemand eine professionelle Ausbildung für die Tätigkeiten.

Das ist genauso richtig. Dann ist die Frage, wie will man das überhaupt hinbekommen? In Heimpflege ist man als einzelne Person definitiv überfordert, je nach Schweregrad der Pflege. Im Heim aber genauso. Also müsste mehr Hilfe in beiden Fällen zur Verfügung stehen, die auch anständig bezahlt werden kann. Dann wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen und damit mehr ehrenamtliche Tätigkeiten vielleicht ein möglicher Weg.

CBhoupeytte_ZFi~nnian


Dennoch frage ich mich laufend, wie man überhaupt darauf kommen kann, dass Patienten stündlich zum WC gebracht werden können?

So wie du dein Beispiel geschrieben hast, ging es doch darum, dass die Tochter das wegen der Grippe gefordert hat, oder nicht? Also als Ausnahmesituation, wenn die Mutter beim Husten ein bisschen mehr verliert, und nicht jeden Tag und immer, korrekt? Un dich bin da völlig ihrer Meinung. Wenn Babys bei einer nassen Windel schreien, wird ja auch reagiert (auch in der Gruppe wo viele Kinder sind), bei alten Leuten wird es ignoriert, wenn die Vorlage nass ist und die sich untenrum was wegholen. Entweder sie können sich nicht mehr beschweren, was superpraktisch ist, oder sie werden ignoriert und sind eh nur alte Meckertanten.

-

Das Problrm ist das Menschen die nicht in der Oglege arbeiten das Problem auch meist nicht verstehen.

Falsch! Sie sehen es nur aus einer anderen Perspektive, nämlich aus der des Angehörigen. Die wiederum für euch die nervige, fordernde Verwandschaft ist, die die Arbeit noch ätzender macht als der Personalmangel. Das ist ein großer Unterschied.

Kann ich aber nicht weil der Ygroßteil meiner Arbeit auch administrative Tätigkeiten wie Dokumentation, Viditen (such Nachmittags) und Entlasdungen und Aufnahmen vorsieht.

Ja, und weiter? So geht es fast jedem Arbeitnehmer, der mit Kunden zu tun hat. Man hat mehr Aufgaben, als die offensichtlichen.

Ich habe heute morgen um acht Uhr angefangen im Büro zu arbeiten und kam bis zur Mittagspause (die ich übrigens durchgearbeitet habe) nicht mal zum pinkeln aufs Klo. Nicht nur der Pflegebereich ist stressig.

Irgendwann ist Schluss. Ich bin auch keine Maschine!

Irgendwann ist Schluss

Vielleicht ist es besser sich einen anderen Job zu suchen?! Und das meine ich keineswegs aus Sicht des Angehörigen. Wenn man sich zur Maschine degradiert fühlt, sollte man sich überlegen, ob man nicht etwas ganz anderes machen will, denn den AG zu wechseln hilft ja wahrscheinlich nicht viel.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kranken- und Altenpflege oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH