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Patientenverfügung erstellen

A;nton7 SeomTmxer


Hallo RiMo,

ich habe für mich seit 5 bis 6 Jahren eine

Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht,

Betreuungsverfügung und ein

Testament ("Berliner Testament") gemacht.

Ebenso dann meine Ehefrau, die Kinder und einige Bekannte und Verwandte.

Nach meiner gesamten Lebenserfahrung muß ich heute sagen, ideal wäre es, diese Festlegungen so etwa mit 30, spätestens mit 35 Jahren zu machen. Man kann ja jeden Punkt zu jeder Zeit wieder ändern, wenn es erforderlich erscheint.

Muster ? Da ist ja das Internet voll davon. Ich habe mir damals jeweils das für mich passendste aus ca. jeweils 3 bis 4 Mustern aus dem Internet geholt.

Wenn Du echt willst, könnten wir auch per PN Fragen beantworten.

Herzliche Grüße!

:-) :)z :)^

S"chneaehexe


Zu uns hat der Notar damals gesagt, dass man die Dokumente jährlich neu unterschreiben sollte.

C_houpCebtte_HFinnxian


Man muss das nicht beim Notar machen, aber man sollte. Wir haben bei uns im Notariat ständig mit Leuten zu tun, die jammern, weil Behörde/Bank/Krankenhaus XY die Vollmacht nicht akzeptiert oder das Betreuungsgericht zickt.

Von daher: Das Geld kann man sich natürlich sparen, aber man sollte nicht überrascht sein, wenn die Angehörigen dann den Ärger haben und man irgendwann selber wie Gemüse vor sich hinvegetiert, weil das Krankenhaus nicht verpflichtet ist sich an die 0815 Internet-Vollmacht zu halten. @:)

Cehoupietteq_Fi=nnixan


Schneehexe, das ist nicht richtig. In jede Vollmacht gehört der Satz, dass man zur Kenntnis genommen hat, dass man die Vollmacht in regelmäßigen Abständen erneuern sollte, aber dass kein geänderter Wille aus einer nicht erneuerten Vollmacht abgeleitet werden darf!

Arnton >Sommexr


Zu Meinem Beitrag vom 25.05.15, 18.48 Uhr:

Hallo RiMo!

Ich wollte Dir ja auch nur meine Gesamtsicht über dieses Thema aufzeigen. Details eher weniger vorerst.

Da jetzt jemand explizit auf die intervall-mäßige Bestätigung hingewiesen hat, muß ich dem natürlich zustimmen. Klar.

--- Meine Patientenverfügung,

--- Vorsorgevollmacht,

--- Betreuungsverfügung und sogar das

--- Testament ("Berliner Testament")

habe ich

a) vor mindestens einem Zeugen in Anwesenheit unterschrieben lassen UND der hat seine Zeugschaft auch in dem Dokument gleich anschließend niedergeschrieben und unterschrieben. Und

b) bestätige ich jedes dieser Dokumente grundsätzlich 1 x jährlich mit Ort, Datum und meiner Unterschrift neu. (Auch wenn man es halt schon mal so 1/4 oder 1/2 Jahr vergessen / übersehen hat).

Es ist bei uns in der BRD geltendes Recht, daß all diese Dokumente eben keine notarielle Bestätigung brauchen. Wer will und diese trotzdem einholt, macht natürlich damit auch keinen Fehler. Gut.

Ein Testament braucht gar nicht in gewissen Zeit-Rythmen erneut bestätigt zu werden. Definitiv ! Das jüngste von evtl. mehreren Tastamenten gilt als einziges !

Aber: Wer will - der darf. Und deshalb mache ich das auch. (Diese Arbeit meiner jährlichen Testamentsbestätigung von 1 Minute im Jahr ist mir nicht zu viel - Lach !).

Herzliche Grüße und gutes Gelingen!

:-) :)z :)^

R~uxt


Ich habe gerade ein Buch "über das Sterben" gelesen und meiner Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht einen Passus hinzugefügt, dass, wenn die Situation eintreten sollte, dass diese Verfügungen gültig werden, ein Palliativmediziner hinzugezogen wird.

Intensivmediziner sind hochspezialisierte "Allgemeinmediziner am Lebensende".http://www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Patientenverfuegung/patientenverfuegung_node.htmlhttp://www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Patientenverfuegung/patientenverfuegung_node.html

Übrigens ist ein Notar zur Abfassung dieser o.g. Vollmachten nicht nötig, wenn

[[http://www.bmjv.de/DE/Themen/Gesellschaft/Patientenverfuegung/patientenverfuegung_node.html]]

runterlädt.

R/u{t


Bitte entschuldigt, ich muss richtig heißen:

Intensivmediziner sind hochspezialisierte "Allgemeinmediziner am Lebensende".

Übrigens ist ein Notar zur Abfassung dieser o.g. Vollmachten nicht nötig, wenn Ihr

BMJV | Betreuungsrecht / Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht

runterladet.

Z_im


Da ich grade eine Patientenverfügung kopiert habe, interessiert mich das Thema.

Beim Verteilen der Kopien beispielsweise ans Team des Krankenhauses und das Palliativteam ist mir aufgefallen, dass auch diese Leute das noch nicht wirklich oft gesehen haben. Einige vermutlich noch nie.

krro-kuRs2


also meine Eltern haben eine vorsorgevollmacht erstellen lassen beim Notar.

da ihnen gesagt wurde, sobald man Eigentum hat, sprich haus, sollte es vom Notar gemacht werden.

so haben sie es dann auch gemacht. war auch nicht so wahnsinnig teuer.... aber um es wirklich richtig zu machen,

würde ich immer ne Fachkraft fragen, weil doch denke ich ziemlich viel falsch gemacht werden kann.

SAchmidtBix70


Das Problem ist halt: sobald man richtig was damit regeln muss, will Derjenige u.U. auch wissen, dass die Vollmacht echt ist. In der Bank akzeptieren wir nur notarielle Vollmachten, weil der Notar darin die Richtigkeit der Unterschrift sowie die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers bestätigt hat. Und auch die Ausfertigungen einzieht, wenn die Vollmacht widerrufen wird.

Wir haben das auch gerade für uns gemacht. Günstig? Naja, hängt vom Geschäftswert ab, aber uns war es das wert.

h}.sumxmit


Die Unterschrift eines Angehörigen als "Zeugen" macht die Dokumente nicht unbedingt glaubwürdiger, weil ihnen Befangenheit oder ein Eigeninteresse unterstellt werden kann. Besser eine unabhängige dritte Person hinzuziehen. Glaubwürdig und kompetent ist der Hausarzt.

Patientenverfügungen müssen nicht nur konkret sein, sondern müssen im eigenen Interesse auch genau beschreiben, wann sie gelten sollen. Vergleich mal die Christliche PV und die der Bundeszentralstelle Patientenverfügung. Ein himmelweiter Unterschied. Die Christliche gilt nur für den "unabwendbaren, unmittelbaren Sterbeprozess oder das Endstadium einer unheilbaren, tödlich verlaufenden Krankheit." Nicht bei Hirnschädigung, nicht bei Demenz, nicht bei Schwerstpflegebedürftigkeit. Wem das wohl nützt?

h|.sumPmit


Es gibt keine gesetzliche Vorschrift Vollmachten oder PV regelmäßig zu aktualisieren. Es ist in meinem eigenen Interesse immer mal wieder zu prüfen, ob meine Festlegungen noch meinem Willen entsprechen und korrekt sind. Ich kann sie dann, neu unterschreiben, muss es aber nicht. Das sollte ich aber auf jeden Fall tun, wenn ich etwas daran geändert habe. Besonders muss dann unzweifelhaft sein, dass ich es war, der die Änderung vorgenommen hat.

h*.sumVmxit


Ich brauche auch meine Bankvollmacht nicht vom Notar machen lassen. Das kann ich kostengünstig direkt von der Bank machen lassen. Da gehe ich mit meinem Bevollmächtigten hin und wir beide unterschreiben das Formular. Wichtig ist festzulegen, dass die Vollmacht über den Tod hinaus gültig sein soll, da das Testament durchaus Wochen nach meinem Ableben erst eröffnet werden kann und davor schon das eine oder andere zu regeln ist.

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Wir haben das beim Notar gemacht und notariell beglaubigen lassen und sind auch im Vorsorgeregister eingetragen. Die Vorlagen dazu gab's beim Notar, die PV haben wir individuell formuliert und beigefügt. In der Vorsorgevollmacht war ALLES enthalten, also PV, VV, BV.

SAchmid&ti70


@ h.summit

Du glaubst aber nicht, wie viele Menschen keine Bankvollmachten vergeben, weil sie es "noch nicht brauchen". Wenn dann aber was ist, ist das eben schlimm. Zu dem menschlichen Leid, den Tod oder schwere Erkrankung auslösen, kommt dann noch der unnötige Ärger mit der Bank, weil man keine Auskünfte erhält, geschweige denn über Gelder verfügen kann. Aber leider redet man da oft auch gegen eine Wand.

Bankvollmachten gelten immer über den Tod hinaus oder erst für den Todesfall, alles andere ließe sich gar nicht überprüfen.

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