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Patientenverfügung erstellen

H>yper ion


1 Beitrag gelöscht

ZGixm


Wichtig ist festzulegen, dass die Vollmacht über den Tod hinaus gültig sein soll, da das Testament durchaus Wochen nach meinem Ableben erst eröffnet werden kann und davor schon das eine oder andere zu regeln ist.

Interessanter Punkt.

Leider wusste ich das nicht, dass es diese Möglichkeit gibt, deshalb wurde das betreffende Konto, für das ich eine Vollmacht hatte, nach dem Todesfall durch die Bank gesperrt und interessanterweise auch das Sparbuch, auf dem das Geld fürs Begräbnis lag.

Vgerschw<-pzrakthiker


Erdbeere2060

25.05.15 18:01

Ich habe Vorlagen im Geschäft für Bürobedarf gekauft. Notar ist nicht notwendig.

Welchen Wert hat die Aussage, dass man bedrucktes Papier ohne notariellen Beistand kaufen kann?

Mich interessiert, welche Probleme mit solchen Vollmachten aufgetreten sind, wenn sie von Dritten (Ärzte, Pflegepersonal, ...) zu beachten sind.

Irgendwelche Kreuzchen machen und unterschreiben kann ich doch jeden Tag.

Vcerschyw-praLktxiker


Welchen Wert hat die Aussage, dass man bedrucktes Papier ohne notariellen Beistand kaufen kann?

Solche "luschigen", unsinnigen Aussagen können eine Vollmacht unwirksam machen. Im Ernstfall, etwa beim Abschalten künstlicher Beatmung oder bei der Verfügung über Grundbesitz müssen Aussagen juristisch bestehen.

"Meinungen" haben da nichts zu suchen. Gerade denjenigen rate ich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Sqhelbry Tx.


Ernstfall, etwa beim Abschalten künstlicher Beatmung oder bei der Verfügung über Grundbesitz müssen Aussagen juristisch bestehen.

Was soll das heißen? Im Zweifelsfall müssen sie lediglich eindeutig sein. Es muss mein Wille, ob ich z.B. eine Behandlungsform möchte oder eben nicht, klar erkennbar sein. Was ein Jurist dazu meint ist hier sekundär. Aus welchen Gründen ich dies möchte ist unerheblich, ich kann die Meinung vertreten, das künstliche Beatmung Mist ist, und diese ablehnen, dann ist meine Meinung sehr wohl wichtig.

Welchen Wert hat die Aussage, dass man bedrucktes Papier ohne notariellen Beistand kaufen kann?

Das es nicht nötig ist, einen Notar aufzusuchen, sondern es möglich ist, Vordrucke im Bürobedarf zu kaufen. Sofern diese meine Meinung klar zum Ausdruck bringen können, sind diese auch gültig.

V[erschwI-pr9aktixker


Shelby T.

26.06.17 15:33

Was soll das heißen? Im Zweifelsfall müssen sie lediglich eindeutig sein.

Der Mensch, der die Beatmung abschaltet oder für einen anderen ein Haus verkauft / belastet, um Kosten zahlen zu können, muss sich sicher fühlen, juristisch nicht belangt zu werden.

Die Umgangssprache ist oft nicht eindeutig und jeder kann doch gedruckte Zettel verkaufen ohne für den Inhalt zu haften.

Wenn ich Krankenhausarzt bin und mir jemand die Formulierung des Halbtoten vorlegt: "Ich möchte nicht künstlich beatmet werden, wenn keine Aussicht auf gesundheitliche Besserung besteht".

Wann darf ich die Aussicht auf Besserung begraben und den Platz in der Intensivstation frei machen?

ZHim


Mich interessiert, welche Probleme mit solchen Vollmachten aufgetreten sind, wenn sie von Dritten (Ärzte, Pflegepersonal, ...) zu beachten sind.

Probleme gabs keine.

Der Vordruck, den ich hatte, den gabs im Hospiz.

(Es gab dort ein Heft, einen Vordruck, von dem ein Abschnitt bei einer Vertrauensperson hinterlegt wurde.

Wichtig war, dass in regelmässigen Abständen unterschrieben wurde, Datum und Unterschrift, dass die Verfügung (nicht wiederbelebt zu werden) noch gültig war.

Am wichtisten ist, eine Vertrauensperson (das war in diesem Falle ich) darüber zu informieren , der weiss, wo die Patientenverfügung deponiert ist, sie in die Hand nimmt und ins Spital, zum (Haus- oder Fach)arzt, Pflegeteam und so weiter damit geht, und schaut, dass die zuständigen Leute dort sie kopieren.

Es nützt überhaupt nichts, die Patientenverfügung irgendo beim Notar oder zuhause herumliegen zu lassen, wenn man nicht weiss, in welches Spital man eingeliefert wird bei einem Notfall/Unfall.

Und die müssen dann wissen, was zu tun ist. Wenn sich das Problem beispielsweise mit einer kräftigen Dosis Antibiotika, Blutverdünnern und so weiter lösen lässt, geht der Patient dann nach Hause. Wenn er ins Koma fällt und man nichts mehr machen kann als Abwarten, wars das dann.

Vjer2schfw-pEraktixker


Wann darf ich die Aussicht auf Besserung begraben und den Platz in der Intensivstation frei machen?

Nur ein Tag zu früh und es wäre Mord? Oder zumindest unterlassene Hilfeleistung?

Menschen, die in solchen juristischen Grauzonen arbeiten, sind sicher besonders empfindlich und legen jedes Wort der Patientenverfügung auf die Goldwaage. Zu Recht.

V<erscGhw-pr#ak5tixker


Und was ist mit denen, die auf eigene Faust dem Leiden ihrer Pfleglinge ein Ende machen?

Manchmal liest man über solche Pflegekräfte, die angeklagt werden.

BLÖD-Zeitungen titeln: "Der Todesengel vom Altenstift" oder ähnlich mit ganz böser Fratze.. Aber über den Ausgang solcher Prozesse berichten sie nicht. Oder habe ich das überlesen?

Sehr, sehr schwer Rückgrat zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen.

M7arrJyPoCppinxs


Wichtig ist festzulegen, dass die Vollmacht über den Tod hinaus gültig sein soll, da das Testament durchaus Wochen nach meinem Ableben erst eröffnet werden kann und davor schon das eine oder andere zu regeln ist.

Interessanter Punkt.

Leider wusste ich das nicht, dass es diese Möglichkeit gibt, deshalb wurde das betreffende Konto, für das ich eine Vollmacht hatte, nach dem Todesfall durch die Bank gesperrt und interessanterweise auch das Sparbuch, auf dem das Geld fürs Begräbnis lag.

Ich hatte schon ewig Kontovollmacht über den Tod für die Konten meiner Mutter. Was mir nicht klar war ( entweder habe ich das überlesen oder vergessen) dass das Sparbuch in dem Falle nicht zur Erbmasse gehörte sondern sofort auf mich umgeschrieben wurde. Erbschein liegt jetzt vor und somit kann kann das restliche Geld jetzt unter den Erben aufgeteilt werden. Traurig ist, dass immer wieder von meiner Nichte gefragt wird wann es denn endlich soweit ist.

p|aint-:i[tg-colouxrful


Wer eine Patientenverfügung verfasst, braucht auch jemanden, der diese im Notfall für einen durchsetzt. Dazu benötigt man eine Vorsorgevollmacht. Was nützt die beste Patientenverfügung, wenn diese z.B. nicht auffindbar ist oder man an einen Arzt gerät, der sich nicht dran hält.

Und wenn ich schon lese "Notar braucht man nicht" zeigt das nur, dass da große Ahnungslosigkeit gepaart mit Ignoranz im Spiel ist. Eine gute Beratung hat noch nie geschadet. Es ist alles individuell machbar, aber grundsätzlich einen Notar auszuschließen, kann sich in bestimmten Fällen später rächen. Und notarielle Vorsorgevollmachten mit Patienten- und Betreuungsvollmachten müssen auch nicht regelmäßig neu unterschrieben werden.

Aber soll jeder so machen, wie er denkt. Wenns dann am Ende nicht passt, ist es oft zu spät. Ärgern können sich dann meist die Angehörigen, die nichts in der Hand haben, um aktiv handeln zu können.

Ist immer wieder ein schönes Thema...

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