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Vater verweigert jegliche Hilfe - was tun?

lxerUchenDzunxge


ein Stück weit muss ich mich da "dannhaltsoallesklar" anschließen: ich finde den mehrfach geäusserten Rat der Entmündigung ("Betreuung") persönlich auch daneben.

Solange keine Fremdgefährdung vorliegt, sollte man mit sowas weit vorsichtiger sein.

Natürlich ist 60 Jahre noch ziemlich jung, aber der Mann hier ist bereits erheblich erkrankt ("Schlaganfall mit Schädigung des Sprachzentrums, ist Diabetiker, hat Bluthochdruck und baut seit dem Schlaganfall körperlich und geistig immer mehr ab"), was bei Betreuung auch nur aufgehalten, nicht geheilt werden kann. Dann lebt er getrennt und allein, hat also niemanden, für den er noch gebraucht wird... Kein Wunder also, dass er im wahrsten Sinne des Wortes "lebensmüde" ist.

Es hat auch viel mit Würde des Menschen zu tun, einen Menschen, der des Lebens müde ist, nicht zu entmündigen und "zwangszupflegen", sondern ihm auch zu ermöglichen, in Ruhe und Frieden bald zu sterben, statt fremdbestimmt "erhalten" zu werden...

cNrosxsie


was bei Betreuung auch nur aufgehalten, nicht geheilt werden kann. Dann lebt er getrennt und allein, hat also niemanden, für den er noch gebraucht wird... Kein Wunder also, dass er im wahrsten Sinne des Wortes "lebensmüde" ist.

was aufgehalten und geheilt werden kann oder auch nicht muss ein Arzt entscheiden (nicht lerchenzunge), dafür haben die ihren Job gelernt.

l#erclhenz:ungxe


muss ein Arzt entscheiden (nicht lerchenzunge), dafür haben die ihren Job gelernt.

ob diese Einschätzung immer objektiv ist, darf bezweifelt werden. Einerseits, weil Ärzte ja ihren Lebensunterhalt daraus verdienen, Patienten zu behandeln, andererseits, weil es natürlich immer Möglichkeiten mit zumindest theoretischen Erfolgschancen gibt.

Manchmal sind solche Behandlungen aber nur unnötige Verlängerung der Qual für den Patienten.

Daher muss die Einschätzung des Arztes immer gegenübergestellt werden dem Willen des Patienten! Hier scheint der freie Wille des Patienten zu sein, eben nicht sich behandeln zu lassen.

Umso schlimmer finde ich es, wenn dann gleich nach Betreuung gerufen wird, nur weil ein Patient aus freiem Willen non-compliant ist!

c&roVs}sie


lerchenzunge

Manchmal sind solche Behandlungen aber nur unnötige Verlängerung der Qual für den Patienten.

geh mal nur von der Grunderkrankung "Schlaganfall" aus, das oft die Psyche darunter leidet habe ich bereits geschrieben. Wenn der Vater sich unbeabsichtigt gehen lässt, vielleicht zu wenig trinkt, sich zu einseitig ernährt, am leben nicht mehr richtig teil nimmt, verwahrlost, seine Medikamente unregelmäßig einnimmt etc wird er abbauen, dass ist dann aber keinem "ich will nicht mehr und freiem willen" geschuldet sondern der Krankheit.

Was ich nicht richtig fände ist Tacheles reden und Druck machen, man kann ihn auch in den Arm nehmen und ihm sagen Papa ich brauch dich, ich schaffe das nicht alleine, du musst mitmachen.

Ob er eine Betreuung braucht entscheiden wenn dann auch Fachleute, wenn er eine Pflegestufe hat kontrolliert der Pflegedienst ob die Pflege sichergestellt ist. Das muss und kann der Sohn nicht alleine entscheiden, aber er darf auch nicht einfach wegsehen sondern sollte sich bei diesen Fachleuten und seinem Arzt Rat und Hilfe suchen.

l ercheVnzu/nxge


Was ich nicht richtig fände ist Tacheles reden und Druck machen, man kann ihn auch in den Arm nehmen und ihm sagen Papa ich brauch dich, ich schaffe das nicht alleine, du musst mitmachen.

:)^ :)= :)^

da sind wir uns absolut einig!

Betreuung ist aber just das Gegenteil. Es wäre ein Entmündigen und Entwürdigen des Vaters.

cVrFoWssixe


Betreuung ist aber just das Gegenteil. Es wäre ein Entmündigen und Entwürdigen des Vaters.

ich habe eine General- und Betreuungsvollmacht für meinen Vater, das hindert ihn aber nicht daran mir zu sagen was er will und was nicht. Er bekommt zur Zeit Dysphagie und um Abzuklären das es nicht von einer Entzündung der Lunge ausgeht bin ich mit ihm zum Röntgen in KH gefahren. Er hat geschimpft aber da habe ich ihm klar und deutlich gesagt wenn er bei mir Zuhause bleiben möchte geht das nur wenn er körperlich Gesund bleibt, er ist dann unter knurren mitgefahren. Was ich mir beim warten im KH alles Anhören musste schreibe ich hier besser nicht.

Er ist Krank und ich versuche in seinem Sinne alles nötige für ihn zu tun, ich empfinde das weniger als entwürdigend als mehr als würdigen meines Vaters den ich lieb habe und dem ich helfen möchte.

Ich denke "Entmündigen" muss man immer aus der jeweiligen Perspektive betrachten.

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