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Angehörige bringt sich und uns in Gefahr - ich werde wütend!

H3yperixon


PinkLadyApfel

Um sie auf Demenz checken zu lassen, welche Schritte müsste ich da gehen? Freiwillig wird sie das jedenfalls nicht machen, so viel steht fest.

Es gibt Hausärzte die solche Testungen auch machen können, bzw darin Qualifiziert sind. Ich würde mal bei dem Hausarzt von Schwiegermutter anfragen ob er solche Testungen z.B. [[https://de.wikipedia.org/wiki/Mini-Mental-Status-Test Mini Mental Status Test]], [[https://de.wikipedia.org/wiki/Uhren-Zeichen-Test Uhren-Zeichen-Test]] und vielleicht noch den [[http://flexikon.doccheck.com/de/Syndrom-Kurz-Test SKT]] um zu schauen ob sie vielleicht eine Aufmerksamkeitsstörung hat.

Das wäre sicher interessant um zu sehen ob ihr Verhalten vielleicht Anzeichen einer beginnenden Demenz sind oder einer Aufmerksamkeitsstörung.

Das könnte zumindest ihr Verhalten erklären.

Gruss

S~andyra2w0x06


Andere würden liebevoll, lächend sagen: ach Mutter, hast du das jetzt so schnell vergessen ?...ach komm , nicht so schlimm...

Ja, na sicher. Sooo realistisch.

Ich hätte schon längst alle Hebel in Bewegung gesetzt. Ab ins Pflegeheim, wenn es 1. die Frau ihr ganzes Leben nicht geschafft hat, irgendwas auf die Reihe zu bekommen und ihren Kindern die Kindheit zur Hölle gemacht hat (Stichwort: keine moralische Verpflichtung) und 2. dieser Frau nicht möglich ist, sich ein kleines bisschen zusammen zu reißen (Stichwort: an fremdes Eigentum gehen, was nichts mit ihren Krankheiten zu tun hat).

Wenn Sie ins Heim kommt und kein Vermögen und kein Einkommen hat, kann sie doch Sozialhilfe beantragen. Die Kinder (nicht nur der Mann der TE) sind dann evtl. zum Elternunterhalt verpflichtet, aber mehr auch nicht. Wo ist das Problem? Die Frau ist 66. Nicht in ihren letzten Jahren, wo man sie eben mal noch pflegt, weil sie es sowieso bald hinter sich hat. Warum sollte man sich jeden einzelnen Tag seines Lebens so einen Stress machen, wenn man keinerlei Dankbarkeit erfährt und sich alle anderen Verwandten aus gutem Grund abgewandt haben? Diese Frau sollte dankbar sein, wie sich die TE bisher aufgeopfert hat und sich mal ein wenig am Riemen reißen. Sie ist zu Gast und wird gepflegt - dass Missgeschicke nicht ausbleiben, ist klar, aber die TE beschreibt ja nur anhand weniger Beispiele, was generell täglich abläuft. Und wenn es hundertmal angeblich an Krankheiten liegt (sehr bequem, alles sofort darauf zu schieben und nicht mehr selbst an sich zu arbeiten... :=o ) - keine Krankheitseinsicht, keine Schwiegertochter als Hampelmann. Dann müssen eben Fachkräfte her, die ausgebildet sind. Man kann nicht beides haben: Entweder ist die Schwiegermutter noch fit genug, dann kann man ihr aber auch ein Mindestmaß an zivilisiertem Verhalten abverlangen.. oder aber sie ist krank, dann gehört sie von qualifizierten Leuten gepflegt.

PJinkLady ApfeWl


es wirkt so, als ob du sie gar nicht leiden magst. Sie einfach unmöglich findest...

Wäre dem so, würde sie auf der Straße sitzen.

Andere würden liebevoll, lächend sagen: ach Mutter, hast du das jetzt so schnell vergessen ?...ach komm , nicht so schlimm... räume ich schnell auf oder wir organisieren das so, dass ich öfter nach dir schaue. (Schlüssel etc), ich helfe dir..

Zeig mir den Menschen, der das in einem normalen Alltag, mit täglichen Aufgaben noch beim 100sten Mal macht und dann verneige ich mich von ihm. Davon abgesehen, ICH bin wütend, aber das bedeutet nicht, dass ich SIE das spüren lasse. Nein, da kommt dann das "freundliche Gespräch" und die bitte, künftig zweimal nachzusehen, ob der Schlüssel am Brettchen hängt.

dann regt einen alles auf, dann wittert man manchmal sogar noch Absicht...sie gibt sich keine Mühe!...

Wenn mich wirklich alles aufregen würde, würde ich damit morgens anfangen und abends aufhören. Denn was ich hier schrieb ist die Spitze des Eisbergs. Was noch dazu kommt und das täglich und was ebenfalls der Unaufmerksamkeit geschuldet ist sind: "Kaffeepulver auf dem Fußboden, vollgekotete Klobrille, Slipeinlagen die das Klo verstopfen, Fenster die offen bleiben, obwohl es eiskalt ist).

Ich sage nicht ABSICHT, aber ich sage, dass es anders ginge, denn ich weiß, dass in Situationen wo sie es will, sie kann!

Selbst wenn sie wenig intelligent ist, kann man doch solche Menschen durchaus vom Herzen gern haben.

Sehe ich genauso, Intelligenz ist ja kein Grund oder Nichtgrund für Liebhaben.

Also muss die Situation geändert werden. Aber da siehst du gleich das Geld... was kostet es? ev. denkst du auch: Was würde mein Mann denken?...

Falls du meinen Beitrag zuvor gelesen hättest wüsstest du, dass das Geld für mich keine positive Rolle spielt, so wie es jetzt ist und mein Mann wäre mir von Herzen dankbar vermute ich.

Sei ehrlich zu dir... und dann zu den anderen und sage ihnen, dass du die Schwiegermutter nicht mehr pflegen willst und kannst, bevor etwas schlimmes (wie zum Bsp. Gewalt) passiert...aber ist lieblos gepflegt werden nicht auch schon sehr schlimm? ":/ wo fängt Gewalt an?

Habe ich nicht schon mehr als einmal gesagt, dass sie von meinem Frust NICHTS mitbekommt? Sie ist GLÜCKLICH, sie möchte hier nicht weg, sie erzählt überall wie lieb sie mich hat, dass ich ihr mehr bedeute als ihre Tochter. Ich bin kein Monster, nur weil ich wütend bin und ich war ihr NIE gewalttätig gegenüber, weder psychisch noch physisch, umgekehrt sieht das (zumindestens psychisch) schon ganz anders aus.

Und die arme Frau entschuldigt sich, es tut ihr vielleicht wirklich Leid, sie ist abhängig von dir/euch und ihr nutzt das aus. Das ist herzlos, wie du über sie redest und denkst und daher kannst/solltest du nicht ihre Pflegeperson sein. :|N

Sie entschuldigt sich, ich nehme sie in den Arm und sage "ist schon gut, kann passieren, künftig besser aufpassen". Wo genau ist jetzt der Aspekt "Herzlos und die arme Frau"?

PQinkL_adyA{pfel


Dankeschön Sandra für deinen Beitrag @:) @:)

EFhemaliIger 5Nutzer (b#52861{1)


Na, offensichtlich kann sie das nicht. Oder meinst du, es macht ihr Spaß, sich den Kopf an der Heizung zu stoßen? Aber die Hauptsache für dich ist, dass den Katzen nichts passiert ist?! 

Stuhlbein

Also ich finde es verständlich. Denn wer will sich schon zusätzlich zu den vorhandenen Sorgen noch ne verletzte oder tote Katze aufhalsen?

Dazu kommt ja trotz allem nich die Sorge um die Schwiegermutter selbst. Die TE hat, imho, echt ne Aufgabe zu wuppen mit der Schwimu, da brauchts nicht noch mehr Stress, mit einer kaputten Katze zum Tierarzt zu fahren.

PDlüsch4bielst


[[https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/betreuung-und-pflege/tagespflege.html]]

Mach dich mal schlau, ob es so was bei euch vor Ort gibt.

Soandra<2W006


Stuhlbeins Beiträge hier fand ich einfach nur unmöglich. Diese Aktion mit den Katzen war ein typisches i-Tüpfelchen, ein Tropfen im überlaufenden Fass und der Auslöser für den Thread. Und dann kamen die unmöglichsten Unterstellungen: Schlecht behandeln, Gewalt, Katzen wichtiger als Schwiegermutter, Pflege nur des Geldes wegen... wirklich, zum Fremdschämen hier!

Dankeschön Sandra für deinen Beitrag

Gerne, aber die Frage ist doch, hilft dir das, weil du dich nur mal auskotzen wolltest und dich die Zeilen (meine ehrliche Meinung, nicht nur damit du dich besser fühlst) für einen kurzen Moment ein wenig aufmuntern... oder weil du was ändern willst? Dampf ablassen oder konkret was tun? Vielleicht eins nach dem anderen.. immerhin bist du an einem Punkt, wo du mehr hinterfragst und nicht einfach nur machst. :)^

wHinte.rsoznne6 01


o.k. wenn es so ist, wie du schreibt, bleibt dennoch übrig:

dir tut die Situation nicht gut!

Dass du sie nicht von Herzen gern hast ist doch kein Vorwurf. Wenn die Frau so ist, wie du sie von früher beschreibst, würde ich sie auch nicht leiden können.

Es ist eine Feststellung.

Und wenn man jemanden gar nicht mag, sollte man ihn nicht pflegen müssen.

Ihre Vergesslichkeit jetzt...da glaube ich nicht, dass sie dies ändern kann.

Dass sie ihre Wohnung verloren hat ist ihre Schuld. Also muss sie mit den Konsequenzen leben..entweder eine neue kleine suchen oder Heim.

Seid ehrlich zu ihr...sagt ihr, dass ihr das so auf Dauer nicht mehr leisten könnt.

S'andr,a20x06


Sie ist GLÜCKLICH, sie möchte hier nicht weg, sie erzählt überall wie lieb sie mich hat

Erzählt sie das nur oder ZEIGT sie das auch? Vor allem, zeigt sie es dir? Und wie äußert sich das dann?

g?auhloise


Habe ich das richtig verstanden, dass die Dame erst 66 ist?

SJtuh\lbeiVn


Stuhlbeins Beiträge hier fand ich einfach nur unmöglich.

Das gebe ich gerne zurück. %-|

Siand/r3a2006


Im Gegensatz zu dir hatte ich eine Begründung. Finde ich unmöglich, der TE solche Vorwürfe zu machen. Dass die Schwiegermutter überhaupt in dem Raum war und stolpern konnte, ist dem Umstand geschuldet, dass die TE in ihrer Freizeit die Mutter ihres Mannes im Alleingang pflegt. Und dann muss sie sich sowas hier anhören. Danke, da vergeht einem die Lust, jemanden zu pflegen, wenn man dann (nicht nur von dir jetzt) auch noch unterstellt bekommt, man wäre an dem Sturz schuld (fahrlässig etc) und wagt es, an seine Katzen (ebenfalls krank und alt) zu denken.

Vor allem wenn die TE es die Schwiegermutter nicht mal spüren ließ, dass sie wütend war! :|N

G{oDldtaxu


PinkLadyApfel,

ich habe den Eindruck, du bist mit der Situation so langsam überfordert.

Das ist jetzt keine Anschuldigung gegen dich.

Denn niemand ist verpflichtet, andernleuts Angehörige so um die 20 Jahre bis zum Tod einfühlsam und liebevoll zu umpflegen. Das ist auch kaum zu schaffen, ohne sich selber aufzureiben.

.

Manche mögen einwerfen, "wo bleibt der Familienzusammenhalt? Die Schwiegermutter gehört doch zur Familie!"

Ja, aber nur, wenn auch die ganze Familie, also ihre, der Schwiegermutter Töchter und Söhne, der Schwiegermutter Schwestern und Brüder gleichsam mitpflegen.

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Wenn die "eigentliche" Familie sich schön fein aus der Pflege raushält und die Pflege auf die eingeheiratete Schwiegertochter abgeschoben hat, ist da kein Familienzusammenhalt. Die eigentliche Familie hat sich pö a pö aus der Verantwortung gestohlen, und dir als letzte die ganze Verantwortung aufgehalst.

.

Und damit bist du nun überfordert. Zurecht und ohne schlechtes Gewissen.

.

Ich finde, du solltest dich nicht durch diese Pflege aufreiben und kaputt machen lassen.

Es bringt niemandem etwas, wenn du dich durch diese Pflege kaputt machen lässt, sodass du, kaum dass deine Schiegermutter verstorben sein wird, selber schon ein Pflegefall sein wirst.

Ich finde, du musst die Pflege auf mehrere Schultern abwältzen.

Grüße *:)

G5ol<dtau


Wenn mich wirklich alles aufregen würde, würde ich damit morgens anfangen und abends aufhören. Denn was ich hier schrieb ist die Spitze des Eisbergs. Was noch dazu kommt und das täglich und was ebenfalls der Unaufmerksamkeit geschuldet ist sind: "Kaffeepulver auf dem Fußboden, vollgekotete Klobrille, Slipeinlagen die das Klo verstopfen, Fenster die offen bleiben, obwohl es eiskalt ist).

Ich sage nicht ABSICHT, aber ich sage, dass es anders ginge, denn ich weiß, dass in Situationen wo sie es will, sie kann!

So, und das ist die Situation, wo vieleicht die Schiegermutter durch diese ihre Aktionen "Aufmerksamkeit" und "Zuneigung" durch ihre "Pflegebedürftigkeit" "erpressen" will.

Ich finde, das geht einfach so nicht mehr. Du machst dich dabei kaputt, kriegst Wut auf sie, aber willst es sie nicht spüren lassen, schluckst also allen Ärger hinunter. Und dort gährt er dann.

.

Ich finde, du solltest dich aus der Pflege zurückziehen. Soll die Verwandtschaft ein Pflegeheim oder Altersheim bezahlen. Aber nicht dich als unbezahlte Rund-um-die-Uhr-Pflege ausnutzen.

Lass dir nicht dein Leben dadurch kaputt machen. Zieh die Notbremse, bevor du dadurch ein Wrack wirst.

Grüße *:)

PRinkJLKadyAXpfxel


Gerne, aber die Frage ist doch, hilft dir das, weil du dich nur mal auskotzen wolltest und dich die Zeilen (meine ehrliche Meinung, nicht nur damit du dich besser fühlst) für einen kurzen Moment ein wenig aufmuntern... oder weil du was ändern willst? Dampf ablassen oder konkret was tun? Vielleicht eins nach dem anderen.. immerhin bist du an einem Punkt, wo du mehr hinterfragst und nicht einfach nur machst. :)^

Ehrlich gesagt weiß ich das gar nicht. Fakt ist: Ich möchte dass es ihr gut geht. Ich möchte, dass sie in Würde lebt und nicht "krankgepflegt" wird, wie man von manchen Heimen hört.

Ob ich allein das wuppen kann weiß ich nicht.

Die Situation ist bereits seit 2011 so, also nicht erst mal eben "seit gestern".

Vielleicht sollte ich ein wenig weiter ausholen, um auch meine "Wut" ein bisschen verständlicher zu machen. Ich war 15, fast 16, als ich sie kennenlernte. Damals bin ich mit meinem Mann zusammen gekommen. Vom ersten Moment an war sie boshaft zu mir. Wenn ich bei meinem Freund übernachtet habe, dann ist sie Nachts extra laut durch die Wohnung gerannt und hat Dinge gesagt wie: "Was will mein Sohn mit so einem Flittchen, das dreckige Hurchen, das hält nicht, die alte Schlampe". Dass ich oft geweint hab wegen sowas war ihr egal. Ich war immer höflich zu ihr, hab auch mal Blumen mitgebracht oder so, war ihr völlig egal. An dem Tag wenn sie Blumen bekam war sie nett, beim nächsten mal wieder eklig.

Ich habe dann kurz vor meinem 16 Geburtstag eine eigene Wohnung bekommen und mein Freund ist bei mir eingezogen, weil er selbst keine Nerven mehr auf seine Mutter hatte. Er hat den Kontakt zu ihr dann rigoros abgebrochen und wollte nichts mehr von ihr wissen. Durch Zufall hab ich sie 3 Jahre später getroffen und da war sie bereits Patientin der Dialyse, entschuldigte sich für ihr Verhalten und bat mich inständig, ihr den Kontakt zu ihrem Sohn zu ermöglichen. Sie dachte tatsächlich ich verbiete es ihm, dabei hab ich ihn mehr als einmal aufgefordert ihr eine Chance zu geben.

Es hat mich damals viel Überredenskunst gekostet dass er auf sie zugegangen ist, doch er hat es gemacht. Nach einer kurzen Zeit hat sie es wieder verdorben. Er hat noch eine Schwester, die nicht wollte das meine Schwimu Kontakt zu ihrem Sohn hat. Einfach deshalb, weil dann vermutlich früher aufgeflogen wäre, dass die Schwester die Mutter finanziell ausgenommen hat. Da meine Schwimu gern lügt und verleugnet, hat sie der Schwester nichts davon gesagt, dass sie mit meinem Mann Kontakt hat. Doch nicht nur das, sie hat immer in die Kerbe der Schwester mit eingeschlagen, die bösartigst über meinen Mann geredet hat. Bis wir eines Tages die Schwester trafen und alles aufflog. Daraufhin hat sich dann die Schwester komplett und bis heute von der Mutter abgewandt. Auch mein Mann hat sich wieder abgewandt, doch ich behielt den Kontakt.

Zu mir war sie zum damaligen Zeitpunkt deutlich freundlicher und zugewandt, kein Wunder, sie hat sonst niemanden mehr gehabt. Der Mann ist ihr weggerannt, weil sie den terrorisiert hat mit Wutausbrüchen, körperlicher Gewalt etc., die komplette Familie will von ihr nichts wissen, weil sie jeden gegeneinander ausgespielt hat und immer nur Lügen erzählt hat und so blieb nur ich. Als es gesundheitlich bergab ging (Herzinfarkt) habe ich auf meinen Mann eingewirkt und er hat ihr nochmal verziehen. Schon damals (ungefähr 2007) haben wir uns um die notwendige Pflege gekümmert, die aber noch nicht viel war. Wohnung geputzt, Einkäufe erledigt etc. 2011 kam dann die Situation, dass sie obdachlos wurde und wir nahmen sie auf. Mein Mann war strikt dagegen, es war wieder meine Intervention.

Die Wohnungssuche die geplant war scheiterte gnadenlos. Wir haben sogar Wohnungen gefunden, aber an allem meckerte sie rum. Da war die Einbauküche in einer doofen Farbe, da war der Baum vorm Fenster etc. Sie wollte einfach nicht mehr weg und irgendwann haben wir nachgegeben. Kamen dann weitere Vorfälle gesundheitlicher Natur hinzu und so hat sichs dann ergeben dass sie blieb.

Nach und nach erfuhr ich halt auch die ganze Familiengeschichte und erfuhr, dass vieles, worunter mein Mann noch heute leidet, der Frau geschuldet ist. So hat sie ihn z.B. nie in einen Kindergarten gegeben, weil SIE nicht allein sein wollte tagsüber aus Langeweile. Folge ist, dass er heute noch Probleme mit sozialen Kontakten hat.

Hatte er Kontakt mit gleichaltrigen Kindern und kam fünf Minuten zu spät vom spielen zurück, hat sie ihn in die Ecke gedrängt und gehauen. Da war er sieben!

Sie hat immer Kopfschmerzen gehabt und sich täglich 5, 6 Thomapyrin eingepfiffen. Mein Mann, damals 10, hat gebettelt dass sie zum Arzt ging, der kleine Junge hatte Angst um seine Mutter und sie ist nicht gegangen. Folge: Heute Nierenschaden.

Sie hat sich den Kopf an der Wand blutig geschlagen, wenn mein Mann etwas falsch gemacht hat als Kind, Kleinigkeiten, wie mal einen Becher umgestoßen. Wenn sie Streit mit seinem Vater hatte, hat sie meinen Mann als kleines Kind als "Dreckpack" und so bezeichnet, hat ihn "Verräter" geschimpft, wenn er mit seinem Vater geredet hat.

Ich kenne Bilder von meinem Mann wo er klein war. Er war so ein zartes, ein so liebes Kind, ein so braves Kind. Er hat nie geweint, nie gebrüllt, in seinen Zeugnissen stand immer nur wie lieb, hilfsbereit, aber schüchtern und ruhig er ist, das tut mir einfach in der Seele weh, heute noch. Mein Mann ist immer noch so eine zarte, liebevolle Person und ich hasse es einfach, dass sie ihn früher so behandelt hat. Auch wenn das heute nicht mehr so ist und sie mit ihm "respektvoll" umgeht, verarbeitet mein Unterbewusstsein sowas irgendwie in meinen Träumen.

Vielleicht liegt auch da irgendwo die Ursache, dass ich nicht dieses grenzenlose Verständnis habe, jedenfalls innerlich. Aber trotzdem spürt SIE nicht, dass mich die Wut plagt, weil ich es ihr niemals zeige.

Habe ich das richtig verstanden, dass die Dame erst 66 ist?

Ja, sie ist 66

Erzählt sie das nur oder ZEIGT sie das auch? Vor allem, zeigt sie es dir? Und wie äußert sich das dann?

Sie kommt schon auch mal an und sagt "ich hab dich lieb" oder so. Das ist auch ok. Oder sie sagt sie will mal einen Kuss extra haben. Kriegt sie dann auch. Aber zeigen?! Ich weiß nicht. Nein. Nicht so, wie man sich das eigentlich vorstellt.

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