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Spricht man über den Tod?!?

ToestAxRHP


@ crossie

Mich hat der Verlust meiner Eltern sehr verändert. Meinen Vater habe ich schon mit 17 verloren (er wurde nur 52) und meine Mutter dann mit 40 (sie wurde 76). Der Tod meiner Mutter ist jetzt 16 Jahre her, der Tod meines Vaters 26 Jahre.

Als mein Vater gestorben war, war meine Kindheit mit einem Schlag beendet. Ich war eh schon etwas ernster, und dieser Verlust hat mir den Ernst und die Endlichkeit des Lebens in aller Härte vor Augen geführt. Es hat lange gedauert, bis ich innerlich wieder halbwegs "auf den Teppich" kam. Ich hab versucht, das alles zu verdrängen und hab auf Deubel komm raus Party gemacht, als Ausgleich zu all dem Graus. Bis auf Drogen- und Alkoholsucht hab ich wirklich nichts ausgelassen, sehr zum Leidwesen meiner Mutter.

Mit dem Tod meines Vaters habe ich nach und nach meinen Frieden gemacht. Heute lebe ich mit meinem Mann zusammen sehr friedlich für mich hin, und achte neuerdings mehr als sonst auf seine Gesundheit, obwohl er topfit ist. Auf die meinige achte ich auch, wir leben angesichts unserer Verluste sehr bewusst und

versuchen, immer was Positives zu tun und zu erleben. Wir sind beide Sozialarbeiter und sehen beruflich sehr viele Probleme. Leute sterben, Ehen und Beziehung gehen in die Brüche, kaputte Familien werden durchaus nicht heile, sondern oft noch kaputter, und die meisten nach was auch immer Süchtigen bleiben süchtig. Nicht nur das Leben ist endlich, auch die Phasen im Leben sind nicht für die Ewigkeit, während wir alle älter werden. Da muss man bewusst für einen gesunden Ausgleich sorgen!

Als ich 40 war, wurde meine Mutter krank. Ich hatte zu ihr ein schwieriges Verhältnis, und ihre Erkrankung hat wirklich meine ganzen Kräfte gefordert. Meine Mutter wusste, dass sie sterben würde, und wir haben auch darüber gesprochen. Sie hat das Ganze tapfer und mit viel Fassung ertragen und sich nur noch gewünscht, dass es zum Schluss schnell gehen möge, und so war es dann auch.

Als gleichzeitig auch noch meine damalige Beziehung in die Brüche ging, kriegte ich Panikattacken und Depressionen und machte sofort eine Therapie, um nicht noch komplett durchzudrehen. Ich war wirklich mit den Nerven am Ende.

Die Therapie hat mir damals total geholfen, und ich kann allen nur empfehlen, sich Hilfe zu holen, wenns mal nicht mehr weitergeht. Vor sowas ist frau/man auch als Sozialarbeiter/in nicht gefeit!

Wenn man Angehörige betreut, ist das für alle Beteiligten sehr, sehr belastend. Danach ist nichts mehr so, wie es vorher war, und man muss versuchen, zu den Veränderungen irgendwie Stellung zu nehmen, um seine Lebensfreude, aber auch seine Lebenstauglichkeit zu bewahren.

Arbeite ich wieder mal in der Drogenberatung und in meiner Freizeit mach ich viel Musik, manchmal male ich auch. Musik und Bilder schaffen ehrliche und unverstellte Tatsachen ohne Worte.

Wenn man ehrlich zu sich selber ist, kann mans auch zu anderen sein.

Ehrlichkeit ist das einzige, was man von Mensch zu Mensch geben kann. Wenn jemand stirbt und über etwas sprechen will, ist absolute Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit angesagt.

Viele Leute haben vor sowas Angst, aber eigentlich ist das das Einfachste, was es gibt.

Crossie, ich wünsche dir auch viel, viel Kraft für die nächste Zeit. :)* :)* :)* :)* :)* Ich glaube, ich weiss, was du gerade durchmachst.

Möglicherweise hast du auch mal einen Tag, wo du dich am liebsten nur noch verkriechen und abschalten willst. Ich empfehle dir, deinem Vater möglichst ausgeruht und auch satt (du musst unbedingt genug essen!!) gegenüber zu treten, damit du im Gespräch mit ihm konzentriert bleiben kannst. So kann er es geniessen, mit dir zu sprechen, weil er dann deine ganze Aufmerksamkeit bekommt. Wenn du mal nicht wirklich gut schlafen kannst, sind auch mal ein paar leichte Tabletten zum Beruhigen angesagt, damit du zur Ruhe kommst. Das ist in solchen Extremsituationen durchaus angebracht.

*:) *:)

Teapxs


@ crossi

Bei mir ist es zwar etwas anders gelagert, als bei meinen Vorschreiberinnen, ich antworte aber trotzdem mal.

Mein Vater starb, da war ich Mitte 30. Meine Mutter lebt noch, aber sie ist hochgradig dement und ich bin seit einigen Jahren vom Gericht als ihre Betreuerin eingesetzt, weil das mit dem Berufsbetreuer so gar nicht funktioniert hat.

Ich stand in keiner Patientenverfügung, habe mit meiner Mutter nie über das Thema gesprochen, (denn ich bin ja das Kind und als solches gehen mich "Erwachsenenthemen" nichts an). Wir haben uns auch sonst nicht nahegestanden. Ich habe noch Geschwister, aber denen geht das am Allerwertesten vorbei. Ich bin ja die Älteste, Vernünftige. Bah! Manchmal wünschte ich mir weniger Pflichtbewusstsein.

Ich weiß in vielen Dingen nicht, wie meine Mutter wirklich entschieden hätte. Handele also nur nach meinem Bauchgefühl.

Aber auch die Klinikaufenthalte, der Kampf mit manchen Ärzten haben mir gezeigt, dass man als älterer Mensch leider hoffnungslos verloren ist, wenn man z.B. keine Angehörige hat, welche sich kümmern können.

Ja so sieht‘s aus. Und ein dementer Mensch ginge dort völlig unter.

Ich entscheide über durchzuführende Untersuchungen und Behandlungen. Das ist zwar nicht leicht, aber damit könnte ich leben. Was für mich viel schlimmer ist, ich muss Maßnahmen entscheiden, die ich ihr nicht erklären kann. Ich liefere sie dann Situationen aus, der sie völlig hilflos und absolut verständnislos gegenüber steht.

Manche Dinge allerdings, die ich als Betreuer eigentlich tun sollte (wie Amtsbriefe erläutern), sind schon regelrecht lächerlich. Meine Mutter ist schon lange mit Glückwunschkarten hoffnungslos überfordert

Vor kurzem wurde an mich die Bitte herangetragen, ihr den Tod der Schwester mitzuteilen, weil man das verständlicherweise nicht schriftlich tun wollte. Irgendwann haben wir dann gemeinsam Bilder angesehen und ich gesagt, dass die Person verstorben ist. Damit habe ich meiner "Pflicht" genüge getan, aber für meine Mutter sind momentan alle älteren Frauen "meine Mutter" und Männer "mein Vater".

Mich kennt sie zwar noch (irgendwie), aber die Begriffe Ehemann, Geschwister, Kinder haben für sie absolut keine Bedeutung mehr. Es ist wahnsinnig schwierig, meine Mutter da "abzuholen, wo sie gerade ist".

Ich habe in den letzten Jahren so viel getan, geregelt, entschieden, wo ich nie drauf gekommen wäre. Ich bin schon so oft über meinen Schatten gesprungen, dass mir viele banale Dinge des normalen Alltags völlig nichtig erscheinen. Wenn man mit der Endlichkeit konfrontiert wird, hat manches keine Bedeutung mehr.

Und nehme vieles auch nicht mehr als einfach so gegeben hin, hinterfrage vieles und ja, letztlich achte ich auch ein Stück weit mehr auf mich.

Ja auch das, auch wenn es zu obigen widersinnig erscheint. Ich entscheide, was MIR wichtig ist und niemand anderes mehr.

Man verändert sich. Anders kann es auch gar nicht sein.

crossi, euch wünsche ich viel kraft :)* :)* :)*

c#rosts)ie


Gestern war ein wirklich schwerer Tag, diese blöde Grübelei und das Gefühl jetzt überfordert zu sein ist heftig.

Ich hatte vor 2 Monaten seine Ärztin zum Hausbesuch bestellt und ihr erzählt das mein Vater angefangen hat beim essen zu husten, sie vermutete Dysphagie. Um Abzuklären das es keine Entzündung der Lunge ist bin ich mit ihm zum Röntgen ins Krankenhaus gefahren wo man uns sagte die Lunge wäre in Ordnung.

Nur einen Monat später hatte er eine Verstopfung die ich nicht in den Griff bekam und er wirkte geschwächt wo ich dachte das er zusätzlich nach Katheterwechsel eine Blasenentzündung bekommen hätte. Deshalb veranlaßte ich das er stationär ins KH, ein anderes, kam. Dort hat man ihm wieder die Lunge geröntgt worauf der Arzt mir sagte das sie auffälliges Gewebe entdeckt hätten und um das abzuklären eine CT Untersuchung bräuchten.

Da ist etwas in mir das nicht glauben kann das gesunde und kranke Lunge innerhalb eines Monats möglich sein soll.

Eine Seite sagt mir ich sollte eine Bronchoskopie bei ihm machen lassen um 100% Gewißheit zu haben, die andere Seite sagt er ist Zuhause und ich lasse ihn jetzt in Ruhe und gucke was passiert mit dem Vertrauen das nichts passiert.

Ich habe mal mit einem Arzt privat geschwätzt und er erzählte mir die meisten Kerzen auf Friedhöfen brennen wegen Ärztefehlern, der Satz geht mir jetzt auch nicht mehr aus dem Kopf.

Ich fühle mich so allein gelassen weil ich es irgendwie noch nicht glauben mag.

Was ihr erlebt habt ist schlimm und macht mir Gänsehaut beim lesen, es ist auch nicht einfach es zu lesen :)_ Was ihr aber über die Veränderungen bei euch schreibt klingt schon irgendwie positiv, empfindet ihr es nicht als Verlust das Gefühl zu haben es kann nichts passieren und geht irgendwie immer weiter? Ist es nicht ein traumatisches Erlebnis wenn man Hilflos zusehen muss?

autumn-like

Unsere Klinik machte erst Schwierigkeiten, meinte, dass sie kurz vor der Einlieferung unterschrieben werden muss etc.

Ich habe eine General- und Altersvorsorgevollmacht mit Patientenverfügung vom Notar, habe gelesen das es feine Nuancen gibt wie zB diese:

Es wird oft empfohlen, eine Vorsorgevollmacht als Generalvollmacht zu gestalten. Eine Generalvollmacht ermächtigt zur Vertretung in allen Rechtsangelegenheiten. Nicht abgedeckt sind bei so einer neutralen Formulierung jedoch die Bevollmächtigung in ärztlichen Angelegenheiten und Einwilligungen in Operationen, sowie Unterbringung in einem Heim oder sonstige geschlossene Einrichtung. Hier verlangt das Gesetz eine ausdrückliche Bezeichnung in der Vollmacht. [[http://fachanwalt-erbrecht-mannheim.de/allgemein/vorsorgevollmacht-oder-generalvollmacht/ Quelle]]

Bisher konnte ich egal was, Versicherung, Bank, Ärzte, immer mit der Vollmacht regeln ohne Probleme. Selbst über seine Krankenkasse wo ich von anderen meistens gemeckere höre kann ich nichts böses sagen, alles was ich bisher verlangt habe haben wir in vollem Umfang bekommen. Selbst von Pflegestufe 2 auf 3 war kein Problem. In all diesen Angelegenheiten scheinen wir gut und richtig abgesichert zu sein.

Xenobine

Auf dem Weg zu ihm dachte ich zig Möglichkeiten an, um ihm zu sagen was ihm die Ärzte nicht gesagt haben ...

dann scheint es ja nicht so außergewöhnlich zu sein das sie (Ärzte) das je nach Umständen auch Angehörigen überlassen. Wie es dir damit erging weiß ich jetzt auch :)_

Taps

Ja so sieht‘s aus. Und ein dementer Mensch ginge dort völlig unter.

mir ist aufgefallen das "viele" (aus meiner Sicht) die ich so mitbekommen habe aus der Pflege mit älteren Menschen, geschweige denn Dementen gar nicht richtig umgehen können. Da wird vieles persönlich genommen oder falsch Verstanden.

Mich kennt sie zwar noch (irgendwie), aber die Begriffe Ehemann, Geschwister, Kinder haben für sie absolut keine Bedeutung mehr. Es ist wahnsinnig schwierig, meine Mutter da "abzuholen, wo sie gerade ist".

hat sie denn noch klare Momente? Ist sehr schwierig das zu Stämmen :)_

Ich entscheide, was MIR wichtig ist und niemand anderes mehr.

das ist so eine Veränderung die mir nach dem tot meiner Mutter an mir aufgefallen ist, dass ich viel öfter denke und sage mach was du willst, ist mir scheiß egal.

TestARHP

Als gleichzeitig auch noch meine damalige Beziehung in die Brüche ging, kriegte ich Panikattacken und Depressionen und machte sofort eine Therapie, um nicht noch komplett durchzudrehen. Ich war wirklich mit den Nerven am Ende.

das blöde ist wenn man dort im Januar anruft bekommt man im Juli einen Termin. Ich wollte so was mal in Anspruch nehmen, das war mir dann aber zu doof. Wenn man so viel auf einmal verarbeiten muss kann es echt grenzwertig werden.

Möglicherweise hast du auch mal einen Tag, wo du dich am liebsten nur noch verkriechen und abschalten willst. Ich empfehle dir, deinem Vater möglichst ausgeruht und auch satt (du musst unbedingt genug essen!!) gegenüber zu treten, damit du im Gespräch mit ihm konzentriert bleiben kannst. So kann er es geniessen, mit dir zu sprechen, weil er dann deine ganze Aufmerksamkeit bekommt. Wenn du mal nicht wirklich gut schlafen kannst, sind auch mal ein paar leichte Tabletten zum Beruhigen angesagt, damit du zur Ruhe kommst. Das ist in solchen Extremsituationen durchaus angebracht.

das sind gute Ratschläge, danke dir. Ich habe gestern versucht mal 2 Stunden frei zu machen, war in der Stadt, habe anschließend zuhause geputzt, aber irgendwie laufe ich durch die Gegend und habe das Gefühl gar nicht wirklich Anwesend zu sein. Mein Vater und mein Hund waren bzw sind die letzten Jahre mein Lebensmittelpunkt, wird nicht leicht werden direkt danach wieder durchzustarten.

Vielen Dank für eure offenen Worte über das was ihr erlebt habt und wie ihr euch fühlt @:) Danke Chevylady @:)

L!ar!a7o9


wir waren dabei als die Ärzte meinem Papa sagen mussten, dass er bald sterben wird. Er hatte Lungenkrebs und einen Defibrilator. Er hat erst Bestrahlung bekommen, da er allgemein zu angeschlagen für eine Chemo war. Er hat noch eine Blutkrankheit und schon länger eine Raucherlunge (COPD).

Nachdem die Bestrahlung keine Heilung gebracht hat und sein Defi immer wieder angesprungen ist, haben die Ärtze uns mitgeteilt, dass es für meinen Papa keine Chance mehr gibt. In dem Fall war sein Herz schon zu kaputt.

Die Ärzte haben erst mit uns meiner Mama und mir gesprochen und sind dann zusammen ins Zimmer von meinem Papa. Die Ärzte haben wie gesagt ihm mitgeteilt, dass der Lungenkrebs nicht zurückgegangen ist und die keine weiteren Behandlungen im Krankenhaus führen. Das größte Problem war sein Defi. Solange der an ist, wäre er an dem Krebs irgendwann gestorben. Ihm wurde deutlich gesagt das er sterben wird und er musste entscheiden wie. Am Krebs oder am Herzen wenn man den Defi abstellt.

Es war hat dabei zu sein und ihm das zu sagen. Wir haben ihm das noch mal in Ruhe erklärt. Er hat es verstanden und wir haben darüber gesprochen wie es weiter geht. Das wir versuchen einen Hospitzplatz zu bekommen, da die Pflege zu Hause nicht gewährtleistet ist. Er war im Rollstuhl und hatte nur noch ein Bein.

Das hätte meine Mutter nicht geschafft und wir als Familie auch nicht gewollt. Einen Tag später ging es ihm noch mal richtig gut. Er saß in seinem Bett und hat sogar Witze gemacht.

Eine Woche später ist er nach einem langem Kampf von uns gegangen. Die Ärzte hatten den Defi ausgestellt und Morphium gegeben.

Wir haben meinem Papa gehen lassen. Jetzt hat er keine Schmerzen mehr.

Aber zum Thema. Ich hätte gerne mit meinem Papa noch über das Thema Tod reden wollen, ob er Angst hat, wie er sich das vorstellt usw. Leide kam ich nicht mehr dazu, da es ihm zwei Tage später nachdem wir ihm die Diagnose mitgeteilt haben nicht mehr so ansprechbar war.

Jeder sollte es für sich selber entscheiden ob er darüber reden kann oder nicht. Es kann ja auch der Betroffene den Anfang machen. Klar sollten die Ärzte mit einem darüber reden. Lieber die Wahrheit sagen und den jenigen dann auffangen wenn er damit nicht umgehen kann. Aber jeder hat das Recht die Wahrheit zu erfahren. Und ich denke auch, dass die Betroffenen im Grunde wissen das die nicht mehr die Zeit haben.

Es ist leider immer noch ein Thema worüber so selten gesprochen wird. Ich spreche über den Tod ganz offen mit meinem Patner. Nach dem Tod meiner Großtante vor 1,5 Jahren haben wir schon gesagt das bestimmt mein Papa der nächste sein wird. Leider....aber es war vorhersehbar.

Mein Partner und ich wissen auch wie wir jeder beerdigt werden möchte. Und es ist ein Thema was JEDEN betrifft. Und es gehört zum Leben wie die schönen Dinge im Leben. Über Hochzeit, Geburten usw spricht man auch. Aber der Tod wird so aus dem Leben verbannt. Blos nicht darüber sprechen.

Aber TE, es kommt immer auf die Situation darauf an und wie Ihr Euch damit fühlt. Manchmal merkt man den richtigen Zeitpunkt um darüber zu sprechen. Geh nach Deinem Bauchgefühl.

Cjhenvyla+dxy


Eine Seite sagt mir ich sollte eine Bronchoskopie bei ihm machen lassen um 100% Gewißheit zu haben, die andere Seite sagt er ist Zuhause und ich lasse ihn jetzt in Ruhe und gucke was passiert mit dem Vertrauen das nichts passiert

Was würde es für einen Unterschied machen? Wiederum wüsstest du es dadurch wirklich mit Gewissheit

und man könnte ihm noch helfen. Ist jedoch auch hier die Frage: was hat er davon?

a;utum_n-li\kxe


Wurde ein CT veranlasst und deswegen die Bronchoskopie empfohlen? Würde die Diagnose etwas ändern, also, dass ihm geholfen werden kann?

Ich habe es in der Klinik leider erlebt, dass die Ärzte wegen einer harmlosen Lungenentzündung eine Bronchoskopie bei meinem Schwiegervater machen wollten. Ich besprach aber vorab alles mit seinem Pneumologen und er riet mir diese Untersuchung nicht bei ihm machen zu lassen, weil sein Zustand zu schlecht dafür sei. Es kommt auf die Umstände an.

Kannst du zu einem Pneumologen gehen und ihn um Rat fragen?

Eine Ärztin wollte sogar alle 4 Wochen ein ERCP bei ihm machen. Ich riet ihr dann zur Stentsetzung. Alle 4 Wochen ein Klinikaufenthalt von einer Woche, weil es Komplikationen gab, wäre ihr offenbar lieber gewesen.

T]estA3RHP


@ crossie

wenn man dort im Januar anruft bekommt man im Juli einen Termin

Tja, ich war zu der Zeit meiner Therapie ziemlich runtergerockt. Ich konnte vor Angstzuständen und Depressionen schon wochenlang nicht mehr schlafen, habe nur noch minimal was gegessen und war echt fertig %:| . Meine Therapie hab ich 3 Monate nach meinem Antrag angefangen und das war auch ok so. Ich musste eh erstmal ein paar Wochen lang Tabletten nehmen, um zur Ruhe zu kommen und überhaupt mal wieder zu schlafen. Der Doc meinte, dass ich in meinem Zustand sowieso gar nicht therapiefähig war.

Während es meiner Mutter immer schlechter ging, fing die Therapie an. Es ging dabei weder um meine Ex- Beziehung, noch um meine Mutter, sondern um Sachen, die früher nicht gut gelaufen waren und die mich nun einholten. Ich hatte einen schrecklichen Perfektionismus entwickelt und habe mich so unter Druck gesetzt, dass irgendwann gar nichts mehr ging.

Gegen Ende der Therapie ist meine Mutter dann gestorben, und

obwohl die Therapie bereits fühlbar wirkte, ging es mir nach Mutters Tod natürlich wieder sehr schlecht. Aber ich hab mich mit Hilfe der in der Therapie gelernten Sachen systematisch auch aus dem Tief rausgeackert. Das hat zwar ein bisschen Zeit gebraucht, aber die Therapie hat sich gelohnt. Heute gehts mir längst wieder gut. Ich bin sicher, dass ich seelisch nicht mehr so abstürzen werde wie damals :)z

habe gestern versucht mal 2 Stunden frei zu machen, war in der Stadt,

...Das ist sehr gut :)z :)^ ! Ablenkung kann total gut tun. Immer nur zwischen zuhause und der Betreuung hin und her zu pendeln ohne mal was anderes zu sehen, ist ziemlich kontraproduktiv. Es verengt den Blick darauf, dass das Leben auch noch aus anderen Sachen besteht, und man muss sich dann auch manchmal zwingen, etwas anderes zu tun. Besonders wenn man erschöpft ist, sollte man das, denn sonst unterbleiben nach und nach immer mehr nette Kleinigkeiten, die auch mal erfreulich sind. Und hat man die in so einer Sit. wie deiner nicht besonders nötig :)_ :)* ?

aber irgendwie laufe ich durch die Gegend und habe das Gefühl gar nicht wirklich Anwesend zu sein.

...Das kommt vom Stress. Im Kopf rotiert es ja ununterbrochen und dadurch entsteht dieses seltsam entrückte Gefühl, als ob man wie ein Geist neben sich selber steht. Das ist echt eklig und dagegen hilft es, wenn du dich täglich wenigstens eine halbe Stunde lang bewegst. Joggst du gern? Gehst du mal schwimmen? Oder hast du ein Fitness in der Nähe? Jeden Tag eine halbe Stunde mässigen Ausdauersport treiben (man sollte ein bisschen ins Schwitzen kommen!- ein sehr flotter Spaziergang oder Joggen mit deinem Hund tut es auch :-D !) holt einen wieder ein bisschen auf den Teppich und dann grübelt man nicht mehr ganz so sehr, weil man sich dann wieder mehr in seinen Körper hineinfühlt und nach und nach beim Sport das Grübeln nachlässt. Grübeln hilft ja nichts, es sind kreisende Gedanken, die meistens ergebnislos bleiben :-| ":/ . Durch die tägl. halbe Stunde wird der Serotoninspiegel angehoben und das hebt die allgemeine Stimmung. Der Körper freut sich, wenn er beansprucht wird und das dankt er einem mit stabilerer und besserer Gemütsverfassung. Ich würde sowas in meinen Tagesablauf einbauen.

Wichtig ists auch, abends öfter mal ein heisses Bad zu nehmen, damit man zur Ruhe kommt. Regelmässig und genug essen (genug Trinken nicht vergessen!!!) und zum Doc zu gehen, wenns mit dem Einschlafen nicht klappt, das kann auch viel helfen.

Du solltest so gut wie möglich für dich selber sorgen und dir deine sicherlich knappe freie Zeit so angenehm wie möglich machen, und sinnvoll zu deiner nervlichen Wiederherstellung nutzen. Vitamin B12 ist sehr gut für die Nerven und zu empfehlen!

Mein Vater und mein Hund waren bzw sind die letzten Jahre mein Lebensmittelpunkt

Ja das kann ich mir gut vorstellen :)z . Der Moment kommt, wo dein Vater wohl nicht mehr da sein wird, und dann kann es schon sein, dass du erstmal ziemlich durchhängst. Sofort durchstarten schafft da kaum wer, nach so einem Verlust. Denn da muss man sich ziemlich umgewöhnen, weil ja sehr viele Sachen dann nicht mehr da sind.

Nach so einer Strecke sind die meisten erstmal ziemlich erschöpft und brauchen erstmal einen kleinen Urlaub mit Tapetenwechsel, Ablenkung und Wellness.

Mir gings auch so. Als ich wieder zurück kam, hatte ich schon ein klitzekleines bisschen Abstand gewonnen und fand nach und nach einen Ansatzpunkt, wie ich nun ohne meine Mutter klarkommen würde. Es war leichter als gedacht, man ist ja gottlob kein Kind mehr, kennt sch selbst ein bisschen und weiss, was zu tun ist.

Das Trauerjahr gibts nicht umsonst. Man braucht tatsächlich ein gutes Jahr, bis man aus dem Gröbsten ist, und muss Geduld mit sich selber haben. Es ist nicht einfach, aber es ist zu schaffen :)_ :)_ :°_ :)* :)* :)* :)*

*:) *:)

cXrdosxsie


Gestern Abend hatte ich einen ersten Eindruck davon was mich in nächster Zeit erwarten wird, da hatte er einen Schwächeanfall auf dem Klostuhl. Es ging nichts mehr, er hatte die Augen weit aufgerissen und stammelte mehrmals ganz leise und heiser "ich bin sowieso schon tot". Ich dachte in dem Moment es geht hier nicht um Wochen oder Monate sondern höchstens noch um Tage. Ich war drauf und dran einen Notarzt zu rufen, aber nach ein paar Minuten im Bett ging es wieder.

Lara79

Ihm wurde deutlich gesagt das er sterben wird und er musste entscheiden wie. Am Krebs oder am Herzen wenn man den Defi abstellt.

das ist ja total heftig und schlimm :)_ Den Weg gehen wir alle, aber wenn man dann noch die Kraft aufbringen muss zu entscheiden wie, finde ich das wirklich sehr extrem. Da wünscht man sich doch Sterbehilfe, oder?

Mein Vater ist Nichtraucher, hatte ich seinem Arzt im KH gesagt, meine Mutter hat aber geraucht und darauf hat er in den Arztbrief "Ex-Nikotinabusus" geschrieben. Das ärgert mich, auch wenn es wahrscheinlich für uns unwichtig ist.

Aber zum Thema. Ich hätte gerne mit meinem Papa noch über das Thema Tod reden wollen, ob er Angst hat, wie er sich das vorstellt usw. Leide kam ich nicht mehr dazu, da es ihm zwei Tage später nachdem wir ihm die Diagnose mitgeteilt haben nicht mehr so ansprechbar war.

Vielleicht ist das gar nicht so gut kurz davor über Angst zu sprechen, sondern das in dem Moment anzunehmen und die Menschen die man lieb hat und denen man vertraut bei sich zu wissen gibt einem dann doch bestimmt die meiste Kraft.

@:)

Chevylady

Ist jedoch auch hier die Frage: was hat er davon?

davon hat er nichts mehr. Ich glaube in seinem jetzigen Zustand wäre eine Chemo viel zu heftig, da stimme ich den Ärzten zu.

Ich habe das noch nicht so richtig angenommen und denke halt rauf und runter was richtig oder falsch ist.

autumn-like

Wurde ein CT veranlasst und deswegen die Bronchoskopie empfohlen? Würde die Diagnose etwas ändern, also, dass ihm geholfen werden kann?

der Arzt meinte wenn sie mit einer Chemo beginnen müsste er vorher noch eine Bronchoskopie über sich ergehen lassen um den genauen Tumor-Typ zu bestimmen.

Sie gingen ursprünglich von einer Blasenentzündung aus, nach einer Woche Antibiotika ist ein Blutwert nicht zurück gegangen weshalb sie genauer untersucht/gesucht haben woran es liegt. Deshalb hatten sie die Lunge geröntgt mit auffälligem Befund und zum sichern der Diagnose noch das CT gemacht. Der Tumor ist auf der linken Lungenhälfte und laut Arzt wäre er sehr aggressiv. Dazu kommt eine leichte Bronchusinfiltration, Flüssigkeit in der Lunge die sobald sie probleme macht entfernt werden muss.

Zu einem Pneumologen zu gehen der meinen Vater und die Befunde nicht kennt bringt doch nichts.

@:)

TestARHP

Tja, ich war zu der Zeit meiner Therapie ziemlich runtergerockt. Ich konnte vor Angstzuständen und Depressionen schon wochenlang nicht mehr schlafen, habe nur noch minimal was gegessen und war echt fertig %:|

ich fühle mich zwar bis an die Grenze belastet, aber "runtergerockt" würde ich es noch nicht nennen wollen. Im Moment wäre ich offen dafür, ein paar Tipps wie man mit der Situation am besten umgeht und jemand der Zuhört. Bei meinen Freunden funktioniert das nicht, da enden Gespräche immer damit das sie zu dick sind, nicht schön genug, immer die falschen Männer haben usw. Selbst als ich meiner Schwester erzählte was Sache ist hatte ich eine halbe Stunde weinen und bestürzt sein und als sie sich wieder gefangen hatte erfuhr ich das ihr Meerschweinchen Gebärmutterhalskrebs hat. Anscheinend vermittle ich da irgendwie falsche Signale. Die Nerven sind dünn.

ein sehr flotter Spaziergang oder Joggen mit deinem Hund tut es auch :-D

mein Hund wurde am 2. eingeschläfert, ironisch/zynisch würde ich sagen dieser Monat ist nicht langweilig. Alleine durch den Wald laufen ist nicht so mein Ding, ich bin Single. Aber es stimmt, ich sollte mir da mal für Abwechslung was einfallen lassen.

@:)

Ich lasse es jetzt auf mich zukommen, vielen Dank das ihr euch die Zeit genommen habt *:)

U#rsixna


Bei meinen Freunden funktioniert das nicht, da enden Gespräche immer damit das sie zu dick sind, nicht schön genug, immer die falschen Männer haben usw. Selbst als ich meiner Schwester erzählte was Sache ist hatte ich eine halbe Stunde weinen und bestürzt sein und als sie sich wieder gefangen hatte erfuhr ich das ihr Meerschweinchen Gebärmutterhalskrebs hat. Anscheinend vermittle ich da irgendwie falsche Signale. Die Nerven sind dünn.

Bei diesen Worten konnte ich nur zustimmend nicken. In der Phase, in der du gerade steckst, ist es wirklich schwierig mit der Oberflächlichkeit der anderen zurecht zu kommen. Mich hat das jeweils richtig in Rage gebracht, ich wusste fast nicht wohin mit meiner Wut, wenn ich jemandem erzählte, dass mein Partner nur noch einige Monate zu leben hat und der andere keine paar Minuten später von irgendwas wirklich Banalem erzählte. Ich denke, es ist auch eine Schutzfunktion der Menschen; sie möchten nichts mit dem Tod zu tun haben, haben Angst vor einem offenen Gespräch, wissen nicht wie sie reagieren sollen etc.

Unser behandelnde Arzt hat und damals gesagt, wir können entscheiden, ob wir Angehörigen dem Patienten die Nachricht überbringen, oder ob es der Oberarzt machen soll. Wir haben uns für zweites entschieden, aber ich war beim Gespräch dabei. Gegen Ende der Krankheit konnten wir als Familie gut miteinander über das Sterben und die Abdankung reden. Das ist aber immer sehr individuell, die einen möchten darüber reden, die andren nicht.

Bitte versuche dir Auszeiten zu gönnen. Du brauchst Orte wo du auftanken kannst damit du stark bist für all die Aufgaben die du bewältigen musst. Such dir noch mehr Hilfe bei der Betreuung. Der Mensch kann sehr viel mehr an Energie aufbieten als er denkt, aber irgendwann beginnt sich der Akku ganz zu leeren. Achte deshalb sehr gut auf dich auf.

Weiter oben hast du noch gefragt, wie das Erlebte uns verändert hat. Ich habe die Kontakte mit oberflächlichen Leuten eingestellt. Zudem kann ich mich besser abgrenzen, auch mal wirklich das machen, was ich möchte. Kleinere Unpässlichkeiten des Lebens bringen mich nicht mehr aus der Ruhe; d.h. ich bin gelassener geworden, dafür habe ich bei mir eine erhöhte Angst vor Krebs festgestellt. %-|

Ich wünsche dir viel Kraft. @:)

LG

Ursina

C<omrxan


Ich war drauf und dran einen Notarzt zu rufen, aber nach ein paar Minuten im Bett ging es wieder.

Das wäre die natürliche Reaktion, vor allem wenn man so durch den Wind ist.

Es mag jetzt hart klingen, was ich schreibe, aber ich meine es wirklich so: wenn dein Vater wirklich mal zusammenbricht und du merkst, dass er wirklich stirbt, bleibe diese Momente einfach an seiner Seite. Lass ihn dann in Frieden gehen und quäle ihn nicht mit Reanimation o.ä.. Wenn du ihn rettest, dann nur, damit er irgendwann die nächste Zeit diesen Moment wieder durchleben muss.

Hast du schon Palliativversorgung?

M\onIika"65


Ich dachte in dem Moment es geht hier nicht um Wochen oder Monate sondern höchstens noch um Tage. Ich war drauf und dran einen Notarzt zu rufen, aber nach ein paar Minuten im Bett ging es wieder.

Ich denke, du brauchst Unterstützung von erfahrenen Pflegern.

LgaBra7x9


wie sieht es mit einem Hospitz aus? Mein Papa hat es leider nicht mehr in ein Hospitz geschafft. Ich denke dort wird ein Patient, aber auch die Angehörigen begleitet. Wenn man nicht mehr kann ist jeman da. Man hat Menschen die einem zuhören wenn es einem nicht so gut geht. Man wird verstanden. Hoffe ich.

Oder wie Comran fragt, habt ihr eine Palliativversorgung.

Das stimmt, viele können nicht über den Tod sprechen. Ich verstehe das gar nicht. Ich wie gesagt rede viel über den Tod. Wir in der Familie sprechen da auch ganz offen und ehrlich darüber. Das tut gut.

Hey, wenn Du in Deinem nahen Umfeld keinen hast mit dem Du darüber sprechen kannst, hast uns ja hier :)z .

Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein Papa diesen Satz ausgesprochen hat? Das er noch nicht tot ist aber es nicht zu verleugnen ist, dass es vor der Tür steht.

C/hev+ylady


Ich habe das noch nicht so richtig angenommen und denke halt rauf und runter was richtig oder falsch ist.

Das kann ich voll und ganz verstehen :)_ aber die Antwort wird dir keiner geben können. Du hast mit deinem Vater gesprochen und seine Antwort gehört. Also sollte man es akzeptieren.

J"uTli-OSonnex_


Du solltest den Wunsch deines Vaters akzeptieren. Alles Gute

TEesstAR$HP


@ crossie

Letztes Jahr ist mein Schwiegervater verstorben und seine Freunde und viele von unseren Bekannten, die ihn aus gesunden Tagen auch gut kannten, sind angesichts seines schrecklichen Zustandes in hellen Scharen geflüchtet. Somit hatten wir nur einander zum Reden.

Uns wär vermutlich der Kragen geplatzt, wenn uns da noch jemand vom Gebärmutterhalskrebs des Meerschweinchens vorgejammert hätte ]:D und auf diese Art hatten wir immerhin je 1 vernünftigen Gesprächspartner, nämlich einander. Mit meinen Freundinnen wollte ich darüber bewusst nur wenig reden, um mich selbst abzulenken.

Dass dein Hund nun am 2. eingeschläfert wurde, tut mir total leid, ich musste auch schon mal einen Hund wegbringen und weiss, dass das keine leichte Sache ist. Und ausgerechnet jetzt ist es wirklich total unpassend, lass dich mal drücken :)_ :)_ :)_ :)_

Ohne Hund durch den Wald joggen ist naklar doof, also muss eine andere Abwechslung gefunden werden- Hauptsache, es kommt dabei heraus, dass du tägl. eine Halbe Stunde körperlich aktiv bist, OHNE nachzubrüten. Und wenn du bei Regen oder Kälte nur dein Fenster aufmachst, dir einen Pulli überziehst, einen Kopfhörer aufsetzt und dazu und eine halbe Stunde Kniebeugen und Liegestütze machst, egal! Bewegung ist das A und O.

Ich hab zuhause einen Ergometer zum Radeln, ideal auch bei schlechtem Wetter!

Wenn es deinem Vater sehr schlecht geht, dann wäre ein Hospiz eine gute Sache. Dort wird er rund um die Uhr sehr gut betreut und auch palliativ versorgt. Voraussetzung ist leider, dass ein Arzt feststellt, dass der/die Betreute nur noch ca. 3 Monate hat.

Das ist dann die Voraussetzung für eine Hospizanmeldung.

Wenn der Arzt das aber nicht beurteilen kann, der Betreute aber zuhause wirklich auch nicht mehr zurecht kommt, ergibt das die Voraussetzung für die Unterbringung in einem Pflegeheim.

Möchte jemand nicht ins Pflegeheim, kann man mit Hilfe des Hausarztes eine ambulante Pflege beantragen. Das kann eine gute Unterstützung für dich sein. Da wird dir vor allem die Pflege abgenommen und dein Vater kann sich dir dadurch in zurechtgemachtem Zustand präsentieren, so wie es immer war!

Klar, da kommt dann jemand Fremdes ins Haus, aber du bist damit nicht ganz allein und die ganze Sache wird durch den entstehen den "Trubel" etwas normaler.

in seinem jetzigen Zustand wäre eine Chemo viel zu heftig, da stimme ich den Ärzten zu

... dann würde ich es bleiben lassen, auch eine Bronchoskopie ist kein Kinderspiel. Selbst wenn man das machen würde, ist er vermutlich danach immer noch nicht fit genug für eine Chemo.

Es ist doch klar, dass du darüber nachdenkst, ob es nicht doch noch etwas gibt, das was bringen könnte. Grundsätzlich kann man das ja auch, aber dafür müsste dein Vater etwas fitter sein, glaub ich. Um das hinzubekommen, sollte man ihn aber auch ein bisschen in Ruhe lassen und schonen, damit er sich evtl. erholt.

Wahrscheinlich ist es das Beste, wenn du darauf achtest, dass dein Vater genug Lebensqualität hat. Will sagen: Bring ihm alles zu essen und zu trinken mit, was er sich wünscht und lebe einfach mit ihm im Augenblick. Guckt ein bisschen zusammen fern oder du kaufst ihm mal eine schöne Decke oder sowas.

Wenn Weihnachtsmarkt ist, machst du mal zur Ablenkung

FÜR DICH!! mit Bekannten eine nette Runde und bringst ihm auch was Leckeres mit.

Mit Bekannten könntest du irgendwas Aktives zusammen machen, wo ihr NICHT über den Vater redet (höchstens mal kurz, als Schnellbericht).

Aber wenn du dich mal über das alles aussprechen möchtest, dann kannst du uns hier alles schreiben, was dir auf der Seele liegt, wir antworten dir :)z :)* :)* :)*

*:) *:)

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