» »

Altersheim/Pflegeheim: Ja oder Nein!?

Y"tonhg1x1


Früher und im Osten war alles besser. Am Besten war es im Osten früher. Darum wohnen solche Pfeifen ja jetzt auch hier und verbreiten ihre schlechte Laune ;-D :)z %-| !

crlasirext


Bei euch Deutschen ist der Familienzusammenhalt nicht so toll wie bei uns. Guckt mal zu den Türken, Serben, Russen usw.rüber! Da werden alte Leute sogut wie nie ins Heim abgeschoben.

Ja und dann guck mal genau hin, wer in der Familie die Pflege übernimmt bzw. übernehmen MUSS. Bestimmt nicht du, sondern die Frauen.

Aber das passt vielleicht genau in dein Weltbild, nicht?

Cplondfyke


Kam vor 3 Jahren in Rente und pflege jetzt zusammen mit meinem Mann seit 1 Jahr meine inzwischen 90-jährige Mutter in meinem Elternhaus (unsere Wohnungsmiete 140 kg von hier entfernt läuft natürlich weiter). Natürlich hätte ich meine Mutter lieber ins Pflegeheim "abgeschoben", aber wer kann den Spaß denn schon bezahlen ? Sie ist in Pflegestufe 2 und somit wären inzwischen erst mal ihre Ersparnisse weg und dann käme wohl das Elternhaus unter den Hammer.

So zahlt sie uns 1000 Euro/Monat und ist glücklich. Putzfrau/Gärtner und HA kommt, wenn wir sie brauchen- das Haus ist "gerettet", finanzielle Seite o.k.

Bis jetzt läuft alles sehr gut- nur planen lässt sich nichts. Man muss bereit sein, jeden Tag zu nehmen wie's halt kommt. Sollte ich krank werden, müsste sie in Kurzzeitpflege.

G/alaxxi


Ich schlage mal vor, das Hansi_im_Glück für ein Jahr lang in einer Einrichtung (Altenheim) als Praktikant täglich 8 Stunden bei Pflegebedürftige Menschen arbeiten sollte. Damit er mal sieht worum es hier eigentlich geht.Ich denke mal nicht das er weiß wie man einen Dekubitus versorgt, oder Kontraktur vorbeugt.

T3heBl$ackvWidow


Ziemlich provokant. Also die deutschstämmige Bevölkerung schiebt ihre Alten zum Sterben einfach mal ab. :|N

Y/es, Analstasia


Pflegeheim ja/nein klingt so, als würde man sich das einfach so aussuchen können. Ich denke, die wenigsten geben ihre Eltern gerne in ein Pflegeheim. Es ist nur alles eine Frage der Machbarkeit - wenn man selbst berufstätig ist, ist es gar nicht so einfach möglich, nebenbei noch die Eltern zu versorgen. Wenn man Tür an Tür wohnt, noch am ehesten. In den meisten Fällen kommt noch Fahrtweg dazu, eine potentielle eigene Familie, die versorgt werden will und zig andere Verpflichtungen.

Ich werde meine Eltern später auch nicht pflegen können. Die sind geschieden und wohnen einige hundert Kilometer in entgegengesetzte Richtungen von mir entfernt. Davon abgesehen hat mein Mann da ja auch noch ein Wörtchen mitzureden und was ist, wenn seine Eltern pflegebedürftig werden, die wiederrum in einer ganz anderen Ecke von Deutschland wohnen?

@ TE

Wie sieht das denn bei dir und deinen Eltern aus? Sind die aktuell pflegebedürftig und übernimmst du die Fürsorge bzw. wenn nicht, wie willst du das handhaben, wenn es so weit kommen sollte?

S?ilb[ermon}daxuge


Frauen sind geldgeil, Deutsche schieben ihre alten Eltern ab...was hast du noch auf Lager, Hansi ?

sWweexny4x3


Silbermondauge

Du hast Bedarf nach mehr ? Schau mal in seinem anderen Faden ;-)

pIin_kni*co75


Ich habe mit meinen Eltern gesprochen und sie direkt gefragt, wie und wo sie alt werden wollen - sofern das mit der Gesundheit funktioniert. Und wo sie untergebracht werden wollen, wenn sie gesundheitlich nicht mehr selbst entscheiden könnten. Ich habe auch verlangt, dass sie uns Kindern zuliebe eine Patientenverfügung erstellen sollen.

Beide Elternteile wollen in ein selbst ausgesuchtes Pflegeheim, in dem sie so lange wie möglich, selbstbestimmt leben können. Sie haben sich beide schon in den jeweiligen Heimen auf eine Warteliste setzen lassen. Vielleicht klappt es ja.

Da meine Eltern getrennt sind und jeder einzelne ziemlich weit von mir und meiner Schwester entfernt wohnt, wäre es schwierig sie bei uns aufzunehmen. Das wollen sie uns auch nicht zumuten.

Nun ist es bei uns "Deutschen" und "Österreichern" so, dass wir ja auch nicht unbedingt unseren Kindern zur Last fallen wollen oder nicht wollen, dass sie uns den Hintern putzen müssen etc. (zumindest wollen das meine Eltern nicht, da ist doch so eine Gehemmtheit und Scham).

Eine weitere Überlegung auf Seiten meiner Schwester und mir war es, eine Pflegekraft (Polin o. ä.) in dem jeweiligen Haus oder in der Wohnung der Mutter mit unterzubringen, und die Pflegekraft gemeinsam aus Rente und Zuschüssen der Krankenkasse und uns Kindern zu ermöglichen. Dann wären die Eltern zuhause und im besten Fall super betreut.

Unsere Eltern finden es super, wie wir uns Gedanken machen und, dass wir in einem offenen Gedankenaustausch sie mit einbeziehen. Ist ja selbstverständlich, schließlich geht es ja auch um sie. Besser jetzt, da sie noch jung und vital genug sind......

S\unflow-erx_73


Ich weiß, dass ich bei meiner Mutter IHREN Wünschen folgen würde: Sie möchte nicht zu Hause von mir gepflegt werden. Deise Aussage steht seit 20 Jahren; seit ist jetzt Ü70 und hat mit Darmkrebs und 2 Hüft-OP's einiges durch, so dass man sich da durchaus Gedanken macht.

Dazu muss ich sagen, dass wir in der Familie keine negativen Erfahrungen mit Heimunterbringung haben und es mir schon wichtig wäre, was Vernünftiges zu finden. In der Kleinstadt meiner Eltern gibt es keine "Residenzen", aber solide Heime, wo schon eine Menge Verwandte und Nachbarn waren. Man kann ja die Grundpflege abgeben, aber dennoch eine Menge mit der Person unternehmen, sie teilhaben lassen an vielem.

Meinen Vater würde ich grundsätzlich nicht pflegen. Er ist cholerisch und aggressiv und allein sein Verhalten nach einigen OP's dieses Jahr hat mich darin bestärkt, mir das nicht anzutun. Ich könnte es auch einfach nicht. Ich bin nich geschaffen für Popo abwischen etc. Ich KANN es nicht, es ekelt mich - und damit ist niemandem geholfen.

Zudem trennen uns gut 300km. Dort gibt es keine Jobs für mich, hierhin möchten meine Eltern nicht (und könnten sich die Mieten auch nicht leisten). Ich hätte keinen Platz, sie bei mir aufzunehmen - und könnte mir eine größere, bhindertengerechte Wohnung dafür auch mit Hilfe deren Rente nicht leisten.

Mir fällt diese Distanz nicht leicht, weil man eben im Notfall nicht mal schnell da ist. Meine Eltern (v.a. meine Mutter) sind da aber sehr verständnisvoll und machen keinen Druck; das Ganze aber ohne zu bescheiden zu verzichten. Ich tue in vielen Bereichen eine Menge für sie, aber ich könnte sie nicht pflegen. Und sie erwarten es nicht. Nicht diese körperliche Grundpflege. Der Rest, der dann bleibt, wäre aber eine Selbstverständlichkeit von mir. Sie haben eine Menge für mich getan (v.a. in vielen schweren Zeiten nach div. OP's meinerseits). Das knn ich vermutlich eh nie 1:1 zurückgeben. Aber meine Eltern wissen halt auch, wie die Realität aussieht im Berufsalltag.

Ich hoffe, in 2-3 Jahren mehr in deren Nähe zu kommen. Aber eine Garantie gibt es nicht, also muss im Notfall eine "Fremdlösung" her.

Meine Mutter ist im Übrigen 1958 aus Polen gekommen. Soviel zum Thema "Ostblockmentalität". Meine Oma ist 1986 mit 85 Jahren gestorben. Und selbst DIE hat NIE verlangt, zu Hause gepflegt zu werden (zum Glück war sie nur kurz krank und starb im Krankenhaus). Ws sie erwartet hat: Nicht nur gelegentliche Anstandsbesuche, sondern Integration in die Familie. In dem Rahmen, wie es vorher war. Wir haben damals schon drüber gesprochen und sie sagte: Dann ist nicht mehr meine Wohnung, sondern das Heim mein Zuhause. Aber ich will weiterhin bei Euch Weihnachten feiern, mit Euch wegfahren,... All das hätten wir gemacht. Mehr als gerne. Aber keine zwangsauferlegte Pflege zu Hause mit Ekel und Abscheu.


Wie verändert sich das Leben in der Familie, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird? Welche Überlegungen stehen dann im Raum, mit welchen Gefühlen muss man umgehen (lernen)? Was möchte ein pflegebedürftiger Mensch - was kann man von seinen Angehörigen verlangen?

Es wäre schön, wenn hier ungeachtet der provokativen Formulierungen im Eingangsbeitrag weitere Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema zusammentragen werden könnten. Ich denke, niemand macht sich die Entscheidung leicht, einen lieben Menschen in ein Heim zu geben - aber diese Entscheidungen sind ja auch oftmals nicht allein von der eigenen Bereitschaft, jemanden zu pflegen, abhängig.

HUasi_muEff8x6


hast du jemals zu Hause einen schwer kranken Dementen Menschen betreut und auch gepflegt?oder sogar einen sterbenden bis zu Tod begleitet? wenn ja hast du 24 Stunden für diesen Menschen sorgen müssen.

:)^

Meine Großmutter mütterlicherseits (inzwischen 94 Jahre alt) lebt seit 2011 im Pflegeheim.

Sie hat Zeit ihres Lebens allein gelebt, also ohne Partner, sie war nie verheiratet. Meine Mutter (61) und ihre zehn Jahre ältere Schwester sind von zwei verschiedenen Männern, einer ist im Krieg gestorben, der andere hat statt meiner Oma eine andere Frau geheiratet.

Jedenfalls hat sie sich 2009 (mit 88) einen Arm gebrochen und seitdem ging es abwärts. Sie musste ständig ins Krankenhaus, zuhause hat meine Mama dann einen Pflegedienst organisiert, aber auch das ging nicht lange gut, weil bei meiner Oma eine Demenz diagnostiziert wurde. Sie konnte einfach nicht mehr alleine wohnen.

Meine Eltern leben 10km entfernt in einem kleinen Haus, das nicht um- oder ausgebaut werden kann. Mein Vater ist Rentner und hat diverse Krankheiten (Lymphom, Polyneuropathie, Schlafapnoe und einen Herzinfarkt im Januar), meine Mama ist noch berufstätig.

Somit stand außer Frage, dass sie meine Oma selbst pflegen - das hätte sie auch gar nicht zugelassen, weil sie schon immer sehr stur war.

Nun lebt sie seit Mai 2011 in einem von Ordensschwestern geführten Pflegeheim, das zu einem Kloster gehört. Meine Mama besucht sie alle 2-3 Tage, wäscht immer noch ihre Wäsche, kümmert sich um Arztbesuche, Medikamente u.ä.

Sie hat es sich nicht leicht gemacht und lang mit der Entscheidung gehadert und aus diesem Grund (Stress) Gallensteine bekommen - letzte Woche wurde ihre Gallenblase operativ entfernt.

Einen Angehörigen zuhause zu pflegen ist ein Fulltime Job und der eigene Job müsste gekündigt werden. Außerdem muss meistens das Haus/die Wohnung altersgerecht umgebaut werden, was hohen finanziellen Aufwand bedeutet, den sich nicht jeder leisten kann.

Ich finde es frech und dreist, von "Abschiebung" zu sprechen, wenn man Eltern/Angehörige ins Pflege- oder Altersheim gibt. Die Mitarbeiter dort haben eine fachgerechte Ausbildung erhalten, die den meisten Angehörigen fehlt.

Meine Eltern haben vorgesorgt, Geld angespart und ein Testament geschrieben. Sie möchten beide zusammen ins Altersheim/Pflegeheim, wenn es zuhause nicht mehr geht und sie möchten meiner Schwester und mir (wir leben beide mehrere Hundert Kilometer entfernt) keine Last sein.

Jeder sollte sich zu Lebzeiten Gedanken darüber machen, wie er seinen Lebensabend verbringen möchte und mit jüngeren Angehörigen oder Kindern darüber sprechen.

TBapxs


@ Hansi_im_Glück

Machst Du dir das nicht etwas zu einfach? Hast Du schon eine Person gepflegt oder warst zumindest daran beteiligt?

Da wo mehrere Generationen zusammenwohnen, wo sich mehrere Kinder bei der Pflege abwechseln können, mag das noch gehen. Die heutigen Familienstrukturen in Deutschland lassen eine Integration in den Haushalt oft gar nicht mehr zu. Heute werden die Leute sehr alt. Wenn die Eltern pflegebedürftig werden, sind die Kinder entweder selbst noch berufstätig (und eine Aufgabe des Jobs wäre mit massiven Renteneinbußen verbunden) oder selbst oft schon über 70 Jahre alt. Dies nur als Gedankenanstöße.

"Ich gebe meine Mutter nicht ins Heim", das sagt sich so einfach.

Pflege ist ein Fulltimejob 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und meist über Jahre. Mein Mann und ich hatten über einige Jahre 3 pflegebedürftige Angehörige gleichzeitig. Wie soll man das zu zweit stemmen?

Meine Mutter ist jetzt seit mehr als 10 Jahren dement. Anfangs konnte sie noch in ihrer eigenen Wohnung leben. Irgendwann ging das nicht mehr. Und ich hatte ab da keine ruhige Minute mehr. Davon abgesehen, dass wir selbst zu fünft in einer 4-R-Wohnung lebten, wäre es mit meiner Mutter unter einem Dach niemals gutgegangen Meine Mutter wurde zu einer Gefährdung für sich und andere. Man konnte sie nicht eine Stunde mehr alleine lassen. Niemals hätte ich sie rund um die Uhr beaufsichtigen können.

Seit 4 Jahren lebt sie jetzt im Heim. Ihr geht es dort gut und das ist nicht nur so dahingesagt. Das was man dort für sie tut, könnte ich alleine niemals leisten.

Und mit den ganzen Katastrophen, mit denen ich als ihre vom Gericht eingesetzte Betreuerin zu kämpfen habe, mit der Begleitung ins Krankenhaus, zu Ärzten und andren Terminen bin ich neben meinen anstrengenden Job wirklich gut ausgelastet.

Lies dich hier durchs Pflegeforum. Dann siehst Du, mit was für Problemen pflegende Angehörige – und das vielleicht über viele Jahre- zu kämpfen haben.

TwheBnla#ckWi doxw


Möchte der TE sich nicht mehr melden? Tja, kann wohl keinen Gegenwind vertragen. ]:D

Also ich weiß genau, wie es ist, wenn man Angehörige bis zum Tod zuhause pflegt, wie demente Personen das ganze Leben total aufmischen und einen zur Verzweiflung bringen und wie eine Tante ins Pflegeheim bis zu ihrem Tod gepflegt wurde. Ich habe Hochachtung vor Menschen, die diese Pflege übernehmen können und verstehe genauso gut Menschen, die dies nicht schaffen. Wichtig ist doch nur, daß hilfsbedürftige Menschen richtige Pflege bekommen.

D7ieLUenny


Ich würde meine Eltern nicht in ein Pflegeheim verfrachten. Dies hat 2 Gründe:

1. Braucht es dazu ja eine Vormundschaft. Sowas will ich nicht.

2. Bin ich hinterher vermutlich der Doofe der fürs Altersheim zahlen muss. Will ich auch nicht.

Meine Mutter war nie arbeiten. Also kann sie auch nicht erwarten, dass ihr das Sozialamt mal das Altenheim bezahlt. Und ich auch nicht.

Meine Oma habe ich damals ins Altenheim verfrachtet. Zu dem Zeitpunkt war sie schon in einem Zustand, wo jeder Hund in Deutschland schon längst erlöst wurden wäre. Aber im Krankenhaus wollte man meine Oma nicht lassen, da man nichts mehr für sie tun konnte. Folglich musste sie ins Altenheim. Ich hätte auch sonst nicht gewusst, was man mit einem sterbenden Menschen tut. Bei einem Hund ist die Sache einfach, da holt man den Tierarzt mit der Giftspritze. Aber beim Menschen? Da steht man daneben und schaut zu, wie sich jemand zu Tode quälen muss und denkt sich jeden Morgen "Hoffentlich atmet sie nicht mehr". Nein, sowas kann ich nicht.

Guckt mal zu den Türken, Serben, Russen usw.rüber! Da werden alte Leute sogut wie nie ins Heim abgeschoben.

Wie denn auch? Soll der Serbe von seinen 700 Euro Netto im Monat 2000 Euro fürs Altenheim blechen? Und die Russen werden doch gar nicht so alt, dass sie ins Altenheim kommen könnten. Die saufen sich mit spätestens 60 zu Tode. Und die Türken verstoßen vermutlich gegen den Koran, wenn sie die Alten ins Altenheim bringen. Außerdem glaube ich nicht, dass türkische Männer ihre Angehörigen pflegen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kranken- und Altenpflege oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH