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Ein demenzkranker Mensch im Altenheim

M{onnikJa65


Dann gibst du ihn erstmal in Kurzzeitpflege, das übernimmt die Kasse und verschafft dir ein paar Wochen Luft. Erfahrungsgemäß bekommst du in der Zeit einen festen Platz.

s5egpar~atore*nfleixsch


Ja, danke. Die Kurzzeitpflege wurde mir heute und auch schon früher als die für uns momentan beste Lösung angeraten.

Mhoniwka65


Kurzzeit- und Verhinderungspflege, kann man auch kombinieren, je nachdem, was für euch wichtiger ist.

sgepauratore\nfleixsch


Ich habe mir bezüglich meiner Situation ein Beratungsgespräch bei einer Anwältin für Sozialrecht gegönnt. Irgendwie schizophren das Ganze. ;-D

M_oniZka.6x5


Was kam denn dabei heraus?

s\eparat&orenf#leiscxh


Was kam denn dabei heraus?

Tja, wenn ich das schreiben würde, würde das wohl einer Rechtsberatung ähneln und die ist hier nicht erwünscht. Ich würde sagen auch in solch einer Sache zurecht. Die Juristin sieht das alles mit etwas anderen Augen und entspricht nicht ganz dem, was einem so unter der Hand empfohlen wird. Eigentlich kam nicht wirklich was Neues dabei heraus, aber ich bin jetzt etwas schlauer und werde ggf. nicht zu voreilig handeln. Ob sich die 250 € gelohnt haben, das weiss ich jetzt noch nicht.

E\lafRAemich>081x5


Es kommt doch nicht auf Geld an. Hier geht es um einem Menschen, um deinen Vater.

Dieser ist demenzkrank und - so muss man es sagen - sein Leben neigt sich dem Ende zu. Trotzdem will man ihm seinen Lebensabend so angenehm wie es geht gestalten! Nun ist er aber nicht einfach nur alt und "verbraucht" sondern zu allem Überfluss auch noch dement. Es wird zu Persönlichkeitsänderungen kommen, er wird selbst einfachste Tätigkeiten nicht mehr ausüben können, er kann agressiv werden, irgendwann wird er vergessen wie man spricht, wie man zur Toilette geht uvm. Eine 24/7 Betreuung ist absolut notwendig. Aber:

- Du kannst das nicht leisten. Mach dich nicht selber kaputt bei der unmöglichen Aufgabe die Pflege selber zu übernehmen.

- Du kannst diese Verantwortung auch keinen polnischen Hausfrauen überlassen!

Es wäre auch und vor allem im Sinne deines Vaters sich in professionelle Hände zu begeben, Leute die wissen und gelernt haben worauf es bei der Pflege von Demenzpatienten ankommt. Das kann kein Laie leisten! Mit Liebe kann man das nicht kompensieren.

Der Wunsch in den eigenen, vertrauten vier Wänden zu bleiben ist verständlich. Aber wenn die Qualität der Pflege einfach nicht in dem Maß geleistet werden kann wie es notwendig wäre ist das auch keine Lösung. Einen Tod musst du sterben.

Finde den Mut den Absprung zu schaffen.

PS: Und weil es in meinen Berufszweig fällt - und es ist weit weniger makaber gemeint wie es vielleicht klingen mag -, hat du schonmal über einen Bestattungsvorsorgevertrag nachgedacht? Um dieses Geld schonmal vor dem Sozialamt zu "retten", sollte dieses evtl. zur Übernahme "ungedeckter Heimkosten" herangezogen werden.

s8epAarattolre6nflxeisch


hat du schonmal über einen Bestattungsvorsorgevertrag nachgedacht?

Danke, aber die finanzelle Seite ist bei uns abgesichert.

Es wäre auch und vor allem im Sinne deines Vaters sich in professionelle Hände zu begeben,

Komm doch morgen zu Kaffee und Kuchen vorbei und sag ihm das. :-) ;-D @:) Wie ich schon schrieb. Was für den Teufel das Weihwasser, war und ist für meine Eltern das Altenheim.

h%ik(lleine-s


Im Hinblick auf die "Pflegekräfte", die bei deinem Vater wohnen: Bist du ganz sicher, dass das nicht "nur" Frauen sind, die was ganz anderes gelernt haben, aber aufgrund von Arbeitslosigkeit einen relativ sicheren, relativ gut bezahlten Job im Ausland ausüben, um u. a. die Familie zu hause unterstützen zu können? Soweit mir bekannt ist, sind statistisch gesehen die wenigsten dieser Arbeitskräfte irgendwie geschultes Personal. Oftmals sind es sogar Akademikerinnen, die eigentlich was völlig anderes hätten machen sollen.

Wenn dem so ist, dürfen sie ihn ja nicht pflegen und kein pflegerischen Tätigkeiten ausüben. Und ich persönlich würde einen (irgendwann ja) schwerstdementen Menschen auch keinen Laien anvertrauen wollen. Ist das nicht möglicherweise auch ein Argument? Zumindest für dich selbst, um dir selbst dafür "zu vergeben", dass du über irgendwann über seinen Willen hinweg wirst entscheiden müssen?

M<itteCrn8xcht


Wie ich schon schrieb. Was für den Teufel das Weihwasser, war und ist für meine Eltern das Altenheim.

Warum musst du ihm denn sagen, dass er in ein Altenheim geht?

Kannst du es ihm (zusammen mit deiner Mutter) nicht als Kur/Ferien-/Kurzzeitaufenthalt verkaufen?

Wir hatten in meinem alten Haus auch z.B. einen, der dachte in seiner fitten Phase er sei bei uns in Kur und nicht auf Dauer und so konnte man ihn zum Einzug bewegen/halten.

Oder wie gesagt Kurzzeitpflege (vielleicht damit begründen, dass die polnischen Frauen nicht mehr können/von euch nicht mehr gewollt sind) o.ä da kann man ja ein bisschen die Phantasie spielen lassen...

Vielleicht magst du jetzt sagen "Hey, ich will meinen Vater nicht anlügen" o.ä, aber da muss man halt Kosten gegen Nutzen quasi abwägen.....lieber mit Frauen die ihn stressen und umgekehrt oder in einem qualifizierten, für euch anständig erscheinenden Heim wo vor allem auch Nachts für ihn gesorgt ist, wenn er durchs Haus geistert mit Sturzgefahr.....

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