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was kann man da tun?

J(essyx8 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Vater ist aus versch. Gründen im Krankenhaus - er war vorher seit 2 Wochen im Pflegeheim, davor schon mal im KH. zu Hause lag er schon 4 Wochen nur im Bett, er konnte nicht mehr aufstehen, aus Schwäche -

er wiegt nur noch ca. 47 kg - bei Grösse 1,85 m

Ich wohne weit weg und aufgrund einer grösseren Beinverletzung bin ich daran gehindert dorthin zu fahren. Meine Mutter besucht und betreut ihn die ganze Zeit und ist immer bis spätabends im Krankenhaus, bzw. Pflegeheim.

er hat aufgrund des langen Liegens mehrere grosse Dekubitus-Stellen -

deshalb bekommt er auch Antibiotika schon länger, jetzt als Infusion, vorher schon Tabletten, da sich das ja entzündet hat - es sollen mehrere grosse Stellen sein - so gross wie ein ball sagte meine Mutter irgendwie.

ausserdem weil er den Speichel nicht mehr hochziehen konnte wird er nur noch über Infusion ernährt - er kann aus Schwäche allerdings auch nicht mehr reden und auch nicht mehr essen -

es wird gesagt, sie können wohl nichts mehr für meinen Vater tun - sagen die Ärzte - er möchte gerne sprechen, kann aber nicht mehr - er versucht zu reden, will meiner Mutter etwas sagen, es geht aber nicht -

jetzt kommt er morgen wieder ins Pflegeheim, weil gesagt wird, dass sie nichts mehr für ihn tun können -

im Pflegeheim können sie keine Infusion geben - höchstens Magensonde -

meine Mutter wird sich nochmal informieren, was sie jetzt tun kann

hat jemand hier Ahnung, wie man meinem Vater noch helfen könnte?

Ob es doch noch Möglichkeiten der Besserung gibt?

Antworten
PslüscJhbiexst


Ich denke, die tun etwas zu wenig für deinen Vater.

Er müsste dringend an Gewicht zunehmen.

Hat dein Vater einen langjährigen Hausarzt?

Vielleicht macht es Sinn den mal zu fragen, was da getan werden müsste?

[[http://www.dekubitus.de/dekubitus-dekubitustherapie.htm#kausaltherapie]]

MealibuI Baxy


Falls man davon ausgeht, dass dein Vater nicht mehr besser wird, wäre vielleicht auch ein Hospiz eine Möglichkeit.

Jnes,s[yx8


Plüschbiest

danke, ich lese mir mal den Link durch -

er wiegt schon länger so wenig, war jetzt 4 Monate zu Hause nur im Bett und hat dann auch noch viel Gewicht verloren -

ich denke auch, dass man da viel mehr hätte schon länger machen müssen - auch Physiotherpie und anderes - da ich jetzt auch einige Jahre nicht dahinfahren konnte - habe ich das Ausmass dessen nicht gewusst -nur, dass meine Mutter und Pflegedienst pflegt

er sass auch schon 2-3 Jahre nur im Stuhl und war teilweise auch sehr häufig müde - da ich halt so weit weg bin, bekam ich das nur übers Telefon durch meine Mutter mit - und nur teilweise

sie sagte mir dass er auch Arthrose hatte - da hätte es ja auch Physiotherapie geben können früher vielleicht - z.B. mit Hausbesuch -

ich lese mir den Link mal durch

ansonsten, wie kann man denn von so wenig Gewicht, das er jetzt hat noch viel zunehmen?

der Dekubitus kommt ja auch durch das viele liegen und dann noch so wenig Gewicht, wenn man fast kein Fleisch mehr hat

arbeitest Du im Altenpflege/ med. Bereich?

Jaess7yB8


Malibu Bay,

Danke - kann das meiner Mutter mal sagen

und fragen, ob es sowas dort gibt -

es ist eine ländliche Gegend, bzw. Kleinstadt

Jessy

MVoniUka6x5


Ein Dekubitus in diesem Ausmaß darf bei einer anständigen Pflege so nicht auftreten, auch nicht, wenn er nur Haut und Knochen ist. Das mal vorweg, wo hat er sich den zugezogen? Im Heim oder im Krankenhaus?

Wie alt ist er denn?

Nach deinen Schilderungen sieht es so aus, als ob es jetzt an euch wäre, seinen Zustand zu akzeptieren, die Tatsache, dass er nicht mehr lange leben wird. Manchen Angehörigen fällt es sehr schwer. Die Betroffenen sind jedoch oft in diesem Zustand sehr bereit dafür.

P<lüschWbiexst


Gibt es bei euch einen Palliativmediziner?

Pplac,e=bo090C6


Den Tipp mit Hospiz und Palliativmediziner find ich sehr gut und wäre sicherlich das beste jetzt für euch und auch für deinen Vater.

Da wir ja wenig Hintergrundwissen haben wie es sonst so um deinen Vater steht, kann ich auch bzgl. des doch sehr geringen Gewichts nichts konkret sagen.

In vielen Fällen ist das ab einem gewissen "Stadium" aber normal und gehört mit dazu.

Hatte er denn die Dekubitus schon vor dem Pflegeheim?

PWlanRexta


Kann man über Infusion nicht so viele Kalorien zufügen, dass man es schafft, dass der Vater wieder dicker wird? Dann käme ja auch die Kraft zurück und somit einige Funktionen, oder? ":/

P%lacCebo09x06


Palliativmedizinisch gesagt kommts häufig vor das der Mensch zum Ende hin kachektisch wird (also eben Untergewichtig)

Auch mit übermäßiger Kalorienzufuhr wäre da nicht mehr viel am Gewicht zu ändern, und es ist auch fraglich ob dass dann in der jeweiligen Situation auch sinnhaft ist.

Hier ists etwas schwer zu sagen, da wir ja nicht wissen wie alt der Vater ist, und ob er vl schon Vorerkrankungen hat die dazu beitragen..

JLessxy8


Monika

mein Vater war seit 4 Monaten nur im Bett zu Hause gelegen - mit einer speziellen Matratze, für solche Fälle - also er hat den Dekubitus zu Hause bekommen bzw. Dekubitusstellen. Es kam ein Pflegedienst täglich nach Hause - meine Mutter hat mitgepflegt.

Er ist mitte 80 Jahre alt.

Nach deinen Schilderungen sieht es so aus, als ob es jetzt an euch wäre, seinen Zustand zu akzeptieren, die Tatsache, dass er nicht mehr lange leben wird. Manchen Angehörigen fällt es sehr schwer. Die Betroffenen sind jedoch oft in diesem Zustand sehr bereit dafür.

was Du mit dem "akzeptieren" schreibst ist so bei mir - liegt auch daran, dass ich das nur aus der Entfernung mitbekomme, und lange nicht dort war

- meine Mutter hat sich auch mit den Ärzten im Krankenhaus besprochen und mit der gemeinsamen Hausärztin meines Vaters und meiner Mutter, die ihr nochmal ausführlicher erklärt hat, wie die Situation ist. Er wurde schon vor einigen Tagen vom Krhs ins Pflegeheim verlegt, da gesagt wurde, dass sie medizinisch nichts mehr für ihn machen können - eine Magensonde wäre auch nicht mehr sinnvoll.

Mein Vater hat auch eine Lungenentzündung, sowas kann da schnell entstehen, wenn ein kleines Bröckchen in die Luftröhre anstatt in die Speiseröhre kam und es ist auch nicht mehr weiter zu behandeln. er hat Antibiotika und andere Behandlung dafür bekommen.

Essen, trinken, sprechen geht auch nicht mehr, da zu wenig Kraft.

Im Pflegeheim bekommt er jetzt seit einigen Tagen kein Essen und Trinken, und wir wissen, dass er bald stirbt - mein Vater weiss es auch -

:°( :°(

ich dachte auch die ganze Zeit jetzt, da müsste man doch noch einige Sachen ausprobieren können, z.B. die ich oder andere schon angesprochen haben; oder ich mache Vorwürfe, da ich denke vor Jahren hätten schon andere Behandlungen: Physiotherapie, mehr draussen bewegen etc. stattfinden sollen - damit mein Vater auch wieder aufgestanden wäre und gelaufen - und nicht nur im Stuhl oder Rollstuhl sitzt (war wohl wegen der Schwäche u evtl. Arthrose hauptsächlich - also nicht wg Lähmungen). Also ich habe da schon einigen Vorwürfen gemacht - innerlich vor allem, und zu meiner Mutter gesagt, das hätte vor einigen Jahren doch schon stattfinden können.

Allerdings hätte ich dazu vor Ort sein müssen, um das genauer zu bestimmen, was da dran ist - das hat schon einen längeren Vorlauf von einigen Jahren die jetizge Entwicklung.

Plüschbiest

die Hausärztin ist auch Palliativmedizinerin - sie hat meiner Mutter einiges erklärt

Placebo (1. Beitrag)

im Pflegeheim ist er soweit gut versorgt - meine Mutter ist auch jeden Tag lange dort bei ihm

In vielen Fällen ist das ab einem gewissen "Stadium" aber normal und gehört mit dazu.

Hatte er denn die Dekubitus schon vor dem Pflegeheim?

zum Gewicht: denke ich mittlerweile auch, ist zumindest bei vielen so.

ob man es hätte ändern können, schon vorher - kann sein - habe dazu schon einiges geschrieben.

Dekubitus: hat er wohl seit er 4 Monate zu Hause im Bett lag (zwar mit Spezialmatratze) meine Mutter, die ihn gepflegt hat, meinte sowas geht dann schnell. Die Entzündungen waren dann so stark, dass dies einer der Gründe war, wieso er (vor ca 3-4 Wochen) ins Krhs. kam - und dass er glaube ich Atemprobleme hatte. meine Mutter meinte da wäre ein grösseres Loch (Dekubitus) als muss wohl schon ziemlich stark sein, mit dem Dekubitus

Planeta

Infusionen: die hat er auch bekommen, doch sowas reicht jetzt nicht mehr aus, wenn es soweit fortgeschritten ist - ich hatte solche Sachen natürlich auch angesprochen und überlegt, welche Möglichkeiten mir noch einfallen

Placebo (2. Beitrag)

Palliativmedizinisch gesagt kommts häufig vor das der Mensch zum Ende hin kachektisch wird (also eben Untergewichtig)

Auch mit übermäßiger Kalorienzufuhr wäre da nicht mehr viel am Gewicht zu ändern, und es ist auch fraglich ob dass dann in der jeweiligen Situation auch sinnhaft ist.

Hier ists etwas schwer zu sagen, da wir ja nicht wissen wie alt der Vater ist, und ob er vl schon Vorerkrankungen hat die dazu beitragen..

ich denke, Du hast damit das Thema Untergewicht wie es hier auftritt gut beschrieben - ich habe länger gebraucht, um das etwas zu akzeptieren -

wie beschrieben, mir fällt es aus der Entfernung schwer - kann allerdings gerade zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht hinfahren um meinen Vater nochmal zu sehen, und vllt besser zu verstehen.

Vorerkrankungen:

kann mir vorstellen, dass die längere Zeit (einige Jahre) nur im Stuhl sitzen und damit Muskelabbau auch zum geringen Gewicht beitragen kann - was jetzt im Einzelnen dafür verantwortlich ist, müsste man seine Ärztin/ Ärzte fragen - denke ich.


im Lauf der vorgen 3 Wochen hatte ich auch die Hoffnung mit versch. Massnahmen und Behandlungen könnte man das Ruder noch mal rumreissen - doch das ist dann doch aufgrund der Gegebenheiten leider nicht mehr möglich gewesen -

oder man hätte noch andre Dinge machen können mit ganz viel Aufwand (das sind meine Gedanken) doch dazu hätte ich die Situation vor Ort genau mitbekommen und mich beraten/ informieren lassen müssen - ob es da wirklich noch andre (vllt kleine) Chancen gegeben hätte.

G(.T`re6ten


Und Astronautenkost durch den Magen?

Jhessyx8


G. Treten

es wurde sich gegen eine Magensonde entschieden.

Astronautenkost - bzw. was in der Richtung hat mein Vater schon zu Hause bekommen.

- nehme an, dass die Gewichtsabnahme vllt auch durch Muskelabbau kommt - hat ja schon einige Jahre nur im Stuhl gesessen

- gestern hat mein Vater die ganze Zeit geschlafen - im Pflegeheim bekommt er keine Nahrung/Infusion/Trinken mehr -

da im Krhs. gesagt wurde sie können nichts weiter für ihn tun, wurde er ins Pflegeheim zurückverlegt.

vorgestern konnte er wohl noch die Hand meiner Mutter drücken,

jetzt schläft er wohl die ganze Zeit oder meistens...

wir sind auf die Situation eingestellt...

PLla3ceboY09x06


mehr als euch jetzt noch in Gedanken fest zu drücken und viel Kraft für die nächste Zeit zu wünschen bleibt nicht mehr :)* :)*

Und glaub mir auch mit sehr sehr viel Aufwand würde man deinem Vater nicht mehr wahnsinnig helfen können.

Vl. hätte man wenn man vor einigen Monaten sich schon intensiver damit beschäftigt hat ein paar Wochen herausholen können, aber vermutlich nicht mehr wahnsinnig viel Zeit mehr, und was dann auch immer offen bleibst ist wie qualitativ diese Zeit noch gewesen wäre..

Jetzt ist die Situation so wie sie ist, und wichtig ist das dein Vater zumindest keine Schmerzen leiden muss und in ruhiger Umgebung seine letzte Zeit, wie lang sie auch noch sein mag mit deiner Mutter an seiner Seite verbringen kann…

Fühl dich gedrückt @:)

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