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Krankenhäuser und ihre Rollstuhl Politik

MfXoxne hat die Diskussion gestartet


Ich hoffe mal der Thread wirkt nicht allzu Banal aber mir spukt das Thema schon ne ganze weile im Kopf herum.

Ich bin die letzten 2-3 Jahre sehr oft im Krankenhaus gewesen wegen meinen Herzproblemen, bin noch relativ jung (noch keine 30) und Aktiv.

Nun war es aber fast jedes mal so dass mir das "Recht" aberkannt wurde mich selbst zu Fuß von A nach B zu bewegen ;-D So ne Frechheit :)z

Angefangen in der Notaufnahme wenns Richtung Zimmer geht bis hin auf Station wenn ich zu Untersuchungen sollte.

Für mich gibts aber kaum was schlimmeres, nicht in erster Linie weil es mir unangenehm ist im Rollstuhl zu sitzen (wobei auch etwas) sondern weil mich jemand durch die Gegend schieben muss .. Mir ist das meistens so peinlich dass ich verschämt nach unten sehen muss mit Hand vor mein Gesicht ..

Das gleiche ist der Fall wenn ich von Station mit den Bett in den OP geschoben werde oder zurück. Das ist mir so mega unangenehm.

Die Schwestern machen natürlich ihren Small Talk mit mir, wenn ich dann anmerke dass mir die Schieberei voll unangenehm ist lächeln sie meist und meinen "Ach, das ist doch unser Job".

Jetzt könnt man vielleicht denken: Der wiegt sicher sehr sehr viel und deswegen hat der vielleicht gewissensbisse aber ne: Bin Sportlich / Schlank.

Geht es jemanden Ähnlich? Irgendwem den das auch sehr unangenehm ist?

Hat jemand ne Idee ob ich mir das irgendwie abgewöhnen kann? Oder kann ich Ruhig meinen Willen durchsetzen und es ablehnen durch die Gegend geschoben zu werden oder macht man sich dadurch nur unbeliebt weil man nicht kooperiert?

Muss demnächst nämlich wieder ins Krankenhaus und mir graut es wieder davor ;-D

Antworten
S2chmidxti70


Also ehrlich gesagt möchte ich nicht im hinten offenen Engelshemdchen durch die Gänge zum OP laufen... ;-D Und zurück wäre ich noch nie in der Lage gewesen selbstständig zu laufen.

Ehrlich gesagt finde ich das nicht schlimm, weil ich meistens auch angeschlagen war, wenn ich geschoben wurde...

Hast Du denn in bestimmten Situationen (also von der Aufnahme ins Zimmer) mal gefragt, ob Du laufen darfst?

BqeniEtxaB.


Man kann ja wirklich tolle Komplexe pflegen.....

Und entweder ich bin wirklich krank, dann ist es ok,.geschoben zu werden oder aber man ist es nicht. Und das Personal ist eigentlich froh, wenn es niemanden karren muß, es sei denn er hat es nötig. Und meistens schieben auch keine Schwestern bei heutigen Verältnissen auf Stationen, da haben die null Zeit für. Dafür sind sie auch nicht da.

Krankenhäuser haben einen Hol und Bringedienst, und die machen nix anderes.

Situhflbeixn


Und meistens schieben auch keine Schwestern bei heutigen Verältnissen auf Stationen, da haben die null Zeit für. Dafür sind sie auch nicht da.

Krankenhäuser haben einen Hol und Bringedienst, und die machen nix anderes.

Das trifft ja offensichtlich für das Krankenhaus in dem MXone behandelt wurde/wird, nicht zu. Und für das Krankenhaus, in dem ich letztes Jahr war, auch nicht. *:)

EKhema0liger( Nu0tzer (#x501877)


Meinst du nicht es hat einen Grund wenn ein Herzkranker der stationär behandelt werden muss geschoben wird statt zu laufen?

DGie SSeh^erin


Meinst du nicht es hat einen Grund wenn ein Herzkranker der stationär behandelt werden muss geschoben wird statt zu laufen?

da stecken meist ganz profane versicherungsrechtliche gründe dahinter.

M7eisjt\er_Gxlanz


Mir wurde es damals, als ich nach einer Blutzuckerentgleisung im Spital lag, freigestellt, ob ich zu Fuss oder per Rollstuhl zur Diabetesberaterin in einem anderen Trakt des Hauses gehen wollte.

Weil ich fand, mit 26 Jahren ist man noch nicht rollstuhlreif, ich schon gar nicht, und es mir ebenfalls etwas unangenehm gewesen wäre, geschoben zu werden, hab ich auf das Gefährt verzichtet. Und im Nachhinein hab ichs bereut. Ich war einfach nicht fit. Und der zehnminütige Spaziergang war eine Tortur.

Ich geh davon aus, dass es seine Gründe hat, warum dir die Wahl nicht überlassen wird. Also überwinde deine Bedenken, es ist zu deinem Besten.

Und lieber im Rollstuhl als im Bett. Das musste ich zwangsläufig über mich ergehen lassen, als ich von der Intensivstation auf die normale Station verlegt wurde. Das war mir nirgends recht. Aus völlig blöden Gründen, wie ich nun nach langer Zeit auch einsehe.

M'XOonxe


Also ehrlich gesagt möchte ich nicht im hinten offenen Engelshemdchen durch die Gänge zum OP laufen... ;-D

Auch nicht im Sommer? Is bestimmt schön frisch ;-D

Hast Du denn in bestimmten Situationen (also von der Aufnahme ins Zimmer) mal gefragt, ob Du laufen darfst?

Am Anfang ja, nach paar Abfuhren aber nicht mehr.

Jeder hat so seine Macken, ich glaub das ist eine von mir dass ich das absolut unangenehm finde. Aber dneke muss ich mit Leben, deren Regeln halt. Interessiert mich aber obs nur mir so geht oder anderen auch :-)

@ BenitaB

Ich finde nicht das es etwas mit Komplexe zutun hat bzw. die Pflege dessen ..

Es sei denn man versteht nun alles Negativ wenn man sich über gewisse Dinge gedanken macht die einem unangenehm sind.

Bring/Hol- Dienste sind sicherlich in größeren Häusern zum Standard geworden aber längst noch nicht überall. Wir haben hier 4 Häuser und nur in einem gibt es ein Bring/Hol Dienst.

@ Stuhlbein

Richtig :)^

@ Ernalein

Teilweise natürlich. Aber denke wie DieSeherin dass da auch viel Versicherungstechnischegründe mitspielen, für den Kreislauf dürft es ab und an sicherlich Förderlich sein wenn der Patient auch Strecken zu Fuß geht.

Bin eig. ein sehr selbstbewusster Mensch aber bei Ärzten / Krankenschwestern ordne ich mich generell eher unter statt mal auf den Tisch zu hauen, mit der Folge dass mir die Situationen natürlich dann auch oft unangenehm sind.

Weiß aber selber nicht so richtig was ich mir von dem Thread versprochen haben ":/

@ Meister_Glanz

Weil ich fand, mit 26 Jahren ist man noch nicht rollstuhlreif, ich schon gar nicht, und es mir ebenfalls etwas unangenehm gewesen wäre, geschoben zu werden,

Genau das isses, ich hoffe mal mit den Jahren (falls es noch weiter zu solchen Situationen kommt) legt sich das auch bisschen.

Ist auch vielleicht deshalb so weil man ja als junge Person auf solchen Stationen eh die Ausnahme ist und deswegen wie n bunter Hund beäugt wird, das man seinen eigenen Status auch falsch einschätzt und denkt die sollen sich lieber um die älteren Herren kümmern denen es noch schlechter geht.

Also überwinde deine Bedenken, es ist zu deinem Besten.

Wird wohl darauf hinauslaufen, werd ich tun. Danke dir :)

sbchnuepcfhexn


Ich denke, das hängt echt vom KH ab. In unserem größten KH im Umkreis muss man selbst laufen, solange man den Kopf nicht unterm Arm trägt. Da musste ich schon mit kompliziertem Fußbruch und Verdacht auf Schlaganfall noch selbst laufen. War mir aber ehrlich gesagt ganz recht, denn ich habe ebenfalls eine Abneigung dagegen. Liegt vermutlich auch am Alter (22)

In einem anderen KH wird man quasi sofort in den Rollstuhl gesetzt, egal, was man hat. Da hat man mich auch schon mit einem gebrochenen Finger sowie einem infizierten Mückenstich am Arm in den Rollstuhl setzen wollen. Das konnte ich nach einigem Hin- und Her allerdings zum Glück abwenden, war aber schwierig. Vermutlich, wie schon gesagt, aus versicherungstechnischen Gründen.

Es sind übrigens nicht nur Krankenhäuser, die das gut beherrschen. Vor ein paar Jahren war ich mal mit einem angebrochenen Fuß gesegnet. Da war ich dann auf Krücken unterwegs, was mich auch nicht sonderlich störte. Zu der Zeit war ich auf Klassenfahrt und wir haben da die UN in Wien besichtigt. Die netten Menschen dort wollten mich vor der Führung unbedingt in einen Rollstuhl verfrachten, der dann von meinen Mitschülern geschoben werden sollte :-o ]:D Ganz klasse, genau das, was man sich als 18 jährige wünscht ;-D Das abzulehnen war nicht einfach und ich musst echt unterschreiben, dass ich den Rollstuhl verweigert habe.

EHhemali"ger1 Nutzehr (#1x5)


Ich habe eher gegenteilige Erfahrungen gemacht, ist allerdings schon einige Jahre her:

Mit 18 hatte ich rheumatisches Fieber, mehrere starke Gelenkentzündungen, u.A. an der Wirbelsäule und im Kniegelenk. Ich wurde zu Fuß über mehrere Stockwerke hinweg zum Röntgen geschickt, dort mußte ich noch über längere Zeit stehend warten (ein Mal bis ich dran kam, danach um die Ergebnisse zu bekommen, damals lief noch nix über Computer ;-)). Es war die Hölle, da ich kaum gerade stehen konnte, geschweige denn gut laufen. Ich wagte es ein Mal mich auf den Boden zu setzen, gegen die Wand gelehnt, da wurde ich von einem Mitarbeiter regelrecht angeschnauzt, dass das nicht ginge. ...Auf meine Erwiderung, dass ich nicht mehr stehen könne, kam ein "Sie sind doch noch jung, so schlimm kann es nicht sein". Das hörte ich übrigens mehrmals. Ich fand (finde) das sehr befremdlich, denn man ist ja nicht aus Lust und Tollerei im KH.

Einzige Erklärung die mir einfällt ist, dass zu diesem Zeitpunkt die Diagnostik noch nicht feststand, rheumatisches Fieber war damals bei uns noch recht unbekannt, die Ärzte standen vor einem Rätsel über ein paar Tage hinweg - einfach weil sie nicht danach suchten. Ich vermute, sie unterstellten mir eine Simulantin zu sein, denn außer hohem Fieber und geschwollenen Gelenken an 6 Stellen hatte ich ja nichts (Achtung, leichte Ironie ;-))

(Sorry für den langen etwas ot-Text, aber das fiel mir spontan beim Thema "Rollstuhl in Krankenhäusern" ein ;-) @:) )

So kann es also auch gehen, wobei sich da sicher auch in den letzten 30 Jahren viel geändert hat - DieSeherin schrieb es schon - , vor allem versicherungstechnisch gesehen.

Aber egal ;-) - Dein Problem an sich verstehe ich noch nicht so ganz MXone - was genau ist Dir daran so unangenehm? Fühlst Du Dich dadurch hilfloser? Hast Du das Gefühl zu viel Kontrolle abzugeben?

M!Xonxe


@ schnuuepchen

Da hat man mich auch schon mit einem gebrochenen Finger sowie einem infizierten Mückenstich am Arm in den Rollstuhl setzen wollen.

Nicht dein ernst :-o

Da war ich dann auf Krücken unterwegs, was mich auch nicht sonderlich störte. Zu der Zeit war ich auf Klassenfahrt und wir haben da die UN in Wien besichtigt. Die netten Menschen dort wollten mich vor der Führung unbedingt in einen Rollstuhl verfrachten, der dann von meinen Mitschülern geschoben werden sollte :-o ]:D Ganz klasse, genau das, was man sich als 18 jährige wünscht ;-D Das abzulehnen war nicht einfach und ich musst echt unterschreiben, dass ich den Rollstuhl verweigert habe.

Kann ich gut verstehen, ich glaub das Thema hätt einem sonst auch noch zieeeeemlich lange Verfolgt :-D

@ Isabell

was genau ist Dir daran so unangenehm? Fühlst Du Dich dadurch hilfloser? Hast Du das Gefühl zu viel Kontrolle abzugeben?

Ich bin eher ein Mensch der darauf bedacht ist dass es anderen gut geht, der anderen keine Umstände macht.

Ich mags nicht wirklich wenn jemand etwas für mich tut, und ich glaub da liegt der Hund begraben und deswegen ist es mir unangenehm.

Hab das auch oft wenn ich seh wie die Schwester ganz allein das Bett aus dem engen Zimmer Richtung OP schieben muss und damit zu kämpfen hat (die meisten Schwestern sind ja meist sehr zierrlich, jedenfalls hier bei uns).

Ggf. spielt auch ne Rolle das ich meine gesundheitlichen Probleme oft herunterspiele weil ich auf Kardiologischen Stationen meistens nur ältere Menschen sehe und ich denke dass man solche Dienstleistungen denen eher zukommen lassen sollte ..

Ist schwer zu sagen warum ich eig. damit ein Problem habe, mir grauts aufjedenfall immer davor. Aber ist wohl etwas womit man Leben muss :-)

Meeis8terp_Glaxnz


Selbst ist man ja in der Regel unbesiegbar, so ein "Makel" wie der Rollstuhl stört dieses Bild halt. Obwohl er am Ende ja nichts anderes ist als ein Hilfsmittel. Die Brille zB. ist mittlerweile sehr akzeptiert, die trägt man problemlos. Meistens. Aber der Rollstuhl ist automatisch ein Zeichen von Gebrechlichkeit. Zudem wird man im Krankenhaus von jemandem geschoben, heisst, man hat auch nicht die Kontrolle darüber, wo man hingeht, resp. -rollt. In jungen Jahren ist das sehr störend.

ERhemaliger ONutze1r (#A15)


MXone, somit trifft Meister_Glanz so ziemlich ins Schwarze denke ich mal? ;-)

Ich kann es auch nachvollziehen. Vielleicht nützt Dir ja der Tip etwas:

Versuche es nicht persönlich zu sehen. Es ist in der Tat "der Job" des Personals, sie tun es also nicht Dir (persönlich) zuliebe, es opfer sich hier Niemand für Dich als Person - sondern weil sie es müssen, weil es eine Anordnung von wem-auch-immer ist der sie nachkommen müssen.

Ich sage mir immer (ganz allgemein bezogen): Wenn mich Jemand unterstützt obwohl ich ihn nicht darum gebeten habe, ihn nicht aufgefordert habe - dann ist das nicht meine Sache im Sinne von irgendwelchen Konsequenzen (z.B. große Dankbarkeit).

Sicher, ich bin ein höflicher Mensch und sage brav "Dankeschön" - dennoch sehe ich da keine Schuld in der ich stehe, weißt Du was ich meine?

M|eis?ter_G#lanxz


Gerade im Krankenhaus gelten ja andere Umstände als draussen in der Freiheit.

Auf der Intensivstation durfte ich nicht aufstehen. Obwohls mir an sich "gut" ging. Da wäre ein Rumgeschiebe im Rollstuhl das kleinste Problem gewesen. Ein Mensch musste eine Flasche wegtragen, in die ich grad noch reingemacht hab. Habe es lang unterdrückt, aber irgendwann musste es halt raus. Dasselbe noch in anderer Form. Und das find ich persönlich viel unangenehmer, wenn ich jemanden damit "belästigen" muss, als ein kleines Rumschieben. Das Pflegepersonal machts ohne mit der Wimper zu zucken, ist ihr Job.

Ich musste im Auftrag des Staates auch schon ältere Leute transportieren. Dazu gehört natürlich auch der Rollstuhl. Und da hab ich dann auch gemerkt, es ist völlig ok. Irgendwie muss man ja von A nach B kommen. Und wenns auf dem "normalen" Weg nicht geht, oder nur schwer, dann benutzt man halt ein Hilfsmittel. Sei das ein Gehstock, ein Rollator oder, wenn mans allein nicht schafft, einen Rollstuhl und wird halt geschoben. Das ist völlig ok. Und die Blicke anderer ändern ja nichts daran.

nmancnhxen


Bei mir hat sich im KH schonmal der Kreislauf verabschiedet, als ich mit Gehhilfen unterwegs war um eine zu rauchen. Wurde dann nett lächelnd vom Pflegepersonal mit dem Rollstuhl abgeholt. ;-D War mit Abstand die Jüngste auf der Station und hab SChlapp gemacht unterwegs.

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