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Pflegedienst hat gekündigt - was nun?

M*iaxo hat die Diskussion gestartet


Hey Leute!

Meine Mam braucht rund um die Uhr Pflege und dafür hatten wir seit etwa einem Jahr einen Pflegedienst im Haus, der jetzt überraschend gekündigt hat, mit der Begründung "Personalmangel".

Besteht eine Möglichkeit, dass man jemanden vom Personal mit in den neuen Pflegedienst mitnimmt? Meine Mam hat sich sehr an die Pflegerinnen gewöhnt.

Das einzige was mir einfällt ist, dass man sie bitten müsste bei dem derzeitigen Verein zu kündigen um dann bei dem, der bei uns arbeiten soll, wieder anzufangen. Aber das kann man ja nicht verlangen, hat also jemand von euch vielleicht schon mal etwas Ähnliches erlebt und einen Tip was wir tun können?

Vielen Dank schonmal und einen schönen Tag euch :)

Antworten
DwespUerxo


Wie du schon sagtest, sie müsste kündigen. :-/

PlDsc`hbixest


Und der neue Pflegedienst müsste sie einstellen.

Wenn aber schon Personalmangel herrscht will man sie sicher nicht gehen lassen.

Warte doch erstmal ab, vielleicht sind die neuen Pflegerinnen ganz nett.

Rdio GrRanxde


Gründet euren eigenen Pflegedienst – werbt ab, zahlt übertariflich.

R_ennCfloh


Hallo,

Deine Mama wird sich auch an den neuen Pflegedienst gewöhnen, glaub mir.

Anfangs ist es eine Umstellung, aber das wird schon.

Hab das auch durch. Allerdings haben wir die Sache beendet.

Erstaunt bin ich allerdings, daß der Pflegedienst einfach so kündigen darf. Ist das wirklich rechtens?

Hätte auch nie gedacht, welche Unterschiede es doch gibt.

Hört Euch vor Eurer Entscheidung um, wenn das möglich ist. Viel Glück!

@:) Floh

M>i~ao


... es ist nun soweit, wir haben den neuen Pflegedienst im Haus. Leider geht es meiner Mutti immer schlechter, und wir sind mit ihr und der Gewöhnung und Anlernung (!) der neuen Pflegekräfte stark überfordert, beinahe am Ende unserer Kräfte... wir brauchen die alten Pfleger zurück :°( :°( :°( :°( :°( :°( :°(

Hat jemand eine Idee wie man den Pflegedienst dazu bewegen könnte, die Kündigung zurück zu nehmen?

Alternativ fällt mir nur ein, was jemand von euch sogar schon vorgeschlagen hat, nämlich einen eigenen Pflegedienst zu gründen, nur für meine Mam.

Kennt sich jemand von euch aus, oder kennt wen der jemanden kennt, der dahingehend Erfahrungen sammeln konnte?

Es müsste wahnsinnig schnell gehen, wir möchten zwei oder vier der Pfleger einstellen, die wir schon kennen und auch nur für meine Mam.

Ist das aussichtslos?

hAiklei{nes


Besteht denn die realistische Hoffnung, dass dieser Vorgang schneller ginge als die Zeit, die die neuen Pflegekräfte zur Einarbeitung bräuchten?

MAir&efya


Habt ihr denn die finanziellen Mittel um einen Pflegedienst zu gründen? ???

So spontan würde mir einfallen, dass die Arbeiterkosten, Krankenversicherungsanteile usw usf ja sehr viel mehr kosten würden, als eine Pflegekraft euch kostet, die von einem Pflegedienst kommt.

UWrlaubeerBinx15


Ich glaube damit tust du dir keinen Gefallen. Wie willst du das bezahlen, wenn der gegründete Pflegedienst nur für deine Mama da sein soll?

Wie wäre es eine feste Pflegekraft einzustellen? Zum Beispiel eine polnische, die sich im Wechsel mit einer zweiten um deine Mutter kümmert. Da wäre es sicher einfacher festes Personal zu bekommen.

Echemalziger Nu{tzer (#584334)


Ich habe bis dahin noch nie gehört dass examinierte Pflegekräfte zur Einarbeitung bei einem neuen Patienten angewiesen werden. Aufgrund ihrer Ausbildung beherrschen sie alle für ihre Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse. Es dürfte deshalb für dich kein Problem sein, einen beliebigen anderweitigen Pflegedienst mit der Versorgung deiner Mutter zu beauftragen, das kann auch kurzfristig geschehen.

Falls du allerdings eine Rundumversorgung durch eine examinierte 24-Stunden-Pflegekraft für deine Mutter suchst dürfte dir ein herkömmlicher Pflegedienst nicht weiter helfen können.

Als Anlaufstelle für weitere Fragen würde ich dir deshalb das Gesundheitsamt deiner Stadt oder deines Kreises empfehlen. Dort wird man dir auf jeden Fall detailliert weiter helfen können.

hwiklegionxes


Ganz unabhängig davon, dass es für die Pflegekräfte irgendwie auch ganz schön krass ist, dann für die Pflege deiner Mutter eingestellt, und später einfach wieder entlassen zu werden. Oder hattet ihr vor, den Pflegedienst dann weiter aufrecht zu erhalten, wenn deine Mutter irgendwann nicht mehr da ist?

jaust_Rloo.kixng?


Ich frage mich auch was du mit Einarbeitung meinst. Wir sind inzwischen beim dritten Großelternteil von mir der 24-Stunden Pflege braucht. Einzig ein Opa von mir ist gestorben bevor es in diese Richtung ging. Wenn ich jetzt mal nachrechne heißt das, dass ich inzwischen ca. 11 Pflegerinnen kenne. Und davon wurde niemand eingearbeitet. Klar, man zeigt ihnen wo A und B ist, aber das wars dann auch schon. Ich muss einer Pflegekraft doch nicht erklären wie eine Windel angelegt wird oder sonst was. Was meinst du denn mit diesem "Einarbeiten"?

M4iao


Danke für eure Antworten!

Generell zur Problematik. Ich verstehe, dass ihr nicht versteht, wieso ich so wählerisch bin. Deswegen hier der Versuch einer Erklärung.

Meine Mutti ist 53 und komplett gelähmt. Sie kann nur über die Augen kommunizieren und wir mussten die Erfahrung machen, dass nicht jeder ihre Mimik richtig deuten kann, was uU fatale Auswirkungen haben kann. Beispielsweise wenn sie Atemnot hat und der Helfer nicht weiß was zu tun ist. Wir bringen den neuen Pflegern gerade das bei, was wir von unserem bisherigen Pflegern gelernt haben. Weil die die jetzt zu uns kommen das nicht können, noch nie gemacht haben! Meine Mutti fühlt sich nicht wohl, weil sie weder in unsere noch in deren Kompetenzen Vertrauen hat.

Vom Persönlichen mal ganz abgesehen (Sympathie etc).

Meine Mutti stirbt bald, das wissen wir, meine Familie tut was sie kann, aber wir sind keine ausgebildeten Pflegekräfte, alles was wir tun haben wir uns abgeschaut. Wir sind auf Hilfe angewiesen und die Hilfe die wir jetzt bekommen reicht bei Weitem nicht aus. Ich weiß natürlich dass man nicht erwarten kann, dass die Helfer alles von heute auf morgen sofort perfekt beherrschen.

Aber es kann doch nicht sein, dass auf die Frage hin "Was würden Sie tun, wenn meine Mutti akute Atemnot hat und Panik bekommt weil sie sich an ihrem eigenen Speichel verschluckt und nicht mehr selber husten kann?" die Antwort "hm... ich mach erstmal Fenster auf!" kommt.

Ich möchte wirklich niemandem auf die Füße treten und ich bitte zu entschuldigen, falls meine Worte herablassend klingen sollten. Wir sind verzweifelt, meiner Mutti geht es schlecht. Die Pfleger die wir hatten haben ihr geholfen, die neuen tun es nicht.

@ hikleines

Besteht denn die realistische Hoffnung, dass dieser Vorgang schneller ginge als die Zeit, die die neuen Pflegekräfte zur Einarbeitung bräuchten?

Nein... sich selbstständig zu machen ist sehr aufwendig... Aber in der Pflege geht es nicht nur um die richtige Technik, sondern auch um das richtige Miteinander. Das hatten wir bei dem vorherigen Pflegedienst.

@ Mireya

Habt ihr denn die finanziellen Mittel um einen Pflegedienst zu gründen?

Nein... aber das Geld sollte das geringste Problem sein.

@ Urlauberin15

Wie wäre es eine feste Pflegekraft einzustellen? Zum Beispiel eine polnische, die sich im Wechsel mit einer zweiten um deine Mutter kümmert

Meine Mutti fühlte sich am wohlsten bei den Pflegern die wir hatten. Neue kennen zu lernen ist nicht nur für uns sondern insbesondere für sie enorm anstrengend.

@ Non Blonde

Ich habe bis dahin noch nie gehört dass examinierte Pflegekräfte zur Einarbeitung bei einem neuen Patienten angewiesen werden. Aufgrund ihrer Ausbildung beherrschen sie alle für ihre Berufsausübung erforderlichen Kenntnisse. Es dürfte deshalb für dich kein Problem sein, einen beliebigen anderweitigen Pflegedienst mit der Versorgung deiner Mutter zu beauftragen, das kann auch kurzfristig geschehen.

Leider ist es aber ein Problem, und zwar ein gewaltiges. Wenn meine Mutti noch sprechen könnte wäre alles sicher halb so wild. So ist sie darauf angewiesen, dass die Helfer bestimmte Charakterzüge mitbringen, um die Mikromimik richtig deuten zu können.

Des Weiteren gibt es sehr viele Dinge zu beachten, die sie von anderen Pflegebedürftigen unterscheiden.

Ich kann und möchte nicht allzu sehr ins Detail gehen. Ich bitte euch, mir zu glauben, wenn ich sage, eine Einarbeitung ist von Nöten und überaus zeitaufwendig. Vieles machen wir nach wie vor selbst, weil die neuen Pflegekräfte das einfach nicht können, noch nie gemacht haben, und keine Fehler gemacht werden dürfen, man also nicht "mal probieren" kann. Im schlimmsten Fall endet ein Fehler mit dem Tod meiner Mutti. Und da übertreibe ich nicht.

@ hikleines

Ganz unabhängig davon, dass es für die Pflegekräfte irgendwie auch ganz schön krass ist, dann für die Pflege deiner Mutter eingestellt, und später einfach wieder entlassen zu werden. Oder hattet ihr vor, den Pflegedienst dann weiter aufrecht zu erhalten, wenn deine Mutter irgendwann nicht mehr da ist?

Nein, den eigenen Pflegedienst würden wir nur für meine Mutti gründen.

Aufgrund des deutschlandweiten Mangels an Pflegepersonal glaube ich nicht, dass "unsere" Pfleger nach dem Tod meiner Mutti lange arbeitslos wären. Zudem würden wir sie natürlich finanziell unterstützen, bis sie was Neues gefunden haben.

@ just_looking?

Wenn ich jetzt mal nachrechne heißt das, dass ich inzwischen ca. 11 Pflegerinnen kenne.

Bei uns waren inzwischen mehr als 13 verschiedene PflegerInnen, und das innerhalb eines Jahres... in den nächsten Wochen kommen dann so um die 5 dazu... was auch immer das nun aussagt.

Was meinst du denn mit diesem "Einarbeiten"?

Allein schon die Kommunikation. Bis unsere vorherigen PflegerInnen meine Mutti ohne unsere Anwesenheit verstanden haben, vergingen Wochen.

Ich möchte wirklich nicht zu sehr ins Detail gehen, wer weiß wer hier alles mit ließt und ich möchte unbedingt vermeiden, jemandem auf die Füße zu treten. Wir sind dankbar über jede Hilfe die wir bekommen. Aber zur Zeit erfordern die neuen Pfleger vielmehr eine zusätzliche Kraftaufwendung unsererseits, als dass wir mal entspannen könnten.

Ihr wisst ja nicht wie es hier zu geht! Und ich übertreibe keineswegs.

Meine Mutti ist eine sehr starke Frau, kämpft immernoch, mein Vati hat sich seit der Diagnose um sie gekümmert, mittlerweile hat selbst er keine Kraft mehr. Wir möchten einfach nur unsere vorherigen Pfleger wiederhaben. Und ich suche verzweifelt nach einer Möglichkeit, das zu schaffen. Meiner Mutti geht es immer schlechter. Die Zeit drängt.

Bitte, seid nicht hart in eurem Urteil. Wenn jemand eine Idee hat, bitte sagt es mir.

Rmheqlixa


Es wäre interessant zu wissen, welche Pflege deine Mutter benötigt.

Benötigt sie 24h - Pflege, bzw. Intensivpflege?

Jetzt mal eben einen Pflegedienst zu gründen ist utopisch, da du die rechtlichen Auflagen nicht mal eben so erfüllen kannst. Eine polnische Pflegekraft kommt wahrscheinlich nicht in Frage, da das meist angelernt Hilfskräfte sind.

Hast du mal nach einem Pflegedienst geschaut, der Erfahrung mit Palliativpflege oder neurologischer Pflege hat?

Natürlich ist es nicht einfach, deine Mutter an neue Pflegepersonen zu gewöhnen. Kannst du mit dem anderen Pflegedienst vielleicht eine Einarbeitungszeit vereinbaren? Sprich, der "alte" Pfleger kommt noch stundenweise dazu?

M3ia&o


Meine Mutti braucht 24 h Intensivpflege. Pflegestufe 3+

Ich weiß nicht, ob wir vielleicht tatsächlich nicht nach dem richtigen Pflegedienst geschaut haben... die Leute die zu uns kommen haben jedenfalls keine Erfahrung mit der Krankheit die meine Mutti hat und auch die Kniffe die wir von unserem vorherigen Pflegedienst gelernt haben sind für alle Neuland. Obwohl die ja eigtl alle Ahnung haben sollten...

Und wenn es ginge, dass der "alte" Pfleger zur Einarbeitung vorbei kommen könnte, wäre alles gut! Leider geht es aufgrund der bescheuerten Versicherung und Pflegedienstordnungen nicht...

Ich wünschte, man könnte zwei Pflegedienste gleichzeitig haben.

Aufgrund des Pflegepersonalmangels und der großen Zahl an Pflegebedürftigen sieht es gerade vmtl für viele Patienten sehr duster aus...

Trotzdem habe ich nicht übel Lust, unseren ehemaligen Pflegedienst wegen unterlassener Hilfeleistung zu verklagen. Meiner Mutti geht es zunehmend schlechter, seit die Leute uns verlassen haben, wir pfeifen auf dem letzten Loch und sind ihr damit immer weniger eine Hilfe, alles wird immer schlimmer. Alle Versuche, dass die Kündigung zurück genommen wird, sind gescheitert. Wir haben angerufen, Briefe geschrieben, gebettelt. Die Situation erklärt und gesagt dass wir keine Kraft mehr haben und meine Mutti bald stirbt wenn das so weiter geht. Das ist denen sch*** egal!!!!!!

Ich bin echt verzweifelt.

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