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Ein Fall häuslicher Pflege

EuhemalPigerg MNutzer (#.57J3012)


Warum wechselt sie nicht zu einem weltlichen oder privaten Dienst, wenn man schon religiöse Vorbehalte unterstellt?

Monika65

Ich unterstelle nur , soweit ich das nach den Zeilen von Kurt beurteilen kann, dass da nicht viel Verständnis und Bemühung rauszulesen ist .

Respekt und ein Einfühlungsvermögen sollte unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit der Organisationen vorhanden sein - es geht einfach um Pflege eines hilfsbedürftigen Menschen und wenn eine Frau - egal ob Moslem /Christin oder Atheistin darum bittet, nicht von einem Mann gewaschen zu werden , ist meiner Meinung nach daurauf einzugehen wenn irgendwie möglich. Gibt ja auch Frauen , die ganz bewußt zu einer Frauenärztin gehen und auf keinen Fall von einem Mann untersucht werden möchten.

Mbonnika6G5


Irgendjemand hat die Religion ins Spiel gebracht, du warst das ja nicht, Porzellanseele. Es besteht seitens des TE der Verdacht, die Caritas hätte mit Absicht diese Reglement provoziert.

Ich habe Verständnis für die eher etwas wenig einfühlsame Reaktion, einfach weil ich selbst schon genug erlebt habe von Angehörigen, die die Arbeit nur erschweren und auch häufig genug die zu Pflegenden belasten.

Auf unserer Station arbeiten 4 Männer, glaubst du denn, wenn jeder so wäre, dass es überhaupt möglich wäre, einen solche Betrieb noch aufrecht zu erhalten? Es kommt manchmal vor, dass sich BEwohner von den männlichen Kollegen nicht duschen lassen, also müssen die weiblichen Extraarbeit leisten. Manchmal kann man dann was tauschen, aber man kann nicht generell darauf Rücksicht nehmen. Und auch die wechselnden Leute, das belastet die Bewohner schon manchmal, hat aber auch den Vorteil, dass sie nicht immer der gleichen Pflegekraft ausgesetzt sind. Wie immer unter Menschen klappt es mit der einen besser als mit der anderen.

Ich kann das nur unterschreiben, Pflegekraft ist Pflegekraft, sehe ich genauso.

Im häuslichen Bereich hat man selbstverständlich das Recht, nur weibliche oder männliche zuzulassen, denn man hat ja das Hausrecht. Man kann es im Pflegevertrag festlegen. Der Pflegedienst muss aber umgekehrt so einen Vertrag dann auch nicht unterschreiben, wenn er es nicht gewährleisten kann. Dieser Pflegedienst hat es geschafft, aber nur mit Aufpreis, warum das so ist, sollte eigentlich nachvollziehbar sein, welche Kosten da zustätzlich anfallen.

Der Betroffene kann den Vertrag ja jederzeit kündigen.

E&hemsa8ligXer Nuotzejr (#57x3012)


Ich habe Verständnis für die eher etwas wenig einfühlsame Reaktion, einfach weil ich selbst schon genug erlebt habe von Angehörigen, die die Arbeit nur erschweren und auch häufig genug die zu Pflegenden belasten.

Monika65

Gibt es sicher auch und mir ist auch klar, dass der Beruf nicht einfach ist . Hab da wirklich Verständnis dafür , nur darf man meiner Meinung nach, das Menschliche nicht aus den Augen verlieren. Ein Zugehen aufeinander , nicht gleich aus Prinzip abblocken sondern versuchen einen Weg zu finden , der für beide Seiten annehmbar ist , sollte doch möglich sein ?

Warten wir mal ab, was Kurt zu berichten hat :-)

MHonikxa65


Ich hatte schon den Eindruck, dass ein Weg gefunden wurde, denn sie hat ja nun weibliche Kräfte. Es steht ihr allerdings frei, den Pflegevertrag zu kündigen, und woanders zu schauen, ob da ohne Aufpreis das Gleiche möglich ist.

Hab da wirklich Verständnis dafür , nur darf man meiner Meinung nach, das Menschliche nicht aus den Augen verlieren

Glaube mir bitte, dass das wirklich immer wieder auch der Fall ist. Es gäbe viele zu verbessern, das sehe ich sehr, sehr häufig, nur nicht mit dem System wie es momentan ist.

S4ilYbermonxdauge


Ich bin keine Muslima, würde es aber im Pflegefall auch vorziehen, von einer Frau gepflegt zu werden. Sollte eigentlich auch möglich sein. Dass es immer dieselbe Person ist, gut, das ist leider schlecht möglich

(wenn ich mir überlege was die Mieten -ohne Zusatzleistungen-dort im betreuten Wohnen kosten, ist mir klar dass auch die Caritas sehr auf Gewinn aus ist)

K}urxt


Hast du den Pflegevertrag mal gesehen?

Nein, ich kenne die Familie nicht einmal persönlich und deswegen ist die Darstellung auch etwas schwierig und vielleicht sogar auch verzerrt oder falsch.

Die Mutter ist eine Kollegin meiner Freundin ... und sie spricht auch nicht so gut deutsch.

Ich habe davon vor allem deswegen erfahren, weil meine Freundin die Arbeitseinsätze plant und es bei dieser Kollegin besonders schwer ist, ihre persönlichen Wünsche (die ja verständlich sind) mit den Arbeitsabläufen in Einklang zu bringen.

Entsprechend kann ich Monikas Argumentation auch sehr gut nachvollziehen (ein extra Danke dafür), dass solche Extrawünsche tatsächlich einen erhöhten Aufwand erzeugen (können) ... sei es durch Änderung von Fahrtrouten, oder höhere Löhne von Mitarbeiterinnen, die diesen Wunsch nur in Form von Mehrarbeit hinbekommen.

In irgendeinem Satz ist jetzt auch mal etwas von zwei Pflegekräften gefallen.

Vielleicht kommt da auch ein anderer Umstand zum Tragen ...

Es sei denn, es gibt gute Gründe dafür. Ein guter Grund wäre z.B., wenn die Pflegebedürftige recht adipös / schwer/groß/ widerspänstig, agressiv und kräftig wäre und keine adäquaten Hilfsmittel ( Lifter etc) zur Verfügung stehen. Sprich, wenn der Job eben körperlich zu anstrengend für eine Frau wäre.

Da ich ja die Pflegebedürftige nicht kenne, kann ich es nicht sagen, aber vielleicht trifft ja widerspenstig zu ... jetzt nicht im Sinne von aggressiv, aber wenn diese in der Pflege mehr ein Spiel sieht und damit die Arbeit erschwert, das könnte dann die weiblichen Pflegekräfte veranlasst haben, in der Dienststelle entsprechend zu melden, dass sie (körperlich) überfordert sind, oder mehr Zeit für den Einsatz brauchen.

Und die Koordination von Einsatzteams mit zwei Kräften ist selbstverständlich teurer, schon wegen der zwei Löhne, aber auch, weil die Fahrtrouten solche speziellen Teams mit Sicherheit komplizierter/länger sind.

Ich fürchte, über die "stille Post" und weil die Caritas sich hier zu dem Fall ja nicht äußert (äußern kann) wird sich die Geschichte hier nicht mehr viel besser aufklären lassen.

Vielen Dank an alle, die sich gemeldet haben, ich habe jetzt eine besser Vorstellung von der "anderen Seite" der häuslichen Pflege.

Ich werde diese Informationen wieder "auf den Weg" bringen, vielleicht gibt es ja doch noch etwas mehr Licht im Dunklen.

Ich wünsche allen ein angenehmes Wochenende ... und für die Karnevalisten ... viel Spaß

E7he+maligepr Nutazer t(#57r30x12)


Glaube mir bitte, dass das wirklich immer wieder auch der Fall ist. Es gäbe viele zu verbessern, das sehe ich sehr, sehr häufig, nur nicht mit dem System wie es momentan ist.

Monika65

Ich glaub dir das , hatte auch längere Zeit Einblick und kenne beide Seiten mittlerweile gut. :-)

Mkonikxa65


Ja, ich ja auch, ich kenne die Angehörigenseite auch von meiner Mutter.

KDurxt


Hallo zusammen,

ich hatte die Karnevalstage frei und mal dazu genutzt, das "stille" aus der "stillen Post" heraus zu nehmen und mit der Mutter zu reden.

Es ist wohl so, dass die Tochter recht kräftig ist ... im Sinne von mehr, aber auch im Sinne von stark ... und nicht immer kooperativ ...

Da spielt wohl auch noch mit, dass der Verlust des Vaters noch nicht ganz so lange her ist und es seit dem wohl noch schwerer geworden ist.

Und in der Tat kommen jetzt zwei weibliche Pflegekräfte.

Also alles doch im korrekten Bereich.

Vielen Dank noch einmal an alle.

M oniQka6x5


Vielen Dank für die Rückmeldung.

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