» »

Alternative zur Heimunterbringung?

L/il@aALixna hat die Diskussion gestartet


Hallo,

eine Angehörige ist nach einem Schlaganfall vor rund einem halben Jahr, anschließendem Krankenhaus- und Rehaufenthalt in einem Pflegeheim untergebracht worden. Die Prognose war lange Zeit sehr schlecht, da noch weitere Vorbelastungen vorlagen.

Ihre Wohnung musste aufgelöst werden, eine Rückkehr schien eh niemals möglich zu sein.

Und dann kam alles anders als gedacht - die 91 Jährige wird von Woche zu Woche wieder fitter, kann sich selber pflegen, muss nicht mehr gefüttert werden und läuft wieder selbstständig. Alle sind sehr überrascht, was ein engagierter und fähiger Pysiotherapeut und der Lebenswillen der alten Dame noch ausmachen können. Die Pflegestufe wurde mittlerweile von drei auf eins reduziert.

Mittlerweile sieht man, dass die Heimunterbringung nicht das richtige für sie ist, sie ist "zu fit". Hat keine Lust sich in Gemeinschaftsaktivitäten einzubringen, das Betüddeln geht ihr auf die Nerven, sie will selbstständiger leben und fühlt sich wie in einem Krankenhaus.

Ich habe bisher keinerlei Erfahrung mit solchen Einrichtungen gehabt und hoffe auf ein paar Denkanstöße von euch.

Was gibt es für Lebensformen für Menschen, die im Alter nicht mehr alleine leben können, die aber "keine Lust" auf die Heimunterbringung haben?

Irgendwo habe ich mal etwas von "Senioren-WGs" gelesen, finde aber keine konkreten Informationen über Anlaufstellen, Finanzierung etc.

Was habt ihr für eigene Erfahrungen gesammelt?

Danke vorab und schöne Osterfeiertage @:)

Antworten
S;ilberm\ond*augxe


Meine Mutter lebt in einem betreuten Wohnen (AWO). Das sind eigene Wohnungen, wer Probleme hat dem wird geholfen, Pflegestufe I geht auch, es gibt mittags Essen wer will aber morgens und abends nicht. Es gibt verschiedene Arten "betreutes Wohnen"

Euhempalig{er Nutz(eYr (#2828x77)


Hier gibt es ein ganz tolles Wohndorf für Ältere und auch betreutes Wohnen in der Peripherie diverser Altenheime.

So kann man sich dann individuell sein "Paket" zusammenstellen.

S|oro%man


Betreutes Wohnen gibt's noch.

Was habt ihr für eigene Erfahrungen gesammelt?

Meine eigene Oma hat sich nach Schlaganfall leider nicht wieder so erholt. Sie blieb damit bis zu ihrem Tod ca. 15 Jahre im Pflegeheim (100m von unserer Wohnung). Mein Dad hat sie da jeden Tag besucht.

Bei den Senioren-WG übrigens aufpassen: auch manches eigentliche Pflegeheim gestaltet seine Zimmer/Abteilungen zu "Pseudo-Senioren-WGs" um. Teils aus kommerziellen Gründen.

Und mein 91-jähriger Großonkel: lebt allein in einer Wohnung und kommt da gut klar.

Mqonik#a*65


Das ist auch von Ort zu Ort etwas verschieden, bei uns zum Beispiel gibts in Bereich eines Pflegeheims auch Apartements für sogenannte Rüstige (wozu eigentlich Pflegestufe 1 nicht gehört). Unter betreutem Wohnen wird auch Unterschiedliches verstanden, von sehr selbstständigem Wohnen in barrierefreien Wohnungen bis hin zu regelmäßiger Unterstützung. Das Beste wäre, du würdest dich im Internet über die Möglichkeiten des Wohnorts informieren, in dem deine Angehörige lebt.

Ich würde an ihrer Stelle eine Unterbringung im Rahmen eines Pflegeheims vorziehen, da abzusehen ist, dass ihr jetziger fitter Zustand nicht von Dauer sein wird.

SXijlbejrmonldaxuge


Noch eine Frage: in dem derzeitigen Heim, was stört da genau ? MUSS man an Aktivitäten teilnehmen oder KANN man ? Hat man mittags keinen Hunger, kann man das Essen aufheben ? Muss man zu einer bestimmten Zeit ins Bett ?

LVilaaLinxa


Ich habe im Internet schon viel gesucht, es klingt aber alles so wage. Muss vermutlich einfach mal die Stellen abtelefonieren.

in dem derzeitigen Heim, was stört da genau ? MUSS man an Aktivitäten teilnehmen oder KANN man ? Hat man mittags keinen Hunger, kann man das Essen aufheben ? Muss man zu einer bestimmten Zeit ins Bett ?

Es sind sehr kleine Zimmer, die mit Pflegebett, Schrank und Tischchen eingerichtet sind, eigene Möbel sind nicht möglich und schon beim Anbringen von Bildern wurde gemeckert. Das ganze Zimmer wirkt sehr steril - ähnlich wie in einem Krankenhaus. Sie kann entweder nur im Bett liegen oder an dem Mini-Tischchen sitzen, da kann man aber z.B. nicht mal Zeitung lesen.

Klar, es gibt Aufenthaltsräume, aber da ist meistens viel los bzw. es wird "Programm" angeboten, worauf sie keine Lust hat.

Essen gibt es entweder nur in den Gruppenräumen oder im Bett, das Tablett passt nicht auf den Tisch. Die gesamte Station hat einen Kühlschrank, der ständig überfüllt ist. Wenn sie für sich mal etwas kühl stellen will, ist meistens kein Platz.

Es schränkt alles sehr ein und für so ein eingeschränktes Leben ist sie "zu fit".

Mxoni)ksa6x5


Ok, DAS klingt nun gar nicht so gut für eine Frau wie deine Angehörige. Es gibt durchaus Heime mit geräumigen Zimmern, eigenen Möbeln ( manche haben es sehr gemütlich) und Bildern. Schau dir die Heime einfach mal an und wie gesagt, manche haben auch Wohnmöglichkeiten für Selbststandige zusätzlich. Ich würde den großen Trägern den Vorzug gebenüber privaten Heimen geben.

MBonikax65


Wichtig auch, dass sie nicht unbedingt verlegt werden, wenn der Zustand sich verschlechtert.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Kranken- und Altenpflege oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH