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Was gehört in eine Pflegedokumentation im Pflegeheim???

f6allOend#eIs-bxlatt


Meine Schwester weiß auch nur, dass es nach 24 Std. nicht mehr zu löschen ist. Ich habe es nun der Heimleitung übergeben. Sie will sich kümmern, allerdings wären die Zuständigen zurzeit auf Fortbildung.....muss also noch abwarten.

Weniger "schludern" ....das haben wir auch gedacht. Doch meine Schwester ist vor vielen Jahren über einen

€-Job dort "hängen" geblieben. Ihr macht die Arbeit Freude und sie machte auch Fortbildungen, ist allerdings keine gelernte Kraft. Zu medizinischen Angelegenheiten kann sie nur minimale Auskunft geben. Sie pflegt sehr gerne und macht den Job mit Hingabe, da kommt es ihr auch nicht auf Überstunden an oder Zeiten die sie mal umsonst arbeitet....doch leider ist sie nur sehr selten im Trakt unseres Vaters. Das Personal nimmt keine Rücksicht darauf, dass ihr Vater dort liegt.

Nun haben ich in dem von uns angeforderten Pflegebericht auch noch gelesen, dass meinem Vater Marcumar verabreicht worden sei ??? ":/ . ich war ganz erschrocken, weil wir uns gegen diese Maßnahme ausgesprochen hatten. Er bekommt einen schwachen anderen Blutverdünner. Habe sofort meine Schwester informiert. Diese hat dann in der Abteilung nachgefragt. Nun heißt es, das war ein Versehen beim Eintrag. Man wäre in der Zeile verrutscht und das Medikament hätte eine andere Bewohnerin bekommen.....das nur zum Schludern.

Was würde ich noch alles finden, wenn ich die anderen Berichte nachlesen würde ???

Wir sind sehr verunsichert.

M,onikax65


Insgesamt hast du aber nicht viel Vertrauen, das wäre natürlich wichtig, sonst gehts dir nicht gut mit dem Heimaufenthalt deines Vaters. Vielleicht kann er in den anderen Trakt verlegt werden?

Fehler passieren immer wieder mal, sowas wie in der Zeile verrutschen, vergessene Lagerungseinträge. Und manchmal werden auch die Medikamente falsch gesetzt oder verabreicht, das kommt schon vor, weil Menschen Fehler machen.

Marcumar würde er dauerhaft ja nur bekommen, wenn der Arzt es verordnet hat, da man sich nicht darauf verlassen kann, dass man das erfährt, würde ich an der Stelle am Ball bleiben.

f5allendhes-blaxtt


In den anderen Trakt kann er nicht mehr verlegt werden. Die Beziehung zu seiner "Kleinen" ist zu eng. Er will sie nicht teilen....ist doch eifersüchtig und meint, sie wäre an 1. Stelle für ihn da ;-) finde ich aber auch "süß".

Vertrauen haben wir verloren, das stimmt. Es ist schon zu viel vorgefallen. Dass ihm das Essen nicht gebracht wurde, wenn er nicht aufstehen konnte, weil er sich schlecht fühlte, ihm gesagt wurde er wäre nicht in einem Hotel.

Obwohl im Vertrag steht, dass die Bewohner sich das Essen aufs Zimmer bringen lassen dürfen. Mein Vater ist ruhig und introvertiert, er meckert nicht, lässt es geschehen und hat nichts gegessen. Dann wurden ihm die Zwischenmahlzeiten genommen, weil er angeblich zu dick sei. Diese brauchte er aber wegen seinem Zucker. Dann wurde mit ihm zu unrecht gemeckert und als er mal was sagte, dass ihm der Ton nicht gefalle, da wurde ihm gesagt, er solle doch einen Beschwerde-Bogen ausfüllen. Das waren nur einige Beispiele.

Mein Vater ist privat versichert und wir zahlen knapp 4000,00 € im Monat und dann solche Vorfälle. In dieses Heim werde ich später auf keinen Fall gehen.

Meine Schwiegermutter lag im der Nachbarstadt 3 Jahre im Pflegeheim was wesentlich günstiger war. Dort gab es nie Probleme und alle waren sehr bemüht. Es war allerdings ein privates und kleines Heim und alle zufriedener.

Wir kennen also einen Unterschied. :)z

Fxizzl^ypuzzxly


Ich bin auch gelernte ZH, ist allerdings schon 30 Jahre her. Schon damals habe ich gesagt, ein Blatt Papier kann ich auswechseln wenn ich mich vertippt habe. Wenn ich als ZH während einer OP nicht aufgepasst hätte, wäre der Pat. der, der darunter hätte leiden müssen. Nach meinem Eindruck über die vielen Jahre, wird so manche Schludrigkeit heute als normal angesehen. Ausreden wie zu wenig Personal, Ausfälle wegen Urlaub, Krankheit und fehlendes Personal wegen Mutterschaft oder Fortbildungen ..... kann ich nicht mehr hören und werde das auch niemals akzeptieren. Diese angeblichen Probleme kann ich nicht nachvollziehen und wenn es tatsächlich diese Probleme gibt, so haben diese sich nach und nach eingeschlichen. So wurde einer guten Bekannten von mir - in der Altenpflege beschäftigt - der Arbeitsvertrag nicht verlängert, weil sie über die vielen Fortbildungen und dadurch bedingter Qualifikation, zu teuer wurde.


Wenn man bedenkt, das für einen Platz im Alters-, Pflegeheim heute mind. 4000,00 - ??? pro Person bezahlt werden müssen, frage ich mich, wie denn die Gelder verwendet werden. Es muss sich aber für die Betreiber lohnen, sonst wäre das nicht so ein heiss umkämpfter Markt. Pflegeeinrichtungen schiessen hier nur in unserem kleinen Dörflein wie Pilze aus dem Boden. Bei 4000,00 Euro monatl. würde ich in meiner Wohnung bleiben und könnte damit locker eine Rundumpflege finanzieren.

Das war ein Versehen beim Eintrag. Man wäre in der Zeile verrutscht und das Medikament hätte eine andere Bewohnerin bekommen

Ach ja, so einfach ist das. Wenn deine Schwester nicht nachgefragt hätte, wäre doch tägl. Macumar weiter verabreicht worden, oder? Entgegen deiner Anordnung. Zum Umgang mancher Pflegekräfte mit den Pat. will ich mich erst gar nicht äussern. Ist allgemein bekannt.


Und nein, ich akzeptiere das nicht, weil Menschen Fehler machen, sie erschöpft, ausgelaugt sind, sie den Kopf voll haben mit ihren eigenen Problemen. Wer in dieser Tätigkeit nicht mehr in der Lage ist, für einen ihm anvertrauten Menschen jeglichen Schaden abzuwenden, sollte sich eine andere Arbeit suchen.


Eure Verunsicherung kann ich gut nachvollziehen. Ich habe es nicht nur am eigenen Leib erfahren, sondern auch innerhalb meiner Familie, Verwandtschaft und Bekanntschaft, was Schludrigkeit nach sich ziehen kann.

Wenn es dich/euch auf Dauer belasten sollte, suche für deinen Vater eine andere Bleibe. Oder mache denen die "Hölle" heiss. Es kann, darf und sollte nicht sein, das man durch die Nachlässigkeit anderer selbst noch Schaden nimmt. Fällt mir gerade so ein: Wenn deine Schwester in dieser Einrichtung schon teilweise für lau arbeitet, könnte sie nicht die Pflege deines Vaters privat übernehmen? Natürlich nicht in dieser Einrichtung. Wenn sie dann noch einen Vertrag erhält mit allen Abgaben zur versicherungspflichtigen Beschäftigung, müsste das doch zu machen sein?


PS Wenn dich meine Zeilen belasten sollten :-X mehr. Ich kann mich jeder Zeit zurück nehmen oder ganz raus halten. Alles Liebe @:)

PDlüsch^b6iesxt


Zum Thema Medikamente für alte Leute, mein Großvater bekam von seinem Hausarzt im Laufe der Jahre immer mehr Medikamente verschrieben. Zunächst hat meine Mutter ihm die auch regelmäßig gegeben.

Aber die Nebenwirkungen waren aber zum Teil nicht auszuhalten, unter anderem ein immenser Bewegungsdrang.

Ständig ging es Treppe rauf, Treppe runter, ab nach draußen, ab in den Keller, Tür auf, Tür zu, Rein, Raus.

Und oft war er im Dorf unterwegs und hat sich bei irgendwelchen Leuten eingeladen.

Dauernd musste jemand los und ihn suchen, das war kein Zustand.

Meine Mutter hat dem Arzt klipp und klar gesagt, er bekäme keine Medikamente mehr.

Sein immenser Bewegungsdrang hat schlagartig aufgehört und er hat noch mehrere Jahre gelebt.

Abgesehen von einer leichten Altersdemenz ging es ihm gut.

Man muss Menschen die am Ende ihres Lebens angelangt sind nicht um jeden Preis mit Medikamenten vollstopfen.

M<onMiaka6x5


Dieses Pflegepersonalbashing ist mir ein Rätsel. Vielleicht sollte jeder mal eine Zeitlang in diesem Job arbeiten, um das wirklich beurteilen zu können.

f@all]endeas-blDaxtt


@ Monika65

Ich möchte auf keinen Fall ablästern oder angreifen. Doch mein Vater steht mir näher als das Personal und es tut mir in der Seele weh, wenn so mit ihm umgegangen wird, wie oben beschrieben. Ich bin Erzieherin (Kinder 2-6 Jahre und integrative Kinder) und auch die Kinder können nerven oder oft noch mehr die Eltern. Wir jagen auch durch den Alltag, müssen dokumentieren, Elternveranstaltungen planen und durchführen und trotzdem die Kinder an 1. Stelle setzen. Doch niemals werde ich ausfallend oder verliere Ruhe und Geduld. Jeder hat seine Probleme und seine eigenen Art damit umzugehen. Nur im guten menschlichen Miteinander kann man aufeinander zugehen. Dazu gehört auch, sich mal zu entschuldigen, wenn Fehler passiert sind und sich nicht hinter fadenscheinigen Ausreden zu verstecken.

Als ich mal nicht gut zufrieden war, habe ich die Gruppenleitung abgegeben, weil ich meiner Aufgabe nicht mehr gerecht werden konnte. Ich kann doch nicht meine Kümmernisse an Eltern und Kindern auslassen. Doch das erlebe ich im Pflegeheim oft. Das Personal ist so gestresst (kann es auch nachempfinden), dass es zu unnötigen Fehlern kommt. Es gibt viele liebe und verantwortungsbewußte Pflegerinnen und Pfleger, ganz bestimmt, die hat mein Vater auch an seiner Seite. Schwer machen es nur die Personen, die nix "lernen" wollen, sich über alles stellen und einfach stur sind. Damit machen sie sich keine Freunde und sie lassen es darauf ankommen, dass die Angehörigen sauer reagieren. Und dann leidet das ganze Personal darunter, weil ständig die Stimmung kippt.

Das stresst dann zusätzlich.

Bitte verstehe es nicht falsche, wenn hier der Frust rausgelassen wird. Ich habe inzwischen das Gefühl, es geht mir damit besser. Und besser hier "klagen" als beim Personal.

So seelisch befreiter durch das Schreiben gehe ich heute viel gelassener ins Pflegeheim. :)z :)^

@Fizzlypuzzly und @Plüschbiest schreibe später noch einmal.

Euch allen einen schönen Tag :)D

Skünxtje


ist doch klar Monika, gegenüber Ärzen mag nicht jeder so auftreten, aber gegen das Pflegepersonal ist das Schimpfen einfach.

Und du weißt aus deinem Alltag im Heim ebenso wie ich aus meinem im Krankenhaus, dass sehr oft eigene Schuldgefühle, eigene Unsicherheiten irgendwo inmüssen und da bietet sich das Pflegepersonal eben an 8-)

fFallendFes-blaxtt


@Süntje

Ich schimpfe nicht mit dem Personal, bin auch Ihnen gegenüber im Gespräch fair und bemühe mich Kompromisse zu finden. Ich ärgere mich nur über Dinge, die passieren, obwohl sie hätten vermieden werden können.

Ich bringe dies dem Personal sachlich gegenüber zum Ausdruck (hab ja meine Schularbeiten gemacht ;-) )

Schuldgefühle und Unsicherheiten zu diesem Thema kenne ich nicht und stehe auch zu meinen Fehlern, wenn Kritik berechtigt ist. Dies wünschte ich mir auch von anderen. Ich bin ein sehr reflektierter Mensch.....und zu meinem "Unglück" auch noch jemand dem 100% oft nicht genug sind :-/

Das ist wohl ein Problem meinerseits, weil ich die Leistung die ich bringe auch oft von anderen verlange. Da die Menschen aber nicht alle gleich sind, werde ich mich da wohl ein wenig zurück nehmen müssen, um es dem Pflegeheimpersonal nicht zu schwer zu machen |-o

Doch das was du schreibst kenne ich auch von Gesprächen mit Eltern. Ihre Schuldgefühle, in der Erziehung etwas falsch gemacht zu haben übertragen sie auf uns, bzw. versuchen sie es.

Mit uns wird auch schneller gemeckert, als mit den Therapeuten :)z

Doch da ich inzwischen meine eigenen Kinder groß habe, kann ich da gut drüber stehen. :-D

f[aAllendes-3bla"tt


@Fizzlypuzzly

Ich kann nachvollziehen was du meinst. Du gehörst auch noch zu der "Spezies" ;-) die alles mit Eifer und

100 %igem Einsatz machen (wollen).....oder??

Da gehst es dir sicher so wie mir. Doch so wie mir eine Psychologin sagte:

"Heute geht 100%iger Einsatz gar nicht mehr. Alles ist zu schnelllebig, unterliegt Veränderungen und die Zeit ist viiiiel zu knapp. Die jungen Leute kommen mit der Veränderung besser zurecht. Sie werden damit "groß". Wir gehören zu der Generation, die noch 100%iges Arbeiten erlernt hat und sich nun schwer umstellen kann".

Meine Gedanken dazu waren: :=o Deshalb muss die Arbeit auch dokumentiert werden, damit es nach außen aussieht, als würden zu 100% gearbeitet, .......aber die Zeit erlaubt es gar nicht. %-|

Als mein Vater ins Pflegeheim kam, haben wir ihn gefragt, ob er in seiner Wohnung bleiben will, oder in ein Heim. Er hat sich für das Heim entschieden, weil er dort mehr Ansprache hat als zuhause mit einer Kraft, die vielleicht nicht einmal richtig Deutsch spricht. Meine Schwester konnte ihn nicht pflegen. Sie ist alleinerziehend und auf ein geregeltes Einkommen angewiesen. Wenn man zuhause betreut, ist das Geld der Pflegekasse viel weniger. Das hätte für sie und den Sohn nicht gereicht. Wäre die finanzielle Seite besser gewesen, hätte sie es sicher sehr gerne gemacht.

@Plüschbiest

Das mit der Unruhe durch die Medikamente ist ein guter Hinweis. Da frage ich mal den Arzt, ob er Medikamente bekommt, die diese Unruhe auslösen können.

Und noch eine Nachricht. Habe eben im Pflegeheim erfahren, dass der Eintrag über "meine Gesundheit" im Pflegebericht meines Vaters nicht mehr gelöscht werden kann. Es liegt zu lange zurück (seit dem 11. April) Eine Änderung wäre nun Urkundenfälschung.

Ich bin schon sehr enttäuscht und verärgert und traurig und vieles mehr :°( ........doch ich habe mich dann dazu entschlossen, die Entschuldigung der Fachkraft anzunehmen, damit es wieder "ruhiger" wird und mein Vater nicht unter der Stimmung zu leiden hat.

MxitteFrn8chxt


Nabend *:)

Ich hab in meinen ganzen nun bald 7 Jahren in der Pflege noch keine Doku gesehen wo etwas von Krankheiten der Angehörigen steht! ":/

Dass man das nachträglich nicht mehr löschen kann mag sein, aber um dich vielleicht ein bisschen zu "beruhigen": Ich glaube das Personal interessiert es nicht welche Krankheiten du hast, denn erstens schauen in die Stammdaten/Verordnungen und Co eh zu 99% nur die Fachkräfte rein und die haben andere Sorgen und zweitens haben auch die Pflegehelfer andere Sorgen als aus Spaß an der Freude zu gucken wer wann wo welche Krankheiten hat.

Wenn es jemandem auffällt wird vielleicht kurz gestutzt und sich gefragt "Hä, was soll das hier in den Daten" und dann wird weiter gemacht.

Diese Pfleger die einfach Essen hinstellen und gehen, die die einfach zu faul sind was zu bringen oder die die sagen "Ach Bew. XY ist eh schon zu dick und braucht keine Zwischenmahlzeit" hab ich auch erst in den zwei Monaten hier in meinem neuen Heim kennen gelernt, aber die gibt es leider wirklich....

Als Angehörige kannst du da nur mit den Betreffenden sprechen und wenn das nichts hilft zur Leitung gehen und das ansprechen.

Wobei ich mich frage : Hat dein Vater gesagt, dass man ihm nichts gebracht hat oder hast du es live erlebt?

Denn nach dem was du schreibst ist dein Vater auch nicht immer ganz klar dabei, da heißt es dann bei den Angehörigen so und in Wahrheit schaut es dann wieder ganz anders aus, wir Pfleger haben dann meist verloren....

Was die Sache mit den Medikamenten angeht:

Sag der zuständigen Bezugspflegefachkraft, dass du zuerst gefragt oder wenigstens informiert werden möchtest wenn Medis geändert oder neu verordnet werden, dann kannst dich einmischen, bevor die ausgegeben werden und du kannst hinterfragen!

Klar werden da auch einige Fachkräfte mit den Augen rollen, weil es mehr Arbeit ist erst dich zu kontaktieren und zu sagen "Wir würden gerne Medikament XY ansetzen/absetzen", aber du hast ja nun mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht und es ist dein gutes Recht!

Wenn sie sich nicht daran halten, dann eben wieder zur Leitung und da auf den Tisch hauen!

Dieses ewige "Wir zahlen viel Geld und da kümmert sich keiner" usw angeht:

Ja, auch wir Pfleger wissen, dass die Heimplätze teuer sind, aber davon sehen wir nichts, also arbeiten wir in einem teueren Heim nicht automatisch besser oder schlechter!

Es liegt individuell an jedem Heim, an den Chefs und den Teams der einzelnen Stationen ob sie mit Empathie und Verständnis an die "Arbeit" also den Menschen ran gehen oder einfach nur ihre Zeit abarbeiten!

FeiXzZzlypvuzzlxy


@ Monika

@ Süntje

Ich habe auch ein Jahr Pflegebedürftige mitversorgt. Wie hart das ist, weiss ich nur zu gut. Viele von denen,

die in diesem Beruf tätig sind, sind nach 10 - 20 Jahren mitunter selbst körperlich und seelisch einfach fertig. Ich hatte und habe immer großen Respekt vor denen, die diese Tätigkeit ausüben. Und wenn man ehrlich ist, diese "Vorfälle" gibt es doch zuhauf. Es kommt nur nicht so deutlich zum Vorschein, weil diese Menschen eben keine Lobby haben. Und wenn es keine Angehörigen gibt, oder diese sich nicht kümmern wollen oder können, wer sollte es denn sonst tun? Tatsache ist auch, dass jede Helferin, jede Krankenschwester, jede Sekretärin immer die direkt erreichbaren Ansprechpartner/innen sind. Ich denke das jeder mal für sich die Erfahrung gemacht hat, wie schwer es ist die "Herrschaften" in den oberen Etagen zu erreichen.


Misstände gibt es überall, umso wichtiger ist es - und gerade in diesen Einrichtungen - diese anzusprechen und umgehend zu ändern, vor Ort mit allen Beteiligten. Diesen Misstand hat fallendes-blatt geschildert. Daraufhin habe auch ich meine Erfahrungen mit eingebracht. Und dabei war es nicht meine Absicht, einen kompletten Berufsstand zu verunglimpfen. Wenn das so angekommen ist, Sorry.


Bitte nehmt es nicht als persönlichen Angriff, denn niemand - zumindest ich - wusste nicht welche Tätigkeit Ihr ausübt. Jetzt weiss ich es, würde allerdings niemals auf die Idee kommen, und den von fallendes-blatt geschilderten Vorfall auf Euch zu münzen. Und nein, ich hatte und habe kein Problem auch einem Prof. meine Meinung zu sagen.

f_allegndes*-blxatt


Ja, auch wir Pfleger wissen, dass die Heimplätze teuer sind, aber davon sehen wir nichts, also arbeiten wir in einem teueren Heim nicht automatisch besser oder schlechter!

:)_

Da hast du recht......in dem günstigern Heim wurde sogar motivierter gearbeitet, obwohl das Personal dort weniger verdiente.

Mein Vater berichtete selbst von der Mahlzeit, die ihm nicht gebracht wurde, aber seine Medikamente wurden geholt, weil er darauf bestand. Eigentlich hätte das Essen dann auch mitgebracht werden können. Er konnte zu dem Zeitpunkt ja auch noch alleine essen.

Die Aussage meines Vaters stimmte....wir kennen die Pflegekraft privat und wissen, dass sie solche "Klopfer" bringt. Hier im Dorf kennen sich nun mal alle, da bleibt nix verborgen 8-) da kommen öfter mal solche Rückmeldungen von anderen Angehörigen.

Aber ich weiß auch, dass es Bewohner gibt, die alles sagen, nur um ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Zu dem Zeitpunkt mit dem verweigerten Essen war mein Vater auch noch gut drauf. Verschlechter hat sich sein Zustand nach der Obeschenkel-OP im Oktober 2015. Die Narkose hat in sehr verwirrt. Dann hatte er im

Febr. 16 einen verstopften Dünn-Darm, das Essen wurde nicht mehr transportiert. Der Darm war wie tot. Er wollte keine OP mehr und nach 4 Tagen mit schweren schmerzhaften Einläufen haben es die Ärzte und das Personal geschafft, dass sich der Dünn-Darm entleerte. Doch meinem Vater hat dies trotz der positiven Wende auch geschadet, bzw. seiner Psyche. Doch der Pfleger war so erleichtert für meinen Vater, dass er kurz vor dem Weinen stand :)*

Mein Vater ist aber nicht immer verwirrt. Hat oft klare Gedanken und wir können uns normal mit ihm unterhalten.

Weil er nun nicht mehr aufstehen kann, seine Muskeln haben sich in den 2 "Liegewochen" stark zurück gebildet meinte er heute zu mir, ihm wäre immer so langweilig. Es ist schrecklich zu sehen, dass er Stunde um Stunde alleine im Zimmer liegt und nur so wenig Ansprache hat. Wir machen Besuche so oft es geht. Trotzdem habe ich heute noch den Pysiotherapeuten und dem Ergotherapeuten Bescheid gegeben, dass mein Vater mobilisiert werden soll. Und wenn er nur Massage bekommt, Hauptsache es wird mit ihm etwas gemacht und er hat eine Aufgabe. Er will es auch, freut sich auf die Besuche mit Sportangebot :-D

fkalle0n5de}s-blxatt


@Fizzlypuzzly

Ich finde, du hast die Sache auf den Punkt gebracht.

Selbst meine Schwester äußert sich in diese Richtung, obwohl sie die Kolleginnen gut versteht.

Wenn die Dinge nicht angesprochen werden, ändert sich nix, rein gar nix.

Es kommt doch immer nur auf den Ton an und auf die Wertschätzung, die man trotzdem pflegen kann, auch wenn es mal unangenehme Dinge anzusprechen gibt.

Ftizzlyp#uuz|zly


@ fallendes-blatt

Stimmt 100%ig, mit den 100%, gut erkannt @:)

Ja ich gehöre wohl zu diesen "aussterbenden Dinos" ;-D . Habe mich aber immer schon - von Kindesbeinen an - für benachteiligte Menschen eingesetzt. Umstellen kann und will ich mich auch nicht mehr, weil es ein wesentlicher Teil von mir ist. Ohne diesen Teil meines Wesens wäre ich ohne Wurzeln.

@ Mittern8cht

Es liegt individuell an jedem Heim, an den Chefs und den Teams der einzelnen Stationen ob sie mit Empathie und Verständnis an die "Arbei" also den Menschen ran gehen oder einfach nur ihre Zeit abarbeiten!

:)^ :)^ :)^

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