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Was gehört in eine Pflegedokumentation im Pflegeheim???

S^üntXjxe


Dann wurde mit ihm zu unrecht gemeckert und als er mal was sagte, dass ihm der Ton nicht gefalle, da wurde ihm gesagt, er solle doch einen Beschwerde-Bogen ausfüllen. Das waren nur einige Beispiele.

genau das würde ich auch sagen, ich verweise auch immer auf den Beschwerdebogen und bitte jeden unzufriedenen Patienten, sich bitte schriftlich zu beschweren, das wird nämlich durchaus dann an höherer Stelle, also etwas höher ;-) zur Kenntnis genommen.

Und nein, ich akzeptiere das nicht, weil Menschen Fehler machen, sie erschöpft, ausgelaugt sind, sie den Kopf voll haben mit ihren eigenen Problemen. Wer in dieser Tätigkeit nicht mehr in der Lage ist, für einen ihm anvertrauten Menschen jeglichen Schaden abzuwenden, sollte sich eine andere Arbeit suchen.

wo Menschen arbeiten passieren Fehler, ob du das akzeptierst oder nicht.

Was ist das für ein Anspruch, dass Pflegende fehlerlos arbeiten sollen? Dann müssten sich tatsächlich alle eine andere Arbeit suchen, dann würde niemand mehr irgendwo gepflegt, verarztet oder sonstiges.

Sag der zuständigen Bezugspflegefachkraft, dass du zuerst gefragt oder wenigstens informiert werden möchtest wenn Medis geändert oder neu verordnet werden, dann kannst dich einmischen, bevor die ausgegeben werden und du kannst hinterfragen!

Klar werden da auch einige Fachkräfte mit den Augen rollen, weil es mehr Arbeit ist erst dich zu kontaktieren und zu sagen "Wir würden gerne Medikament XY ansetzen/absetzen", aber du hast ja nun mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht und es ist dein gutes Recht!

Ist das im Heim tatsächlich Aufgabe der Pflegekräfte? Wenn Medikamente geändert oder neu verordnet werden, dann ist das Arztsache und wenn er dazu die Einverständnis eines gesetzl. Betreuers braucht, dann ist es im Heim nicht Arztsache, das zu regeln?

Monika65? Weißt du das?

fallendes Blatt, ist eine Mobilisation in den Pflegerollstuhl auch nicht mehr möglich?

M5itteLrn8chxt


@ Süntje

Klar ist die Medikation Sache des Arztes, aber der Arzt kommt ja nicht von alleine drauf, dass was neues an oder was altes abgesetzt werden muss oder?!

Also geht man dann als PFK in meinem vorgeschlagenen Fall ERST zur Tochter/Sohn erklärt die Lage und erst wenn die dem zustimmen spreche ich den Arzt an!

So zumindest meine bisherigen Erfahrungen!

@ fallendes Blatt

Wieso ist dein Vater denn 24/7 in seinem Zimmer?

Was ist mit einer Mobilisation in einen Rollstuhl/ Cosy Chair, sodass er draußen in Gesellschaft sein kann?

Bzw wie rechtfertigen die Pfleger die Tatsache, dass er jetzt nur noch im Bett ist?

f"allend|es-blUatxt


Mittern8cht

Es wäre zu anstrengen für meine Vater, wenn er in den Maxi Cosi kommt, meinte das Personal. Wenn wir es wünschen, dann würden sie es machen. Ich denke, es ist zu viel Aufwand, denn die Pflegekraft betonte noch, dass

für diese Aktion 2 Personen gebraucht werden. :°(

Er ist aber noch einigermaßen ansprechbar und merkt, dass niemand da ist. Er sagte auch schon...."jetzt bin ich wieder ganz alleine". Das ist schwer zu ertragen, für uns.

Heute hat er Geburtstag und muss/soll im Bett bleiben. Er gibt Kuchen aus und kann nicht dabei sein :|N Ich werde nochmal anrufen. Muss jetzt aber zur Arbeit. Am Samstag feiern wir mit allen Kindern, dann soll er in den Maxi Cosi. Im Rollstuhl würde er sich nicht mehr halten können, wurde uns gesagt. Sie hätten es versucht. Er kann nicht mehr alleine stehen, weil seine Muskulatur zu schwach ist.

Ich hoffe, die Therapeuten können noch einiges "Bewegen".

Bis später *:)

Mwonxika6x5


2 Personen braucht man, wenn man keine Hilfsmittel einsetzt, wie Lifter und Aufstehhilfe, ist bei manchen Personen aber auch etwas schwierig, weil es auch mal schmerzhaft sein kann oder Angst auslöst. Viel wichtiger ist, ob sein Kreislauf im Pflegestuhl noch mitmacht. Ich nehme an, dass die Hilfsmittel vorhanden sind?

Wie alt ist dein Vater? Möglicherweise kämpfst du etwas gegen Windmühlen, denn eine Zustandverbesserung ist im hohen Alter nicht zu erwarten. Damit haben viele Angehörige Probleme, das Unvermeidliche zu akzeptieren.

fNalxlendesT-_blatt


Mein Vater wird heut 85 Jahre. Wir akzeptieren es, dass es immer weniger wird und sein Ende voraussehbar ist. Er wurde im letzten halben Jahr schon 3 x "aufgegeben". Doch er berappelt sich immer wieder und sagte vor

2 Wochen... "meine Zeit ist noch nicht gekommen". Er will noch leben und kämpft um jeden Tag.

Einen Lifter haben sie im Heim und mein Vater möchte auch unter Menschen. Man kann ihn doch nicht so alleine im Zimmer vor sich hinvegetieren lassen. Da haben es ja die Tiere auf dem Gnadenhof besser.

Kein Mensch kann ohne Kommunikation überleben.....sollen wir ihn nun sich selbst überlassen und in Kauf nehmen, dass der Tod dadurch schneller kommt, weil er vereinsamt? Das ist es was wir nicht akzeptieren können. Seine Zimmertür ist immer verschlossen, damit niemand von den anderen Bewohnern in sein Zimmer geht, die sich verlaufen könnten.

Bei meiner Schwiegermutter stand immer die Türe auf, damit sie sich wenigstens noch ein wenig dazu gehörig fühlte, Geräusche und Stimmen wahr nehmen konnte und sich nicht so alleine und einsam fühlte. Sie war viel viel schlimmer dran mit ihrer Demenz, wurde aber trotzdem gut umsorgt, auch noch als sie gar nicht mehr bei sich war. Die Türe war immer offen. Mein Vater hört und sieht nichts, hört nur seinen eigenen Atem oder mal Musik, wenn das Personal dran denkt das Radio anzustellen. Um das zu ertragen ist er noch zu klar im Kopf.

Sein Kreislauf ist gut, nur die Muskeln schlaff. Er sitzt ja auch im Bett und als ich da war trank er seinen Kaffee aus dem Schnabelbecher alleine. Er verschluckt sich nur schnell, wenn zu viel Kaffee auf einmal in den Mund läuft. Dann dicken wir ihn etwas an.

Meine Schwester bat nun telefonisch darum unseren Vater beim Kaffeetrinken in den Aufenthaltsraum zu bringen, ob mit Bett oder "maxi Cosi", egal, Hauptsache er ist dabei. Die Fachkraft war nicht begeistert, wie meine Schwester sagte. Was nun passiert werden wir sehen. Ich hoffe, er kann heute ein wenig Freude tanken.

MTonik\a65


Das mit der offenen Tür finde ich gut, habe ich auch öfter schon so gemacht. Alltagsgeräusche hören, stelle ich mir auch schöner vor als nur einen laufenden Fernseher. (was auch bei vielen Leuten so gemacht wird). Normalerweise sollten da nicht so viele Leute herumlaufen, die sich verlaufen haben und selbst wenn, wo ist das Problem? Das Argument verstehe ich also gar nicht.

Kein Mensch kann ohne Kommunikation überleben.....sollen wir ihn nun sich selbst überlassen und in Kauf nehmen, dass der Tod dadurch schneller kommt, weil er vereinsamt

Dafür ist ja auch der soziale Dienst da, ihr könntet zudem versuchen, einen ehrenamtlichen Besuchsdienst zu bekommen. Ich gehe mal davon aus, dass es in diesem Heim einen Sozialdienst und Betreuungskräfte gibt, das ist zwar nicht viel Ansprache, aber immerhin.

Es gibt sehr, sehr viele alte Menschen, die ihre letzten Jahre ausschließlich im Bett verbringen und nicht mehr "unter die Leute" gebracht weren können. Zumal diese Leute wiederum oft keine so tollen Gespräche mehr führen können. Es ist nicht einfach, diesen Zustand zu akzeptieren, ein wirklich lebenswertes Leben nach unseren Maßstäben ist das sicher nicht mehr. Aber es IST so, was soll man da machen? So schön ist alt werden eben dann doch nicht.. :-(

Zudem kenne ich etliche BEwohner, die freiwillig und lieber alleine in ihrem Zimmer sind. Sie unterhalten sich dann mal mit Besuchern oder dem Pflegepersonal.

Eine Doppelzimmer könnte auch eine Lösung sein.

Aber wenn er Mobilisierbar ist mit dem Lifter, dann sollte das ja auch mal möglich sein. Die Hilfsmittel sind unbeliebt beim Personal, weil ihre Anwendung viel Zeit kostet, und die Bewohner mögen es meistens auch nicht. Aber bevor man sich permanente Rückenschmerzen einhandelt, muss man es eben so machen. Wie gesagt, zeitaufwändig. Wende dich gegebenenfalls an die Pflegedienstleitung.

foall%endews-blxatt


@Monika65

Vielen Dank für deine Gedanke, Ideen und Vorschläge, werde morgen noch einmal ausführlicher dazu schreiben.

Bin total platt. Hatten heute mit der Heimleitung und 2 Fachkräften ein Gespräch, in dem sie um mehr Vertrauen von unserer Seite baten.

Es war so ein Schwall von Infos, dass mir der Kopf schwirrt. Muss erst einmal sortieren und nachdenken.

Wünsche allen eine schönen Abend :)D *:)

M7onvikax65


Ist das im Heim tatsächlich Aufgabe der Pflegekräfte? Wenn Medikamente geändert oder neu verordnet werden, dann ist das Arztsache und wenn er dazu die Einverständnis eines gesetzl. Betreuers braucht, dann ist es im Heim nicht Arztsache, das zu regeln?

So ganz verstehe ich deine Frage nicht? Medis werde nur vom Arzt geändert, die Fachkräfte im Heim können allerdings den Arzt kontaktieren und Beobachtungen schildern, bzw. sollen das ja auch. Die Betreuer können natürlich in Abstimmung mit dem Arzt darauf Einfluss nehmen.

f-alleindes*-bNlaxtt


Hallöchen zusammen, heute bin ich wieder ein bisschen entspannter.

Im Pflegeheim gibt es Präsenzkräfte. Mein Vater wurde eingestuft nach §85 a.....(glaube, dass der § das ist).

Doch da diese Kräfte sich um sehr viele kümmern müssen, werden die Bewohner dann zusammen in einem Raum beschäftigt. Bisher nahm mein Vater dann am Stammtisch teil oder beim Skat-Spiel. Das geht nun nicht mehr. Nun erhält er gelegentlich Basale Stimulation. Vorlesen oder andere Beschäftigungen mit der zuständigen Kraft mag er nicht, da er ihre Stimme nicht mag :-/ . Es ist eine sehr fürsorgliche und engagierte Kraft, doch mein Vater wird ganz unruhig, wenn er sie sprechen hört. Andere soziale Dienste gibt es dann nur für die "Extra-Gruppenbetreuung". Daran kann er auch nicht mehr teilnehmen. Bevor er ans Bett "gefesselt" war, ging er auch gerne alleine auf sein Zimmer. Er entschied so, wie er es brauchte. Er ist nicht der große Unterhalter, erfreut sich aber immer an den Dingen, über die sich andere Bewohner oder Personal unterhielten und erzählte uns dann davon, so als wäre er intensiv an den Gesprächen beteiligt gewesen. :-D

Wir haben nun noch nicht den richtigen Weg gefunden, um seine Psyche zu stabilisieren/stärken.

Das Gespräch mit dem Pflegepersonal empfand ich gestern irgendwie "merkwürdig" ":/

Zuerst wurden wir gefragt, wie unsere Wünsche und Bedürfnisse wären, damit es auch uns gut geht und wir zufrieden mit ihrer Arbeit sind. Doch all unsere Wünsche konnten nicht umgesetzt werden. Es gab immer Gründe, dass es nicht gemacht werden könnte. Stattdessen wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass wir mehr Vertrauen haben sollten, sie würden schon alles zum Wohle des Bewohners tun. All die Dinge die uns aufgefallen waren, die wir nicht nachvollziehen konnten wurden in Verteidigungsposition abgewehrt.

Mir kam es dann gar nicht mehr so vor, als ob unsere Wünsche gefragt wären, sondern, dass das Gespräch dazu dienen sollte, die Arbeit im Heim in ein gutes Licht zu rücken.

Aussagen waren unter anderem:

1. Türen stehen gelegentlich offen, wenn es den Bewohnern nicht gut geht. Es wird ein Tuch zwischen die Tür geklemmt (von Griff zu Griff). Ansonsten werden sie geschlossen gehalten. Viele Bewohner mögen es nicht, wenn die Türe offen ist.

2. Fernseher und Radio werden nur gelegentlich angestellt, nach Möglichkeit gar nicht. Das Heim ist keine Rundfunkstation.

3. Medikamente sollen auch weiter gegeben werden, wenn starke Nebenwirkungen auftreten, weil sich der Patient mit der Zeit daran gewöhnt, bzw. sein Körper. Der Arzt kann jederzeit von den Angehörigen informiert werden.

4. Aus dem Bett nehmen und in den Maxi-C. setzen kann zur Ohnmacht führen, weil der lange liegende Patient dann eine Blutleere im Kopf bekommen kann, bzw. sein Kreislauf versagt. Deshalb setzen die Fachkräfte nur ungern diese Möglichkeit ein.

5. Präsenzkräfte suchen unseren Vater im Zimmer auf (Präsenzkraft, die mein Vater nicht mag. Diese ist aber für ihn zuständig)

6. Auch das andere Personal geht gelegentlich ins Zimmer uns schaut, wie es ihm geht.

Das waren so die wichtigsten Aussagen, die ich aus dem Gespräch mitgenommen habe.

Ich habe nie gesehen, dass die Türe aufstand und nur ganz selten mal Personal kam. Als mein Vater nicht mehr alleine zur Toilette gehen sollte, wegen der Sturzgefahr, dauerte es manchmal 30 bis 40 Min. bis jemand kam, wenn er geläutet hatte.

Das hat er nicht nur erzählt, sondern, wir haben es selbst erlebt, wenn wir zu Besuch waren.

Es war für uns auch verständlich, wenn nur 2 Kräfte und eine Praktikantin da waren für so viele Bewohner.

Nur uns kann dann niemand erzählen, dass sich nun mehr Zeit da ist, seitdem mein Vater im Bett liegen muss.

Wenn er wenigstens den Fernsehschalter am Bett liegen hätte....er schaltet ja noch selbständig. Doch dieser liegt immer auf dem Tisch und er kann nicht dran.

In den letzen 2,5 Wochen habe ich nur einmal das Radio eingeschaltet vorgefunden und wir waren sehr oft im Heim, weil es unserem Vater nicht gut ging.

Auf seinem Geburtstag wurde er aber in den Maxi-Cosi gesetzt und war 2,5 Stunden im Aufenthaltsraum. Er war beim Kaffeetrinken dabei, zwei Pastore kamen, einer spielte Gitarre und sie sangen zusammen.

"Das war ein schöner Tag und ich habe mich so gefreut, mal wieder aus dem Bett zu kommen. Doch jetzt bin ich auch kaputt", waren seine Worte als man ihn um 17.00 Uhr auf sein Zimmer brachte.

Ich habe mich so für ihn gefreut. Nun freut er sich auf morgen, wenn die Großfamilie kommt und wir zusammen feiern. Er wird mit dem Bett in den Festraum gefahren. :-D

Ich hoffe, wir können ihm noch öfter so eine Freude bereiten.

Jedenfalls haben wir darum gebeten, dass er wenigstens 2-3 mal die Woche mit in den Speisesaal kommt. Krankengymnast und Ergotherapeut sorgen für einen stabilen Kreislauf.

Ob es umgesetzt wird wissen wir noch nicht.

Wenn unser Vater nicht mehr so klar wäre (nicht immer, aber sehr oft), wenn wir mit ihm sprechen, dann wäre das auf dem Zimmer bleiben sicher auch kein Problem für uns. Er würde es vielleicht gar nicht so spüren. Doch er kann seine Wünsche und Befindlichkeiten noch so genau an- und aussprechen, dass es uns eben Kummer bereitet, dass wir nicht mehr für ihn tun können, wo er doch sein ganzes Leben für uns da war :)*

Ich kann alles nachvollziehen, was im Heim so abläuft. Die Schwere der Aufgaben, welche dort bewältigt werden müssen, die körperlichen Anstrengungen, die ständige Auseinandersetzung mit dem Tot, der Zeitdruck, die vielen Dokumentationen, die Klärung mit nervigen Angehörigen (wie wir :=o ) und sicher vieles mehr.

Die Kräfte machen ihre Arbeit sicher gut....nach Plan und geradeaus.

Mir fehlt einfach die Pflege der Seele, Mitgefühl zeigen und auch mal Verständnis für die Angehörigen, für die dieser Zustand kein tägliches Brot ist. Oft hilft dies schon beim aufeinander Zugehen.

Nichts ist so perfekt, dass nicht doch mal hier und da noch etwas verändert werden könnte.

Vielleicht dient dieser Weg, den wir zurzeit gehen mal dazu, dass unsere Kinder anderes damit umgehen, wenn wir denn mal im Pflegeheim "ankommen" sollten.

*:)

MyoniZkxa65


Also manches kann ich gut nachvollziehen, anderes finde ich unmöglich. Dazu zählt jegliche Art Bevormundung hinsichtlich Tür auf oder zu, Fernseher, Radio, das hat nach den Wünschen des Bewohners abzulaufen und die Fernbedienung gehört in Reichweite. Kann ich echt NULL verstehen, handhaben wir anders.

Wie weit ist dein Vater noch in der Lage zu entscheiden, was er will und was nicht? Also hinsichtlich der Medikamentengabe zum Beispiel, wenn ein Medi große Nebenwirkungen hat, kann er es auch selbst veranlassen, dass der Arzt informiert wird oder er nimmt es nicht. Wenn er das nicht kann, ist es eure Aufgabe. Die Frage ist ja auch, was er im sogenannten "Bedarf" hat, das entscheiden nämlich dann die PK. Zum Beispiel bei Unruhe oder Schmerzen. Da er nicht dement ist, gibt es vermutlich keine Betreuung? Das heißt, er müsste tatsächlich selbst oder ihr in seinem Namen eine Änderung der Medikamente verlangen.

Ich vermute mit Präsenzkraft ist das gemeint, was wir Betreuungskraft nennen. Dass er sie nicht mag, ist natürlich schwierig, könntet ihr versuchen, ihn wenigstens in einen anderen Trakt zu verlegen? Wenn sie für ihn zuständig ist, ist da wahrscheinlich nicht viel zu machen. Bei uns sind es aber zwei Leute für die Station, mit unterschiedlicher Stundenzahl, aber das ließe sich dann einrichten.

Was nachvollziehbar ist für mich ist das Argument, dass die Mobilisierung Kreislaufprobleme macht, kommt ganz häufig vor. Das ist nun mal Teil des Alterungsprozesses.

Aber alles in allem, so richtig überzeugend finde ich was du schreibst auch nicht, über die Geschichte mit der "Rundfunktstation" hätte ich mich echt total geärgert. Unglaublich.

f}allencdesw-zblaxtt


Mein Vater ist nun in einem Zustand, wo er sich nicht mehr wehrt. Er sagt uns, was ihm nicht gefällt oder welche Fachkräfte freundlich und sehr nett mit ihm umgehen. Wir kümmern uns dann um die Erfüllung seiner Wünsche, soweit es geht. Er kann nicht mehr mit dem Personal debattieren, ist zu anstrengend für ihn.

Heute war das Radio an, das freute mich und er wollte es auch anbehalten, als wir ihn wieder auf sein Zimmer fuhren.....denn heute war der große Tag. Die Feier mit der Familie.

Er wollte im Bett bleiben, das war sein Wunsch. Er erzählte leise und doch eine ganze Menge. Jeder von uns ging mal zum Bett und hörte ihm zu. Den Kuchen reichten wir ihm abwechselnd an. Im Gespräch erzählte er viel von früher, was er alles erlebt hat. Gern hätte er noch mehr erzählt, aber oft fehlten ihm die Worte. Die Gedanken konnte er nicht mehr so fließend in Worte fassen. Ich bemerkte, dass ihm das Kummer machte, er wollte unbedingt alle Gedanken aussprechen, aber trotz großer Anstrengung gelang es ihm nicht. Wir vollendeten dann gelegentlich den Satz und er bejahte oder verneinte. Manchmal beendeten wir die Worte mit einer lustigen Pointe, dann lachte er und freute sich.

Er hat die Altersdemenz. Er behält zwar auch viele Dinge, die im Kurzzeitgedächnis gespeichert sind, erinnert sich an fast alles, was am Tag zuvor war, hat aber kaum noch ein Zeitgefühl für Tage oder Tageszeiten.

Er vermischt Erinnerungen viel mit Fantasien oder bringt es durcheinander. Doch das bemerkt er nicht.

Eine Patientenverfügung hat mein Vater gemacht , und meine Schwester hat eine notariell beglaubigten Betreuerschein. Ich habe für alle Konten, Versicherungen, Rente und Krankenkassen eine von ihm unterschriebene Vollmacht.

Es ist somit alles geregelt. Das hatte mein Vater schon auf den Weg gebracht, als es ihm noch gut ging.

Wir können also in seinem Namen alles auf den Weg bringen, was nötig ist.

Die Feier war sehr schön, nur das Ende dann sehr traurig. Unser Vater weinte, weil er wieder auf sein Zimmer musste. Er wäre gern noch im Kreise seiner Kinder geblieben.

Heute habe ich dann erlebt, wie schön es für die "Alten" ist, wenn sie zuhause bleiben können, wenn sie alt werden und auf Hilfe angewiesen sind.

Doch "leider" müssen wir alle arbeiten und haben nicht den richtigen Platz für ihn. Da jeder um seine Rente kämpfen muss, können wir uns eine Auszeit nicht erlauben.

Die Mutter meines Vaters durfte zuhause sterben und sein Vater auch. Mein Vater gehört noch zu der Generation, die ihre Eltern noch pflegten und er hat diese Möglichkeit für sich nicht mehr von seinen Kindern gepflegt zu werden, das tut ihm weh.

Wir wissen, dass es unseren Kindern nicht möglich sein wird uns zu pflegen (wenn es denn mal dazu kommen sollte), und wollen es auch nicht verlangen. Wir sparen und organisieren schon jetzt alles, damit eine Unterbringung im Heim für mich und meinem Mann möglich gemacht werden kann. Ein tolles Ziel ist dies jedoch nicht. Vielleicht haben wir Glück und es wird nicht nötig sein.

Ich werde jedenfalls weiter für meinen Vater das beste im Pflegeheim rausholen, so dass er nicht zu oft weinen muss.

Allen Lesern wünsche ich einen schönen Abend! :)^ *:)

hsikleixnes


Nur eine eigene Erfahrung: Einer Bekannten von mir ging es ähnlich, wie ich es aus deinen Zeilen über deinen Vater zu lesen glaube. Und auch sie berichtete immer wieder über einiges, dass sie im Pflegeheim unglücklich machte. Aber manches hat sie wohl wirklich verwechselt, also zu Zeiten Essen erwartet, zu denen es noch nichts geben sollte und solche Dinge. Nichts absolut schlimmes, aber sie war in einem ständigen Zustand der Unzufriedenheit, sie hatte oft und später dauerhaft das Gefühl, nicht richtig "gehört" zu werden. Der Umgang mit ihr war aber gut und so aufmerksam, so weit das in einem normalen Heim mit durchschnittlichen Personalschlüssel möglich ist.

Ich will ihm da nichts unterstellen! Aber könnte es sein, dass er sich auch manchmal nicht wahrgenommen fühlt, ohne dass das so richtig der Realität entspricht? Und dann, wenn ihr da seid, froh ist, dieses Gefühl der Unzufriedenheit artikulieren zu können? Also seid ihr denn wirklich sicher, dass alles sich auch wirklich so ereignet, wie er das schildert? Es könnte ja sein, dass einiges tatsächlich so abläuft (Radio habt ihr ja selbst bereits mitbekommen, Tür etc.) und anderes nur manchmal oder sogar nur vereinzelt vorgekommen ist, für ihn aber durch eine gewisse Unsicherheit bzgl. der Zeiten und Tage gefühlt "ständig" passiert?

Nicht, dass man ihn dann nicht ernst nehmen müsste! Aber bei meiner Bekannten musste sich der Ehemann z. B. darin üben, dieses Gefühl der Ehepartnerin auszuhalten, weil sie einfach nicht mehr ganz zufrieden zu stellen war. Vielleicht wird dein Vater unter seinen Umständen, in "Fremdbetreuung", auch einfach nicht mehr glücklich werden. Kann man ihm ja auch absolut nicht verdenken, ginge mir wahrscheinlich - so lange ich es noch bewusst bemerken würde - genau so. Ist mehr so eine Idee meinerseits, ich weiß nicht, ob du schon in diese Richtung gedacht hast?

MGitteErnS8cKht


@ fallendes Blatt

Ich beziehe mich jetzt nur auf z.B. die Mobilisation von der du geschrieben hast, denn da muss ich einfach einharken:

Ähnlich wie Monika schon schrieb:

Ich glaube kaum, dass es für deinen Vater zu anstrengend ist, die Pflegekräfte sind einfach zu FAUL!

Entweder mobilisiert man Bewohner mit einem Lifter in den Cosy Chair (das geht dann oft sogar allein, je nach Patient) oder eben wie sie sagten zu zweit!

Natürlich sollte man die ersten Mobilisationen mit Ruhe und Geduld machen, denn nen Lifter kennt man aus dem normalen Alltag nicht und wenn ich dann einfach so mit einem Tuch in die Luft gehoben würde, würde ich Angst haben!

Oder wie du schon schriebst:

Was ist damit das ganze Bett in den Aufenthaltsraum zu schieben?

Haben wir bei einem Bew. auch gemacht, da er im Rollstuhl und Cosy Chair immer gerutscht ist und das ewige Hochziehen nicht förderlich war.

Wenn man will gibt es IMMER einen Weg für eine Mobilisation!

All das was du schreibst klingt einfach nur nach Faulheit des Personals!

Setz dich doch mal deinem Vater zu liebe klar durch und hör auf mit denen zu diskutieren und sich deren Ausreden anzuhören!

Er wollte im Bett bleiben, das war sein Wunsch.

Hat er das in deinem Beisein gesagt oder haben das die Pflegekräfte gesagt?

Ist auch ne beliebte Masche um um die Mobilisation herum zu kommen,zu sagen "Nein, er wollte nicht hat er gesagt!"

Ich muss das nur anständig verkaufen, dann will jeder Bew. zu 90% raus!

"Das war ein schöner Tag und ich habe mich so gefreut, mal wieder aus dem Bett zu kommen. Doch jetzt bin ich auch kaputt", waren seine Worte als man ihn um 17.00 Uhr auf sein Zimmer brachte.

Ist ja auch vollkommen ok, für sowas gibts Lagerungspläne, da könnte man dann planen, dass dein Vater vielleicht von 11 bis 14/15 Uhr mobilisiert wird und dann zurück ins Bett kommt, muss ja keinen ganzen Tag im Aufenthaltsraum verbringen, aber wenigstens ein bisschen Gesellschaft/Geräuschkulisse!

4. Aus dem Bett nehmen und in den Maxi-C. setzen kann zur Ohnmacht führen, weil der lange liegende Patient dann eine Blutleere im Kopf bekommen kann, bzw. sein Kreislauf versagt. Deshalb setzen die Fachkräfte nur ungern diese Möglichkeit ein.

Unfug, deswegen steigert man die Mobilisation Stück für Stück, beim ersten Versuch z.B. nur ne halbe Stunde bei Beobachtung des Kreislaufs, dann ne Stunde etc!

Was die Betreuungskraft nach §87b angeht kannst du auch mitreden, sag der Stationsleitung/der WBL, dass dein Vater mit der ihm zugewiesenen Person nicht zurecht kommt, dass er ne andere braucht, denn was hat er davon, wenn ihm die Tante nicht gefällt, die ihn "bespaßen" soll?!

Wie schon geschrieben:

Setz dich durch, mach den Mund auf, stellvertretend für deinen Vater!

Ihr beide müsst euch nicht alles gefallen lassen!

Dieses "Tür auf lassen" und "Personal sieht nach ihm" ist, da wette ich drauf:

Gelogen!

Tür auf, ok vielleicht, aber ich wage zu bezweifeln, dass sie öfter als zum Lagern ins Zimmer gehen!

Weil das kostet ja Zeit, die müsste man sich ja dann irgendwo nehmen und an anderer Stelle wieder reinholen, wäre ja Arbeit %-|

Also noch ein letztes Mal meine Bitte an dich:

Mach den Mund auf und setzt dich mal da durch!

Wir Pfleger sind für die Bewohner da und nicht die Bewohner für uns und sie sagen uns wie wir arbeiten/was wir machen/wie wir ihnen was Gutes tun können!

Ich erlebe das ja auch täglich bei mir auf der Etage, wo die Leute mir sagen "Ach Schwester, Sie haben doch auch keine Zeit!"

Wenn ich denen dann genau das sage, nämlich dass ich mich nach ihnen richte und nicht sie sich nach mir richten müssen da gucken die immer ganz erschrocken und lächeln dann!

Klar ist das alles Arbeit und wir haben in der Pflege wenig Zeit, aber man muss Prioritäten setzen!

MRoni7ka6x5


Ich glaube kaum, dass es für deinen Vater zu anstrengend ist, die Pflegekräfte sind einfach zu FAUL!

NEIN, das habe ich weder geschrieben noch so gemeint. Die meisten Pflegekräfte, die ich kenne, sind nicht mal annähernd faul, wer das ist, der braucht in dem Beruf gar nicht anfangen. Was hast du bloß für Vorstellungen?

S*ilbter!moqn daugxe


Pflegepersonalbashing ?

Bestimmt arbeiten die meisten mit vollem Einsatz aber manche eben nicht und ich finde, das darf man auch erwähnen.

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